Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Theologie - Systematische Theologie

Die ethische Beurteilung der Pränataldiagnostik nach Ulrich Eibach und Hartmut Kreß

Titel: Die ethische Beurteilung der Pränataldiagnostik nach Ulrich Eibach und Hartmut Kreß

Bachelorarbeit , 2014 , 67 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jennifer Jollet (Autor:in)

Theologie - Systematische Theologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die heutige Forschung hat zu sehr vielen Fortschritten in unserer modernen Welt geführt. Der Mensch verlässt sich immer mehr auf die Technik und deren Möglichkeiten, und vergisst dabei, dass nicht alles von ihm gesteuert werden kann. Gott rückt dabei in den Hintergrund. Viele Menschen wollen nicht wahr haben, dass es eine Macht gibt, die höher ist als sie selbst und die alles auf dieser Welt beeinflussen kann und somit über Fortschritt und Technik steht.
Stattdessen spielt der Mensch sich als Gott auf. Dies ist besonders in der Medizin der Fall. Wenn es nach den Forschern ginge, so dürfte z.B. an Embryonen experimentiert werden, nur um den Fortschritt voranzubringen. Man erhofft sich dadurch Lösungen für bisher unheilbare Krankheiten und in manchen Fällen versucht man dem Tod zu entgehen. Dies ist jedoch Wunschdenken, das unerreichbar ist. Bei all den Forschungsideen wird verdrängt, dass auch Embryonen Menschen sind, die von Gott ins Leben gerufen wurden. Es hat ein Wandel in den Wertvorstellungen der Menschen stattgefunden.
Als besonders schwierig ist die vorgeburtliche Ethik einzustufen, da in dieser Thematik viele verschiedene ethisch relevante Unterpunkte miteinzubeziehen sind. Gerade Frauen sind von dieser Thematik besonders betroffen. Aber auch als Mann kommt man an diesem Thema nicht vorbei, wenn man sich Kinder wünscht. Es machen sich jedoch zu wenige Familien Gedanken darüber, was die verschiedenen Möglichkeiten, die der Frauenarzt bietet, wirklich beinhaltet und was sie für Konsequenzen haben können. So nehmen Familien lieber eine In-Vitro-Fertilisation in Anspruch, anstatt auf ein genetisch eigenes Kind zu verzichten oder alternativ eines zu adoptieren.
Ähnlich sieht es in der Pränataldiagnostik aus: Die Familien nehmen oft alle Untersuchungen der Pränataldiagnostik in Anspruch, selbst wenn diese nicht von der Krankenkasse finanziert werden. Die größere Sicherheit, dass ihr Kind gesund ist, treibt sie an. Eine Familie, die durch eine Untersuchung die Information bekommt, dass ihr Kind behindert zur Welt kommen würde, entscheidet oftmals vorschnell. Sie hat sich keine Gedanken darüber gemacht, wie ein Leben mit einem behinderten Kind aussehen könnte. In den Köpfen des Paares waren meist nur Bilder einer glücklichen und vor allem gesunden Familie. Somit kommt es in 97% der Fälle zu einer Abtreibung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Pränataldiagnostik

