Die hier vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Thematik des Managements und der Führung von Organisationen, die in der Sozialwirtschaft tätig sind. Es wird die Frage gestellt, wie solche Unternehmen finanziert und Mitarbeiter/innen geführt werden können. Im zweiten Kapitel wird einleitend auf das Management von sozialen Einrichtungen eingegangen, gefolgt von der Finanzierung im dritten Kapitel. Im vierten Kapitel werden die Führungs- und Leitungsaufgaben beschrieben, ebenso werden einige Führungsstile erörtert.
Das Management befasst sich einerseits mit der Durchführung von administrativen Aufgaben bzw. betrieblichen organisatorischen Tätigkeiten und andererseits mit indirekten begleiteten Prozessen, die der Erledigung von Maßnahmen durch die Mitarbeiter/innen dienlich sind. In erster Linie handelt es sich um Kopfarbeit, die für bestimmte Aufgaben und Tätigkeiten im unternehmerischen Handlungsbereich angewandt wird.
Je nach Aufgabengebiet handelt es sich um Finanzmanagement, Personalmanagement, Beschaffungsmanagement etc. Da es eine Vielzahl von Managementbereichen gibt, folgen alle allgemeingültigen Regeln. Die grundlegendsten und einheitlichsten Regeln finden sich in der Planung, Organisation, Information und Kontrolle wieder. Die Planung dient zur Vorbereitung bestimmter Aufgabendurchführungen und die Organisation ordnet und delegiert Arbeiten nach bestimmten Kriterien an. Mit einer gut funktionierenden Informationsteuerung können bestimmte Umwelteinflüsse in das Unternehmen mit eingebunden werden. Die Kontrolle dient der Überprüfung der Aufgabenerfüllung und der Einhaltung aller Regeln.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Management von sozialen Einrichtungen
3 Finanzierung sozialer Einrichtungen
4 Unternehmensführung
4. 1 Mitarbeiterführung
4. 2 Führungsstil
5 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Management sowie die Führung in sozialwirtschaftlichen Organisationen, um aufzuzeigen, wie diese finanziert und wie deren Mitarbeiter zielführend geleitet werden können.
- Grundlagen des Managements in sozialen Einrichtungen
- Finanzierungsmodelle sozialer Dienste
- Strategische Unternehmensplanung und Systemstrukturen
- Mitarbeiterführung und Identifikation mit der Organisation
- Reflektion über verschiedene Führungsstile
Auszug aus dem Buch
2 Management von sozialen Einrichtungen
Das Management von sozialwirtschaftlichen Unternehmen kann grundsätzlich in zwei Bereichen differenziert werden. Das Eine ist das institutionelle Management, welches sich zunächst auf alle Personen und Personengruppen bezieht. Das Andere ist das funktionale Management, welches sich nicht an bestimmte Personen oder Personengruppen richtet. Dieses bezieht sich eher auf Prozesse, Funktionen und Aufgaben, die in einem Betrieb arbeitsteilig organisiert sind. Der Begriff des funktionalen Managements ist mit den Termini der Unternehmens- und Betriebsführung oder Führung gleichzusetzen. Weiterhin lassen sich die Begriffe der Führung und Management in Leitung und Steuerung unterteilen (Grunwald 2009, 85).
Jede soziale oder gemeinnützige Organisation hat eine spezifische Zweckorientierung. Diese muss sich nicht immer mit den persönlichen Zielen der Mitarbeiter/innen decken, sollten aber in einigen inhaltlichen Punkten überlappen. Zumindest soll eine Zielerfüllung der von der Geschäftsführung gestellten Aufgaben angestrebt werden. Die Zielsetzungen werden in der Regel im Leitbild der Organisation wieder zu finden sein. Es ist üblich das Organisationen mehrere Ziele verfolgen, die sich jedoch im Einzelnen widersprechen können. Aus diesem Grund muss die Leitung die betrieblichen Zielsetzungen in den einzelnen Arbeitsbereichen der Mitarbeiter/innen koordinieren und aufeinander abstimmen (Grunwald 2009, 90). Das moderne Management kann nicht nur auf die Sicherstellung eines bestimmten erwünschten Verhaltens der Mitarbeiter/innen reduziert werden, denn heutzutage sind die Führenden nicht mehr in der Verfassung, ihre Vorstellungen linear durchzusetzen. Die Führung ist auf die rechtzeitige und angemessene Einbeziehung der Mitarbeiter/innen im Sinne einer reflexiven, kommunikativen und sozialen Kompetenz angewiesen (Grunwald 2009, 123).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einführung erläutert die Grundbegriffe von Management und Führung und stellt die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich Finanzierung und Personalführung vor.
