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Soziale Herkunft und Bildungsentscheidungen. Strukturelle Voraussetzungen und die Ursachen ungleicher Bildungschancen in Deutschland

Titre: Soziale Herkunft und Bildungsentscheidungen. Strukturelle Voraussetzungen und die Ursachen ungleicher Bildungschancen in Deutschland

Epreuve d'examen , 2015 , 105 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Pauline Hein (Auteur)

Sociologie - Travail, Education, Organisation
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Ziel meiner Arbeit ist es, bestimmte Bildungsprozesse im Kontext der gesellschaftlichen Ungleichheit systematisch zu beschreiben und die sich ergebenden Folgeerscheinungen für die gesamte Gesellschaft, das Individuum sowie die Institutionen zu erklären. Die enge Relation von ungleichen materiellen Ressourcen und den sie verursachenden (oder auf sie folgenden) Bildungsmängeln sollen dargestellt werden.

Beginnen werde ich den theoretischen Teil meiner Arbeit mit einigen Begriffsdefinitionen. Dabei werde ich auf die Bildungssoziologie und Bildung an sich eingehen, wobei ich unterschiedliche Konzepte von Bildungsidealen kurz vorstellen werde. Anschließend setze ich mich ebenfalls im Sinne einer Begriffsklärung mit fünf verschiedenen Dimensionen von Chancengleichheit im Bildungswesen auseinander. Darauf folgt der Begriff der Erziehung. Des Weiteren soll der Themenkomplex der sozialen Ungleichheit bearbeitet werden, in dem ich diverse grundlegende Theorien zur Analyse der Struktur von sozialer Ungleichheit erläutern werde. Der letzte Abschnitt des theoretischen Teils beinhaltet das klassentheoretische Modell Pierre Bourdieus.

Der zweite Teil meiner Arbeit stellt die empirischen Elemente des Themas dar. Zunächst sind das die vielseitigen Ursachen von Bildungsungleichheit, die eine Verknüpfung zu den im ersten Teil erläuterten Theorien herstellen und sich auf Aspekte der sozialen Herkunft und institutionelle Gegebenheiten beziehen. Des Weiteren werde ich einen kleinen Exkurs zum Vergleich des deutschen Schulsystems mit Teilen des Bildungswesens in skandinavischen Ländern einführen, um ein Beispiel für eine gelingende Entkopplung von sozialer Herkunft und Bildungserfolg liefern zu können. Anschließend sollen zwei von mir ausgewählte Schulleistungsstudien, PISA und IGLU, im Sinne einer empirischen Bestätigung von herrschenden Bildungsungleichheiten vorgestellt werden, wobei ich mich größtenteils auf die Veränderungen und aktuellen Zustände in Deutschland beziehen werde.

Durch den Vergleich mit anderen Staaten wird die mögliche Kompetenzentwicklung bei gleichzeitig geringen sozialen Disparitäten sichtbar, bei den Beschreibungen der sozialen Gesellschaftsstrukturen werde ich mich jedoch ausschließlich auf Deutschland beziehen. Lediglich innerhalb des Exkurses zu den skandinavischen Schulsystemen und stellenweise im Zuge der Schulleistungsstudien werde ich den Vergleich mit anderen Ländern heranziehen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Theoretischer Teil

1.1 Begriffsdefinitionen

1.1.1 Bildungssoziologie und Bildung

1.1.2 Chancengleichheit im Bildungswesen

1.1.3 Erziehung

1.2 Soziale Ungleichheit

1.2.1 Theorien sozialer Ungleichheit

1.2.2 Prestige und Status

1.2.3 Milieutheorien

1.3 Pierre Bourdieu und sein klassentheoretisches Modell vom sozialen Raum

1.3.1 Die Kapitalsorten

1.3.2 Der soziale Raum

1.3.3 Die Habitustheorie

1.3.4 Soziale Vererbung von Ungleichheiten

2. Empirischer Teil

2.1 Ursachen von Bildungsungleichheiten

2.1.1 Soziale Herkunft

2.1.1.1 Primäre und sekundäre Herkunftseffekte nach Boudon

2.1.1.2 Die Familie

a. Formelle vs. informelle Bildung

b. Kulturelles Kapital und Habitusbildung

c. Sozioökonomische Verhältnisse

d. Frühkindliche Bildung

e. Erziehungsstile und Folgen

f. Bildungsniveau der Eltern

2.1.1.3 Migrationshintergrund

2.1.2 Gesamtgesellschaftliche und institutionelle Faktoren

2.1.2.1 Wachsende Bildungsungleichheit durch die Bildungsexpansion

2.1.2.2 Struktur des Bildungssystems

a. Der Übergang auf eine weiterführende Schule nach dem vierten Grundschuljahr

b. Durchlässigkeit und Differenzierungen

2.2 Ein Exkurs: Skandinavische Bildungssysteme

2.3 Das deutsche Schulsystem im Spiegel von Schulleistungsstudien: Empirische Bestätigung ungleicher Bildungschancen

2.3.1 Die PISA-Studie

2.3.2 IGLU

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht systematisch Bildungsprozesse im Kontext gesellschaftlicher Ungleichheit in Deutschland. Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen sozialer Herkunft, Bildungsentscheidungen und Bildungserfolg darzustellen, um die Mechanismen hinter Bildungsbenachteiligungen zu erklären und notwendigen Handlungsbedarf abzuleiten.

  • Theoretische Analyse des Bildungsbegriffs und der sozialen Ungleichheit (Bourdieu-Modell)
  • Empirische Untersuchung der Ursachen von Bildungsungleichheit
  • Vergleich des deutschen Schulsystems mit skandinavischen Modellen
  • Empirische Validierung durch PISA- und IGLU-Studien
  • Reflektion der bildungspolitischen Situation und Handlungsbedarfe in Deutschland

Auszug aus dem Buch

1.1.1 Bildungssoziologie und Bildung

Die Bildungssoziologie beschäftigt sich mit theoretischen und empirischen Analysen von Bildungsprozessen unter bestimmten ökonomischen, politischen, kulturellen und sozialstrukturellen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und untersucht die individuellen und gesellschaftlichen Folgen des sozialen Handelns (vgl. Becker 2009: 10).

Der Begriff Bildung weist eine lange geisteswissenschaftliche Tradition auf, wobei eine genaue Bestimmung innerhalb des Bildungsdiskurses mit einigen Fragen verbunden ist. Was ist Bildung überhaupt, wie lässt sich der Begriff charakterisieren und wo bzw. wie verlaufen sogenannte Bildungsprozesse?

Begriffsdefinition: Bei der Auseinandersetzung mit verschiedenen Konzepten zum Bildungsbegriff findet man den Ursprung meistens im 18. Jahrhundert, bezugnehmend auf das humanistische Bildungsideal Wilhelm von Humboldts.

Bildung bedeutet für Humboldt zunächst die „geistig-intellektuelle Entwicklung des Menschen“, sowie die „Ausbildung des Charakters“ (Bock 2008: 94). Dabei stellt die Sprache ein zentrales Kriterium dar, da die subjektive Individualität eines Menschen aus ihr hervor geht (vgl. ebd.) Der Mensch soll sein Ich durch Bildung veredeln und vollenden, wobei er sich dabei in einem ständigen Prozess der Erweiterung seiner Weltansicht befindet: Es wird „eine Veränderung von Subjektivität der Weltansicht zu einer objektiven Welterkenntnis angestrebt“ (Menze 1965: 257). Die grundlegende Idee des humboldtschen Bildungsbegriff ist, dass „der wahre Zweck des Menschen [...] die höchste und proportionierlichste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen [ist]“ (Humboldt zitiert nach Benner 1995: 48), wobei dies nur im Sinne einer Auseinandersetzung mit der natürlichen kulturellen und sozialen Welt erfolgen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Theoretischer Teil: Vermittelt grundlegende Begriffsdefinitionen, Theorien zur sozialen Ungleichheit und Bourdieus klassentheoretisches Modell als Basis für die Analyse.

2. Empirischer Teil: Untersucht die Ursachen von Bildungsungleichheiten, vergleicht internationale Bildungssysteme und analysiert deutsche Schulleistungsstudien.

3. Fazit: Reflektiert die aktuelle Situation des deutschen Bildungssystems und fasst den notwendigen Handlungsbedarf zusammen.

Schlüsselwörter

Bildung, Soziale Ungleichheit, Chancengleichheit, Pierre Bourdieu, Habitus, Bildungsherkunft, Schulleistungsstudien, PISA, IGLU, Sozialisation, Bildungsexpansion, Bildungsarmut, Schulsystem, Selektionsprozesse, Bildungschancen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, warum soziale Herkunft in Deutschland einen maßgeblichen Einfluss auf Bildungschancen und -erfolge von Kindern und Jugendlichen hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen soziale Ungleichheit, Bildungstheorien, den Einfluss der Familie und des Bildungssystems sowie die empirische Bestätigung durch internationale Vergleichsstudien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Bildungsprozesse im Kontext gesellschaftlicher Ungleichheit systematisch zu beschreiben und die Auswirkungen auf Individuen und Institutionen zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch soziologische Modelle sowie der Analyse empirischer Daten aus Studien wie PISA und IGLU.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Abschnitt (Definitionen, Bourdieu) und einen empirischen Abschnitt (Ursachen von Bildungsungleichheit, Schulvergleiche, Schulleistungsstudien).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Bildung, soziale Herkunft, Chancengleichheit, Habitus und Bildungsungleichheit.

Warum spielt die Familie eine so große Rolle für den Schulerfolg?

Die Familie fungiert als erste Sozialisationsinstanz, die durch ökonomisches und kulturelles Kapital die Voraussetzungen für Bildung und Sprache sowie den schulnahen Habitus maßgeblich beeinflusst.

Wie unterscheiden sich die skandinavischen Bildungssysteme vom deutschen?

Skandinavische Systeme setzen stärker auf Inklusion, individuelle Förderung und längeres gemeinsames Lernen, anstatt auf eine frühe Selektion nach der vierten Klasse.

Welche Rolle spielt Pierre Bourdieu für die Argumentation?

Sein Modell (Kapitaltheorie und Habitustheorie) dient zur Erklärung, wie soziale Ungleichheit durch die Transmission von kulturellem und sozialem Kapital zwischen Generationen reproduziert wird.

Was zeigt der Vergleich von PISA-Ergebnissen?

Die Studien belegen eine kontinuierliche Abhängigkeit des Bildungserfolgs von der sozialen Herkunft, auch wenn zwischen 2000 und 2012 leichte Verbesserungen bei benachteiligten Gruppen feststellbar waren.

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Résumé des informations

Titre
Soziale Herkunft und Bildungsentscheidungen. Strukturelle Voraussetzungen und die Ursachen ungleicher Bildungschancen in Deutschland
Université
Justus-Liebig-University Giessen  (Sozial- und Kulturwissenschaften)
Note
1,0
Auteur
Pauline Hein (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
105
N° de catalogue
V305920
ISBN (ebook)
9783668392144
ISBN (Livre)
9783668392151
Langue
allemand
mots-clé
Soziale Herkunft Bildungsentscheidungen Bildungssystem Diskriminierung im Bildungssystem Chancengleichheit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Pauline Hein (Auteur), 2015, Soziale Herkunft und Bildungsentscheidungen. Strukturelle Voraussetzungen und die Ursachen ungleicher Bildungschancen in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305920
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Extrait de  105  pages
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