Chancen und Risiken der internen Unternehmenskommunikation


Seminararbeit, 2015
16 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Die interne Unternehmenskommuniktion

Aufgaben und Ziele

Arten und Mittel der internen Kommunikation
Vertikale Kommunikation
Horizontale Kommunikation

Chancen der internen Unternehmenskommunikation

Risiken der internen Unternehmenskommunikation

Resümee

Literarturverzeichnis

Vorwort

Unternehmen und Konzerne müssen Umsätze und Gewinne erwirtschaften um am freien Markt zu bestehen. Dafür müssen sie ihre eigene Umwelt beobachten und sich als Teil der Gesellschaft profilieren und positionieren. Beide Ziele bedürfen einer internen Organisation und Kommunikation (vgl. Burgstahler, 2001, S. 56). Der Druck auf Unter- nehmen und Manager ist in der Vergangenheit immer weiter gewachsen. Steigender Wettbewerbsdruck durch eine zunehmende Internationalisierung, kürzer werdende Pro- duktlebenszyklen, steigende Innovationsgeschwindigkeit und inkonsistente Rahmenbe- dingungen zwingen Manager und Unternehmen zu einer immer schnelleren Zielerrei- chung. So muss das Management die Mitarbeiter innerhalb dieser Kontextfaktoren zu einer Zielerreichung motivieren und gleichzeitig Stabilität kommunizieren. Die Kom- munikation stellt sich dabei als die treibende Kraft dar, um die Mitarbeiter adäquat für die gemeinsame Zielerreichung zu gewinnen (vgl. Piwinger & Zerfaß, 2007, S. 649). Doch ist die interne Unternehmenskommunikation tatsächlich der sprichwörtliche „ Hei- lige Gral “ im Kontext der Erreichung der gemeinsamen Ziele?

Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist es diese Fragen zu beantworten. Dafür wird der Begriff der Kom- munikation im Kontext der internen Unternehmenskommunikation zunächst in einem ersten Schritt definiert und eingeordnet. Anschließend werden die allgemeinen Aufga- ben und Ziele erörtert. Um der Frage nach adäquaten Mitteln Rechnung zu tragen, wer- den im Folgenden die derzeit Bekanntesten zur Verfügung stehenden Mittel vorgestellt. Ferner wird kurz auf ihre speziellen Einsatzgebiete und die Sinnhaftigkeit dieser Mittel eingegangen. Im nächsten Schritt wird explizit auf die Chancen und Risiken eingegan- gen, um am Ende dieser Arbeit die Ausgangsfrage bestmöglich zu beantworten. Auf die gesetzlichen Grundlagen des Betriebsverfassungsgesetzes bezüglich der Informations- pflicht gegenüber Mitarbeitern wird in dieser Arbeit, aufgrund des eingeschränkten Um- fanges, nicht eingegangen.

Die interne Unternehmenskommuniktion

Kommunikation dient nach BRUHN als Mittel zu Übermittlung von Informationen und Inhalten zur Steuerung von Erwartungen, Meinungen, Einstellungen und Verhaltens- weisen bestimmter Adressaten (vgl. Bruhn, 2005, S.3). In der Betriebswirtschaftslehre hingegen wird unter dem Begriff ein Prozess verstanden, welcher dem aufgabenbezoge- nen Austausch dient (vgl. Reichenwald, et al., 2005, S. 257). So dient die Kommunika- tion der Koordination von Aufgaben, welche durch arbeitsteilige Wertschöpfungspro- zesse entstehen. Sie erfüllt jedoch noch eine weitere wichtige Funktion im Unterneh- men: sie ermöglicht den Aufbau von zwischenmenschlichen Beziehungen.

Als Bestandteil der Corporate Identity versteht sich die Corporate Communications als Mittel zur systematischen und langfristigen Gestaltung der Kommunikation nach innen und außen. Die interne Kommunikation bildet hierbei einen der beiden zentralen Kom- munikationswege und ist damit Bestandteil des Gesamtauftritts (Corporate Image) eines Unternehmens (vgl. Birgkit, et al., 2002, S. 23). Demnach umfasst interne Unterneh- menskommunikation sämtliche kommunikativen Prozesse, welche innerhalb eines Un- ternehmens zwischen Individuen, Abteilungen und Hierarchieebenen verlaufen. Sie reicht von einfachen Alltags- bis zu Krisensituationen und sorgt dafür, dass alle notwen- digen Informationen, alle gemeinsamen Werte und Unternehmensziele für alle Mitarbei- ter zugänglich sind und somit Transparenz generiert wird (vgl. Mast & Zerfaß, 2014, S. 1123).

