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Die Vorgeschichte zum Hitler-Stalin-Pakt. Außenpolitische Geschehnisse unmittelbar vor Kriegsausbruch

Title: Die Vorgeschichte zum Hitler-Stalin-Pakt. Außenpolitische Geschehnisse unmittelbar vor Kriegsausbruch

Term Paper , 2007 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Kerstin Köck (Author)

History of Europe - Ages of World Wars
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Summary Excerpt Details

Zum Thema „Hitler-Stalin-Pakt“ gibt es eine Unmenge wissenschaftlicher Literatur, die selbst für den Historiker kaum mehr überschaubar ist. Dies zeigt deutlich, dass zum Einen das „Dritte Reich“ an sich und zum Anderen der „Nichtangriffspakt“ zwischen Deutschland und der Sowjetunion sehr reichhaltig erforscht worden sind.

Auch wurde dieser spezielle Abschnitt aus der Zeitgeschichte in der Vergangenheit von verschiedensten Spezialisten sehr kontrovers behandelt und hat durch das geheime Zusatzprotokoll, das zwischen Hitler und Stalin geschlossen wurde, immer wieder zu regem Interesse, nicht nur der Wissenschaftler, sondern auch der geschichtsinteressierten Öffentlichkeit geführt.

Da dieser „Pakt“ dem Beginn des Zweiten Weltkrieges unmittelbar vorausging und mit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 annulliert wurde, ist es für einen Geschichtsstudenten von zentraler Bedeutung sich mit der Entstehung dieses entscheidenden Vertrages auseinanderzusetzen. Außerdem ist dieser Abschnitt der Zeitgeschichte eindeutig ein bedeutsamer, der die Politik der Nachfolgejahre entscheidend beeinflusst hat.

Excerpt


Inhaltsübersicht

1 Einleitung:

2 Die Vorgeschichte zum Hitler-Stalin-Pakt:

2.1 Die Zusammenkunft in Berchtesgaden:

2.2 Der „Anschluss“ Österreichs im März 1938:

2.3 Die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich:

2.4 Die Beziehungen zwischen Deutschland und Großbritannien:

2.5 Das Münchner Abkommen:

2.6 Die Vernichtung der Tschechoslowakei im März 1939:

2.7 Die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen:

2.8 Die Stadt Danzig:

2.9 Die Verhandlungen über die Dreier-Allianz:

3 Das Zustandekommen des Hitler-Stalin-Pakts:

4 Schluss:

Zielsetzung und thematischer Fokus

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexe Vorgeschichte des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakts von 1939. Ziel ist es, die außenpolitischen Geschehnisse und strategischen Kalküle der beteiligten Mächte im Zeitraum unmittelbar vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zu analysieren und zu beleuchten, wie dieser Pakt trotz ideologischer Gegensätze zustande kam.

  • Die Eskalationspolitik des "Dritten Reiches" in Österreich und der Tschechoslowakei.
  • Die gescheiterte Appeasement-Politik der Westmächte gegenüber Deutschland.
  • Die ambivalenten deutsch-britischen und deutsch-französischen Beziehungen vor 1939.
  • Die Rolle der Danzig-Frage als taktisches Instrument für die deutsche Ostexpansion.
  • Die diplomatischen Verhandlungen zwischen Deutschland, der Sowjetunion und den Westmächten.

Auszug aus dem Buch

2.4 Die Beziehungen zwischen Deutschland und Großbritannien:

Hitler strebte von Anfang an die Ideallösung eines Bündnisses mit Großbritannien an, um die „Voraussetzung für die Realisierung seiner Primärziele“ zu schaffen. Eine derartige Zusammenarbeit sollte seine Expansionszüge in Richtung Osten, sowie die Vernichtung des Bolschewismus ungehindert ermöglichen. Immer wieder lobte Hitler „die Stabilität der englischen Außenpolitik und pries auch noch während des Krieges die Tapferkeit der britischen Soldaten“.

„Die Idee eines deutsch-britischen Kondominats, England auf den Meeren und in Übersee, Deutschland auf dem europäischen Kontinent“, war für Hitler sowohl „machtpolitisch als auch weltanschaulich realisierbar“. Dieser Zusammenarbeit mit der See- und Kolonialmacht England kam er näher, indem er 1935 ein bilaterales Flottenabkommen mit Großbritannien abschloss. Hierin wurde festgehalten, dass das „Deutsche Reich nur bis zu 35 Prozent des Bestandes der britischen Seestreitkräfte“ aufrüstet und auch „bei den U-Booten ein Verhältnis von 45 Prozent“ akzeptiert.

Zu diesem Zeitpunkt war Hitler davon überzeugt, dass er mit Großbritannien zu „jenem großen Interessensausgleich“ kommen werde, der ihm immer vorschwebte. Dieses Abkommen wurde von Hitler als der „erste erfolgreiche Schritt zur ersehnten bilateralen Partnerschaft mit Großbritannien“ interpretiert. Doch im Laufe der Zeit merkte Hitler immer mehr, dass England „seinen Vorhaben Schwierigkeiten machte, und Frankreich gleichzeitig mehr und mehr in die Abhängigkeit der britischen Politik geriet“. England war nämlich, trotz aller Sympathieerweisungen, bei gewissen deutschen Revisionswünschen nicht bereit, diese Bestrebungen des Deutschen Reiches auf dem Kontinent zu dulden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die große wissenschaftliche Bedeutung und die kontroverse historische Debatte rund um den deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt von 1939.

2 Die Vorgeschichte zum Hitler-Stalin-Pakt: Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen außenpolitischen Krisen, wie den "Anschluss" Österreichs, die Sudetenkrise und das Scheitern der Appeasement-Politik, die den Weg in den Krieg ebneten.

2.1 Die Zusammenkunft in Berchtesgaden: Beschreibt den Druck Hitlers auf den österreichischen Bundeskanzler Schuschnigg, um die Aufnahme von Nationalsozialisten in die Regierung zu erzwingen.

2.2 Der „Anschluss“ Österreichs im März 1938: Beleuchtet die gewaltsame Annexion Österreichs durch das Deutsche Reich unter dem Deckmantel des Begriffs "Anschluss".

2.3 Die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich: Erläutert Hitlers Bemühen, Frankreich vorübergehend zu neutralisieren, um den Rücken für die geplante Ostexpansion freizubekommen.

2.4 Die Beziehungen zwischen Deutschland und Großbritannien: Beschreibt den Versuch Hitlers, ein Bündnis mit Großbritannien durch ein Flottenabkommen zu erreichen, und das spätere Scheitern dieser Pläne.

2.5 Das Münchner Abkommen: Analysiert das Abkommen von 1938, bei dem die Westmächte der Abtretung des Sudetenlandes an Deutschland zustimmten, um einen Krieg zu vermeiden.

2.6 Die Vernichtung der Tschechoslowakei im März 1939: Beschreibt den Bruch des Münchner Abkommens durch Hitler und die Errichtung des Reichsprotektorats Böhmen und Mähren.

2.7 Die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen: Untersucht Hitlers aggressive Forderungen gegenüber Polen bezüglich Danzigs und des Korridors, die als Vorwand für den Überfall auf Polen dienten.

2.8 Die Stadt Danzig: Skizziert den Status Danzigs als "Freie Stadt" unter dem Völkerbund und die daraus resultierenden Spannungen zwischen Deutschland und Polen.

2.9 Die Verhandlungen über die Dreier-Allianz: Beschreibt das Scheitern der Verhandlungen zwischen England, Frankreich und der Sowjetunion aufgrund von gegenseitigem Misstrauen.

3 Das Zustandekommen des Hitler-Stalin-Pakts: Dokumentiert den erfolgreichen Abschluss des Nichtangriffspakts im August 1939 und die strategische Bedeutung des geheimen Zusatzprotokolls.

4 Schluss: Fasst zusammen, dass der Pakt für beide Seiten nur als taktisches Bündnis auf Zeit diente, um unmittelbare Ziele zu erreichen, bevor der Konflikt unvermeidlich wurde.

Schlüsselwörter

Hitler-Stalin-Pakt, Zweiter Weltkrieg, Nationalsozialismus, Außenpolitik, Appeasement-Politik, Anschluss Österreichs, Münchner Abkommen, Nichtangriffspakt, Geheimes Zusatzprotokoll, Danzig-Frage, Ostexpansion, deutsch-sowjetische Beziehungen, Außenpolitik, europäische Völker.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Analyse der diplomatischen Vorgeschichte und dem Zustandekommen des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakts vom 23. August 1939.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die deutsche Expansionspolitik, das Scheitern der europäischen Appeasement-Politik gegenüber dem Dritten Reich sowie die wechselseitigen diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland, der Sowjetunion, Großbritannien, Frankreich und Polen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die außenpolitischen Ereignisse der Jahre 1938 bis 1939 zu durchleuchten und die strategischen Motive Hitlers und Stalins beim Abschluss des Nichtangriffspakts kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Analyse vorhandener historischer Literatur und die Auswertung von Quellenmaterial, um die komplexen Zusammenhänge der Zeitgeschichte darzustellen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Analysen der verschiedenen Krisenherde, darunter die Annexion Österreichs, die Zerschlagung der Tschechoslowakei, die Beziehungen zu den Westmächten sowie die Verhandlungen, die schließlich zum Pakt mit der Sowjetunion führten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wesentliche Begriffe sind die Appeasement-Politik, die ideologischen Gegensätze zwischen Antibolschewismus und Antifaschismus sowie die Taktik der "Interessensphären" im geheimen Zusatzprotokoll.

Warum scheiterten laut der Arbeit die Verhandlungen zur "Dreier-Allianz" zwischen den Westmächten und der UdSSR?

Die Verhandlungen scheiterten primär an einem tief sitzenden gegenseitigen Misstrauen; Großbritannien unterschätzte die Schlagkraft der Roten Armee, während die Sowjetunion an der Verlässlichkeit der Westmächte zweifelte.

Welche Rolle spielte die Danzig-Frage im Kontext der deutschen Kriegsvorbereitungen?

Laut der Arbeit diente die Danzig-Frage primär als taktischer Vorwand, um einen Krieg gegen Polen auszulösen, hinter dem Hitlers eigentliches Ziel der Lebensraumerweiterung im Osten stand.

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Details

Title
Die Vorgeschichte zum Hitler-Stalin-Pakt. Außenpolitische Geschehnisse unmittelbar vor Kriegsausbruch
College
University of Stuttgart  (Historisches Institut: Abteilung Neuere Geschichte)
Course
Proseminar: Geschichte im Museum
Grade
1,7
Author
Kerstin Köck (Author)
Publication Year
2007
Pages
20
Catalog Number
V305903
ISBN (eBook)
9783668041493
ISBN (Book)
9783668041509
Language
German
Tags
Hitler Stalin Hitler-Stalin-Pakt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kerstin Köck (Author), 2007, Die Vorgeschichte zum Hitler-Stalin-Pakt. Außenpolitische Geschehnisse unmittelbar vor Kriegsausbruch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305903
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