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Ist Gott tot? Auseinandersetzung mit dem theologischen Ansatz der "Theodizee-Frage"

Titre: Ist Gott tot? Auseinandersetzung mit dem theologischen Ansatz der "Theodizee-Frage"

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2014 , 16 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Eva Wieser (Auteur)

Théologie - Religion en tant que matière scolaire
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In meiner Seminararbeit möchte ich klären, wie man angesichts der Theodizee - Problematik noch von der Allmacht Gottes sprechen kann.
Dabei werde ich mich mit theologischen Ansätzen auseinandersetzen.

„Lissabon, 1.November 1755: Die Erde bebt, ein Tsunami überrollt die Ufer, ein heftiger Wind facht die Brände in der Stadt an.
Es scheint, als hätten sich sämtliche Elemente gegen die Stadt verschworen.
Auch Menschen, die nicht selbst durch Verlust von Angehörigen, von Hab und Gut betroffen sind, stellen sich die Frage, wie es zu einem solchen Unglück kommen konnte, und warum.

Für die einen zerbrach ein Weltbild und damit der Glaube an einen gerechten Gott, für die anderen schrie das Desaster von Lissabon nach einer naturwissenschaftlichen Erklärung – geistesgeschichtliche Nachbeben, die bis heute zu spüren sind, ob sich Menschen der Gottesfrage verbunden fühlen oder auch nicht.“

2004/2005 ereignete sich eine Tsunami-Katastrophe, die von den Medien als Anlass genommen wurde die Theologen kritisch darüber zu befragen. Fragen wie „Wo war Gott?“ und Schlagzeilen wie z.B. „Theologie in Erklärungsnot“ zeichneten diese Jahre.

Aber es gab nicht nur 1755 und 2004 eine Naturkatastrophe, sondern noch viele weitere. Abgesehen davon gibt es unerklärliche Todesursachen von jungen Menschen, Kriege, Morde und viele andere unfassbare Ereignisse.

Nun drängt sich die Frage auf, warum Gott all dieses Leid in seiner Allmacht zulässt. Bereits in der Antike wurde darüber philosophiert, bis letztendlich der Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz es mit der „Theodizee Frage“ betitelte.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. „Theologie in Erklärungsnot“

2. Begriffsklärung: „Theodizee“

2.1 Ursprung des Begriffs

2.2 Erste Verwendung von Leibniz

3. Die Theodizee – Problematik

3.1 Das Buch Hiob

3.2 Theologische Antwortversuche auf das Theodizee-Problem

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie vor dem Hintergrund des Leids in der Welt und der damit verbundenen Theodizee-Problematik weiterhin von der Allmacht Gottes gesprochen werden kann, wobei verschiedene theologische Lösungsansätze kritisch hinterfragt werden.

  • Historische und philologische Einordnung des Theodizee-Begriffs
  • Philosophische Grundlegung durch Gottfried Wilhelm Leibniz
  • Biblische Perspektive am Beispiel des Buches Hiob
  • Theologische Interpretationsmodelle zum Umgang mit dem Leid
  • Kritische Analyse der Vereinbarkeit von göttlicher Allmacht und menschlichem Leid

Auszug aus dem Buch

3.2 Theologische Antwortversuche auf das Theodizee-Problem

Allgemein bieten sich eine Vielzahl an Möglichkeiten an, um mit der Theodizee Problematik umzugehen.

Zum einen die Uminterpretation des Problems: Nicht mehr die Legitimierung des Leids durch Gott steht im Vordergrund, sondern der praktische Umgang mit dem Leid. Beispielsweise bei der Kreuzigung Jesu ist deutlich ein Mitleiden Gottes erkennbar. Dieses Mitleiden Gottes geschieht rein aus Liebe dem Nächsten gegenüber.

Ein weiteres Modell zur Lösung der Problematik wäre die Aufgabe einer Prämisse: Zum Beispiel wird die Allmacht Gottes nicht mehr als unbegrenzt wahrgenommen. Gott wird zwar nach wie vor als Weltgestalter betrachtet, aber nicht mehr als Weltschöpfer. Die Materie entspringt nicht dem Schöpfungswillen Gottes. Das Böse ergibt sich somit aus der Widerspenstigkeit der Materie.

Auch die Güte Gottes wird uminterpretiert: Die Güte Gottes kann nicht mit der menschlichen Vorstellung von Güte begriffen oder beschrieben werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. „Theologie in Erklärungsnot“: Das Kapitel führt in die Theodizee-Problematik anhand historischer und aktueller Katastrophen ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Allmacht Gottes.

2. Begriffsklärung: „Theodizee“: Hier wird der etymologische Ursprung des Begriffs erläutert und der philosophische Ansatz von Gottfried Wilhelm Leibniz mit seiner Kategorisierung des Übels dargestellt.

3. Die Theodizee – Problematik: Dieses Kapitel analysiert das Leid anhand der biblischen Hiobsgeschichte und diskutiert verschiedene theologische sowie theoretische Lösungsmodelle für das Theodizee-Problem.

4. Fazit: Das Fazit resümiert, dass es keine universelle Antwort auf die Theodizee-Frage gibt und verschiedene Begründungsmuster je nach Kontext zu betrachten sind.

Schlüsselwörter

Theodizee, Gott, Allmacht, Theologie, Leid, Hiob, Leibniz, Metaphysik, Übel, Gottesfrage, Religionspädagogik, Seelenbildung, Willensfreiheit, Glauben, Theodizee-Problematik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der klassischen Theodizee-Frage, also der Vereinbarkeit der Allmacht und Güte Gottes mit dem existierenden Leid in der Welt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft historische Begriffsklärungen, philosophische Ansätze von Leibniz und biblische Erzählungen mit modernen theologischen Diskursen über das Leid.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie trotz der offensichtlichen Problematik des Leids noch theologisch sinnvoll von der Allmacht Gottes gesprochen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Auseinandersetzung mit theologischer und philosophischer Fachliteratur sowie eine Analyse spezifischer Argumentationsmodelle.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, die philosophische Einordnung durch Leibniz, die Exegese der Hiob-Erzählung und die Darstellung verschiedener theologischer Lösungsvorschläge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentral sind Begriffe wie Theodizee, Gottes Allmacht, Leid, Hiob, Leibniz und die Frage nach dem Umgang mit existenziellem Übel.

Welche Rolle spielt das Buch Hiob für die Argumentation?

Das Buch Hiob dient als biblisches Fallbeispiel, das aufzeigt, dass Leid nicht zwangsläufig als Strafe gedeutet werden muss und die Frage nach dem Sinn des Leids offen bleibt.

Wie wird das "Böse" im Anhang der Arbeit definiert?

Im Anhang wird das Böse in einer metaphorischen Erzählung (zugeschrieben an Albert Einstein) als die "Abwesenheit Gottes" interpretiert, analog zu Kälte als Abwesenheit von Wärme.

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Résumé des informations

Titre
Ist Gott tot? Auseinandersetzung mit dem theologischen Ansatz der "Theodizee-Frage"
Université
University of Passau
Note
2,3
Auteur
Eva Wieser (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
16
N° de catalogue
V306206
ISBN (ebook)
9783668041165
ISBN (Livre)
9783668041172
Langue
allemand
mots-clé
gott auseinandersetzung ansatz theodizee-frage Lissabon Weltbild Gottesfrage Tsunami-Katastrophe Desaster Gottfried Wilhelm Leibniz Philosophie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Eva Wieser (Auteur), 2014, Ist Gott tot? Auseinandersetzung mit dem theologischen Ansatz der "Theodizee-Frage", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306206
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Extrait de  16  pages
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