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Montessori-Pädagogik in einem integrativen Kindergarten

Title: Montessori-Pädagogik in einem integrativen Kindergarten

Internship Report , 2003 , 21 Pages

Autor:in: Sandra Starke (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Bereits vor dem Abitur stand für mich fest, einen sozialen Beruf zu ergreifen, in dem ich mit Kindern, insbesondere mit verhaltensauffälligen, verhaltensgestörten Kindern zu tun habe. Ich entschied mich, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu absolvieren, um mir dieser Berufswahl sicher zu sein. Da ich aber auch allgemein sehr gern Umgang mit Kindern habe, entschied ich mich für ein FSJ in einem Kindergarten. Da es sich bei meiner Einsatzstelle um einen integrativen Kindergarten handelte, würde ich auch die Möglichkeit haben, mich mit Kindern auseinander zusetzen, die behindert oder eben verhaltensauffällig/verhaltensgestört sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Darstellung der Institution und des Klientel

1.1 Struktur des Kinderhauses

1.2 Pädagogik des Kinderhauses

1.2.1 Das Montessori-Material

1.2.2 Der Garten

1.3 Die Klientel

2. Darstellung der eigenen Tätigkeit

3. Reflexion der eigenen Tätigkeit

3.1 Einarbeitungsphase

3.2 Probleme und Schwierigkeiten

3.3 Auseinandersetzung mit den Integrativkindern

3.4 Reflexion

4. Die Montessori-Pädagogik in der modernen Gesellschaft aus der Sicht des Situationsansatzes

4.1 Die Gesellschaft

4.2 Kindheit

4.3 Kindheit in der modernen Gesellschaft

4.4 Anforderungen an den Kindergarten und die Montessori-Pädagogik auf der Grundlage des Situationsansatzes

Zusammenfassung

Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die praktische Erfahrung im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres in einem integrativen Montessori-Kindergarten mit theoretischen Ansätzen zur modernen Gesellschaft und Kindheit zu verknüpfen. Dabei wird insbesondere untersucht, inwieweit die Montessori-Pädagogik geeignet ist, Kinder auf die Anforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft vorzubereiten.

  • Praxisbericht eines Grundpraktikums in einem integrativen Kinderhaus
  • Erläuterung der Montessori-Pädagogik und deren Materialeinsatz
  • Reflexion der pädagogischen Tätigkeit und Gruppendynamik
  • Analyse der Kindheit in der modernen Risikogesellschaft
  • Verbindung von Montessori-Ansätzen mit dem Situationsansatz

Auszug aus dem Buch

3.3 Auseinandersetzung mit den Integrativkindern

Während meines Freiwilligen Jahres hatten wir zwei Integrativkinder in der Gruppe. Der Junge ist aufgrund von Drogen- und Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft geistig beeinträchtigt und liegt in seiner Entwicklung den Gleichaltrigen gegenüber zurück. Das Mädchen ist durch Sauerstoffmangel bei der Geburt körperlich behindert und hat nur eine sehr geringe Sehfähigkeit, hört schwer und weist Sprachschwierigkeiten auf. Beide Kinder wurden in das Gruppengeschehen integriert und von den anderen Kindern akzeptiert.

Während des Integrationsprozesses des Mädchens ist mir aufgefallen, dass die Betreuer anfangs mehr Schwierigkeiten im Umgang mit ihr hatten als die Kinder. Diese Probleme bezogen sich insbesondere darauf, welche Fähigkeiten ihr zuzutrauen waren. Zu beobachten war auch, dass den beiden Integrativkindern keine Sonderbehandlung von seiten der anderen Kinder zukam. Wollten beispielsweise mehrere Kinder mit einem Montessori-Material spielen, mussten sie gemeinsam eine Regelung finden. Auch alltägliche Übungen gehörten dazu wie abwaschen und Tisch decken. Beide Kinder machten dies aber gern und nutzten ihre körperlichen Beeinträchtigungen nicht für ihre Zwecke aus.

Bei der Aufnahme des Mädchens in die Gruppe legten die Betreuer viel Wert darauf, den anderen Kindern die Behinderungen des Mädchens zu erklären. Da sich die Kinder nicht vorstellen konnten, was es bedeutet, mit nur 5% Sehfähigkeit zu sehen, organisierten die Betreuer eine spezielle Brille, wo verschiedene Sehstärken eingestellt werden können. Die Kinder konnten sich nun besser vorstellen, warum das Mädchen alles ganz nah vor die Augen hielt und entfernte Kinder nicht erkannte. Durch diese Art des Umgangs mit den Behinderungen entstand eine sehr ruhige, ausgeglichene Gruppendynamik, in der die Kinder achtvoll miteinander umgingen und die körperlichen Beeinträchtigungen der Integrativkinder bei ihnen fast in den Hintergrund traten.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Autorin begründet ihre Wahl für ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem integrativen Kindergarten aufgrund ihres Wunsches, mit Kindern zu arbeiten.