2 Management von sozialen Einrichtungen: Das Kapitel differenziert zwischen institutionellem und funktionalem Management und beleuchtet die Notwendigkeit der Zielkoordination in sozialen Organisationen.
3 Finanzierung sozialer Einrichtungen: Hier werden die Auswirkungen der Ökonomisierung auf den Sozialmarkt sowie die vier wesentlichen Finanzierungsformen und das damit verbundene unternehmerische Risiko dargestellt.
4 Unternehmensführung: Dieses Kapitel behandelt die strategische Planung und Systemstrukturen sowie die Bedeutung der Mitarbeiterführung als Kernaufgabe.
4. 1 Mitarbeiterführung: Der Fokus liegt hier auf dem Dilemma der Führungskraft, Kosten zu senken bei gleichzeitigem Erhalt der Mitarbeiterzufriedenheit und -motivation.
4. 2 Führungsstil: Das Kapitel erörtert die Abhängigkeit von Führungsstilen von verschiedenen Determinanten wie aufgaben- und mitarbeiterbezogenem Verhalten.
5 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Risiken des zunehmenden Wettbewerbsdrucks und die moralische Verantwortung von Führungskräften.
Schlüsselwörter
Management, soziale Einrichtungen, Finanzierung, Unternehmensführung, Mitarbeiterführung, Führungsstil, Ökonomisierung, Sozialwirtschaft, Personalkapazitäten, Motivationsförderung, Organisationsstruktur, Leistungsentgelte, Projektförderung, Kostenerstattung, Sozialmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der betriebswirtschaftlichen und führungspsychologischen Steuerung von Organisationen innerhalb der Sozialwirtschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Management-Bereichen, die Finanzierungsmodelle im sozialen Sektor sowie die Herausforderungen der Unternehmens- und Mitarbeiterführung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Antworten auf die Fragen zu finden, wie soziale Unternehmen finanziert werden können und mit welchen Ansätzen Mitarbeiter in diesem speziellen Arbeitsumfeld erfolgreich geführt werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Synthese relevanter Fachliteratur zu den Themen Sozialmanagement, Finanzierung und Führungslehre.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden das Management sozialer Einrichtungen definiert, Finanzierungsformen erläutert und die Ebenen der Unternehmensführung inklusive verschiedener Führungsstile detailliert beschrieben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Management, Sozialwirtschaft, Finanzierung, Mitarbeiterführung, Führungsstil, Ökonomisierung und unternehmerische Verantwortung.
Wie unterscheidet sich laut Autor das institutionelle vom funktionalen Management?
Das institutionelle Management bezieht sich primär auf die Personen und Gruppen in der Organisation, während das funktionale Management die arbeitsteiligen Prozesse und betrieblichen Funktionen in den Fokus rückt.
Welche Auswirkung hat die Ökonomisierung auf soziale Träger?
Die Ökonomisierung führt zu einem erhöhten unternehmerischen Risiko, einer Zunahme befristeter Arbeitsverträge und einem wachsenden Konkurrenzdruck zwischen den verschiedenen sozialen Trägern.
Warum gibt es laut Text keinen idealen Führungsstil?
Da Führung stets von wechselnden Rahmenbedingungen, spezifischen Arbeitssituationen und den individuellen Persönlichkeiten der beteiligten Personen abhängt, ist eher von Mischformen oder Tendenzen auszugehen.
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- Sebastian Selzer (Autor), 2015, Finanzierung und Management von sozialen Einrichtungen und Organisationen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306135