Diese Hausarbeit ist in zwei Hauptteile untergliedert.
In Pflichtteil A beschäftige ich mich mit Herkunft und Entstehung der makro-ökonomischen Paradigmen. Ich werde anhand der bekannten und erfahrenen Ökonomen Paul A. Samuelson, Bernhard Beck, Holger Rogall, u.a. die Paradigmen der Neoklassik und des Keynesianismus beleuchten. Dabei werde ich besonderes Augenmerk auf die Rolle des Arbeitsmarktes, das Phänomen Arbeitslosigkeit und die Auswirkungen von Lohnsenkungen in den jeweiligen Schulen legen.
In Wahlteil C gehe ich auf die Geldpolitik aus keynesianischer Sicht ein und werde die Aufgaben der Europäischen Zentralbank (EZB) vorstellen. Hier werde ich außerdem ihre Schwächen bzw. Grenzen ihrer Möglichkeiten vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise aufführen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Makroökonomie – Definition
3. Die ökonomische Entwicklungsgeschichte
4. Fokus: Neoklassisches Paradigma
4.1. Rolle des Arbeitsmarktes
4.2. Das Phänomen Arbeitslosigkeit
4.3. Die Auswirkung von Lohnsenkung
5. Fokus: Keynesianisches Paradigma
5.1. Rolle des Arbeitsmarktes
5.2. Das Phänomen Arbeitslosigkeit
5.3. Die Auswirkung von Lohnsenkung
6. Die optimale Geldpolitik aus keynesianischer Sicht.
6.1. Parameter von Geldangebot und Geldnachfrage
7. Hauptkanal der Geldentstehung und Geldvernichtung bei der EZB
8. Schwächen der EZB vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise 2007- 2009
8.1. Entstehung der Wirtschaftskrise
8.1.1. Niedrige Zinsen und Sparüberschüsse
8.1.2. Risikoreiche Kreditvergaben
8.1.3. Zu hohe Risikobereitschaft durch Haftungsübertragung
8.1.4. Zu unübersichtliche Finanzprodukte
8.1.5. Fehlentscheidungen
8.2. Die Schwächen der Europäischen Zentralbank
8.2.1. Ohne die Unterstützung der Banken ist die EZB nahezu machtlos
8.2.2. Die EZB hat ihre Zwei-Säulen-Strategie vernachlässigt
8.2.3. Das Konzept zum Ausgleich von Gegensätzen im Euroraum fehlt
8.3. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert makroökonomische Paradigmen und deren Auswirkungen auf Arbeitsmärkte und Geldpolitik, mit einem besonderen Fokus auf die Kritik an der Europäischen Zentralbank im Kontext der Weltwirtschaftskrise 2007-2009.
- Gegenüberstellung von neoklassischem und keynesianischem Paradigma.
- Untersuchung der Arbeitsmarktmechanismen und des Phänomens Arbeitslosigkeit.
- Analyse der Geldpolitik und Geldnachfragetheorien nach Keynes.
- Erklärung der Mechanismen der Geldentstehung und -vernichtung bei der EZB.
- Kritische Evaluation der EZB-Strategien während der globalen Finanzkrise.
Auszug aus dem Buch
4. Fokus: Neoklassisches Paradigma
Um die Entwicklung zur Neoklassik und dessen Theorie umfassend darzustellen, müssen grundlegend folgende Dinge angenommen werden:
- Vollkommene Flexibilität der Faktorpreise
- Absatz aller Güter
- Unveränderliche Relation zwischen Güterpreis und Faktor
- Automatisiertes Marktgleichgewicht
- Einziges Motiv für Geldeinsatz ist Transaktion
- Es herrscht Dichotomie zwischen Realwirtschaft und monetärer Sphäre
- Kein Staatseingriff in das Marktgeschehen
Das heißt, dass grundsätzlich funktionierende Märkte unterstellt werden, wodurch ein „stabile[s] simultane[s] Geleichgewicht auf allen Märkten“ gegeben ist. Des Weiteren geht die Neoklassik davon aus, dass das Verhalten von Unternehmen und Haushalten die Märkte beeinflusst und den Kreislauf von Angebot und Nachfrage optimal ausfüllt. Hierbei fragen Unternehmen Arbeit nach und bieten Güter. Die Haushalte fragen ihrerseits Güter nach und bieten den Unternehmen die Arbeitskraft. Geld wird ausschließlich als Tauschmittel betrachtet und alle Arbeitsuchenden finden Beschäftigung, was in der neoklassischen Theorie das korrigierende Eingreifen des Staates obsolet macht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Arbeit gliedert sich in zwei Teile, in denen makroökonomische Paradigmen beleuchtet sowie die Rolle und Grenzen der EZB untersucht werden.
