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Russlands Motive und Ziele im Ukrainekonflikt

Welche Strategie soll die Europäische Union verfolgen?

Titel: Russlands Motive und Ziele im Ukrainekonflikt

Seminararbeit , 2015 , 22 Seiten

Autor:in: Catiana Krapp (Autor:in)

Politik - Region: Russland
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit vergleicht russische mit westlichen Interpretationen der Ukraine-Krise. Dazu gliedert sie diese in fünf Hauptansätze und untersucht anhand von Fakten, wie plausibel sie sind. Sie schlussfolgert, wie die russische Regierung mutmaßlich im weiteren Verlauf der Krise agieren wird. Abschließend unterbreitet die Arbeit Ideen, wie sich die Europäische Union im weiteren Konflikt verhalten soll.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Russlands offizielle und tatsächliche Ziele

2.1 Internationales politisches Auftreten und Medienoffensive

2.2 Ein russisches Strategiepapier

3 Russlands Motive

3.1 Reaktives Verhalten

3.2 Geopolitik und Neo-Imperialismus

3.3 Nationalismus

3.4 Machterhalt

3.5 Ökonomische Interessen

4 Aktuelle Lage und Ausblick

5 Eine Strategie für die Europäische Union

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die komplexen Beweggründe der russischen Regierung im Ukraine-Konflikt, indem sie offizielle russische Narrative mit westlichen Analysen vergleicht, um daraus Handlungsempfehlungen für die Europäische Union abzuleiten.

  • Russische Strategiepapiere und deren Diskrepanz zur offiziellen Rhetorik
  • Geopolitische Ambitionen und der Vorwurf des Neo-Imperialismus
  • Die Rolle des Nationalismus als Instrument zur innenpolitischen Legitimierung
  • Wirtschaftliche Faktoren wie Energiesicherheit und Handelsbeziehungen
  • Strategische Optionen für die EU zwischen Dialog und Containment

Auszug aus dem Buch

2.2 Ein russisches Strategiepapier

Welche Ziele Wladimir Putin tatsächlich verfolgt, ist wohl nicht eindeutig zu ergründen. Zu Anfang sei jedoch eine Quelle hervorgehoben, die der Wahrheit näher kommen dürfte als jede Theorie westlicher Experten – ein Strategiepapier, das dem Kreml Anfang Februar 2014 vorgelegt wurde, als Wiktor Janukowitsch noch Präsident der Ukraine war. Es wurde im Februar 2015 von der russischen Zeitung Nowaja Gazeta veröffentlicht, nachdem es ihr laut eigenen Angaben von einer vertrauenswürdigen Quelle aus dem Kreml zugespielt worden war.

Der Inhalt des Dokuments zeigt, wie wenig sich die wahren Interessen der russischen Regierung mit den Motiven decken, die das russische Staatsfernsehen propagiert. Rossija segodnja stellte den Abtritt Wiktor Janukowitschs als spontane und alternativlose Flucht dar und sendete ein Interview, in dem Putin erzählt: „Ich habe die Leiter unserer Geheimdienste und des Verteidigungsministeriums in den Kreml gerufen und ihnen den Auftrag erteilt, das Leben des ukrainischen Präsidenten zu retten.“ Ein Sprecher erzählt, es habe eine Operation stattgefunden, die ihresgleichen in der neueren Weltgeschichte suche, in der Janukowitsch aus dem brennenden Nachbarland gerettet worden sei. In dem Strategiepapier steht indessen: „Viktor Janukowitschs Regime ist ganz und gar bankrott. Ihn politisch, diplomatisch, finanziell und mit Informationen zu unterstützen, hat für die Russische Föderation keinen Sinn mehr.“ Das schließt nicht aus, dass russische Kräfte Janukowitsch das Leben gerettet haben. Der Tonfall ist jedoch ein gänzlich anderer.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Beginn der Ukraine-Krise 2013 und skizziert die wissenschaftliche Fragestellung bezüglich der Motive Russlands und der Rolle der Europäischen Union.

