Will man unter Filmmusik ausschließlich für das Kino geschriebene Kompositionen verstehen, so ist "La Règle du jeu" ein ungeeignetes Feld. Dem shooting-transcript der Medienbibliothek zufolge wurde für Jean Renoirs Film keine Note eigens komponiert.
Statt dessen behalf sich der Regisseur mit bereits existierenden Stücken unterschiedlichster Stilrichtungen. Joseph Kosma und Roger Desormière – der letztere ein namhafter Komponist von Filmmusik - zeichneten hier lediglich für Arrangements und Orchesterleitung verantwortlich.
Mit Vorliebe setzt der Regisseur auf die Divergenz von musikalischer und inhaltlicher Stimmung, sei es um einen komischen Effekt zu erzielen, oder zur Ironisierung einer Szene. Die Vielschichtigkeit der Beziehungen zwischen Text, Spiel, Montage und den mit Phantasie ausgewählten Kompositionen zeigt die Flexibilität und Meisterschaft Jean Renoirs im Umgang mit seiner Filmmusik.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Analyse
- Titelmusik, Exposition und Jagd-Sequenz
- Fest-Sequenz und Finale
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Untersuchung analysiert die Rolle der Musik in Jean Renoirs Film "La Règle du jeu" (1939) und beleuchtet die Beziehung zwischen Musik und Filmhandlung. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie die Musik den Film gestaltet und zum Verständnis der Figuren und ihrer Beziehungen beiträgt.
- Analyse der Musik im Kontext der Filmhandlung
- Bedeutung von Musik für die Charakterisierung der Figuren
- Die Funktion von Musik als Mittel der Stimmungs- und Atmosphärenbildung
- Der Einfluss der Musik auf die Interpretation des Films
- Die Bedeutung von Musik für die Ästhetik des Films
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt den Film "La Règle du jeu" im Kontext der Filmmusik vor. Sie beleuchtet die Besonderheit des Films, da er keine eigens komponierte Musik verwendet, sondern auf bereits existierende Werke unterschiedlicher Stilrichtungen zurückgreift. Die Einleitung betont die Bedeutung, die Renoir der Musik in seinem Film dennoch beimisst.
Analyse
Titelmusik, Exposition und Jagd-Sequenz
Dieser Abschnitt analysiert die Musik im Vorspann des Films und in der ersten Sequenz. Er untersucht die Wahl der Musik und deren Funktion im Kontext der Handlung.
Fest-Sequenz und Finale
Dieser Abschnitt konzentriert sich auf die Musik in der Fest-Sequenz und im Finale des Films. Er beleuchtet die Verwendung der Musik in diesen zentralen Szenen und deren Bedeutung für die Gesamtinterpretation des Films.
Schlüsselwörter
Filmmusik, "La Règle du jeu", Jean Renoir, Musik und Filmhandlung, Charakterisierung, Stimmungsbildung, Ästhetik, französische Barockmusik, Mozart, Wiener Klassik, Jazzmusik, Ragtime, Musikautomaten, Jagdhornsätze.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Besondere an der Filmmusik in „La Règle du jeu“?
Für den Film wurde keine Musik eigens komponiert; Jean Renoir nutzte stattdessen Arrangements bereits existierender Stücke verschiedenster Stilrichtungen.
Welche Funktion hat die Musik für die Charaktere des Films?
Die Musik dient der Charakterisierung der Figuren und hilft dem Zuschauer, deren komplexe Beziehungen und Stimmungen besser zu verstehen.
Wie setzt Jean Renoir Musik zur Ironisierung ein?
Renoir nutzt oft die Divergenz zwischen musikalischer Stimmung und inhaltlichem Geschehen, um komische Effekte oder Ironie zu erzeugen.
Welche Musikstile sind im Film vertreten?
Das Spektrum reicht von französischer Barockmusik und Mozart über Wiener Klassik bis hin zu Jazz, Ragtime und Jagdhornsätzen.
Wer war für die musikalischen Arrangements verantwortlich?
Joseph Kosma und Roger Desormière zeichneten für die Arrangements und die Orchesterleitung im Film verantwortlich.
- Quote paper
- Johanna Scriba (Author), 1990, Filmmusik in Jean Renoirs "La Règle du jeu" (1939). Grundbegriffe der Filmanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306456