Aufgaben und Ziele

Im Rahmen der Vielzahl von möglichen Kommunikationsprozessen haben sich im Laufe der Praxisanwendung doch klare Ziele und Aufgaben für die interne Kommunikation herauskristallisiert. Damit ein Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich sein kann, braucht es motivierte und engagierte Mitarbeiter, welche sich durch Loyalität auszeichnen (vgl. Mast & Zerfaß, 2014, S. 1122).

Daraus ergeben sich für die interne Kommunikation u.a. folgende Ziele (vgl. www.pr- wiki.de, 2006):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Im aktuellen Fachdiskurs ist die sich daraus ergebene allgemeine Aufgabe der internen Kommunikation einen Mehrwert durch die Unterstützung des Wertschöpfungsprozesses zu generieren.

Sie richtet sich demnach konsequent auf die Erreichung des Gesamterfolges des Unter- nehmens aus. Dies spiegelt sich in den einzelnen Kommunikationsmaßnahmen eines Unternehmens wieder, welche die Identifikation des Mitarbeiters mit dem Unternehmen stärken und Leistungsreserven mobilisieren, indem sie die Mitarbeiter motivieren. Da- bei wirken die Maßnahmen gezielt auf das Wissen, die Einstellung und das Verhalten ein. Jene Ziele können nur erreicht werden, wenn ein Mitarbeiter eine Verbindung von individuellem Arbeitsplatz zum großen Ganzen herstellen kann (vgl. Buchholz & Knorr, 2012, S. 13). Laut FELFE engagieren sich die Mitarbeiter eines Unternehmens meist stärker für die Ziele und Interessen ihres Unternehmens, wenn sie sich mit ihrer Organisation verbunden fühlen und identifizieren können (vgl. Felfe, 2008, S. 13 f.).

Um dies zu realisieren, müssen jedoch Interpretationshilfen für Inhalte und Sachverhalte gegeben werden, damit die tatsächliche Umsetzung von Aufgaben reibungslos erfolgen kann. Eine ihrer Aufgabe ist es daher die Ziele des Unternehmens und die daraus resul- tierenden Entscheidungen nachvollziehbar und sinnstiftend zu erklären. Gleichzeitig ist es jedoch ihre Aufgabe die Ziele systematisch zu hinterfragen. So muss sie Irritationen, Beobachtungen und Impulse wahrnehmen und in den Entscheidungsfindungsprozess einbringen, um diesen zu optimieren (vgl. Buchholz & Knorr, 2012, S. 5). Darüber hin- aus muss also das Bewusstsein geschaffen werden, dass sich eine Strategie jeder Zeit wieder ändern kann um die Mitarbeiter nicht zu demotivieren (vgl. Buchholz & Knorr, 2012, S. 33).

Die Aufgaben der internen Kommunikation lassen sich also wie folgt zusammenfassen. Sie soll die Mitarbeiter über aktuelle Ereignisse und die strategischen Ziele der Organi- sation informieren, sie durch Wertschätzung motivieren und zum dritten Führen, indem sie Orientierungshilfen gibt um eine Identifikation mit dem Unternehmen herzustellen.

Arten und Mittel der internen Kommunikation

Die interne Kommunikation ist ihren spezifischen Aufgaben entsprechend aufgebaut. In der Literatur ist zu beobachten, dass Kommunikationsvorgänge innerhalb von Unter- nehmen nach der Richtung des Kommunikationsvorganges strukturiert und gegliedert werden. Zu unterscheiden sind hier drei Richtungen (vgl. Schmid & Lyczek, 2006, S. 220):

a) Abwärtskommunikation („top down“)
b) Aufwärtskommunikation („bottom up“)
c) Horizontalkommunikation („in between“)

Vertikale Kommunikation

Der vertikalen Kommunikation und Kommunikationsversorgung (top down, bottom up) kommt eine besonders wichtige Stellung innerhalb der internen Unternehmenskommunikation zu. In der top down - Kommunikation setzt die Unternehmensführung ihre Visionen, Strategien und Ziele fest und vermittelt diese an die unteren Hierarchieebenen. Der Informationsfluss von den höheren auf die unteren Hierarchiestufen des Unternehmens ist für die einheitliche Umsetzung von Aufgaben und das strukturierte erreichen von Zielen unerlässlich (vgl. Piwinger & Zerfaß, 2007).

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Chancen und Risiken der internen Unternehmenskommunikation
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Berlin früher Fachhochschule
Veranstaltung
Marketingtrends &Forschung
Note
1,7
Autor
Jahr
2015
Seiten
16
Katalognummer
V305806
ISBN (eBook)
9783668037373
ISBN (Buch)
9783668037380
Dateigröße
404 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
chancen, risiken, unternehmenskommunikation
Arbeit zitieren
Franz Hermann (Autor), 2015, Chancen und Risiken der internen Unternehmenskommunikation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305806

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