2.1 Unterschiedliche gängige Methoden der Pränataldiagnostik

2.1.1 Ultraschall als Form der Pränataldiagnostik

2.1.2 Die Nackenfaltenmessung

2.1.3 Invasive Untersuchungen

2.1.4 Der PraenaTest

2.2 Die Kluft zwischen diagnostizierbaren und therapierbaren Möglichkeiten

2.3 Der Schwangerschaftsabbruch

2.3.1 Die rechtliche Lage

2.3.2 Die ärztlichen Pflichten

2.3.3 Psychische Folgen

2.4 Abschließende Reflexion

3. Eibachs Beurteilung der Pränataldiagnostik

3.1 Der Begriff der Menschenwürde nach Eibach

3.1.1 Menschenwürde in der empirischen Philosophie

3.1.2 Menschenwürde und Lebensschutz aus christlicher Sicht

3.1.3 Das christliche Verständnis der Menschenwürde in der säkularen Gesellschaft

3.2 Wann und wie beginnt menschliches Leben?

3.2.1 Der Beginn des Lebens aus biologischer Sicht

3.2.2 Zwischenfazit

3.3 Der Schwangerschaftsabbruch

3.3.1 Das Verständnis des Tötungsverbots

3.3.2 Der Schwangerschaftsabbruch im Kontext des erweiterten Verständnisses des Tötungsverbots

3.4 Die ethische Beurteilung der Pränataldiagnostik

3.4.1 Schwangerschaft auf Probe

3.4.2 Der Begriff des therapeutischen Objekts

3.4.3 Der Automatismus der Pränataldiagnostik – wie kann dem entgegen gewirkt werden?

4. Kreß' Beurteilung der Pränataldiagnostik

4.1 Der Begriff der Menschenwürde nach Kreß

4.1.1 Was bedeutet Menschenwürde nach Kreß?

4.1.2 Die christlich fundierte Begründung der Menschenwürde

4.1.3 Die Differenzierung der Schutzwürdigkeit

4.1.4 Der Unterschied zwischen Menschenwürde und Lebensschutz

4.2 Der Lebensbeginn

4.2.1 Die verschiedenen Theorien für den Beginn des Lebens

4.2.2 Kurzes Zwischenfazit

4.3 Der Schwangerschaftsabbruch

4.3.1 Die Spätabtreibung

4.3.2 Medizinethik als Anwalt des Kindes

4.4 Die ethische Beurteilung der Pränataldiagnostik

4.4.1 Die Rolle der Mutter

4.4.2 Diskriminierung von behinderten Menschen

4.4.3 Der PraenaTest

4.4.4 PID anstatt PND

4.4.5 Fazit zur Pränataldiagnostik nach Kress

5. Der Vergleich der Ansichten von Ulrich Eibach und Hartmut Kreß bezüglich der Pränataldiagnostik

5.1 Die Menschenwürde

5.1.1 Wem kommt Menschenwürde zu und wie wird diese begründet?

5.1.2 Menschenwürde in der Gesellschaft und die damit verbundene Rechte, insbesondere das Schutzrecht

5.2 Der Beginn des Lebens

5.3 Die Abtreibung

5.4 Die Beurteilung der Pränataldiagnostik

5.4.1 Die Mutter und die Familie als therapeutisches Objekt

5.4.2 Die Behinderung als besondere Hürde

5.4.3 Der PraenaTest

5.4.4 Zwischenfazit zur Pränataldiagnostik

6. Schlussfazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die ethische Beurteilung der Pränataldiagnostik im Kontext christlicher Ethik, basierend auf den unterschiedlichen Positionen von Ulrich Eibach und Hartmut Kreß. Sie geht der Forschungsfrage nach, inwieweit pränatale Untersuchungen mit dem Recht auf Leben und der Menschenwürde des ungeborenen Kindes vereinbar sind und welche Konsequenzen dies für die ärztliche Verantwortung sowie die gesellschaftliche Akzeptanz von Behinderungen hat.

  • Menschenwürde und Schutzwürdigkeit des ungeborenen Lebens
  • Ethische Bewertung von Pränataldiagnostik und Schwangerschaftsabbruch
  • Vergleich der theologischen Argumentationslinien von Ulrich Eibach und Hartmut Kreß
  • Die Rolle der Mutter und die Familie als "therapeutische Objekte"
  • Diskriminierungspotenzial durch "Schwangerschaft auf Probe"

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Ultraschall als Form der Pränataldiagnostik

Die Sonographie bzw. der Ultraschall ist heutzutage in Deutschland selbstverständlich geworden und gehört zu der gängigen Schwangerschaftsvorsorge. Insgesamt sind drei Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft vorgesehen. Jede weitere Untersuchung wird von den Krankenkassen nicht übernommen, es sei denn, es liegt eine Risikoschwangerschaft vor. In anderen europäischen Ländern sind es sogar noch weniger Untersuchungen, die finanziert werden (vgl. Karven, 2008, S. 127). Die Eltern erhoffen sich Aufklärung über die Gesundheit des Kindes, doch es ist darauf hinzuweisen, dass die Ultraschalluntersuchungen einen eher orientierenden Charakter haben. Sollten beim Ultraschall keine Risiken festgestellt werden, finanzieren sich die Eltern oft trotzdem weitere Untersuchungen beim Spezialisten, um dadurch mehr Sicherheit zu erhalten.

Dies ist aber oft ein Trugschluss, da es dadurch mehr zu einer Verunsicherung durch nicht eindeutige Ergebnisse kommen kann (vgl. Pagels, 2011, S. 11 ff.). Beim ersten Screening, welches zwischen der 9. und 12. Schwangerschaftswoche (SSW) durchgeführt wird, wird der Geburtstermin anhand der Länge des Kindes festgelegt. Dies ist möglich, da alle Feten bis zur 15./16. SSW ein in etwa identisches Wachstum aufweisen. Außerdem wird erkannt, ob sich die befruchtete Eizelle innerhalb der Gebärmutter befindet oder eine Eileiterschwangerschaft vorliegt. Dies ist eine wichtige Abklärung, da es in diesem Fall für die Frau gefährlich werden könnte. Auch kann eine Mehrlingsschwangerschaft festgestellt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der biomedizinischen Ethik ein, beleuchtet den Wandel der Wertvorstellungen durch moderne Technik und stellt die Forschungsfrage nach der Rechtfertigung von Pränataldiagnostik sowie dem Beginn menschlichen Lebens.

