Der Umfang der Aufklärungspflicht bei der Anwendung medizinischer Außenseitermethoden


Seminararbeit, 2013

59 Seiten, Note: 13


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

I. Einleitung und Gang der Darstellung

II. Begriff der Außenseitermethode
1. Abgrenzung zum Experiment und zum Heilversuch
2. Abgrenzung zur Schulmedizin
3. Ergebnis und einzelne Außenseiterverfahren
a) Diagnostische Verfahren
b) Therapeutische Verfahren

III. Begründung und Bedeutung der Aufklärung
1. Verfassungsrechtliche Begründung
2. Strafrechtliche Bedeutung
a) Körperverletzungsdelikte gem. §§ 223 ff. StGB
b) Betrug gem. § 263 I StGB
3. Zivilrechtliche Bedeutung
a) Vertragliche Aufklärungspflicht
b) Deliktische Haftung

IV. Ärztliche Aufklärungspflichten
1. Selbstbestimmungsaufklärung
a) Diagnoseaufklärung
b) Verlaufsaufklärung
c) Risikoaufklärung
aa) Anforderungen in der Standardbehandlung
bb) Risiken der Außenseitermethode
cc) Unbekannte Risiken der Außenseitermethode
dd) Misserfolgsrisiko
d) Ausdrücklicher Hinweis auf die Außenseitermethode
e) Erweiterung der Grundaufklärung
f) Aufklärung über Behandlungsalternativen
aa) Grundsätze bei der Standardmaßnahme
bb) Anforderungen bei der Außenseitermethode
g) Aufklärung über Behandlungsfehler
2. Wirtschaftliche Aufklärung
3. Sicherungsaufklärung
4. Einschränkung und Entbehrlichkeit der Aufklärung
a) Aufklärungsverzicht
b) Rechtfertigung durch mutmaßliche Einwilligung
5. Durchführung der Aufklärung
a) Aufklärungspflichtiger
b) Aufklärungsadressat
aa) Minderjährige
bb) Einwilligungsunfähige Erwachsene
c) Aufklärungszeitpunkt
d) Form der Aufklärung

V. Aufklärungspflichten eines Heilpraktikers

VI. Strafrechtliche Irrtumsproblematik
1. Selbstbestimmungsaufklärung
a) Erlaubnistatbestandsirrtum
b) Verbotsirrtum
2. Sicherheitsaufklärung

VII. Keine Haftung trotz Aufklärungsmangel

1. Kausalität und hypothetische Einwilligung

2. Schutzzweckzusammenhang

3. Auslegung des Aufklärungsmangels

VIII. Ergebnis
1. Zusammenfassung
2. Würdigung

LITERATURVERZEICHNIS

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Zitiert: Tag, der Körperverletzungstatbestand, S.

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Zitiert: Taupitz in: NJW 1992, S.

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Zitiert: Tröndle in: MDR 1983, S.

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Zitiert: Ulsenheimer, Arztstrafrecht, Rn.

Ders.: Verletzung der ärztlichen Aufklärungspflicht in: NStZ 1996, S. 132- 133.

Zitiert: Ulsenheimer in: NStZ 1996, S.

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Zitiert: Vogeler in: MedR 2008, S.

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Wessels, Johannes / Beulke, Werner: Strafrecht Allgemeiner Teil - Die Straftat und ihr Aufbau (41. Auflage C. F. Müller Verlag, Hei- delberg 2011).

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Wiesner, Sandra: Die hypothetische Einwilligung im Medizinstrafrecht. Albers, Marion / Appel, Ivo / Gassner, Ulrich / Rosenau, Hen- ning (Hrsg.) (1. Auflage Nomos Verlag, Baden-Baden 2010).

Wietfeld, Dominik: Selbstbestimmung und Selbstverantwortung - Die gesetzliche Regelung der Patientenverfügung (1. Auflage No- mos Verlag, Baden-Baden 2012).

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Zitiert: Zuck, NJW 1991, S.

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

I. Einleitung und Gang der Darstellung

Das Angebot komplementärer Therapieverfahren abseits der Schulmedi- zin ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Knapp 10% der praktizie- renden Ärzte in Deutschland führen inzwischen eine einschlägige Zu- satzbezeichnung aus dem Umfeld der alternativen Methoden und der Naturheilverfahren.1 Das aus der Menschenwürde (Art. 1 I GG) und dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht (Art. 2 I GG i. V. m. Art. 1 I GG) abge- leitete Selbstbestimmungsrecht des Patienten sowie sein Recht auf kör- perliche Unversehrtheit gewinnt in diesem Rahmen eine immer größere Bedeutung. Jeder Mensch muss das Recht besitzen, über einen Eingriff selbst zu entscheiden, und ihn auch ablehnen zu können, selbst wenn ein solcher Entschluss medizinisch unvernünftig ist.2 Daher hat der Patient ein Recht auf Information und Beratung durch den behandelnden Arzt3, der ihm die Tragweite seiner Entscheidung verdeutlichen soll. Obwohl einige kritische Literaturstimmen eine Aufklärung bereits deswegen als überflüssig erachten, da ein Arzt aufgrund seiner Erfahrung besser als dieser wisse, was gut für ihn sei4, geht die höchstrichterliche Rechtspre- chung schon seit den dreißiger Jahren5 davon aus, dass der Patient vor einer Bevormundung durch den Arzt geschützt werden müsse.6

Was genau muss nun aber eine solche Aufklärung des Patienten beinhal- ten? Da eine Anwendung von sog. Außenseitermethoden noch unbekann- te Risiken birgt und vielfach keine abschließende Beurteilung der (Ope- rations-)Techniken möglich ist7, liegt es auf der Hand, dass hier besonde- re Maßstäbe angesetzt werden müssen. Diesen Umfang der Aufklärungs- pflichten bei der Anwendung medizinischer Außenseitermethoden zu bestimmen und die zivil- und strafrechtlich unterschiedlichen Rechtsfol- gen eines Aufklärungsmangels, insbesondere in Bezug auf den notwen- digen Umfang zu erläutern, soll Ziel der vorliegenden Arbeit sein.

Zunächst bedarf es der Klärung, was genau unter einer medizinischen Außenseitermethode zu verstehen ist. Daraufhin muss auf die rechtliche Begründung und Bedeutung der Aufklärungspflicht eingegangen werden, um danach den genauen Umfang zu klären. Hierbei soll ausgehend von den Grundsätzen bei der Standardbehandlung auf die Besonderheiten bei der Anwendung von Außenseitermethoden eingegangen werden. Nach einem Blick auf die Aufklärungspflichten des Heilpraktikers soll noch die strafrechtliche Irrtumsproblematik, die im Rahmen von Aufklärungspflichten eine wichtige Rolle spielt, beleuchtet und die Rechtsfolgen einer fehlerhaften Aufklärung aufgezeigt werden.

II. Begriff der Außenseitermethode

Eine Legaldefiniton des Begriffs der Außenseitermethode existiert nicht. Auch in der Rechtsprechung wird entweder gar nicht auf die Begrifflich- keit eingegangen8 oder uneinheitlich von einer „nicht allgemein aner- kannten Heilmethode“9, „nicht dem medizinischen Standard entspre- chende“ Behandlung oder „Therapien bei denen mit unbekannten Risiken und Nebenwirkungen zu rechnen ist“10 gesprochen. Es soll sich also um eine Heilbehandlung handeln, die keiner Standardmethode entspricht. Im Rahmen dieser Arbeit wird jedoch zunächst versucht, sich einer genaue- ren Begrifflichkeit anzunähern.

