Lernsoftware im Deutschunterricht - Milli Metha's Abenteuer im Bauch des Riesen


Hausarbeit (Hauptseminar), 2004

20 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fachdidaktische Einbindung
2.1 Medienintegrativer Unterricht
2.2 Medienkompetenzen fördern
2.3 Handlungs- und Produktionsorientierung

3. Sachanalyse

4. Lehrplan

5. Unterrichtsformen
5.1 Stationenarbeit
5.2 Projektarbeit

6. Thema der Unterrichtsreihe
6.1 Der Mund
6.2 Die Speiseröhre
6.3 Der Magen
6.4 Der Dünndarm
6.5 Der Dickdarm
6.6 Die Leber
6.7 Die Ernährung

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Zunächst soll in dieser Hausarbeit ein Einblick gegeben werden, inwieweit das Thema der Lernsoftware eine Rolle spielt. Dazu soll auch geklärt werden, welche Bedeutung Medien – und hier vor allem die neuen Medien – im Alltag der Kinder haben.

Danach gilt es zu klären, wie diese Bedeutung der neuen Medien in der Schule aufgegriffen werden kann. Welche Aufgabe haben Schule und Deutschunterricht im Hinblick auf die neuen Medien?

Nach einer kurzen Vorstellung der Inhalte der Unterrichtsreihe soll auf den medienintegrativen Deutschunterricht, die Förderung der Medienkompetenz und die Handlungs- und Produktionsorientierung eingegangen werden.

Anschließend erfolgt eine kurze Sachanalyse, der im Rahmen des Blockseminars ausgewählten Lernsoftware ,Milli Metha’s Abenteuer im Bauch des Riesen’. Hier soll auch geklärt werden, inwiefern sie für Schüler von Interesse ist und ob sie Bezug zur Lebenswelt der Kinder hat.

Nach dieser Sachanalyse soll diese Lernsoftware auch im Hinblick auf den Lehrplan betrachtet werden. Welche Ziele aus den Bereichen Mündliches Sprachhandeln, Schriftliches Sprachhandeln, Umgang mit Texten und Medien sowie Sprache reflektieren, stehen im Mittelpunkt der Unterrichtsreihe. Desweiteren sollen Bezüge zwischen Lehrplan, Sachanalyse und fachdidaktischen Konzepten hergestellt werden.

Danach möchte ich mich verschiedenen Unterrichtsformen zuwenden. Ist die ausgewählte Software eher geeignet für Stationenarbeit oder ist sie besser im Rahmen einer Projektarbeit zu behandeln?

Im letzten Kapitel sollen die einzelnen Bausteine – entweder thematisch oder zielorientiert ausgerichtet – vorgestellt werden.

Abschließend sollen wichtige Aspekte und Eindrücke in einem Fazit zusammengefasst bzw. hervorgehoben werden.

2. Fachdidaktische Einbindung

2.1 Medienintegrativer Unterricht

Gab es früher nur das Buch als Medium, kamen mit der Zeit andere Medien, wie Kassetten, das Fernsehen, CDs hinzu. In der Gegenwart spielt aber auch der Computer im Alltag der Kinder eine bedeutende Rolle – sei es in Bezug auf Spiele oder das Internet. Dies gewinnt in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung. Sowohl als Informationsquelle, als auch als Unterhaltungsmedium.

Dies hat auch die Industrie erkannt und im Hinblick darauf, dass Kinder im Gegensatz zu früher in der heutigen Gesellschaft wichtige Konsumenten sind, bringen „Spielzeughersteller, die Bekleidungs- und Lebensmittelbranche, die Papierindustrie“ (Josting 2001, S. 174) Produkte wie verschiedene Computerspiele, begleitende Software zu beliebten Kinderfernsehprogrammen, aber auch Lernsoftware für Kinder auf den Markt. Andere Produkte sind solche, wie z.B. „Kalender, Tassen, Schreibwaren, Poster, Süßigkeiten, Badehandtücher, Rücksäcke“ (Josting 2001, S. 175), die von bei den Kindern beliebten Figuren geziert werden.

So sind z.B. in dem seit Anfang 1994 bestehenden Heureka Klett-Softwareverlag Ende der Neunzigerjahre über 150 Softwaretitel erhältlich. Zu dieser Zeit gehören bereits „17,4 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zu den eifrigsten Nutzern von Heimcomputern“ (Holoch 1997, S. 217) und immerhin 29% der Haushalte sind mit Computern ausgestattet. (Vgl. Holoch 1997, S. 217) So kommt auch dem Computer eine „wichtige Funktion als Bindeglied zwischen den Interessen der einzelnen Familienmitglieder zu.“ (Holoch 1997, S. 217) Dies zeigt, dass er inzwischen eine große Bedeutung erlangt hat und die Schule daher auch mit der Zeit gehen und sich der Lebenswelt der Kinder anpassen muss, indem sie sich mit dem Thema des medienintegrativen Unterrichts auseinandersetzen muss.

Um dies sinnvoll und produktiv durchführen zu können ist es allerdings notwendig Lehrern durch Fortbildungen die Angst vorm Umgang mit Software im Unterricht zu nehmen, praktisch Aufklärung zu diesem Thema zu betreiben. Auch wäre ein Gütesiegel für Software von Vorteil, da nicht alle erhältlichen Programme unbedingt sinnvoll, sondern teilweise schlichtweg schlecht sind. Ein weiteres Problem beim medienintegrativen Unterricht stellen allerdings auch die schlecht ausgestatteten Schulen und die geringen finanziellen Mitteln dieser dar. (Vgl. Holoch 1997, S. 218)

2.2 Medienkompetenzen fördern

Ein wichtiger Aspekt des medienintegrativen Unterrichts ist die Vermittlung und Förderung von Medienkompetenzen. Dies bedeutet die Vermittlung des richtigen Umgangs mit verschiedenen Medien.

