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Identitätsbildung in organisierten Gesellschaften. Eine Untersuchung in Anlehnung an George Herbert Mead

Titre: Identitätsbildung in organisierten Gesellschaften. Eine Untersuchung in Anlehnung an George Herbert Mead

Thèse de Bachelor , 2014 , 49 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Diana Weich (Auteur)

Ethique
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Identitätsbildung oder Identitätsfindung ist ein großes philosophisches Feld, mit dem sich viele bekannte und weniger bekannte Philosophen befassen und befasst haben. Gerade die Auseinandersetzung des Individuums mit der Gesellschaft und der Einfluss der Gesellschaft auf die Möglichkeit der Selbstfindung finden hier große Beachtung. Kommunikation untereinander, also Sprache, aber auch Mimik und Gestik haben hieran ihren Anteil. Zu diesem Thema finden sich unterschiedlichste philosophische Ansätze und Herangehensweisen.

So wird vom Verhalten des Tieres auf den Menschen geschlossen, wie weiter unten ausgeführt werde wird. Andere Ansätze finden sich in der Beobachtung der Entwicklung des Kindes während der frühen Kindheit und der späteren Adoleszenz, wie Erik H. Erikson beispielsweise in seinen Arbeiten explizit macht. Es ist Charles Taylor zu nennen, der in seinem Werk Quellen des Selbst in der Erstauflage aus 1996, seinen Zugang zu diesem Thema deutlich macht, indem er beispielsweise darstellt, dass es zur Identitätsbestimmung unablässig ist, das Wesen des moralischen und guten Lebens zu berücksichtigen. Taylor sieht diese beiden Kriterien als Anleitung zur Definition der eigenen Identität. In diesem Zusammenhang kann als weiteres Beispiel philosophischer Auseinandersetzung mit diesem Thema ein Werk neueren Datums angeführt werden, welches unter dem Titel Selbstbewußtsein von Sebastian Rödl, in Erstauflage aus 2011, veröffentlicht wurde. Gernot Böhme beschreibt in seiner Arbeit Ich-Selbst in der Erstauflage aus 2012, um einen weiteren Vertreter neuerer Zeit zu nennen, das „Ich“ und das „Selbst“ als zwei Pole innerhalb einer Person.

Um das weite Feld der Identitätsbildung in dieser Arbeit einzugrenzen und ein wenig zu erschließen, soll die Priorität dieser Arbeit auf George Herbert Mead und seinem Werk „Geist, Identität und Gesellschaft“ liegen, welches in erster Auflage 1973 erschien. Seine pragmatische und gleichzeitig sozialpsychologische Herangehensweise an die Thematik spricht mich in großem Maße an, sodass ich die Identitätsbildung anhand seines Denkens erläutert werde. Außerdem befinde ich seine Unterscheidung zwischen dem „Ich (I)“ und „ICH (me)“, als die beiden Pole einer Identität als sehr gute Grundlage, um Identitätsbildung darzustellen (vgl. Mead 1973, S. 253).

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ein Einblick in den klassischen Behaviorismus

2.1 Die Definition des Begriffs „Behaviorismus“ nach George H. Mead

2.2 Die Bedeutungen von Haltungen, Gesten und Bewusstsein im Behaviorismus

3. Ein Einblick in den Pragmatismus

3.1 Wie George Herbert Mead dem Pragmatismus begegnet

4. Wie Identität entsteht

4.1 „I“ und „me“- Das „Ich“ und das „ICH“ im gesellschaftlichen Zusammenleben

4.2 Individualität und Gesellschaft

5. Die Bedeutung von Kommunikation für die Ausbildung der Identität

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Identitätsbildung in organisierten Gesellschaften unter besonderer Berücksichtigung der philosophischen Theorie von George Herbert Mead. Dabei wird analysiert, wie das soziale Umfeld und die zwischenmenschliche Kommunikation maßgeblich zur Entstehung und Ausformung der individuellen Identität beitragen.

  • Methodische Grundlagen des Behaviorismus und Pragmatismus nach George Herbert Mead
  • Die dialektische Beziehung zwischen Individuum und gesellschaftlicher Struktur
  • Die Rolle von Kommunikation, Gestik und Sprache bei der Identitätsentwicklung
  • Die Unterscheidung der Identitätspole „Ich“ (I) und „ICH“ (me)
  • Die Bedeutung gesellschaftlicher Kontrolle und Anerkennung für die persönliche Entwicklung

Auszug aus dem Buch

4.1. „I“ und „me“ - Das „Ich“ und das „ICH“ im gesellschaftlichen Zusammenleben

Die durch Mead getroffene Unterscheidung des „Ich (I)“ vom „ICH (me)“ macht deutlich, wo die Unterschiede im Verhalten innerhalb der Gesellschaft liegen. Innerhalb einer Identität existieren das „Ich (I)“ und das „ICH (me)“ in der Regel im Gleichgewicht nebeneinander und werden als die beiden Pole der Identität bezeichnet.