1. Darstellung der Institution und des Klientel: Dieses Kapitel beschreibt die Entstehung, Struktur, pädagogische Ausrichtung auf Basis der Montessori-Pädagogik sowie die Zusammensetzung der Kindergruppe.

2. Darstellung der eigenen Tätigkeit: Hier wird der typische Tagesablauf und die hauswirtschaftlichen Aufgaben der Praktikantin im Kinderhaus geschildert.

3. Reflexion der eigenen Tätigkeit: Die Autorin reflektiert ihre Einarbeitung, aufgetretene Probleme bei der Arbeitsorganisation, den Umgang mit Integrativkindern und zieht ein persönliches Fazit aus ihrem Praktikum.

4. Die Montessori-Pädagogik in der modernen Gesellschaft aus der Sicht des Situationsansatzes: Das Kapitel analysiert die Anforderungen der modernen Gesellschaft an Kinder und bewertet die Montessori-Pädagogik hinsichtlich ihrer Fähigkeit, Bewältigungskompetenzen für das Leben zu vermitteln.

Zusammenfassung: Die Autorin resümiert, dass die Montessori-Prinzipien trotz ihres Alters hochaktuell sind und Kinder wirksam bei der Entwicklung zu kompetenten Individuen unterstützen.

Literatur: Verzeichnis der verwendeten fachwissenschaftlichen Quellen und Internetressourcen.

Schlüsselwörter

Montessori-Pädagogik, Kindheit, Situationsansatz, soziales Lernen, Integrationskinder, FSJ, Kindergarten, Selbständigkeit, Kompetenzentwicklung, moderne Gesellschaft, Risikogesellschaft, Praxisbericht, Bedürfnisbefriedigung, Gruppendynamik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Praktikumsbericht?

Es handelt sich um einen Bericht über ein einjähriges Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in einem integrativen Montessori-Kindergarten, der praktische Erfahrungen mit pädagogischen Konzepten verknüpft.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit befasst sich mit der Struktur von Montessori-Einrichtungen, der Reflexion der pädagogischen Arbeit in der Gruppe sowie der theoretischen Einordnung der Montessori-Pädagogik in die Herausforderungen der modernen Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage ist, ob und inwieweit die Montessori-Pädagogik Kinder dazu befähigen kann, die Anforderungen der modernen Gesellschaft wie Flexibilität, Mobilität und soziale Kompetenz erfolgreich zu bewältigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Text kombiniert einen subjektiven Erfahrungsbericht (Reflexion der eigenen Tätigkeit) mit einer theoretischen Analyse auf Basis fachwissenschaftlicher Literatur und des sogenannten Situationsansatzes.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben der detaillierten Beschreibung der Institution und der Montessori-Materialien auch konkrete Alltagssituationen, Herausforderungen bei der Integration von Kindern mit Behinderung und eine theoretische Reflexion über moderne Kindheit diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Montessori-Pädagogik, soziales Lernen, Kindheit in der Risikogesellschaft, Integrationspädagogik und Kompetenzförderung.

Wie wird der Erfolg der Integration von Kindern mit Behinderung im Bericht beschrieben?

Die Autorin hebt hervor, dass durch die aktive Einbeziehung der Kinder in Erklärungsmodelle (z.B. Brillen für Sehbeeinträchtigungen) eine sehr ausgeglichene Gruppendynamik entstand, in der die Behinderungen der Kinder in den Hintergrund traten.

Welche Bedeutung hat das Montessori-Material für den Kindergartenalltag?

Das Material dient dazu, das Kind zum selbständigen Forschen und Lernen anzuregen, wobei jede Übung einen spezifischen Lernaspekt isoliert und eine eingebaute Fehlerkontrolle besitzt, die die Selbständigkeit fördert.

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Details

Title
Montessori-Pädagogik in einem integrativen Kindergarten
College
Dresden Technical University
Author
Sandra Starke (Author)
Publication Year
2003
Pages
21
Catalog Number
V30565
ISBN (eBook)
9783638318006
Language
German
Tags
Montessori-Pädagogik Kindergarten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Starke (Author), 2003, Montessori-Pädagogik in einem integrativen Kindergarten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30565
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