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Sterbehilfe. Information und Diskussion im Unterricht (Religion, 10. Klasse)

Titel: Sterbehilfe. Information und Diskussion im Unterricht (Religion, 10. Klasse)

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jennifer Jollet (Autor:in)

Didaktik - Theologie, Religionspädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Bei dieser Arbeit handelt es sich um einen Unterrichtsentwurf zum Thema Sterbehilfe. Er ist besonders gut für Schüler der Jahrgangsstufe 9 oder 10 geeignet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Beschreibung der Lerngruppe

2. Sachanalyse

3. Didaktische Analyse

3.1 Legitimation und Zielsetzung

3.2 Einbettung der Stunde in die Unterrichtseinheit

3.3 Schwerpunktsetzung und Reduktion

3.4 Transformation und Antizipation

3.5 Ziele der Stunde

4. Methodische Analyse

4.1 Entscheidung für bestimmte Sozialformen

4.2 Steuerungsverhalten

4.3 Material und Medien

5. Verlaufsplanung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit dient der Planung einer Doppelstunde zum Thema Sterbehilfe im Religionsunterricht der Jahrgangsstufe 10. Ziel ist es, den Schülern ein fundiertes Wissen über die verschiedenen Formen der Sterbehilfe zu vermitteln, sie für die ethische Komplexität des Themas zu sensibilisieren und ihre Kompetenz zur eigenständigen Meinungsbildung und Diskussion zu stärken.

  • Sachliche Auseinandersetzung mit den verschiedenen Formen der Sterbehilfe.
  • Klärung der rechtlichen Situation in Deutschland und anderen Ländern.
  • Ethische Reflexion aus christlicher Perspektive.
  • Förderung der Diskussions- und Urteilskompetenz der Schüler.
  • Sensibilisierung für das Leiden im Sterbeprozess.

Auszug aus dem Buch

2. Sachanalyse

Sterbehilfe ist in Deutschland stark umstritten und auch rein rechtlich eine heikle Angelegenheit. Viele Deutsche reisen daher in ein anderes Land, um die Möglichkeit der Sterbehilfe zu nutzen. Es gibt vier Arten von Sterbehilfe, die ethisch und rechtlich komplett verschieden voneinander zu beurteilen sind:

Die erste ist die sogenannte „aktive Sterbehilfe“ oder auch Euthanasie genannt. Diese Art bedeutet die gezielte Tötung eines Menschen, z. B. durch die Verabreichung von Tabletten, Spritzen, oder ähnlichem. Sie ist in Deutschland gesetzlich verboten und wird strafrechtlich verfolgt, sogar wenn die Tötung der ausdrückliche Wunsch eines Menschen ist. Sollte die betroffene Person nicht mehr in der Lage sein, diesen Wunsch zu äußern, so kann zum Beispiel eine Patientenverfügung Aufschlüsse geben. Sollte der Wille der Person nicht vorliegen, oder eindeutig geäußert worden sein, so gilt dies allgemein nicht als aktive Sterbehilfe, sondern wird als Mord oder Totschlag aufgefasst (vgl. Holthaus/Jahnke, 2008, S 28). Nach §216 des Strafgesetzbuches ist die aktive Sterbehilfe in Deutschland nicht erlaubt: (1) Ist jemand durch das ausdrückliche und ernstliche Verlangen des Getöteten zur Tötung bestimmt worden, so ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen. (2) Der Versuch ist strafbar (http://dejure.org/gesetze/StGB/216.html).

Die Zweite Art ist die „passive Sterbehilfe“. Sie zielt auf ein menschenwürdiges Sterbenlassen, insbesondere dadurch, dass eine lebensverlängernde Behandlung (z. B. Verzicht auf künstliche Ernährung, künstliche Beatmung, Dialyse, oder die Verabreichung von Medikamenten wie z. B. Antibiotika) bei einem unheilbar kranken Menschen nicht weitergeführt oder gar nicht erst aufgenommen wird. Sie setzt sein Einverständnis voraus (z.B. durch Patientenverfügung) und ist rechtlich zulässig. Sollte dieses Einverständnis fehlen, so entscheidet in solchen Fällen der Vorsorgebevollmächtigte bzw. (falls der Patient keinen Bevollmächtigten benannt hat) der gerichtlich bestellte Betreuer.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Beschreibung der Lerngruppe: Vorstellung der Rahmenbedingungen der Klasse 10 und der Einbettung des Themas Sterbehilfe in das übergeordnete Thema Biomedizinische Ethik.