1. Abgrenzung zum Experiments und zum Heilversuch

Zunächst bedarf es einer Abgrenzung des Experiments zur Heilbehand- lung. Nach Bockelmann 11 muss nach der therapeutischen Zielsetzung im konkreten Einzelfall abgegrenzt werden. Sollte lediglich die Gewinnung neuer medizinischer Erkenntnisse im Vordergrund stehen und die Resul- tate erst später zur Entwicklung therapeutischer Behandlungsmethoden verwertet werden, kann daher nur von einem Experiment und keiner Heilbehandlung gesprochen werden. Zudem muss es sich grundsätzlich um eine bereits am Menschen erprobte Heilmaßnahme handeln.12 Einige Literaturstimmen unterscheiden indes noch weiter und erkennen zusätz- lich noch den Heilversuch als drittes Abgrenzungskriterium an.13 Dem- nach kennzeichnet sich der Heilversuch daran, dass bei einer noch in der Erprobung befindlichen Methode, im Gegensatz zum Experiment, die therapeutische Zielsetzung im Vordergrund stehen muss und nicht ledig- lich eine untergeordnete Rolle spielen darf. Eine Heilbehandlung hinge- gen kann nur angenommen werden, wenn es sich um eine Behandlung mit bereits erprobten Verfahren handelt, für die sich gewisse Regeln in der Anwendung herauskristallisiert haben und die Heilung des Patienten im Vordergrund steht oder die einzige Intention darstellt.14 Auf dieses dritte Kriterium kann deswegen nicht verzichtet werden, da es für eine Heilbehandlung ebenso wie bei einer Standardmethode bereits explizite Anwendungsregeln gibt. Es handelt sich hierbei nicht um eine neue auf dem Markt befindliche Methode, bei denen aufgrund ihrer Unerfahren- heit unbekannte Risiken auftreten können, sondern Außenseitermethoden folgen teilweise einer langjährigen Praxis.

2. Abgrenzung zur Schulmedizin

Auch die Abgrenzung zur Schulmedizin kann nicht leicht gezogen wer- den, da dieser Begriff ebenso wenig legal definiert ist.15 Teilweise wird wortlautgemäß auf diejenigen Methoden abgestellt, die an Universitäten und Hochschulen gelehrt werden, die von namhaften Universitätslehrern und Ärzten vertreten werden und nicht ernsthaft bestritten werden16. Dem ist jedoch entgegenzuhalten, dass auch bereits alternative Heilmethoden, wie die Homöopathie, in das Lehrprogramm einiger Hochschulen inte- griert wurden.17 Wimmer 18 beschreibt diesen Zustand daher treffend mit den Worten, dass das „was heute noch Schulmedizin ist, morgen schon Außenseitermethode sein kann und umgekehrt.“ Zur Abgrenzung bedarf es folglich noch des zusätzlichen Merkmals des Wirksamkeitsnachwei- ses. Klinger 19 setzt hier an den Wissenschaftskriterien des Kausalitäts- prinzips, der Reproduzierbarkeit, der Nachprüfbarkeit, der Voraussehbarkeit und der Persönlichkeitsunabhängigkeit der medizinischen Ergebnisse an. Demzufolge gilt: Solange die Wirksamkeit der Außenseitermethode nicht nachweisbar ist und durch die Unvorhersehbarkeit unbekannte Risiken nicht ausgeschlossen werden können, gelten sie als wissenschaftlich nicht allgemein anerkannt.20

3. Ergebnis und einzelne Außenseiterverfahren

Es lässt sich festhalten, dass unter einer Außenseitermethode eine medi- zinische Anwendung zu verstehen ist, die bereits erprobt wurde und sich daraus Regeln für ihre Anwendbarkeit ergeben haben. In Abgrenzung zur Schulmedizin die Wirksamkeit jedoch (noch) nicht nachweisbar ist und unbekannte Risiken deswegen derzeit noch nicht ausgeschlossen werden können. Um eine bessere Vorstellung zu gewinnen, soll im Folgenden noch kurz auf die bekanntesten und am meisten angewandten Außensei- termethoden eingegangen werden. Zu unterscheiden sind dabei die diag- nostischen von den therapeutischen Verfahren.

