Die Seminararbeit besteht aus vier Teilen, die sich jeweils mit einem praxisnahen Fall aus der Bilanzierung und Steuergestaltung beschäftigen. Diese Fälle hängen dabei eng miteinander zusammen. In den jeweiligen Lösungen werden mögliche Gestaltungen aufgezeigt.
Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf die erste Teilaufgabe des Seminars zum Wahlfach „Steuer und Wirtschaftsprüfung“. Innerhalb dieser Teilaufgabe soll die Wahl einer aus steuer- und wirtschaftsrechtlicher Sicht optimalen Unternehmensform zu einem bestimmten Sachverhalt getroffen werden. Dieser Sachverhalt wird unter dem Gliederungspunkt II.1 dargestellt. Anschließend wird im Gliederungspunkt II.2 auf die Ergebnisse des Mandantengesprächs eingegangen. Der dritte Abschnitt gibt einen kurzen Überblick über das Scoring-Modell, welches als Entscheidungstool ausgewählt wurde. Im vierten Abschnitt finden eine allgemeine Darstellung der für den Sachverhalt entscheidungserheblichen Kriterien und im fünften Abschnitt anschließend eine Bewertung der relevanten Rechtsformen statt. Diese Bewertungen werden dann im sechsten Abschnitt verglichen, worauf die Entscheidung für eine Unternehmensform folgt.
Inhaltsverzeichnis
A Teilaufgabe 1
I Einleitung
II Der Sachverhalt
1 Der Sachverhalt aus der Aufgabenstellung
2 Das Mandantengespräch
III Das Scoring-Modell
IV Die Auswahl der entscheidungsrelevanten Größen
1 Die Haftung
2 Die Erfolgsbeteiligung und Entnahmerechte
3 Die Kapitalbeschaffung
4 Die Besteuerung
5 Die Geschäftsführung
6 Die Formerfordernisse
V Die Bewertung der relevanten Rechtsformen
1 Personengesellschaften
1.1 Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)
1.2 Die offene Handelsgesellschaft (OHG)
1.2.1 Die Haftung
1.2.2 Die Erfolgsbeteiligung und Entnahmerechte
1.2.3 Die Kapitalbeschaffung
1.2.4 Die Besteuerung
1.2.5 Die Geschäftsführung
1.2.6 Die Formerfordernisse
1.2.7 Die Gesamtbewertung der OHG
1.3 Die Kommanditgesellschaft (KG)
1.3.1 Die Haftung
1.3.2 Die Erfolgsbeteiligung und Entnahmerechte
1.3.3 Die Kapitalbeschaffung
1.3.4 Die Besteuerung
1.3.5 Die Geschäftsführung
1.3.6 Die Formerfordernisse
1.3.7 Die Gesamtbewertung der KG
2 Kapitalgesellschaften
2.1 Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
2.1.1 Die Haftung
2.1.2 Die Erfolgsbeteiligung und Entnahmerechte
2.1.3 Die Kapitalbeschaffung
2.1.4 Die Besteuerung
2.1.5 Die Geschäftsführung
2.1.6 Die Formerfordernisse
2.1.7 Die Gesamtbewertung der GmbH
2.2 Die Aktiengesellschaft (AG)
2.2.1 Die Haftung
2.2.2 Die Erfolgsbeteiligung und Entnahmerechte
2.2.3 Die Kapitalbeschaffung
2.2.4 Die Besteuerung
2.2.5 Die Geschäftsführung
2.2.6 Die Formerfordernisse
2.2.7 Die Gesamtbewertung der AG
3 Sonderformen
3.1 Die GmbH & Co. KG
3.1.1 Die Haftung
3.1.2 Die Erfolgsbeteiligung und Entnahmerechte