Das „Ich (I)“ ist nach Mead eher als der reagierende Pol zu betrachten und tritt nicht in den Vordergrund. Es ist der Teil des Individuums, zu dem innerlich, also im Selbstgespräch gesprochen wird. Das „Ich (I)“ ist außerdem dort präsent, wo das Individuum seine Position in der Gesellschaft festlegt und darüber seine Aufgaben und Rechte definiert, die alle im Hinblick auf das „Ich (I)“ festgemacht werden. Es reagiert auf die Identität, die sich in der Übernahme der Haltungen anderer Personen ausbildet. Während der Übernahme dieser Haltungen wird das „ICH (me)“ eingeführt, worauf wiederum das „Ich (I)“ reagiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das philosophische Feld der Identitätsbildung ein und stellt George Herbert Mead als zentralen Denker sowie dessen Relevanz für das Thema vor.

2. Ein Einblick in den klassischen Behaviorismus: Dieses Kapitel expliziert die behavioristischen Grundlagen, kritisiert deren mechanistische Sichtweise und leitet zur Auseinandersetzung Meads mit dem Behaviorismus über.

3. Ein Einblick in den Pragmatismus: Hier wird der Pragmatismus als philosophische Strömung dargestellt und gezeigt, wie Mead diesen durch die Verbindung mit seinen eigenen Ansätzen transformiert.

4. Wie Identität entsteht: Dieses Kapitel erläutert die Genese der Identität im gesellschaftlichen Kontext und beschreibt die Interaktion von Individuum und Gesellschaft.

5. Die Bedeutung von Kommunikation für die Ausbildung der Identität: Der Fokus liegt hier auf der Rolle von Sprache, Gestik und Kommunikation als grundlegende Werkzeuge der Identitätskonstruktion.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Kernaussagen der Arbeit zusammen und bestätigt die zentrale These Meads, dass Identität nur durch soziale Interaktion innerhalb einer Gesellschaft entstehen kann.

Schlüsselwörter

Identitätsbildung, Identitätsfindung, George Herbert Mead, Behaviorismus, Pragmatismus, Kommunikation, Identitätspole, Ich und me, Gesellschaft, Interaktion, Sozialpsychologie, Selbstkonzept, Handlungsweise, Zentralnervensystem, Intersubjektivität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung von Identität und der wechselseitigen Abhängigkeit zwischen dem Individuum und der gesellschaftlichen Struktur aus der Sicht von George Herbert Mead.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Verknüpfung von Verhalten und Identität, die Bedeutung der Kommunikation sowie der Einfluss von gesellschaftlichen Normen und Erwartungen auf das Selbstbild.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Prozess der Identitätsbildung durch die pragmatische und sozialpsychologische Theorie von G. H. Mead verständlich zu machen und dessen Relevanz für das gesellschaftliche Zusammenleben aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine philosophische Analyse und einen begleitenden Vergleich von Theorien, um Meads Denken in den Kontext anderer philosophischer Strömungen einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die behavioristischen und pragmatischen Grundlagen, die Entstehung der Identität durch Kommunikation sowie die Dynamik der Identitätspole „Ich“ und „me“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Identitätsbildung, George Herbert Mead, Pragmatismus, Kommunikation, soziale Interaktion, Selbst und Gesellschaft.

Wie unterscheidet Mead zwischen „Ich“ und „me“?

Mead versteht das „me“ als die Übernahme der Haltungen der organisierten Gemeinschaft (soziales Ich), während das „Ich“ die spontane, reagierende Antwort des Individuums auf diese gesellschaftlichen Anforderungen darstellt.

Warum ist Kommunikation für die Identität entscheidend?

Kommunikation dient als Werkzeug der Selbststeuerung und ermöglicht es dem Individuum, sich selbst durch die Augen der anderen zu betrachten, was für die Herausbildung einer stabilen Identität notwendig ist.

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Résumé des informations

Titre
Identitätsbildung in organisierten Gesellschaften. Eine Untersuchung in Anlehnung an George Herbert Mead
Université
University of Koblenz-Landau
Note
1,3
Auteur
Diana Weich (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
49
N° de catalogue
V305804
ISBN (ebook)
9783668039315
ISBN (Livre)
9783668039322
Langue
allemand
mots-clé
Ethik Identitätsbildung Mead Behaviorismus Pragmatismus Identität und Gesellschaft Individualität und Gesellschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Diana Weich (Auteur), 2014, Identitätsbildung in organisierten Gesellschaften. Eine Untersuchung in Anlehnung an George Herbert Mead, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305804
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