a) Diagnostische Verfahren

Unter die Diagnosemethoden zählen u.a. die Irisdiagnostik, die Elektroa- kupunktur und die Angewandte Kinesiologie. Ihnen allen ist gemein, dass eine Erkrankung durch die Behandlung/Untersuchung eines ganz anderen Körperteils festgestellt werden soll. Unabhängig von der Gefähr- lichkeit der jeweiligen Methode an sich, besteht eine große Gefahr darin, dass falsch-positive und falsch-negative Diagnosen gestellt werden, völ- lig gesunde Körperpartien mit unnötigen Medikamenten behandelt wer- den oder der Patient auf notwendige und wirksame Behandlungen ver- zichtet.21

b) Therapeutische Verfahren

Zu den therapeutischen Verfahren sind die Akupunktur, die Homöopa- thie, die Phytotherapie22 oder die Chiropraktik zu zählen. Ist die Homöo- pathie noch vergleichsweise ungefährlich23, kann es bei der Anwendung der Chiropraktik24 zu erheblichen irreversiblen Schäden der (Hals-) Wir- belsäule kommen. Bei der Anwendung der Ozontherapie, die zur Be- handlung von Durchblutungsstörungen und Asthma mithilfe von Ozon- Sauerstoffgemischen angewendet wird, sind sogar Fälle mit tödlichem Ausgang bekannt.25

IV. Begründung und Bedeutung der Aufklärung

Bevor auf den Umfang der Aufklärung eingegangen werden kann, bedarf es zunächst der Erläuterung der rechtlichen Relevanz der Aufklärungs- pflicht.

1. Verfassungsrechtliche Begründung

Die normative Wurzel der Aufklärungspflicht findet seinen Ursprung in der Verfassung. Um das aus der Menschenwürde (Art. 1 I GG) und dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht (Art. 2 I GG i.V.m. Art. 1 I GG) abge- leitete Selbstbestimmungsrecht des Patienten sowie sein Recht auf kör- perliche Unversehrtheit zu wahren, hat der BGH jüngst in seiner Grund- satzentscheidung26 zum Umfang der Aufklärungspflicht auf die Wichtig- keit der Aufklärung hingewiesen. Das Selbstbestimmungsrecht eines Patienten genießt vollen Grundrechtschutz. Um es umfassend auszuüben und für den Umgang mit seinem Körper eine eigenverantwortliche Ent- scheidung treffen zu können, benötigt der Patient diejenigen Informatio- nen, die ihm die Tragweite seiner Entscheidung erkennbar machen.

2. Strafrechtliche Bedeutung

Das Strafrecht zielt auf Vergeltung und eine Strafandrohung hat zugleich präventiven Effekt.27 Im Rahmen von Aufklärungspflichten spielen hier- bei die im Folgenden genannten Deliktstypen eine wichtige Rolle.