3.1.3 Die Kapitalbeschaffung
3.1.4 Die Besteuerung
3.1.5 Die Geschäftsführung
3.1.6 Die Formerfordernisse
3.1.7 Die Gesamtbewertung der GmbH & Co. KG
VI Die Gesamtbewertung aller relevanten Rechtsformen
B Teilaufgabe 2
I Einleitung
II Der Sachverhalt
1 Die Beschaffung der benötigten Gerätschaften
2 Die Darlehensalternativen
3 Die Restfinanzierung
III Die Diskussion der Teilaufgaben
1 Die Beschaffung der benötigten Gerätschaften
1.1 Der Kauf der Gerätschaften im Inland
1.2 Der Kauf der Gerätschaften im EU-Ausland
1.3 Ergebnis der ersten Teilaufgabe
2 Die Darlehensalternativen
2.1 Die erste Darlehensalternative
2.1.1 Die Rahmenbedingungen
2.1.2 Der Bilanzausweis des Darlehens
2.1.3 Die Kapitalkosten
2.2 Die zweite Darlehensalternative
2.2.1 Die Rahmenbedingungen
2.2.2 Der Bilanzausweis
2.2.3 Die Kapitalkosten
2.3 Ergebnis der zweiten Teilaufgabe
3 Die Restfinanzierung
3.1 Das benötigte Restkapital
3.2 Die Laufzeit der Finanzierung
3.3 Die Vergütung
3.4 Die möglichen Finanzierungsformen
3.4.1 Die Beteiligung als Komplementär der ABC GmbH & Co. KG
3.4.1.1 Die Haftung
3.4.2 Die Beteiligung als Gesellschafter der GmbH
3.4.2.1 Die Haftung
3.4.2.2 Die Behandlung der Vergütung
3.4.3 Die Beteiligung als Kommanditist der ABC GmbH & Co. KG
3.4.3.1 Die Haftung
3.4.3.2 Die Behandlung der Vergütung
3.4.4 Die Beteiligung als stiller Gesellschafter
3.4.4.1 Die Haftung
3.4.4.2 Die Behandlung der Vergütung
3.4.4.3 Die Besteuerung
3.4.4.4 Sonstiges
3.4.5 Der Kapitaleinsatz als Fremdkapitalgeber
3.4.5.1 Die Haftung
3.4.5.2 Die Behandlung der Vergütung
3.4.5.3 Die steuerliche Behandlung
3.4.5.4 Sonstiges
3.5 Die Entscheidung für eine Finanzierungsform
4 Überblick über die Ergebnisse der Teilaufgaben
C Teilaufgabe 3
I Einleitung
II Die Sachverhalte
1 Der erste Sachverhalt
1.1 Die Angaben aus der Aufgabenstellung
1.2 Das Mandantengespräch
2 Der zweite Sachverhalt
2.1 Angaben aus der Aufgabenstellung
2.2 Das Mandantengespräch
III Diskussion der Teilaufgaben
1 Der Erwerb der Immobilie
1.1 Das mögliche Bestehen einer Organschaft
1.1.1 Die körperschaftsteuerliche Organschaft
1.1.2 Die gewerbesteuerliche Organschaft
1.1.3 Die umsatzsteuerliche Organschaft
1.2 Das mögliche Bestehen einer Betriebsaufspaltung
1.3 Die bilanzielle Behandlung des Erwerbs der Immobilie
1.3.1 Die Ebene der GmbH & Co. KG
1.3.2 Die Ebene der GbR
1.4 Die steuerliche Behandlung des Erwerbs der Immobilie
1.4.1 Die Grunderwerbsteuer
1.4.2 Die Umsatzsteuer
1.5 Die Behandlung des Umbaus zu einer Wohnung
1.6 Die Sanierung der Immobilie
1.7 Der konkrete Wertansatz in der Bilanz
1.8 Die Einkünfte aus der Vermietung
1.9 Die Abschreibungen
2 Die Entwicklung des Spezialsoftware-Moduls
2.1 Die bilanzielle Behandlung der Software-Entwicklung
2.1.1 Die konkrete Bilanzierungsfähigkeit
