Die Bedeutung Sozialer Netzwerke für das Personalmanagement

Eine Studie


Hausarbeit, 2015
21 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

II. Abbildungsverzeichnis

III. Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2. Grundlagen
2.1 Definition Soziale Medien
2.1.1 Formen sozialer Medien
2.1.2 Arten von sozialen Netzwerken
2.1.2.1 Private soziale Netzwerke
2.1.2.2 Berufliche Netzwerke
2.2 Personalbeschaffung
2.2.1 Klassische Personalbeschaffung
2.2.2 Elektronische Personalbeschaffung

3. Vorteile und Nachteile von sozialen Netzwerken für Unternehmen

4. Zusammenfassung und Ausblick

V. Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Social Media Landkarte von Bernet

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

Durch die Weiterentwicklung des Internets hat sich das Verhalten der Konsumenten gravierend verändert.

Auf Web 2:0 basierten Plattformen können sich User austauschen, was die klassische Kommunikation zwischen Menschen nicht nur auf privater, sondern auch auf beruflicher Ebene stark verändert hat.

Mehr als drei Viertel der Internetnutzer sind in mindestens einem sozialen Netzwerk angemeldet, wobei 89 Prozent der Generation der unter 3o Jährigen Internetuser sogar täglich in ihren Lieblingsnetzwerken aktiv sind, Tendenz steigend.1 Doch nicht nur Internetuser unter 30 nutzen aktiv soziale Netzwerke, sondern mittlerweile auch die Generation 50 plus mit knapp 50 Prozent.2 Zwar ist die Nutzung sozialer Netzwerke in erster Linie auf die Vernetzung mit Freunden ausgerichtet und wird somit eher privat genutzt, jedoch lässt sich eine Tendenz erkennen, dass sich auch soziale Netzwerke, die sich rein auf einen beruflichen Schwerpunkt beziehen, an Wichtigkeit zunehmen.3 Auch geben 39 Prozent der User an, eher hoch die Werbeform Empfehlungen von Freunden zu beachten und 11 Prozent sogar als sehr hoch. Anzeigen am Rand der Webseiten erzeugen immerhin bei etwas mehr als einem Viertel der Nutzer hohe Aufmerksamkeit.4

Diesen Trend haben auch Unternehmen für sich als Möglichkeit erkannt im Bereich des Marketing, aber auch im Bereich des Personalmanagements Rezipienten sowohl schnell, als auch interaktiv zu erreichen und dadurch neue Märkte zu erschließen.5

Die Präsentation als attraktiver Arbeitgeber ist aber nicht nur für den externen Arbeitsmarkt und die Gewinnung neuer Arbeitnehmer von Vorteil. Sowohl aktuelle, wie auch ehemalige Mitarbeiter können als Multiplikatoren genutzt werden um das Unternehmen anderen Personen gegenüber als positiv darzustellen.6

Die Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen sind deshalb: Was sind soziale Netzwerke? Warum sind sie für Unternehmen im Bereich des Personalmanagements von Bedeutung und welche Chancen und Risiken ergeben sich für Unternehmen?

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Diese Arbeit soll deshalb zum Ziel haben, ein Grundwissen zu den relevanten Begrifflichkeiten zu vermitteln um darauf aufbauend die Bedeutung von sozialen Netzwerken für das Personalmanagement herauszuarbeiten. Des Weiteren werden mögliche Nachteile für Unternehmen beleuchtet.

Im Grundlagenteil werden dafür zunächst die wichtigsten Begrifflichkeiten definiert und abgegrenzt um eine einheitliche Verständnisgrundlage zu schaffen (Kapitel 2). Danach erfolgt eine Übersicht über Formen der klassischen Personalbeschaffung um dann eine Abgrenzung zur elektronischen Personalbeschaffung darstellen zu können.

Darauf aufbauend werden im dritten Kapitel Vor- und Nachteile der sozialen Netzwerke aus Sicht von Unternehmen dargestellt.

Das letzte Kapitel widmet sich einer Zusammenfassung und einem Ausblick.

2 Grundlagen

Eine nachvollziehbare und verständliche Betrachtung des Themas Soziale Netzwerke im Personalmanagement erfordert zunächst die Klärung und Betrachtung der zentralen begrifflichen Grundlagen. Hierbei scheint vor allem die Auseinandersetzung mit den Begriffen soziale Medien, soziale Netzwerke und Personalbeschaffung als unerlässlich.

