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Massenpsychologie nach Sigmund Freud im Spiegel seiner Ich-Analyse und Psychoanalyse

Title: Massenpsychologie nach Sigmund Freud im Spiegel seiner Ich-Analyse und Psychoanalyse

Seminar Paper , 2015 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jan-Uwe Kastning (Author)

Psychology - Social Psychology
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Summary Excerpt Details

Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Massenpsychologie unter Bezugnahme auf die Grundbegriffe der Psychoanalyse nach Sigmund Freud. Anhand seines Essays Massenpsychologie und Ich-Analyse werden die Themen Individuen und ihr Verhalten in Massen aus psychoanalytischer Perspektive vorgestellt. Die wesentlichen Erkenntnisse werden sowohl im historischen Kontext als auch im Spiegel der heutigen Zeit anhand einer Studie der Universität von Amsterdam näher beleuchtet. Inwieweit ist Freuds psychoanalytische Perspektive für die Betrachtung heutiger Massenphänomene noch relevant und kann zum Verständnis dieser Phänomene herangezogen werden?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Einordnung des Themas

1.2 Gang der Arbeit

2 Massenpsychologie und Ich-Analyse nach Freud

2.1 Definition der Masse nach Le Bon, Mc Dougall und Trotter

2.2 Der Herdentrieb

2.3 Suggestion und Libido

2.4 Definition der Masse nach Freud

3 Grundbegriffe der Psychoanalyse

3.1 Instanzenmodell

3.2 Psychoanalytische Termini aus der Massenpsychologie

3.2.1 Identifizierung

3.2.2 Massengefühl

3.2.3 Verliebtheit und Idealisierung

3.2.4 Hypnose

3.2.5 Regression

3.2.6 Panik

4 Massenpsychologische Phänomene in dauerhaften Massen

4.1 Kirche und Heer

4.2 Abgeleitete Erkenntnisse aus psychoanalytischer Sicht

5 Praxistransfer: Studie Uncertainty enhances the preference for narcissistic leaders

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Verhalten von Individuen in Massen auf Basis von Siegmund Freuds Essay "Massenpsychologie und Ich-Analyse". Ziel ist es, die psychoanalytischen Grundbegriffe auf ihre heutige Relevanz zu prüfen, indem sie sowohl im historischen Kontext als auch anhand einer modernen empirischen Studie zur Führungskräftewahl bei Unsicherheit analysiert werden.

  • Psychoanalytische Grundlagen der Massenpsychologie nach Freud
  • Analyse von Identifizierung, Libido und Suggestion in Massen
  • Anwendung der Theorie auf dauerhafte Massen (Kirche und Heer)
  • Empirische Untersuchung zur Präferenz für narzisstische Führungskräfte
  • Verknüpfung historischer psychoanalytischer Modelle mit aktuellen Studien

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Identifizierung

Die Identifizierung wird als früheste und ursprünglichste Gefühlsbindung eines Individuums an andere bezeichnet. Den Ausgangspunkt stellt der Ödipuskomplex dar, bei dem das männliche Kind die Mutter liebt, den Vater als Rivalen und gleichzeitig auch als Vorbild sieht. Daher ist die Identifizierung insgesamt ambivalent, weil sie sowohl zärtliche Elemente als auch den Wunsch nach Beseitigung des Vaters umfasst. Die Identifizierung strebt nach Freud danach, dass das eigene Ich des Instanzenmodells so ausgestaltet wird, dass es dem zum Vorbild genommenen möglichst nahekommt. In der Entwicklung kann es auch zu einer neurotischen Ausprägung des Ödipuskomplexes kommen.

Zur Veranschaulichung nutzt Freud das Bsp. eines kleinen Mädchens, das dasselbe Symptom eines Hustens zeigt wie seine Mutter. Freud folgert daraus, dass das Symptom die entwickelte Objektliebe zum Vater ausdrückt und gleichzeitig das Ersetzenwollen der Mutter, zumindest in ihrem Leiden. Ein entgegengesetztes Bsp. ist die Imitation des väterlichen Hustens, was auf regressivem Weg den Ersatz für eine libidinöse Objektbindung und Introjektion des Objekts ins Ich des Instanzenmodells bedeutet, da der Husten stellvertretend für die geliebte Person des Vaters steht. Freud stellt fest, „dass das Ich bei diesen Identifizierungen das eine Mal die ungeliebte, das andere Mal aber die geliebte Person kopiert“. Die dritte Form der Identifizierung beschreibt Freud als neu wahrgenommene Gemeinsamkeit mit einem Individuum, zu dem kein Sexualtrieb besteht. Erst die Identifizierung eröffnet über die Nachahmung und Einfühlung eine Wahrnehmung des Verhaltens und Seelenlebens. Dabei ist die natürliche Aggression ggü. der Person, mit der sich das Individuum identifiziert hat, eingeschränkt und es besteht die Tendenz zur Verschonung und Unterstützung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Massenpsychologie ein, benennt Sigmund Freud als zentralen Theoretiker und umreißt die Forschungsfrage bezüglich der Relevanz dieser Theorien für moderne Massenphänomene.