2.1.2 Der Wertansatz in der Bilanz
2.1.3 Die Möglichkeit einer Teilgewinnrealisierung
2.2 Die Drohverlustrückstellung
2.3 Die Behandlung der einzelnen Geschäftsvorfälle
2.3.1 Der Erwerb der Individualsoftware
2.3.1.1 Die umsatzsteuerliche Behandlung
2.3.1.2 Die bilanzielle Behandlung
2.3.2 Der Kredit
2.3.2.1 Die bilanzielle Behandlung
2.3.3 Das Rechnernetz
2.3.3.1 Die umsatzsteuerliche Behandlung
2.3.3.2 Die bilanzielle Behandlung
2.4 Der konkrete Bilanzansatz zum 31. Dezember 2006
4 Die Ergebnisse der Teilaufgaben
D Teilaufgabe 4
I Einleitung
II Die Vorgeschichte
III Die Sachverhalte
IV Diskussion der Sachverhalte
1 Die Planbilanz der ABC GmbH & Co. KG
1.1 Der Ansatz der Röntgensoftware
1.2 Der Ansatz der Anlagen
1.3 Der Ansatz der EDV
1.4 Der Gewinn vor Steuern
1.5 Die korrigierte Einheitsbilanz der KG
2 Die Übertragung der ABC GmbH & Co. KG
2.1 Die Verschmelzung
2.2 Die Veräußerung
3 Die Besteuerung
3.1 Die Konsequenzen des Umzugs von C
3.2 Die laufende Besteuerung im Geschäftsjahr 2006
3.2.1 Die Besteuerung bei der Komplementär-GmbH
3.2.2 Die Besteuerung bei den Gesellschaftern
3.3 Die Besteuerung der Übertragung
3.3.1 Die Besteuerung der Verschmelzung
3.3.2 Die Besteuerung der Veräußerung
V Fazit
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht aus steuer- und wirtschaftsrechtlicher Perspektive die Wahl einer optimalen Rechtsform für ein geplantes Joint Venture zur Entwicklung einer neuen Röntgenanalyse-Software. Ziel ist es, unter Berücksichtigung von Haftung, Finanzierung, Besteuerung, Geschäftsführung und Formerfordernissen eine fundierte Empfehlung für die Gründer abzugeben, sowie spezifische betriebswirtschaftliche Fragestellungen bei der operativen Umsetzung und bilanziellen Gestaltung zu erörtern.
- Rechtsformwahl und Gründung von Unternehmen
- Entscheidungsmodellierung mittels Scoring-Verfahren
- Steuerliche und bilanzielle Behandlung von Investitionen und Finanzierungen
- Unternehmensübertragung und Umwandlungssteuerrecht
- Laufende Besteuerung und Compliance bei verschiedenen Rechtsformen
Auszug aus dem Buch
1 Die Haftung
Die „Haftung“ unterscheidet sich zwischen den unterschiedlichen Unternehmensformen insofern, dass bei den Kapitalgesellschaften durch das Trennungsprinzip eine Abschottung des Privatvermögens der Gesellschafter vom Vermögen der Kapitalgesellschaft möglich ist. Die Gesellschafter haften nur mit ihrer Einlage oder ihrem Anteil. Ähnlich verhält es sich bei einer GmbH & Co. KG. Hier ist die Abschottung möglich, da als Komplementärin der Gesellschaft eine GmbH gewählt wird. Genauere Ausführungen zu dieser Möglichkeit finden sich unter V.3.1. Dagegen gilt bei Personengesellschaften das Transparenzprinzip. Daher ist auch das Privatvermögen der Eigentümer Haftungsvermögen.
