Jacqueline Cochran, eine der kühnsten Fliegerinnen Amerikas, stellte insgesamt 58 Flugrekorde auf und war wiederholt die „schnellste Frau der Welt“, Althea Gibson, die erste schwarze Wimbledon-Siegerin, ging während ihrer Kinderzeit statt zum Unterricht lieber auf die Straße, stahl Händlern Früchte aus den Auslagen oder besuchte Onkel und Tante, die illegal Alkohol brannten. Ulrike Meyfarth, das „Wunderkind des Hochsprungs“, war als kleines Mädchen bereits ungewöhnlich groß, deswegen besonders schüchtern und wurde oft von anderen Kindern als „langer Lulatsch“ gehänselt.
Solche und andere Details schildert das Buch „Superfrauen 12 – Sport“ mit 32 Biografien von Rosemarie Ackermann bis zu Katarina Witt. Beim Schreiben der Kurzbiografien wurde Wert darauf gelegt, außer den zweifellos großen sportlichen Leistungen dieser Frauen auch deren Privatleben zu behandeln. Das vorliegende Buch ist Steffi Graf, Deutschlands erfolgreichster Tennisspielerin, gewidmet. Ihr ist etwas gelungen, was vor ihr noch keine geschafft hatte: Sie stand 377 Wochen lang ununterbrochen an der Spitze der Weltrangliste.
„Superfrauen 12 – Sport“ gehört zu einer Buchreihe über berühmte Frauen aus den Bereichen Geschichte, Religion, Politik, Wirtschaft und Verkehr, Wissenschaft, Medizin, Film und Theater, Literatur, Malerei und Fotografie, Musik und Tanz, Feminismus und Familie, Sport, Mode und Kosmetik sowie Medien und Astrologie. Diese Bücher sollen dazu beitragen, die Leistungen tüchtiger Frauen mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Sie haben es alle verdient!
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Rosemarie Ackermann
Die deutsche Weltrekord-Hochspringerin
Franziska van Almsick
Der Superstar des Schwimmsports
Jacqueline Auriol
Sie durchbrach als erste Frau die Schallmauer
Cilly Aussem
Deutschlands erste Wimbledon-Siegerin
Petra Behle (Petra Schaaf)
Die beste Biathlon-Sportlerin
Elly Beinhorn
Deutschlands Meisterfliegerin
Jacqueline Cochran
Die „schnellste Frau der Welt“
Henriette d’Angeville
Die erste große Alpinistin der Welt
Amelia Earhart
Die erste Frau, die zwei Mal den Atlantik überflog
Gertrud Ederle
Die erste Bezwingerin des Ärmelkanals
Anja Fichtel
Die beste Fechterin der Welt
Cathy Freeman
Das Idol der Aborigines
Althea Gibson
Die erste schwarze Wimbledon-Siegerin
Steffi Graf
Die deutsche „Tennis-Gräfin“
Florence Griffith-Joyner
Die dreifache Goldmedaillengewinnerin von 1988
Regina Halmich
Deutschlands erste Boxweltmeisterin
Alison Hargreaves
Die erste Besteigerin des Mount Everest
Sonja Henie
Zehn Mal Weltmeisterin auf dem Eis
Martina Hingis
Die jüngste Siegerin auf dem „heiligen Rasen“
Astrid Kumbernuss
Niemand stieß die Kugel weiter als sie
Nicole Mouidi-Pétignat
Die Schweizer Schiedsrichter-Pionierin
Ulrike Nasse-Meyfarth
Das „Wunderkind des Hochsprungs“
Martina Navratilova
Die beste Tennisspielerin der USA
Silvia Neid
Die erfolgreichste deutsche Fußballerin
Gunda Niemann-Stirnemann
Die beste deutsche Eisschnellläuferin
Uta Pippig
Die schnellste Marathonläuferin
Judit Polgár
Mit zwölf schon Nummer 1 der Schachfrauen
Hanna Reitsch
Die Pilotin der Weltklasse
Wilma Rudolph
Die „schwarze Gazelle“ aus Amerika
Katja Seizinger
Deutschlands beste Ski-Rennläuferin
Monica Seles
Die „Tennis-Königin“ aus Serbien
Maia Tschiburdanidse
Die beste Schachdame der 1980-er Jahre
Katarina Witt
Die „Königin des Eiskunstlaufs“
Zielsetzung & Themen
Ziel dieses Buches ist es, die außerordentlichen sportlichen Leistungen von 32 herausragenden Frauen in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses zu rücken und dabei neben ihren Erfolgen auch Einblicke in ihre persönlichen Lebenswege zu gewähren.
- Biografische Porträts erfolgreicher Sportlerinnen des 20. Jahrhunderts
- Verknüpfung von sportlichen Höchstleistungen mit privaten Details
- Würdigung von Pionierleistungen in diversen Sportarten
- Dokumentation von Karriereschritten, Rekorden und persönlichen Schicksalen
- Einordnung in den historischen und gesellschaftlichen Kontext
Auszug aus dem Buch
Rosemarie Ackermann
Die erste Frau, die zwei Meter hoch sprang, war die deutsche Sportlerin Rosemarie Ackermann, geborene Witschas. Diese Höchstleistung gelang der damals 25-jährigen Leichtathletin der ehemaligen „Deutschen Demokratischen Republik“ („DDR“) am 26. August 1977 bei einem internationalen Sportfest in Westberlin – 65 Jahre nachdem dies erstmals einem Mann geglückt ist. Mit ihrem Rekordsprung übertraf sie ihre Körpergröße von 1,75 Meter um 25 Zentimeter.
Rosemarie Witschas erblickte am 4. April 1952 als Tochter von Kurt und Gertrud Witschas in Lohsa in der Lausitz (Sachsen) das Licht der Welt. Sie besuchte in ihrem Heimatort die Schule, wurde von ihrer Mutter zum Ballettunterricht geschickt, träumte davon, Tänzerin zu werden, war jedoch bald hierfür zu groß. Nach dem Schulabschluss zog sie nach Cottbus (Brandenburg), wo sie zunächst als Textilverkäuferin arbeitete und später Binnenhandelsökonomie studierte.
Die sportlichen Erfolge sind Rosemarie Witschas nicht in den Schoß gefallen, sondern das Ergebnis ihres Ehrgeizes und Fleißes. Bei den „Olympischen Sommerspielen 1972“ in München sprang sie 1,85 Meter hoch und erreichte damit den siebten Platz. 1972 lernte sie beim Sportlerball ihren späteren Mann Manfred Ackermann kennen, den sie 1974 heiratete.
Zusammenfassung der Kapitel
Rosemarie Ackermann: Die Hochspringerin erlangte als erste Frau der Welt Berühmtheit durch das Überspringen der Zwei-Meter-Marke und prägte die Leichtathletik in der DDR.
Franziska van Almsick: Das Kapitel zeichnet den kometenhaften Aufstieg des Schwimmstars nach, der trotz großer Erfolge auch mit medialem Druck und persönlichen Krisen zu kämpfen hatte.
Jacqueline Auriol: Die französische Pilotin wird als erste Frau gewürdigt, die die Schallmauer durchbrach und trotz schwerer Verletzungen nach einem Flugzeugabsturz ihre fliegerische Karriere fortsetzte.
Cilly Aussem: Das Kapitel beschreibt den sportlichen Werdegang der ersten deutschen Wimbledon-Siegerin und ihren Weg an die Weltspitze im Tennis der 1930er Jahre.
Petra Behle (Petra Schaaf): Die Biografie beleuchtet die Laufbahn der erfolgreichen Biathletin, die durch ihre Vielseitigkeit und zahlreichen Weltmeistertitel zur prägenden Figur ihrer Sportart wurde.
Elly Beinhorn: Dieses Porträt würdigt die deutsche Pionierin der Luftfahrt, deren Weltflüge und fliegerische Meisterleistungen sie weltweit bekannt machten.
Jacqueline Cochran: Das Kapitel widmet sich der amerikanischen Fliegerin, die zahlreiche Rekorde aufstellte und als „schnellste Frau der Welt“ Geschichte schrieb.
Henriette d’Angeville: Diese Biografie porträtiert die französische Adlige als erste große Alpinistin, die aus eigener Kraft den Gipfel des Montblanc bezwang.
Amelia Earhart: Das Porträt zeichnet das Leben der legendären Fliegerin nach, die als erste Frau den Atlantik überquerte und später unter mysteriösen Umständen verschwand.
Gertrud Ederle: Die Biografie beschreibt den sensationellen Erfolg der ersten Frau, die den Ärmelkanal durchschwamm, und ihren Einfluss als Schwimmidol ihrer Zeit.
Anja Fichtel: Das Kapitel dokumentiert die Erfolge der weltbesten Fechterin, die über ein Jahrzehnt die Florett-Wettbewerbe dominierte.
Cathy Freeman: Dieses Porträt würdigt die australische Sprinterin, die als Symbolfigur der Aborigines bei Olympischen Spielen eine Goldmedaille gewann.
Althea Gibson: Die Biografie erzählt den Weg der ersten schwarzen Tennisspielerin, die trotz Diskriminierung den Sprung an die Weltspitze in Wimbledon schaffte.
Steffi Graf: Das Kapitel fasst die unvergleichliche Karriere der deutschen „Tennis-Gräfin“ zusammen, die über hunderte Wochen die Weltrangliste dominierte.
Florence Griffith-Joyner: Diese Biografie beleuchtet die sportlichen Ausnahmeleistungen des US-Sprintstars, deren Dominanz bei den Olympischen Spielen 1988 bis heute in Erinnerung bleibt.
Regina Halmich: Das Porträt porträtiert Deutschlands erste Boxweltmeisterin und ihren Kampf für die Anerkennung des Frauenboxens im professionellen Sport.
Alison Hargreaves: Die Biografie der britischen Bergsteigerin würdigt ihre Bezwingung des Mount Everest ohne Sauerstoff sowie ihre späteren Schicksalsberg-Erfahrungen.
Sonja Henie: Das Kapitel zeichnet den Weg der norwegischen Eiskunstläuferin nach, die mit zehn Weltmeistertiteln den Sport revolutionierte und als Profi in Hollywood erfolgreich war.
Martina Hingis: Die Biografie der jungen Schweizer Tennisspielerin dokumentiert ihre frühen Erfolge in Wimbledon und ihre spätere Dominanz auf der WTA-Tour.
Astrid Kumbernuss: Das Porträt würdigt die Kugelstoßerin, die die Disziplin mit Weltmeistertiteln und olympischem Gold neu definierte.
Nicole Mouidi-Pétignat: Die Biografie zeichnet den Pionierweg der Schweizerin nach, die als erste Frau Schiedsrichterin in europäischen Männer-Profiligen wurde.
Ulrike Nasse-Meyfarth: Das Kapitel porträtiert das „Wunderkind des Hochsprungs“, das über ein Jahrzehnt hinweg zwei olympische Goldmedaillen gewann.
Martina Navratilova: Die Biografie dokumentiert die beeindruckende Karriere des Tennis-Superstars, der über Jahre hinweg im Einzel und Doppel Maßstäbe setzte.
Silvia Neid: Das Porträt zeichnet den Werdegang der erfolgreichsten deutschen Fußballerin und späteren Bundestrainerin nach.
Gunda Niemann-Stirnemann: Die Biografie beschreibt die Dominanz der „Eislauf-Königin“ im Eisschnelllauf und ihre zahlreichen Weltrekorde.
Uta Pippig: Das Kapitel würdigt die Leistungen der deutschen Marathonläuferin, die durch Siege beim Boston-Marathon internationale Bekanntheit erlangte.
Judit Polgár: Die Biografie erzählt den Werdegang der stärksten Schachspielerin der Geschichte, die gegen die männliche Konkurrenz auf Großmeister-Niveau antrat.
Hanna Reitsch: Das Porträt porträtiert die deutsche Testpilotin, deren fliegerische Leistungen in verschiedenen Rekordkategorien bis heute als außergewöhnlich gelten.
Wilma Rudolph: Die Biografie dokumentiert den Aufstieg der „schwarzen Gazelle“, die trotz gesundheitlicher Rückschläge in der Kindheit zur dreifachen Olympiasiegerin wurde.
Katja Seizinger: Das Porträt beschreibt die Karriere des deutschen Ski-Genies, das drei olympische Goldmedaillen in alpinen Disziplinen gewann.
Monica Seles: Die Biografie thematisiert den kometenhaften Aufstieg und den schwierigen Neuanfang des Tennisstars nach dem folgenschweren Attentat in Hamburg.
Maia Tschiburdanidse: Das Kapitel würdigt die langjährige Schachweltmeisterin, die als junge Frau die Schachwelt der Damen dominierte.
Katarina Witt: Die Biografie schildert den Weg des Eiskunstlaufstars von der DDR-Nachwuchsförderung bis hin zu internationalen Erfolgen als Profi und Schauspielerin.
Schlüsselwörter
Sportlerinnen, Biografien, Weltrekorde, Olympische Spiele, Tennis, Leichtathletik, Fliegerei, Eiskunstlauf, Schach, Frauensport, Hochsprung, Boxen, Biathlon, Pionierleistungen, Leistungssport.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?
Das Buch stellt 32 herausragende Sportlerinnen des 20. Jahrhunderts vor, deren Leistungen in verschiedenen Disziplinen sportliche Geschichte geschrieben haben.
Welche zentralen Themenfelder deckt das Werk ab?
Die Arbeit behandelt Themen wie sportliche Exzellenz, den Überwindungsprozess von persönlichen oder gesellschaftlichen Hindernissen, den Weg zur Weltspitze und die Bedeutung von privatem Engagement neben der Profikarriere.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, die Errungenschaften tüchtiger Frauen mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und ihre individuellen Lebenswege als Vorbilder oder historisch relevante Leistungen zu würdigen.
Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?
Die Arbeit basiert auf biographischen Kurzporträts, die sowohl sportliche Daten und Statistiken als auch persönliche Hintergründe und den privaten Lebensweg der Frauen detailliert beleuchten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in individuelle Biografien, die jede Sportlerin detailliert vorstellen, von ihren Anfängen über ihre größten Erfolge bis hin zu ihrem weiteren Werdegang nach der aktiven Karriere.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie Pioniergeist, Weltklasse, Durchhaltevermögen, Karriereverlauf, Disziplin und gesellschaftliche Wahrnehmung prägen die Analyse der dargestellten Biografien.
Wie steht es um die sportliche Vielseitigkeit der porträtierten Frauen?
Das Werk zeigt eine enorme Vielfalt: Es finden sich Athletinnen aus den Bereichen Leichtathletik, Wintersport, Motorsport, Denksport, Ballsportarten und sogar Pionierinnen der Luftfahrt.
Welche besondere Bedeutung haben die persönlichen Schicksale in den Porträts?
Viele der vorgestellten Frauen mussten Krisen bewältigen – sei es gesundheitliche Rückschläge wie bei Wilma Rudolph oder Monica Seles, oder gesellschaftliche Hürden wie bei Althea Gibson –, was ihren sportlichen Erfolg menschlich greifbar und bewundernswerter macht.
- Arbeit zitieren
- Ernst Probst (Autor:in), 2001, Superfrauen 12 - Sport, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304728