2.1 Definition Soziale Medien

Sjurts beschreibt soziale Medien als einen „Sammelbegriff für Internetbasierte mediale Angebote, die auf sozialer Interaktion und den technischen Möglichkeiten des Web 2.0 basieren.“7

Etwas detaillierter und daher für diese Arbeit gültig, beschreibt Florian Rehm soziale Medien, auch Social Media genannt, als „die Vielfalt digitaler Medien und Technologien, die es Anwendern ermöglichen sich gegenseitig auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in einer Gemeinschaft zu gestalten.“8 Da dies nur unter der Anwendung von Web 2.0 9 Plattformen möglich ist, schreibt er Social Media als eine „eingebürgerte Form des web 2.0“ .10

2.1.1 Formen Sozialer Medien

Die folgende Grafik von Bernet liefert einen Ansatz zum besseren Verständnis, welche Technologien, die sich im Social Media Bereich entwickelt haben, darstellt. Informationen werden durch das Empfangen und Senden von Informationen, Nachrichten, Meinungen und Daten kommuniziert. Den Mittelpunkt bilden das Senden und Empfangen von Informationen und verknüpft alle Trends miteinander.

Diese mögliche Interaktion zwischen den Anwendern, nicht nur zu konsumieren, sondern auch eigene Inhalte zur Verfügung zu stellen, wird auch als User Generated Content bezeichnet.11

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Social Media Landkarte von Bernet

Eigene Darstellung in Anlehnung an Bernet, 2010, S.5

Die Kommunikation erfolgt in Echtzeit, so dass zeitnah Rückmeldungen gegeben werden können, wie beispielsweise Empfehlungen.12 Aufgrund dessen, dass sich die User in einem virtuellen Raum befinden, werden sämtliche geographische Barrieren aufgehoben, was zu einer steigenden Anzahl der Nutzer im Netz führt.

Wie anhand der Grafik zu erkennen ist, sind Soziale Medien heterogen, dynamisch und sehr vielfältig.13 Dennoch lassen sich fünf verschiedene Grundarten von Social Media feststellen und unterscheiden:

- Blogs
- Videoportale
- Foren
- Wikis
- Soziale Netzwerke

Der Begriff Blog ist eine Kurzversion des Wortes Weblog.14 Ein Blog umfasst regelmäßig erscheinende Texte, welche allen Internetusern oder einem bestimmten Leserkreis online zur Verfügung gestellt werden. Anfänglich waren die ersten Blogs öffentliche Tagebücher, teilweise einzelnen Themenbereichen gewidmet.15 Durch den Charakter eines Tagebuches enthält der Bog eine stark subjektiv gefärbte Sichtweise des Autors. Der Autor kann eine einzelne Person, oder aber eine Gruppe sein, aber auch ein Unternehmen sein.16

Unter Videoportalen sind Webseiten zu verstehen, die es dem Nutzer ermöglichen, eigene Videos hochzuladen und auch die der anderen User zu betrachten. Das Hochladen von Videos ist binnen weniger Minuten möglich und kostenfrei.17

Bei einem Forum handelt es sich um eine technisch basierter, thematisch orientierter Raum, auf der ein Informations- und Meinungsaustausch auf Basis des World Wide Web, zu bestimmten Themen stattfindet. 18

Eine weitere Form sozialer Medien stellen die Wikis dar. Es handelt sich hierbei um eine Wissensplattform, die Informationssammlungen zu bestimmten Themen enthält. Die Besonderheit liegt in dem offenen Autorensystem. Jeder Nutzer ist in der Lage die Inhalte zu verändern, was zu einer dynamischen Komponente der Informationsinhalte führt.19 Jedoch ist, anders als bei Foren, ein reaktives Verhalten in Wikis nicht vorgesehen. Ein Artikel soll durch Ergänzung sowie Veränderungen erzeugt werden und nicht auf eine Fragestellung zu reagieren.20

In Anbetracht des Themas der vorliegenden Arbeit sollen die Sozialen Netzwerke tiefgreifender betrachtet werden.

Unter Sozialen Netzwerken, auch Communities genannt, versteht man Webanwendungen, die es erlauben, persönliche Profile ähnlich eines verkürzten Lebenslaufes anzulegen und diese miteinander zu verknüpfen um Beziehungen zwischen Personen abzubilden.21 Häufig werden auch Applikationen dritter integriert.22

Dementsprechend sind unter Sozialen Netzwerken Webseiten zu verstehen, welche Personen mit vergleichbaren Interessen, Sichtweisen oder Gemeinsamkeiten online verbinden.

Der primäre Gedanke der sozialen Netzwerke ist es , Informationen, Ansichten der eigenen Person an Freunde, Bekannte, Kollegen, aber auch an evtl. zukünftige Freunde weiterzugeben.23

Soziale Netzwerke sind durch unterschiedliche Bindungsstärken geprägt. Die Bindungsstärke beschreibt das Konstrukt aus sozialer Nähe, Freiwilligkeit und Kontakthäufigkeit. Eine Bindungsstärke, welche stark ist (strong ties24 ), bieten nach Wellmann eine „höhere soziale Unterstützung in Form von emotionaler Unterstützung, Waren, Dienstleistungen, sowie Geselligkeit und Zusammengehörigkeitsgefühl“.25