2 Russlands offizielle und tatsächliche Ziele: Dieses Kapitel analysiert die Diskrepanz zwischen der staatlichen Medienoffensive und den Inhalten eines internen russischen Strategiepapiers von 2014.

3 Russlands Motive: Das Hauptkapitel untersucht verschiedene Triebfedern russischen Handelns, darunter reaktives Verhalten, geopolitische Ansprüche, Nationalismus, den Machterhalt Putins sowie ökonomische Interessen.

4 Aktuelle Lage und Ausblick: Hier wird der Status quo des Konflikts im Sommer 2015 bewertet, inklusive der diplomatischen Bemühungen um Waffenruhen und der militärischen Spannungen.

5 Eine Strategie für die Europäische Union: Dieses Kapitel diskutiert mögliche Handlungsoptionen für die EU, wie ein Ölembargo oder eine Kombination aus Engagement und Containment.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und konstatiert, dass eine dauerhafte Lösung nur durch das Verständnis der russischen Interessen und entsprechende diplomatische Zugeständnisse möglich ist.

Schlüsselwörter

Ukraine-Konflikt, Russland, Wladimir Putin, Europäische Union, Geopolitik, Sanktionen, Strategiepapier, Energiesicherheit, Gasleitungssystem, Neo-Imperialismus, Nationalismus, Machterhalt, Außenpolitik, Krim, Minsker Abkommen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Motive und Zielsetzungen Russlands innerhalb des Ukraine-Konflikts unter Einbeziehung offizieller russischer Quellen und westlicher Expertenanalysen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf russischen Außenpolitik-Strategien, dem Spannungsfeld zwischen ökonomischen Interessen wie dem Gastransit und geopolitischen Ambitionen im postsowjetischen Raum.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, auf Basis der analysierten Motive eine Strategie für die Europäische Union zu entwickeln, die eine Beilegung des Konflikts begünstigt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine vergleichende Analyse von russischen Narrativen, internen Dokumenten und westlichen Interpretationen sowie eine Auswertung aktueller politischer Ereignisse bis Mitte 2015 durchgeführt.

Was steht im inhaltlichen Zentrum des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Untersuchung der fünf Hauptmotive Russlands, darunter reaktive Außenpolitik, Neo-Imperialismus und die wirtschaftliche Notwendigkeit zur Sicherung von Absatzmärkten.

Was sind die charakterisierenden Schlüsselwörter?

Zu den prägenden Begriffen zählen Ukraine-Konflikt, Geopolitik, Energiesicherheit, Sanktionen sowie das Verhältnis zwischen der Russischen Föderation und der EU.

Welche Rolle spielt das in Kapitel 2.2 diskutierte Strategiepapier?

Es dient als wichtige Quelle, die der Realität näherkommt als die staatliche Medienpropaganda und die pragmatischen, teils zynischen Interessen des Kremls offenlegt.

Wie bewertet die Arbeit die Wirksamkeit bisheriger EU-Sanktionen?

Sie kommt zu dem Schluss, dass bisherige Sanktionen nur geringe Fortschritte erzielt haben und der russischen Regierung teilweise sogar zur innenpolitischen Mobilisierung dienen.

Welchen Ausweg sieht der Autor für das Verhältnis zwischen EU und Russland?

Der Autor plädiert für eine vorsichtige Strategie, die einen Interessenausgleich sucht, ohne jedoch den Konflikt zu einem dauerhaften Einfrieren kommen zu lassen.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Russlands Motive und Ziele im Ukrainekonflikt
Untertitel
Welche Strategie soll die Europäische Union verfolgen?
Autor
Catiana Krapp (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
22
Katalognummer
V306451
ISBN (eBook)
9783668045309
ISBN (Buch)
9783668045316
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ukrainekrise ukrainekonflikt handlungsvorschlag europäische union
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Catiana Krapp (Autor:in), 2015, Russlands Motive und Ziele im Ukrainekonflikt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306451
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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