Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - Culture, Technology, Nations

Mitgift: Gift für die Seele

Hintergründe und Konsequenzen der Mitgiftpraxis für das Leben indischer Frauen in Kindheit, Jugend und Heiratsalter

Title: Mitgift: Gift für die Seele

Presentation (Elaboration) , 2003 , 19 Pages , Grade: 1

Autor:in: Nadine Stern (Author)

Sociology - Culture, Technology, Nations
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Mit der Mitgiftpraxis in Indien wird der Wert oder Nicht-Wert weiblicher Existenz zugespitzt und materialisiert, was besonders in der Jugend zu unlösbaren intra- und interpersonalen Konflikten führen kann. Diese Konflikte sollen in der vorliegenden Arbeit dargestellt werden. Es wird näher untersucht, wie stark sich ein auf den ersten Blick rein ökonomisches Phänomen auf die Sozialisation der indischen Frauen auswirkt. Sozialisation wird in der gegenwärtigen Sozialisationsdebatte als Prozess der Entstehung und Entwicklung der Persönlichkeit in wechselseitiger Abhängigkeit von der gesellschaftlich vermittelten sozialen und materiellen Umwelt verstanden. Gerade bei dieser Entwicklung hin zu einem gesellschaftsfähigen Wesen stellt die Praxis der Mitgift im Kontext mit anderen kulturspezifischen Aspekten einen Faktor dar, welcher auf das Leben indischer Frauen und Mädchen unglaubliche Auswirkungen hat. Die Folgen- soziale, ökologische, sowie psychologische- sollen hier in Bezug auf die ersten Lebensphasen der indischen Frau dargestellt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gesellschaftliche und historische Hintergründe der Mitgiftpraxis

3. Konsequenzen der Mitgiftpraxis in der Lebensphase der Kindheit

3.1. Soziale und ökonomische Konsequenzen

3.2. Psychische Konsequenzen

3.3. Ein Beispiel: Suraya

4. Konsequenzen der Mitgiftpraxis in der Lebensphase der Adoleszenz und des frühen Heiratsalters

4.1. Soziale und ökonomische Konsequenzen

4.2. Psychische Konsequenzen

4.3. Ein Beispiel: Sumitra

5. Schlussbemerkung

6. Literaturverzeichnis

7. Anlagen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der indischen Mitgiftpraxis auf den Sozialisationsprozess von Frauen, wobei insbesondere der Zusammenhang zwischen ökonomischen Traditionen und der psychischen sowie sozialen Identitätsentwicklung im Kindes- und Jugendalter analysiert wird.

  • Historische und gesellschaftliche Determinanten der Mitgift in Indien
  • Soziale und ökonomische Auswirkungen auf die Lebensphase der Kindheit
  • Psychologische Folgen der kulturellen Abwertung und Instrumentalisierung
  • Konfliktlinien zwischen moderner Bildung und traditionellen Rollenerwartungen
  • Die Mitgift als Modernitätsphänomen und deren Auswirkungen auf die Heiratsbiografie

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Mit der Mitgiftpraxis wird der Wert oder Nicht-Wert weiblicher Existenz zugespitzt und materialisiert, was besonders in der Jugend zu unlösbaren intra- und interpersonalen Konflikten führen kann.“

Diese Konflikte, welche sich aus der Praxis der dowry in Indien ergeben, sollen in der vorliegenden Arbeit dargestellt werden. Für bemerkenswert halte ich, wie stark sich ein auf den ersten Blick rein ökonomisches Phänomen auf die Sozialisation der indischen Frauen auswirkt. „Sozialisation ist- und dies ist Konsens in der gegenwärtigen Sozialisationsdebatte zu verstehen als Prozess der Entstehung und Entwicklung der Persönlichkeit in wechselseitiger Abhängigkeit von der gesellschaftlich vermittelten sozialen und materiellen Umwelt.“ Gerade bei dieser Entwicklung hin zu einem gesellschaftsfähigen Wesen stellt die Praxis der Mitgift im Kontext mit anderen kulturspezifischen Aspekten einen Faktor dar, welcher auf das Leben indischer Frauen und Mädchen unglaubliche Auswirkungen hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Mitgiftpraxis und deren gravierende Auswirkungen auf die Sozialisation und das Selbstwertgefühl indischer Frauen.