Sogenannte schwache Verbindungen (weak ties 26 hingegen verbinden) unterschiedliche Gesellschaftsbereiche. Über eine vergleichbare Betroffenheit werden Neigungen bekundet, eine Bereitschaft zur Kommunikation und daraus resultierend eine interessen- und präferenzgesteuerte Beziehung aufgebaut27 Der Effekt einer Bildung von Netzwerken mit Hilfe von weak ties von unterschiedlicher sozialen und räumlich verteilten Gruppen wird bei der Bildung von Communities stark genutzt28, wo der primäre Fokus auf dem Informationsaustausch liegt und nicht auf der sozialen Unterstützung.29 Durch die Brückenfunktion der schwachen Knoten können innerhalb des Netzwerkes oder zu anderen Netzwerken Verbindungen hergestellt werden, die auch außerhalb des eigenen sozialen Kreises den Zugang zu Informationen oder Ressourcen herstellen.30

2.1.2 Arten von Sozialen Netzwerken

Es existiert derzeit eine Vielzahl unterschiedlicher Sozialer Netzwerke. Jedes dieser Netzwerke besitzt für sich einen definierten Zweck und ist an eine bestimmte Zielgruppe gerichtet.

Um einen genaueren Überblick zu gewinnen, sollen in folgendem Abschnitt die verschiedenen Arten von Sozialen Netzwerken näher erläutert werden. Grundsätzlich lassen sich soziale Netzwerke nach ihrer primären Nutzung unterscheiden. Diese Nutzung erfolgt entweder privat oder beruflich. Im Gegensatz zu den beruflichen Netzwerken, auch Business31 Netzwerke genannt, geht es in den privaten Netzwerken um Verknüpfungen im privaten Bereich und um gemeinsame spezielle Interessen. 32

Die Interessen, welche User beruflicher Netzwerke verbinden sind stets mit dem Beruf verbunden und verfolgen das Ziel geschäftliche Verbindungen in Form eines beruflichen Austausches und die kooperative Vernetzung zu unterstützen.33

2.1.2.1 Private soziale Netzwerke

Das bekannteste und älteste private soziale Netzwerk ist Facebook, welches bereits im Jahr 2004 gegründet wurde und von 56 Prozent der Internetuser in Deutschland genutzt wird.34

Auf der Plattform Facebook vernetzen sich die Nutzer mit Familien, Freunden, Bekannten, Kommilitonen, Organisationen und Kollegen. Über eine zentrale Plattform können Photos, Filme, Internetlinks oder Texte an viele Empfänger

[...]


1 Vgl. Bitcom (2013a)

2 Vgl. Bitcom (2013b)

3 vgl. Bitcom (2013c)

4 vgl. Bitcom (2013d)

5 vgl. Walsh / Hass/Kilian (2011), S.81

6 vgl. Rosenberger (2014), S.297

7 vgl. Sjurts (2011), S. 565

8 vgl. Rehm (2014), S.11

9 zur weiteren Erläuterung des Begriffes web 2.0 sei verwiesen auf vgl. Walsh / Hass / Kilian (2011), S.5

10 vgl. Rehm(2014) S.11

11 vgl.Dannhäuser (2015), S.V

12 vgl. Brennan (2010), S.9

14 Weblog ist eine Zusammensetzung aus den Wörtern web und log, zu Deutsch: Logbuch des Netzes.

15 Vgl. Ceyp / Scupin (2013), S.28

16 Vgl. Pinot/Fischer (2006), S. 14

17 vgl.Ceyp/Scupin (2013), S.30

18 vgl. Hähnel (2010), S.9

19 vgl. Bärmann (2012),S.164

20 vgl. Ceyp/Scupin (2013), S.43

21 vgl. Rehm (2014), S.27

22 vgl. Sjurts (2011), S.565

23 vgl. Walsh / Hass / Kilian (2011), S.83

24 auf Deutsch: starke Knoten

25 vgl. Wellmann (2000), S.134

26 auf Deutsch: schwache Knoten

27 vgl. Dollhausen/Wehner (2000), S. 74

28 vgl. Walsh/Hass/Kilian (2011), S.83

29 vgl. Schikora (2014)

30 vgl. Back/Gronau/Tochtermann (2008), S.257

31 auf Deutsch: Geschäftlich

32 vgl. Heidemann (2012), S. 3871

33 vgl. Walsh / Hass / Kilian (2011), S.83

34 vgl.Bitcom (2013e)

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Die Bedeutung Sozialer Netzwerke für das Personalmanagement
Untertitel
Eine Studie
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Veranstaltung
Personalmanagement
Note
1,3
Autor
Jahr
2015
Seiten
21
Katalognummer
V306847
ISBN (eBook)
9783668048478
ISBN (Buch)
9783668048485
Dateigröße
1440 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
soziale netzwerke, social media, Personalmanagement, Begriffe, Vokabular, Bedeutung, NachteilePersonalbeschaffung, Vorteile, Unternehmen, Ausblick
Arbeit zitieren
Claudia Anna Hellwig (Autor), 2015, Die Bedeutung Sozialer Netzwerke für das Personalmanagement, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306847

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