2 Massenpsychologie und Ich-Analyse nach Freud: Dieses Kapitel vergleicht Freuds Perspektive auf die Masse mit den Definitionen von Le Bon, Mc Dougall und Trotter und beleuchtet zentrale Konzepte wie den Herdentrieb, Suggestion und Libido.

3 Grundbegriffe der Psychoanalyse: Hier werden das Instanzenmodell (Es, Ich, Über-Ich) sowie spezifische psychoanalytische Termini wie Identifizierung, Massengefühl und Regression erläutert.

4 Massenpsychologische Phänomene in dauerhaften Massen: Anhand der Beispiele Kirche und Heer wird aufgezeigt, wie künstliche Massen durch äußere Zwänge und libidinöse Bindungen an den Führer stabilisiert werden.

5 Praxistransfer: Studie Uncertainty enhances the preference for narcissistic leaders: Die empirische Studie wird vorgestellt, um zu zeigen, dass in unsicheren Kontexten eine höhere Präferenz für narzisstische Führungspersönlichkeiten besteht.

6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass Freuds Modelle trotz ihres Alters wertvolle Erklärungsansätze für heutige Massenphänomene und Führungsdynamiken bieten.

Schlüsselwörter

Massenpsychologie, Psychoanalyse, Siegmund Freud, Ich-Analyse, Identifizierung, Libido, Herdentrieb, Suggestion, Narzissmus, Führungspersönlichkeit, Instanzenmodell, Regression, Panik, künstliche Massen, Sozialpsychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der psychoanalytischen Betrachtung des Verhaltens von Individuen in Massen, basierend auf Siegmund Freuds Essay „Massenpsychologie und Ich-Analyse“.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?

Im Zentrum stehen die massenpsychologischen Kernkonzepte Freuds, wie die Libido, die Identifizierung und die Rolle des Führers, sowie deren Übertragbarkeit auf moderne gesellschaftliche Kontexte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, inwieweit Freuds psychoanalytische Perspektive für die Betrachtung heutiger Massenphänomene noch relevant ist und zum Verständnis dieser Phänomene beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die durch den Praxistransfer einer aktuellen empirischen Studie zur Wahl von Führungspersonen unter Unsicherheit ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Freuds Begrifflichkeiten, die Anwendung seiner Theorien auf historische Institutionen (Kirche und Heer) sowie eine Fallstudie über die Präferenz für narzisstische Führungskräfte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Massenpsychologie, Psychoanalyse, Identifizierung, Narzissmus, Libido und Führungssituationen unter Unsicherheit.

Wie unterscheidet sich Freuds Sicht auf die Masse von der von Le Bon?

Während Le Bon den Fokus auf eine "Massenseele" legt, betrachtet Freud die Masse stärker aus der psychoanalytischen Perspektive, insbesondere durch die Libido-Theorie und die Funktion des Führers als Ersatz für das Ich-Ideal.

Warum spielt das Instanzenmodell eine wichtige Rolle für das Verständnis von Massen?

Das Modell hilft zu verstehen, wie das Individuum seine Triebe (Es) reguliert und wie sich durch Identifizierung das eigene Ich oder Ich-Ideal dem Führer unterordnet, um Schutz in der Masse zu finden.

Was ist das zentrale Ergebnis der Studie im Praxistransfer?

Die Studie zeigt, dass Menschen in unsicheren Situationen eher dazu neigen, narzisstische Führungskräfte zu wählen, da diese durch ihre Ausstrahlung Stabilität suggerieren.

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Details

Title
Massenpsychologie nach Sigmund Freud im Spiegel seiner Ich-Analyse und Psychoanalyse
College
The FOM University of Applied Sciences, Hamburg
Course
Modul Sozialpsychologie
Grade
1,0
Author
Jan-Uwe Kastning (Author)
Publication Year
2015
Pages
20
Catalog Number
V305286
ISBN (eBook)
9783668033023
ISBN (Book)
9783668033030
Language
German
Tags
Massenpsychologie S. Freud Ich-Analyse Instanzenmodell Identifizierung Massengefühl Herdentrieb Verliebtheit Idealisierung Hypnose Regression Führungskraft Umweltunsicherheit narzisstischer Führer Suggestion Massenpanik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan-Uwe Kastning (Author), 2015, Massenpsychologie nach Sigmund Freud im Spiegel seiner Ich-Analyse und Psychoanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305286
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