2. Gesellschaftliche und historische Hintergründe der Mitgiftpraxis: Analyse der patriarchalen Strukturen und historischen Gesetzeswerke, die die Abhängigkeit und Abwertung der Frau in Indien zementieren.

3. Konsequenzen der Mitgiftpraxis in der Lebensphase der Kindheit: Untersuchung der sozialen Benachteiligung und psychischen Belastungen, denen Mädchen bereits im frühesten Alter ausgesetzt sind.

4. Konsequenzen der Mitgiftpraxis in der Lebensphase der Adoleszenz und des frühen Heiratsalters: Darstellung des Drucks, der durch die Erwartung einer arrangierten Ehe und die notwendige Mitgift auf junge Frauen ausgeübt wird.

5. Schlussbemerkung: Fazit zur Bestätigung der These, dass die Mitgift ein zerstörerisches Element für die psychische Entwicklung von Frauen darstellt.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.

7. Anlagen: Dokumentation von Thesenpapieren und statistischen Folien zu Mitgift-Delikten und Female Infanticide.

Schlüsselwörter

Mitgift, Indien, Sozialisation, Frauenbild, Patriarchat, Dowry, Kindheit, Adoleszenz, Mitgiftmorde, Geschlechterverhältnis, Selbstwertgefühl, arrangierte Ehe, Mädchen, psychische Folgen, ökonomischer Druck

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Mitgiftpraxis auf den Sozialisationsprozess von indischen Mädchen und Frauen unter besonderer Berücksichtigung ihrer psychischen Entwicklung.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Im Zentrum stehen historische Hintergründe, die Folgen für die Kindheit, die Herausforderungen in der Adoleszenz sowie die Rolle der Mitgift als modernes Konsum- und Prestigedruckmittel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Mitgiftpraxis als ökonomisches und soziales Phänomen massiv in die Identitätsbildung und das Selbstwertgefühl indischer Frauen eingreift.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und die Auswertung von Fallbeispielen, um die lebensweltlichen Auswirkungen der Mitgift praxisnah zu veranschaulichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch in die Lebensphasen Kindheit und Adoleszenz und untersucht für diese jeweils die sozialen, ökonomischen und psychischen Konsequenzen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die zentralen Konzepte sind Mitgift, Patriarchat, Sozialisation, Female Infanticide und das Spannungsfeld zwischen traditionellen Werten und modernem Konsumstreben.

Wie wird das Beispiel der „Suraya“ im Text genutzt?

Anhand von Surayas Biografie wird verdeutlicht, wie Mädchen frühzeitig durch die Notwendigkeit, ihre eigene Mitgift durch Arbeit mitzufinanzieren, ihrer schulischen Bildung und Kindheit beraubt werden.

Inwiefern hat sich die Mitgiftpraxis laut der Arbeit modernisiert?

Die Arbeit stellt fest, dass die Mitgift kein rückläufiges Traditionselement ist, sondern sich durch westliche Konsummodelle in der Mittelschicht als Modernitätsphänomen sogar noch verschärft hat.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Mitgift: Gift für die Seele
Subtitle
Hintergründe und Konsequenzen der Mitgiftpraxis für das Leben indischer Frauen in Kindheit, Jugend und Heiratsalter
College
Justus-Liebig-University Giessen
Grade
1
Author
Nadine Stern (Author)
Publication Year
2003
Pages
19
Catalog Number
V30531
ISBN (eBook)
9783638317764
ISBN (Book)
9783638957342
Language
German
Tags
Mitgift Gift Seele
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Stern (Author), 2003, Mitgift: Gift für die Seele, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30531
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint