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Worin besteht die Methode der Induktion?

Welche Probleme ergeben sich aus ihrer Anwendung? Ist sie noch zeitgemäß?

Title: Worin besteht die Methode der Induktion?

Seminar Paper , 2004 , 16 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Eike-Christian Kersten (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Die vorliegende Arbeit soll sich mit der Induktion beschäftigen, mit ihrem Wesen, ihrer Methode und den Problemen, die sich aus ihrer Anwendung ergeben. Sie soll in Kürze informieren über ihre Entwicklung und die verschiedenen Ansichten, die zu ihr vertreten wurden. Das induktive Verfahren dient dazu, aus einer gewissen Anzahl konkreter Fälle Voraussagen abzuleiten, um etwas über zukünftige Entwicklungen zu erfahren, wissenschaftliche Erkenntnis zu gewinnen; dies stellt auch schon das Grundproblem dar: Wie können wir aus einzelnen Beobachtungen allgemeingültige Sätze ableiten?

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Induktionsprinzip

2.1 Die Methode

2.2 Gewinnung und Bestätigung von Theorien

2.3 Der zweite Obersatz

2.4 Strömungen / Induktionskonzeptionen

2.4.1 Der Empirismus

2.4.2 Der Positivismus

2.4.3 Epikureer und Stoiker

2.4.4 Der Historizismus

2.4.5 Der naive Induktivismus

2.4.6 Enumerative und eliminative Induktionskonzeption

3. Das Induktionsproblem

3.1 Die Problemstellung

3.2 Rechtfertigung der Induktion

4. Das Abgrenzungsproblem

5. Die Falsifikation

5.1 Herleitung

5.2 Die Methode

5.3 Der modus tollens

5.4 Basissätze

5.5 Kritik der Falsifikation

6. Forschungsprogramme

6.1 Die Methode

6.2 Kritik der Forschungsprogramme

7. Schlußwort

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das Wesen und die Methode der Induktion sowie die damit verbundenen logischen Probleme. Dabei wird analysiert, inwieweit induktive Schlüsse wissenschaftlich gerechtfertigt werden können und welche theoretischen Alternativen, insbesondere der Falsifikationismus und die Forschungsprogramme, existieren.

  • Grundlagen und Methodik des induktiven Schließens
  • Die logische Problematik der Induktionsrechtfertigung
  • Das Abgrenzungsproblem zwischen empirischer Wissenschaft und Metaphysik
  • Poppers Falsifikationismus als Alternative zur Induktion
  • Lakatos’ Konzeption wissenschaftlicher Forschungsprogramme

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Methode

Wissenschaft beginnt mit Beobachtung. Ein mit gesunden Sinnesorganen ausgestatteter Beobachter soll das berichten, was er sieht, hört usw. und dazu noch unvoreingenommen sein. Induktion ist jedoch mehr als bloße Aufzählung (vgl. Bacon 1974, 50). „Die Aussagen, zu denen man auf diese Weise gelangt ist, bilden dann die Grundlage, von der aus die Gesetze und Theorien abgeleitet werden, die letztendlich wissenschaftliche Erkenntnisse ausmachen.“(Chalmers 1989, 8) Sie führen zu Hypothesen, die dadurch geprüft werden, daß man aus ihnen Sachaussagen erschließt, die ihrerseits Gegenstand von Beobachtungen sein können und müssen, wenn die Hypothese zutrifft. Dann gilt sie als (vorläufig) bestätigt und wird zum Gesetz. Mehrere Gesetze werden zu einer Theorie zusammengefaßt (vgl. Seiffert 1991, 167).

Um so vorgehen zu dürfen, müssen drei Bedingungen erfüllt sein: Es muß eine große Anzahl einzelner Beobachtungsaussagen zugrunde liegen, damit keine voreiligen Schlüsse gezogen werden; die Beobachtungen müssen unter einer Vielzahl von Bedingungen wiederholt worden sein; es darf keine Beobachtungsaussage im Widerspruch zu dem entsprechenden allgemeinen Gesetz stehen (vgl. Chalmers 1989, 10). Genügt die Induktion den geforderten Bedingungen, dann ist sie objektiv.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Induktion, ihre Relevanz für wissenschaftliche Erkenntnisgewinnung und die Zielsetzung der Arbeit.

2. Das Induktionsprinzip: Erläuterung der induktiven Methode, ihrer Bedingungen für Objektivität sowie Vorstellung verschiedener Strömungen und Konzeptionen.

3. Das Induktionsproblem: Analyse der logischen Schwierigkeiten bei der Rechtfertigung induktiver Schlüsse und der Frage nach ihrer Rationalität.

4. Das Abgrenzungsproblem: Diskussion der Trennung von empirischer Wissenschaft gegenüber Logik, Mathematik und metaphysischen Systemen.

5. Die Falsifikation: Vorstellung von Poppers Falsifikationismus als Ansatz, das Induktions- und Abgrenzungsproblem durch deduktive Methoden zu lösen.

6. Forschungsprogramme: Einführung von Lakatos’ Konzeption der Forschungsprogramme als alternative Weiterentwicklung, die den Falsifikationismus um einen „harten Kern“ erweitert.

7. Schlußwort: Abschließende Reflexion über die trotz ihrer Problematik unverzichtbare Rolle der Induktion im wissenschaftlichen Arbeiten und menschlichen Handeln.

Schlüsselwörter

Induktion, Wissenschaftstheorie, Falsifikation, Induktionsproblem, Abgrenzungsproblem, Empirismus, Positivismus, Forschungsprogramme, Imre Lakatos, Karl Popper, Allsätze, Verifizierung, Erkenntnistheorie, Deduktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Methode der Induktion, ihrem Wesen, ihren theoretischen Grundlagen sowie den Problemen, die sich aus ihrer Anwendung in der Wissenschaft ergeben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören das klassische Induktionsprinzip, das Induktionsproblem, das Abgrenzungsproblem der Wissenschaften, der Poppersche Falsifikationismus und Lakatos' Forschungsprogramme.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die wissenschaftstheoretische Kontroverse um die Induktion darzustellen, die Frage ihrer logischen Rechtfertigung zu prüfen und die daraus resultierenden methodischen Alternativen zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die primär auf der Auswertung und kritischen Auseinandersetzung mit der einschlägigen wissenschaftstheoretischen Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise das Induktionsprinzip, die logischen Hürden bei dessen Rechtfertigung, die Lösungsvorschläge durch den Falsifikationismus sowie die Erweiterung durch Forschungsprogramme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Induktion, Falsifikation, Abgrenzungsproblem, wissenschaftliche Erkenntnis und methodische Rechtfertigung charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die "vollständige" von der "unvollständigen" Induktion laut dem Autor?

Die vollständige Induktion gilt als unproblematisch, da sie nur eine Aussage über alle bereits bekannten Fälle trifft und somit nicht gehaltserweiternd ist, während die unvollständige Induktion den Übergang vom Besonderen zum Allgemeinen wagt.

Warum hält Popper die Induktion für eine Illusion?

Popper verwirft die Induktion, da es keinen logisch zulässigen Weg gibt, von Einzelaussagen auf allgemeine Theorien zu schließen, und jeder Versuch, ein Induktionsprinzip zu rechtfertigen, in einen unendlichen Regress oder Zirkelschluss führt.

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Details

Title
Worin besteht die Methode der Induktion?
Subtitle
Welche Probleme ergeben sich aus ihrer Anwendung? Ist sie noch zeitgemäß?
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Course
Moderne Politische Theorie
Grade
2,7
Author
Eike-Christian Kersten (Author)
Publication Year
2004
Pages
16
Catalog Number
V30597
ISBN (eBook)
9783638318181
ISBN (Book)
9783638760959
Language
German
Tags
Worin Methode Induktion Moderne Politische Theorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eike-Christian Kersten (Author), 2004, Worin besteht die Methode der Induktion?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30597
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