Im Gegensatz zu früher, als „die Nutzung der Printmedien durch den Erwerb von Lesefähigkeit und (mutter-)sprachlicher Kompetenz gesichert“ (Petzold 2000, S. 35) war, beinhaltet die heutige Medienkompetenz, die sich mit vielen verschiedenen Medien auseinandersetzen muss weitaus mehr. Neben der Fähigkeit lesen zu können, ist es außerdem wichtig, durch Medien vermittelte Informationen „auf anderen visuellen und auditiven Kanälen“ (Petzold 2000, S. 35) nutzen zu können. Auch wenn man den Eindruck haben mag, dass dies nicht wirklich besondere Fähigkeiten erfordert. Dies wird allerdings von der Medienforschung widerlegt, die mittlerweile zeigen kann, dass auch bei der Verarbeitung symbolischer Inhalte von neuen Medien besondere Kompetenzen benötigt werden. So wird eine große Anzahl von Informationen auf verschiedenen Kanälen zur Verfügung gestellt, so dass sowohl Kommunikation als auch Interaktion mit Menschen Bestandteil dieser Medien sind. Daher muss Medienkompetenz heute mehr gefördert und „auf eine qualitativ höhere Stufe gestellt werden.“ (Petzold 2000, S. 35) Um die Vielschichtigkeit und die Inhalte von Medienkompetenz besser verstehen zu können, sollte man die „vier Dimensionen der Medienkompetenz“ (Petzold 2000, S. 35) nach Baacke betrachten. Dieser unterscheidet nach Medienkunde, Mediennutzung, Medienkritik und Mediengestaltung.

Die Medienkunde umfasst sowohl die Kenntnisse über verschiedene Medien als auch das Wissen um die Handhabung der Geräte, wie z.B. den Umgang mit dem Computer. (Vgl. Petzold 2000, S. 35/36)

Die Mediennutzung erfolgt rezeptiv oder interaktiv. Rezeptiv bedeutet, dass beispielsweise etwas aus dem TV lediglich konsumiert wird, wo hingegen bei der interaktiven Nutzung selbst gehandelt oder eingegriffen wird. (Vgl. Petzold 2000, S. 36)

Die Medienkritik schließt die Fähigkeit ein, Medien zu analysieren, zu beurteilen. Die ist wichtig, damit beim verstärkten Medienkonsum die eigene Identität nicht verloren geht. (Vgl. Petzold 2000, S. 36)

Die Mediengestaltung hat das Ziel, das Menschen Multimedia für sich selbst nutzen. Entweder in Form bestehender Medienformen, z.B. durch einen Videofilm oder in Form einer eigenständigen Neugestaltung, beispielsweise „ Plakatkunst in e-mail-Kommunikation“ (Petzold 2000, S. 36). Bei dieser Neugestaltung wird eine besonders hohe Stufe der Medienkompetenz erreicht. (Vgl. Petzold 2000, S. 36)

Auf die bedeutende Rolle der Förderung von Medienkompetenz wurde in NRW von seiten der „primären und sekundären Bildungspolitik“ (Petzold 2000, S. 37) z.B. mit „dem Projekt ,Schulen ans Netz’“ (Petzold 2000, S. 37) reagiert. Allerdings ist die Medienerziehung nicht Aufgabe der Schule allein, sondern sollte auch durch die Eltern unterstützt werden. (Vgl. Petzold 2000, S. 37)

2.3 Handlungs- und Produktionsorientierung

Der „Doppelbegriff der Handlungs- und Produktionsorientierung“ (www.dagmarwilde.de) beinhaltet zum einen den Umgang mit Lernmaterial – z.B. Texte – durch das Nutzen der Sinne und durch praktische Handlungen. So entfaltet sich also beispielsweise eine sehr große Anzahl von Möglichkeiten auf einen Text einzugehen. Dieser kann z.B. sowohl musikalisch, als auch spielend, aber auch illustrativ dargestellt werden. Beim produktionsorientierten Unterricht soll etwas erzeugt werden und dabei kognitive Fähigkeiten zum Tragen kommen. Es wird also das Handeln der Schüler mit dieser Form des Unterrichts gefördert. Das Verfahren der Handlungs- und Produktionsorientierung soll die Gelegenheit für einen eigentätigen und individualisierten Unterricht geben, der zudem auch auf die Differenzen zwischen den einzelnen Kindern eingeht. (Vgl. www.dagmarwilde.de)

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Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Lernsoftware im Deutschunterricht - Milli Metha's Abenteuer im Bauch des Riesen
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Veranstaltung
Lernsoftware im Deutschunterricht
Note
2,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
20
Katalognummer
V30679
ISBN (eBook)
9783638318839
Dateigröße
483 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lernsoftware, Deutschunterricht, Milli, Metha, Abenteuer, Bauch, Riesen, Lernsoftware, Deutschunterricht
Arbeit zitieren
Kathrin Brandt (Autor:in), 2004, Lernsoftware im Deutschunterricht - Milli Metha's Abenteuer im Bauch des Riesen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30679

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