2. Makroökonomie – Definition: Einführung in die Lehre vom Verhalten der Gesamtwirtschaft und die Abgrenzung zur Mikroökonomie.
3. Die ökonomische Entwicklungsgeschichte: Historischer Abriss über bedeutende Ökonomen und die Entstehung volkswirtschaftlicher Theorien.
4. Fokus: Neoklassisches Paradigma: Darstellung der Annahmen des neoklassischen Modells, insbesondere hinsichtlich Marktmechanismen und Arbeitsmarkt.
5. Fokus: Keynesianisches Paradigma: Analyse der keynesianischen Theorie, die von Unterbeschäftigung und der Notwendigkeit staatlicher Eingriffe ausgeht.
6. Die optimale Geldpolitik aus keynesianischer Sicht.: Erläuterung der Geldnachfrage zu Transaktions- und Spekulationszwecken aus der Perspektive von Keynes.
7. Hauptkanal der Geldentstehung und Geldvernichtung bei der EZB: Beschreibung der geldpolitischen Instrumente der EZB zur Steuerung der Geldmenge.
8. Schwächen der EZB vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise 2007- 2009: Detaillierte Untersuchung der Krisenursachen und Versäumnisse der EZB in ihrer Politik.
Schlüsselwörter
Makroökonomie, Neoklassik, Keynesianismus, Arbeitsmarkt, Arbeitslosigkeit, Geldpolitik, EZB, Weltwirtschaftskrise, Geldnachfrage, Zinsen, Kreditvergabe, Preisstabilität, Wirtschaftskreislauf, Geldmenge, Konjunktur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?
Die Arbeit vergleicht die makroökonomischen Perspektiven der Neoklassik und des Keynesianismus und untersucht darauf aufbauend die Rolle der Europäischen Zentralbank.
Welche Themenfelder werden abgedeckt?
Die Themen umfassen die Geschichte ökonomischer Theorien, die Funktionsweise von Arbeitsmärkten, Geldmarkttheorien nach Keynes sowie die Ursachen und Auswirkungen der Finanzkrise 2007-2009.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die makroökonomischen Paradigmen zu erklären und die Möglichkeiten sowie die Grenzen der EZB vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Krisen zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, bei der auf bekannte Werke von Ökonomen wie Paul A. Samuelson, John Maynard Keynes und anderen zurückgegriffen wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Gegenüberstellung von Neoklassik und Keynesianismus sowie einen speziellen Teil zur Geldpolitik und den Schwächen der EZB.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Zentrale Begriffe sind das neoklassische Paradigma, keynesianische Theorie, Geldpolitik der EZB, sowie Ursachen der Weltwirtschaftskrise.
Warum wird im neoklassischen Paradigma keine staatliche Intervention vorgesehen?
Da die Theorie von flexiblen Preisen und Löhnen ausgeht, wird ein automatisches Gleichgewicht auf allen Märkten unterstellt, was staatliche Eingriffe zur Korrektur überflüssig macht.
Was ist die Hauptkritik an der EZB im untersuchten Zeitraum?
Die Autorin kritisiert, dass die EZB ihre Zwei-Säulen-Strategie vernachlässigte, das Kreditvolumen nicht ausreichend kontrollierte und kein Konzept zum Ausgleich wirtschaftlicher Diskrepanzen im Euroraum hatte.
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- Franziska Dippel (Author), 2012, Makroökonomie, ihre Entstehung und die Geldpolitik aus keynesianischer Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306014