Da vor allem B und C im Mandantengespräch geäußert haben, dass sie nicht bereit sind, über ihre Einlage von 200 T€ hinaus zu haften und auch A dieses nur im Notfall tun würde, ergibt sich hier eine große Bedeutung dieser Größe bei der Wahl der Unternehmensform. Hinzu kommt, dass alle drei über ein hohes Einkommen verfügen und somit nicht daran interessiert sein können, ihr bisher erworbenes Vermögen und ihre zukünftigen Einkünfte „komplett aufs Spiel zu setzen“. Ein weiterer Punkt, der der Haftung besonderes Gewicht verleiht, ist die Bedeutung für potentielle Eigenkapitalgeber. Diese wollen sicherlich nicht mit ihrem kompletten Vermögen haften.
Aufgrund dieser Punkte wird der Größe „Haftung“ das höchstmögliche Gewicht (10) verliehen.
Zusammenfassung der Kapitel
A Teilaufgabe 1: Analyse und Vergleich verschiedener Rechtsformen unter Verwendung eines Scoring-Modells, um die optimale Struktur für das geplante Joint Venture zu bestimmen.
B Teilaufgabe 2: Untersuchung von Beschaffungsvarianten für Gerätschaften und Vergleich von Darlehensalternativen sowie der Restfinanzierung des Projekts.
C Teilaufgabe 3: Diskussion steuerlicher und bilanzieller Konsequenzen beim Erwerb einer Immobilie sowie der Entwicklung eines Spezialsoftware-Moduls.
D Teilaufgabe 4: Erörterung der ertragsteuerlichen Folgen bei Unternehmensübertragung sowie Aspekte der laufenden Besteuerung unter Berücksichtigung eines Wohnsitzwechsels.
Schlüsselwörter
Rechtsformwahl, Haftung, Scoring-Modell, Besteuerung, Kapitalbeschaffung, Bilanzierung, Personengesellschaft, Kapitalgesellschaft, Umwandlungssteuerrecht, Unternehmensberatung, Finanzierung, Gewerbesteuer, Mitunternehmerschaft, Betriebsaufspaltung, Abschreibung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der steuerlichen und rechtlichen Beratung für ein Joint Venture, das eine neue softwaregestützte Röntgenanalyse entwickeln möchte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Mittelpunkt stehen die Rechtsformwahl, die Strukturierung der Unternehmensfinanzierung, die steuerliche Optimierung bei Erwerbsvorgängen sowie die bilanzielle Behandlung von Investitionen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, für die Gründer eine optimale Rechtsform zu finden und konkrete Empfehlungen für steuerlich und betriebswirtschaftlich effiziente Handlungsweisen in verschiedenen Phasen des Unternehmensaufbaus zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Zur Entscheidungsfindung für die Rechtsform wird ein Scoring-Modell eingesetzt, bei dem relevante Kriterien (Haftung, Besteuerung etc.) gewichtet und bewertet werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in vier Teilaufgaben, die von der Rechtsformwahl über Finanzierungsentscheidungen (Kredit vs. Eigenkapital) bis hin zur bilanziellen Abwicklung von Immobilienerwerben und Softwareentwicklungen reichen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Rechtsformwahl, Haftung, Besteuerung, Kapitalbeschaffung, Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung.
Warum wird die GmbH & Co. KG als bevorzugte Rechtsform empfohlen?
Die GmbH & Co. KG bietet durch die GmbH als Komplementärin die gewünschte Haftungsbeschränkung bei gleichzeitig hoher Flexibilität in der Kapitalbeschaffung und steuerlichen Verlustnutzung auf Gesellschafterebene.
Welche Besonderheiten ergeben sich durch den Umzug eines Gesellschafters?
Der Umzug von Gesellschafter C nach Norwegen führt zu komplexen Fragen der Doppelbesteuerung und macht eine Prüfung der unbeschränkten Steuerpflicht in Deutschland sowie der Anwendung von Doppelbesteuerungsabkommen erforderlich.
- Citar trabajo
- Patrick Wendlandt (Autor), 2004, Praxisnahe Gestaltungsalternativen für vier steuerliche, praxisnahe Problemstellungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30553