2. Pränataldiagnostik: Dieses Kapitel gibt einen medizinischen Überblick über verschiedene Methoden wie Ultraschall, Nackenfaltenmessung, invasive Eingriffe und den PraenaTest sowie die rechtlichen und psychischen Aspekte eines Schwangerschaftsabbruchs.

3. Eibachs Beurteilung der Pränataldiagnostik: Hier wird Ulrich Eibachs Standpunkt dargelegt, der für ein konsequentes Lebensrecht ab der Befruchtung eintritt und die Pränataldiagnostik primär als Instrument zur "Schwangerschaft auf Probe" kritisiert.

4. Kreß' Beurteilung der Pränataldiagnostik: Dieses Kapitel präsentiert die liberalere Position von Hartmut Kreß, der zwischen verschiedenen Stadien der Schutzwürdigkeit unterscheidet und stärker auf die Selbstbestimmung der Mutter fokussiert.

5. Der Vergleich der Ansichten von Ulrich Eibach und Hartmut Kreß bezüglich der Pränataldiagnostik: Die Arbeit führt eine vergleichende Analyse beider Theologen durch, wobei Gemeinsamkeiten in der Gottebenbildlichkeit und Unterschiede in der praktischen ethischen Konsequenz für die Diagnosemöglichkeiten herausgearbeitet werden.

6. Schlussfazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, in der Eibachs Position als konsequenter für den Lebensschutz gewertet wird, während der dringende Bedarf an ethischer Beratung betont wird.

Schlüsselwörter

Pränataldiagnostik, Menschenwürde, Schwangerschaftsabbruch, Ulrich Eibach, Hartmut Kreß, Gottebenbildlichkeit, Lebensrecht, Schwangerschaft auf Probe, Bioethik, Selbstbestimmungsrecht, Behinderung, Schutzwürdigkeit, Fetus, Biomedizin, Ethik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die ethischen Implikationen der Pränataldiagnostik und stellt die Positionen der Theologen Ulrich Eibach und Hartmut Kreß gegenüber.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der Begriff der Menschenwürde, der Beginn menschlichen Lebens und die ethische Bewertung des Schwangerschaftsabbruchs nach pränatalen Befunden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein Vergleich der Argumentationen von Eibach und Kreß, um zu klären, welche Perspektive in Bezug auf den Schutz ungeborenen Lebens überzeugender ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine ethisch-theologische Analyse und vergleichende Diskursuntersuchung der Publikationen beider Autoren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Neben der medizinischen Erläuterung der Diagnostik werden die spezifischen Menschenwürde-Konzepte beider Theologen sowie deren Anwendung auf "Schwangerschaft auf Probe" und das "therapeutische Objekt" analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Pränataldiagnostik, Menschenwürde, Lebensrecht, Selbstbestimmungsrecht und ethische Verantwortung.

Wie bewertet Eibach das Konzept der "Schwangerschaft auf Probe"?

Eibach lehnt dieses Konzept strikt ab, da es das ungeborene Leben zur Disposition stellt und die Achtung der Menschenwürde untergräbt.

Was unterscheidet Kreß' Sichtweise von der Eibachs?

Kreß differenziert zwischen verschiedenen Stadien der Schutzwürdigkeit des Embryos und betont stärker die reproduktive Autonomie der Mutter.

Ende der Leseprobe aus 67 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die ethische Beurteilung der Pränataldiagnostik nach Ulrich Eibach und Hartmut Kreß
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Theologie)
Note
1,3
Autor
Jennifer Jollet (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
67
Katalognummer
V305113
ISBN (eBook)
9783668030565
ISBN (Buch)
9783668030572
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bioethik Biomedizin Ethik Pränataldiagnostik ABtreibung Lebensbeginn Forschung Behinderung Eibach Kreß Downsyndrom Menschenwürde
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jennifer Jollet (Autor:in), 2014, Die ethische Beurteilung der Pränataldiagnostik nach Ulrich Eibach und Hartmut Kreß, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305113
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  67  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum