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Bindungsbeziehungen und ihre Bedeutungen. Trauma in Kindheit und Jugend und die Folgen.

Titre: Bindungsbeziehungen und ihre Bedeutungen. Trauma in Kindheit und Jugend und die Folgen.

Texte Universitaire , 2011 , 21 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Lara Luckwaldt (Auteur)

Pédagogie - Psychologie pédagogique
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Im Vergleich zu den meisten Tierarten ist der menschliche Säugling eine lange Zeit unmittelbar abhängig von seinen Bezugspersonen. Da die Verhaltensweisen des Menschen um einiges differenzierter und weniger durch angeborene Mechanismen determiniert sind, sind sie auf die kontinuierliche und wechselseitige Interaktion von Individuum und Umwelt angewiesen.

Dabei ist die Herausbildung einer Bindungsbeziehung zur Pflegeperson sowie deren konstante Verfügbarkeit in Bezug auf sowohl physische als auch emotionale Bedürfnisse von grundlegender Bedeutung für die Entwicklung.

In der vorliegenden Arbeit werden daher folgende Punkte angesprochen:
Deprivation und Hospitalismus
Mutter-Kind-Bindung
Bindungstheorien

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bedeutung von Bindungsbeziehungen

2.1 Deprivation und Hospitalismus

2.2 Mutter-Kind-Bindung

2.3 Die Bindungstheorie

2.3.1 Grundannahmen der Bindungstheorie

2.3.2 Konzept der Feinfühligkeit

2.3.3 Die „Fremde Situation“

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen Grundlagen von Traumata bei Kindern und Jugendlichen, die durch interpersonelle Gewalt entstehen. Dabei wird insbesondere der Einfluss früher Bindungserfahrungen auf die psychische Entwicklung analysiert, um zu erörtern, inwiefern gesellschaftliche Umstände und die Qualität der ersten Beziehung zur Bezugsperson als Nährboden für Traumatisierungen oder als protektive Schutzfaktoren fungieren können.

  • Psychologische Grundlagen von Traumata in Folge menschlicher Aggressivität
  • Bedeutung der Familie als erste Sozialisationsinstanz für die kindliche Entwicklung
  • Analyse des Deprivationssyndroms und des Hospitalismus
  • Die Bindungstheorie nach John Bowlby und ihre wissenschaftliche Bedeutung
  • Erfassung von Bindungsqualität durch die „Fremde Situation“ und das Adult-Attachment-Interview

Auszug aus dem Buch

Die „Fremde Situation“

Die standardisierte Methode zur Untersuchung der kindlichen Bindungsqualität, die „Fremde Situation“ wurde weltweit in verschiedenen Gesellschaftsformen angewandt und hat sich als valides und reliables Instrument erwiesen.

12 bis 18 Monate alte Kinder werden in einem speziell eingerichteten Spielzimmer mit der sowohl für das Kind als auch für die Mutter unbekannten Situation konfrontiert, dass die Mutter zweimal den Raum verlässt und nur eine fremde Person beim Kind verbleibt. Die Mutter kommt nach einigen Minuten zurück. Der gesamte Ablauf gliedert sich in acht Episoden à drei Minuten und wird auf Video aufgezeichnet. Die Situation soll das Bindungssystem des Kindes aktivieren, damit aus der Beobachtung des Verhaltens zwischen Mutter und Kind eine verlässliche Auswertung der kindlichen Bindungsqualität gelingt (vgl. Ainsworth et al., 1978 und Ainsworth & Wittig, 1969 nach Brisch, 1999, S. 40 ff.).

Erste und zweite Episode: Mutter und Kind betreten das fremde Spielzimmer. Nach einer kurzen Zeit der Eingewöhnung beginnt das Kind, die Spielsachen zu erkunden. Dabei soll die Mutter dem Kind nur so viel Hilfestellung wie unbedingt erforderlich gewähren.

Dritte Episode: Eine fremde Person betritt den Raum und spricht zunächst nicht mit der Mutter, erst nach zwei Minuten unterhalten sich die beiden. In der Regel reagieren die Kinder mit Neugier oder ein wenig Angst auf die fremde Person und verringern die Distanz zur Mutter. Manchmal sind sie etwas gehemmter in ihrem Spielverhalten. Im zweiten Teil dieser Episode versucht die fremde Person mit dem spielenden Kind in Kontakt zu kommen, ohne das Kind dabei in seinem Explorationsverhalten zu hemmen oder zu sehr zu steuern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von durch Menschen verursachten Traumata ein und stellt die These auf, dass diese maßgeblich in frühen sozialen Erfahrungen und Bindungsverhältnissen begründet liegen.

2. Die Bedeutung von Bindungsbeziehungen: Dieses Kapitel erläutert die essentielle Abhängigkeit des menschlichen Säuglings von seiner Bezugsperson sowie die schwerwiegenden negativen Folgen von Deprivation und Hospitalismus auf die kindliche Entwicklung.

2.1 Deprivation und Hospitalismus: Es wird die Symptomatik von Kindern beschrieben, denen Zuwendung versagt bleibt, und aufgezeigt, wie diese frühen Mangelzustände dauerhafte psychische und soziale Beeinträchtigungen nach sich ziehen können.

2.2 Mutter-Kind-Bindung: Dieses Kapitel behandelt die Mechanismen, die zur Entstehung und Aufrechterhaltung der Bindungsbeziehung zwischen Mutter und Kind beitragen, und betont die Wichtigkeit der prompten Bedürfnisbefriedigung.

2.3 Die Bindungstheorie: Es wird die Entstehung der Bindungstheorie durch John Bowlby erläutert, die Erkenntnisse aus Entwicklungspsychologie und Evolutionsbiologie vereint, um Bindungsverhalten als biologisches System zu erklären.

2.3.1 Grundannahmen der Bindungstheorie: Hier wird das Konzept der „sicheren Basis“ und der „Inneren Arbeitsmodelle“ eingeführt, die für die psychische Gesundheit und die Vorhersagbarkeit von Interaktionen fundamental sind.

2.3.2 Konzept der Feinfühligkeit: Das Kapitel definiert die von Mary Ainsworth beschriebenen Verhaltensweisen feinfühliger Pflege, die für die Entwicklung einer sicheren Bindung maßgeblich sind.

2.3.3 Die „Fremde Situation“: Es wird die standardisierte Methode zur empirischen Erfassung der Bindungsqualität beschrieben, die es ermöglicht, verschiedene Bindungsmuster bei Kleinkindern zu klassifizieren.

Schlüsselwörter

Trauma, Bindungstheorie, Bindungsbeziehung, Deprivation, Hospitalismus, Feinfühligkeit, sichere Basis, Fremde Situation, kindliche Entwicklung, intergenerationale Transmission, Mutter-Kind-Bindung, psychische Gesundheit, Verhaltensstörungen, Schutzfaktoren, Risikofaktoren

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Ursachen und Folgen von Traumata bei Kindern und Jugendlichen, die durch interpersonelle Gewalt entstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören das Bindungssystem, die Bedeutung der frühen Mutter-Kind-Beziehung, die Folgen von Deprivation und die wissenschaftliche Bindungsforschung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Bindungserfahrungen als Schutzfaktor gegen oder als Risikofaktor für Traumatisierungen wirken können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse sowie der Auswertung von Forschungsliteratur und bindungstheoretischen Modellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Auswirkungen von Deprivation, die Entstehung der Bindungstheorie, das Konzept der Feinfühligkeit und die methodische Erfassung der Bindungsqualität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Trauma, Bindungstheorie, Deprivation, Feinfühligkeit, sichere Basis und Fremde Situation.

Warum sind die ersten Lebensjahre für die Bindungsqualität so entscheidend?

In den ersten Lebensjahren bildet das Kind durch die Interaktion mit der Bezugsperson „Innere Arbeitsmodelle“ aus, die das Verhalten und die psychische Stabilität für die Zukunft maßgeblich prägen.

Was unterscheidet sicher gebundene von unsicher gebundenen Kindern in der „Fremden Situation“?

Sicher gebundene Kinder suchen bei Trennung aktiv nach der Mutter und lassen sich bei deren Rückkehr leicht beruhigen, während unsicher gebundene Kinder entweder Ablehnung zeigen oder in große Stresszustände geraten, aus denen sie nur schwer emotional stabilisiert werden können.

Welche Bedeutung kommt dem „Adult-Attachment-Interview“ zu?

Dieses Interview ermöglicht die Untersuchung der Bindungsrepräsentationen bei Erwachsenen, um Aussagen darüber zu treffen, wie unverarbeitete Erfahrungen aus der eigenen Kindheit die Beziehung zu den eigenen Kindern beeinflussen können.

Kann eine unsichere Bindung kompensiert werden?

Ja, laut der Forschung können Bindungsrepräsentationen durch bedeutungsvolle neue Erfahrungen oder therapeutische Prozesse im Laufe des Lebens in eine sicherere Richtung modifiziert werden.

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Résumé des informations

Titre
Bindungsbeziehungen und ihre Bedeutungen. Trauma in Kindheit und Jugend und die Folgen.
Université
University of Würzburg
Note
1,7
Auteur
Lara Luckwaldt (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
21
N° de catalogue
V306766
ISBN (ebook)
9783668046603
ISBN (Livre)
9783668133075
Langue
allemand
mots-clé
bindungsbeziehungen bedeutungen trauma kindheit jugend folgen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lara Luckwaldt (Auteur), 2011, Bindungsbeziehungen und ihre Bedeutungen. Trauma in Kindheit und Jugend und die Folgen., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306766
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