2. Sachanalyse: Differenzierung der vier Arten der Sterbehilfe und Erläuterung der aktuellen rechtlichen Lage sowie der ethischen Problematik.

3. Didaktische Analyse: Herleitung der unterrichtlichen Legitimation auf Basis des Kerncurriculums sowie Reflexion über die Sensibilisierung der Schüler für das Thema Tod und Sterben.

4. Methodische Analyse: Begründung der gewählten Sozialformen wie Gruppenarbeit und Unterrichtsgespräch zur Förderung der Schüleraktivierung und Diskussionsfähigkeit.

5. Verlaufsplanung: Detaillierte tabellarische Darstellung der geplanten Unterrichtsphasen inklusive Zeitplan, Sozialformen und Medieneinsatz.

Schlüsselwörter

Sterbehilfe, Biomedizinische Ethik, aktive Sterbehilfe, passive Sterbehilfe, indirekte Sterbehilfe, Beihilfe zur Selbsttötung, Unterrichtsentwurf, Religionsunterricht, SuS, Sterbenlassen, Sterbebegleitung, Diskussionsfähigkeit, Patientenverfügung, Strafgesetzbuch, Menschenwürde.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der methodisch-didaktischen Planung einer Doppelstunde zum Thema Sterbehilfe für den Religionsunterricht in der 10. Jahrgangsstufe.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind die Definition und Abgrenzung der verschiedenen Arten der Sterbehilfe, die rechtliche Situation in Deutschland und die Auseinandersetzung mit ethischen Fragestellungen zum Lebensende.

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?

Das primäre Ziel ist es, dass die Schüler sich mit der Komplexität der Sterbehilfe vertraut machen, die rechtlichen Grundlagen verstehen und einen begründeten eigenen Standpunkt entwickeln können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die klassische Unterrichtsvorbereitung: Sachanalyse, didaktische Begründung, methodische Reflexion und eine strukturierte Verlaufsplanung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche Aufarbeitung des Themas Sterbehilfe, eine didaktische Einordnung sowie die methodische Planung der verschiedenen Unterrichtsphasen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Sterbehilfe, Biomedizinische Ethik, Didaktik, Religionsunterricht und ethische Urteilsbildung.

Wie ist die Stunde aufgebaut, um die Schüler zu aktivieren?

Die Stunde beginnt mit einem bildgestützten Impuls, gefolgt von einer Gruppenarbeitsphase zur Erarbeitung der Sterbehilfearten und schließt mit einer geleiteten Diskussion ab.

Warum wird im Unterricht ein Kurzfilm eingesetzt?

Der Film wird als Überleitung zum zweiten Teil der Stunde genutzt, um durch die Darstellung zweier gegensätzlicher Perspektiven einen Anstoß für die anschließende Diskussion zu geben.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sterbehilfe. Information und Diskussion im Unterricht (Religion, 10. Klasse)
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Theologie)
Veranstaltung
Tod und Trauer im Religionsunterricht
Note
1,0
Autor
Jennifer Jollet (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
16
Katalognummer
V305211
ISBN (eBook)
9783668044005
ISBN (Buch)
9783668044012
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sterbehilfe Unterrichtsentwurf Selbstbestimmung indirekte Sterbehilfe passive Sterbehilfe aktive Sterbehilfe Beihilfe zum Suizid Sachanalyse didaktische Analyse methodsiche Analyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jennifer Jollet (Autor:in), 2013, Sterbehilfe. Information und Diskussion im Unterricht (Religion, 10. Klasse), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305211
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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