a) Körperverletzungsdelikte gem. §§ 223 ff. StGB

Nach gefestigter, höchstrichterlicher Rechtsprechung28 erfüllt der ärztli- che Heileingriff29 bei einem lebenden Menschen den Tatbestand der Körperverletzung i.S.d. §§ 223 ff. StGB. Dabei ist es völlig unerheblich, ob die angewendete Maßnahme medizinisch indiziert, lege artis ausge- führt ist, erfolgreich oder erfolglos verläuft.30 Trotz massiver Kritik in der Literatur31 wird diese Ansicht seit der Reichsgerichtsrechtspre- chung32 unverändert fortgeführt, da man nur so dem Selbstbestimmungs- recht des Patienten gerecht wird. Denn nach ganz herrschender Auffas- sung ist es dem Arzt selbst überlassen, welche Art von Behandlung er anwendet33, solange sie nicht objektiv erkennbar erfolglos ist34. Dies gilt sogar für „ausgesprochen paraärztliche Behandlungsformen“35. Um die- sen Grundsatz der Therapiefreiheit des Arztes und das Selbstbestim- mungsrecht des Patienten in Einklang zu bringen, bedarf es daher der Einordnung des ärztlichen Heileingriffs als tatbestandliche Körperverlet- zung. Der Eingriff kann jedoch durch eine Einwilligung des Patienten gerechtfertigt36 sein, solange sie im Rahmen des § 228 StGB nicht gegen die guten Sitten verstößt.37 Folglich muss die Aufklärung so weitreichend und umfangreich sein, dass der Patient die Tragweite seiner Einverständ- niserklärung überblickt38 (informed consent) und er keinem rechtsguts- bezogenen Irrtum unterliegt.39 Eine fehlerhafte Aufklärung zieht eine unwirksame Einwilligung mit sich, was wiederum zu einer ungerechtfer- tigten vorsätzlichen oder fahrlässigen Körperverletzung führt. Dasselbe gilt für eine unzulässige „Teilaufklärung“40. Durch die fehlerhafte Auf- klärung läuft der Behandelnde folglich Gefahr, sich wegen eines Deliktes gegen die körperliche Unversehrtheit strafbar zu machen.

b) Betrug gem. § 263 I StGB

Der Betrug setzt eine auf einem Irrtum beruhende Vermögensverfügung auf Seiten des Opfers voraus, welche zu einem Vermögensschaden führt. Dabei muss der Irrtum durch eine Täuschung über Tatsachen durch den Täter erregt worden sein.41 Glaubt z.B. ein Patient nach der medizini- schen Aufklärung daran, dass die empfohlene Heilbehandlung ihn von jeglichem Leiden erlöst und er keinen oder geringeren Risiken ausgesetzt ist als es tatsächlich der Fall ist, unterliegt er folglich einem Irrtum. Er- hält der Behandelnde ein Honorar dafür, wird man den Tatbestand des § 263 StGB bejahen können.42 Zwar wird dem Arzt ein Vorsatz gem. § 15 StGB und die Bereicherungsabsicht schwer nachweisbar sein und auf Seiten des Patienten müsste es sich um einen Fall unbewusster Selbst- schädigung43, bzw. der Zweckverfehlung44 handeln, jedoch ist eine Be- trugsstrafbarkeit nicht gänzlich ausgeschlossen.

3. Zivilrechtliche Bedeutung

Im zivilrechtlichen Bereich ist die Aufklärungspflicht ebenso von ge- wichtiger Bedeutung. Im Gegensatz zum strafrechtlichen Gesetzeszweck ist dieser jedoch nicht auf Vergeltung gerichtet, sondern darauf, einen Ausgleich erlittener Schäden in Geld und eine gewisse Genugtuung45 des Opfers durch die Verpflichtung des Arztes zur Leistung von Schmer- zensgeld zu erreichen.46 Die Abwehr weiterer Rechtsgutverletzungen ist nicht Hauptzweck, sondern allenfalls erwünschte Begleiterscheinung.47

a) Vertragliche Aufklärungspflicht

Ob die Aufklärungspflicht eine Haupt- oder Nebenpflicht aus dem Be- handlungsvertrag darstellt, ist grundsätzlich im Rahmen der Auslegung zu ermitteln.48 Bei der Anwendung von Außenseitermethoden ergibt sich jedoch die Besonderheit, dass der Patient sich gerade für eine Anwen- dung entscheidet, bei der sich unabsehbare Risiken und Folgen ergeben können. Folglich hat der Patient umso mehr das Bedürfnis eine genaue Aufklärung49 durch den Arzt zu erhalten und man wird zu dem Ergebnis gelangen müssen, dass im Vertragsverhältnis Behandelnder - Patient diese auch eine Hauptpflicht des Behandlungsvertrages darstellen soll.50 Eine Verletzung dieser Pflicht führt zu einem Schadenersatzanspruch gem. §§ 280 I51, 61152 BGB.

b) Deliktische Haftung

So wie der ärztliche Eingriff den Tatbestand der Körperverletzung gem. §§ 223 ff. StGB erfüllt, so liegt darin auch eine Körper- und Gesund- heitsverletzung i.S.d. § 823 I BGB.53 Das allgemeine Persönlichkeits- recht gem. Art. 2 I GG i. V. m. Art. 1 I GG fällt ebenfalls unter die in § 823 I geschützten Rechtsgüter. Wie bereits erläutert, wird ein Eingriff jedoch durch eine fehlerfreie Aufklärung erreichte Einwilligung gerecht- fertigt. Dasselbe gilt für § 823 II BGB i. V. m. §§ 223 ff. StGB. Der Be- handelnde unterliegt daher auch einer deliktischen Haftung.54

V. Ärztliche Aufklärungspflichten

Inhalt und Umfang der Aufklärungspflicht sind gesetzlich nicht geregelt, sondern beruhen auf der Rechtsprechung. Der BGH erklärt dazu pauschal in einer Vielzahl seiner Entscheidungen:

„ Der konkrete Umfang der Aufkl ä rungspflicht bestimmt sich in Ab h ä ngigkeit von der jeweiligen Behandlungsma ß nahme und unter Be rücksichtigung der Dringlichkeit der Ma ß nahme. “ 55

Daraus folgt zunächst, dass für jede Behandlungsmethode ein individuel- ler Maßstab an den Umfang der Aufklärung angelegt werden muss und daher nur schwer eine allgemeingültige Aussage getroffen werden kann. Zudem liegt es auf der Hand, dass die Aufklärungspflichten bei einem Außenseiter, je nach Größe der Gefahr unvorhergesehener Risiken, deut- lich erhöht sein müssen und die Informationspflichten umso weiter rei- chen müssen, je angefochtener oder umstrittener die gewählte Methode ist56, denn der Patient muss ja im Ergebnis die Tragweite seiner Ent- scheidung fassen können.

Diese Einzelfallproblematik kann hier nicht gelöst werden, jedoch soll versucht werden, die Mindestanforderungen an den Umfang der Aufklä- rungspflichten bei der Anwendung einer medizinischen Außenseiterme- thode zu erfassen und entsprechende Leitlinien herauszuarbeiten.

1. Selbstbestimmungsaufklärung

Der Kern der Aufklärung liegt in der Selbstbestimmungsaufklärung und bezieht sich auf den Rechtsgrund der Aufklärung, folglich auf die Er- möglichung selbstbestimmter Entscheidungen des Patienten.57 Das Selbstbestimmungsrecht gewinnt dabei immer mehr an Bedeutung, je weiter eine Behandlung den Bereich des Standards verlässt.58 Der Inhalt der Selbstbestimmungsaufklärung wurde im Sondervotum zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts BVerfGE 52, 131, 171, 176 wie folgt beschrieben:

Damit eine freie Entscheidung des einwilligungsf ä higen Patienten m ö glich sei, ist typerweise (...) erforderlich, dass der Patient die für seine Entscheidung bedeutsamen Umst ä nde kennt. Bedeutsame Um- st ä nde in diesem Sinne sind zumindest der angenommene medizini- sche Befund (Diagnoseaufklärung) die Art des geplanten Eingriffs und seine voraussichtliche gesundheitliche Tragweite (Verlaufsauf- klärung) , sowie (...) die mit und die ohne diesen Eingriff zu erwar- tenden oder m ö glichen, nicht v ö llig unerheblichen Risiken (...) (Risi- koaufklärung) .

a) Diagnoseaufklärung

Die Diagnoseaufklärung beinhaltet die Information über den medizini- schen Befund.59 Im Rahmen einer diagnostischen Außenseitermethode gehört diese schon zur Erfüllung des Vertrags.60 Bei einer allgemeinen standardmäßigen Behandlung muss sie jedoch nur erfolgen, wenn sie für den Patienten entscheidungserheblich ist.61 In besonderen Fällen, wenn die „mit der Aufklärung verbundene Eröffnung der Natur des Leidens zu einer ernsten und nicht behebbaren Gesundheitsschädigung des Patienten führen könnte“62, kann eine Diagnoseaufklärung sogar kontraindiziert sein und muss gänzlich weggelassen werden.

Diese Grundsätze können auf die Anwendung medizinischer Außensei- termethoden allerdings so nicht übertragen werden. Schon 1932 entschied das Reichsgericht63 bei der Anwendung einer Augen - und Pendeldiagnose, dass der Patient auch bei schwerwiegenden Erkrankungen, wie Krebs, über die Natur seines Leidens informiert werden müsse. Nur dann könne er nämlich sachgemäß entscheiden, ob er sich weiterhin einer alternativen Heilmethode unterziehen möchte oder einen weiteren (schulmedizinischen) Arzt konsultieren möchte. Wenn man also an die ohnehin schon strengen Anforderungen des „therapeutischen Privilegs“ ansetzt, welches nur greift, wenn eine schwere (psychische) Gesundheits- schädigung oder sogar ein Suizid des Patienten zu befürchten ist64, wird man zu dem Ergebnis kommen, dass Außenseiterärzte nie berechtigt sein werden, von einer Diagnoseaufklärung abzusehen. Um das Selbstbe- stimmungsrecht umfassend auszuüben und die für sich richtige Entschei- dung zu treffen, unbekannte Risiken einer Außenseitermethode einzuge- hen oder sich mit einem (evtl. unheilbarem) Krankheitszustand abzufin- den, bedarf es der genauen Information über den medizinischen Be- fund.65 Freilich hat sich aus Fürsorgegesichtspunkten der Arzt über die Art und Weise seiner Wortwahl Gedanken zu machen, so dass der Patient nicht alleine dadurch in psychischer Hinsicht schwer belastet wird66 ; ent- behrlich ist eine Vermittlung aller Informationen jedoch nicht. Die Diag- noseaufklärung spielt folglich im Rahmen der Außenseitermethoden eine weitaus wichtigere Rolle als bei konservativen Behandlungsmöglichkei- ten.

b) Verlaufsaufklärung

Die Verlaufsaufklärung erstreckt sich einerseits auf Art, Umfang und Durchführung des Eingriffs.67 Andererseits soll auch auf den weiteren Verlauf der Krankheit sowie über die Folgen der Erkrankung ohne den behandelnden Eingriff aufgeklärt werden.68 In der Rechtsprechung wird auch immer wieder auf eine Aufklärungspflicht hinsichtlich der Schmerzhaftigkeit69 sowie den regelmäßig eintretenden postoperativen Zustand70 (z.B. Operationsnarben, Verlust des amputierten Gliedes) hin- gewiesen. Diese Informationen müssen dem Patienten einen zutreffenden Eindruck von der Schwere des Eingriffs und von der Art der Belastungen vermitteln, die für seine körperliche Integrität und seine Lebensführung auf ihn zukommen können.71

Diese Grundsätze sind auch auf die Beurteilung der Aufklärung bei Au- ßenseitermethoden übertragbar. Der Patient muss genau erfahren, wie der weitere Verlauf seiner Krankheit, der Behandlung und die Erfolgsaus- sichten einzuschätzen sind. Gerade auch die zu erwartenden Schmerzen und die Heilungschancen bilden für den Patienten wichtige Entschei- dungskriterien für die Wahl einer Außenseitermethode. Nicht umsonst entscheiden sich gerade Patienten mit schulmedizinisch derzeit unheilba- ren Krankheiten verstärkt für alternative Behandlungsmethoden. Das genaue „Für und Wider“72 dieses Eingriffs im Hinblick auf den Verlauf der Krankheit (z.B. stärkere Schmerzen bei Unterlassen einer Behand- lung) ist für die Entscheidung für eine außerschulische Behandlungsme- thode von gravierender Bedeutung. Der Patient muss eine exakte Vorstel- lung über den Verlauf der Krankheit mit und ohne Behandlung erhalten, damit seine Entscheidung über den Eingriff aufgrund falscher Hoffnun- gen nicht verfälscht wird.73

c) Risikoaufklärung

Das schwerwiegende Gewicht der Selbstbestimmungsaufklärung liegt allgemein in der Risikoaufklärung. Diese vermittelt dem Patienten die Informationen über die bei einem fehlerfreien Vorgehen des behandeln- den Arztes bestehenden, möglichen und nicht mit an Sicherheit grenzen- der Wahrscheinlichkeit ausschließbaren Risiken und Folgeschäden.74 Die Möglichkeit erst unter Kenntnis aller möglichen Gefahren einen Ent- schluss über die Behandlung zu fassen, ist für die umfassende Verwirkli- chung des Selbstbestimmungsrechts des Patienten unverzichtbar.75

[...]


1 Tamm, S. 37.

2 BGH, Urt. v. 7.2.1984 - VI ZR 174/82 = NJW 1984, 1397 ff.

3 Francke/Hart, Charta der Patientenrechte, S. 8.

4 Kaiser in: Ratzel/Luxenburger, Handbuch Medizinrecht, §13, Rn. 123; Giebel u.a. in: NJW 2001, 866.

5 RG, Urt. v. 19.5.1931 = JW 1932, 3328.

6 BGH, Urt. v. 22.1.1980 - VI ZR 263/78 = NJW 1980, 1333 f.

7 Ulsenheimer, Arztstrafrecht, Rn. 85.

8 BGH, Urt. v. 23.10.2007 - 1 StR 238/07 = NStZ 2008, 150 ff.

9 OLG Köln, Urt. v. 30.5.2012 - 5 U 44/06; BGH, Urt. v. 29.1.1991 - VI ZR 206/90.

10 BGH, Urt. v. 22.5.2007 - VI ZR 35/06 - „Racz-Katheter-Fall“ = MedR 2008, 87 ff.

11 Bockelmann, Strafrecht des Arztes, S. 119, Fn. 2.

12 Steffen/Pauge, Arzthaftungsrecht, Rn. 177.

13 Sog. dreistufiger Ansatz, vgl. Tamm, S. 22.

14 Tamm, S. 29.

15 Jung in: ZStW 1985, 97. Band, S. 47; Zuck in: NJW 1991, 2934.

16 Siebert, Strafrechtliche Grenzen ärztlicher Therapiefreiheit, S. 37.

17 So z.B. die medizinischen Hochschulen in Bonn und Düsseldorf. An der Universität Duisburg-Essen und der FU Berlin existiert sogar ein Lehrstuhl für Naturheilverfahren.

18 Wimmer in: Außenseitermethoden in der Medizin, S. 277.

19 Klinger, S. 16; So auch: Schneider, S. 47.

20 Klinger, S. 17.

21 Tamm, S. 41 ff.

22 Unter Phytotherapie ist der Einsatz von Heilpflanzen zur Heilung zu verstehen, vgl. Tamm, S. 47.

23 Aufgrund der Verwendung von toxischen Mitteln wie Arsen oder Blei sind aber auch hier Vergiftungen nicht ausgeschlossen, vgl. Oepen, Unkonventionelle medizinische Verfahren, S. 265.

24 Unter dieser Art der Behandlung versteht man die Verschiebung der Wirbelsäule mittels eigener Methoden, um sie mit der bloßen Hand wieder einzurenken, vgl. Cra- mer, S. 61.

25 Tamm, S. 56.

26 BGH, Urt. v. 22.12.2010 -3 StR 239/10 = NStZ 2011, 343 ff. - „Zitronensaftfall“.

27 Janda, Medizinrecht, S. 340.

28 BGH, Urt. v. 28.11.1957 - 4 StR 525/57; BGH, Urt. v. 1.2.1961 - 2 StR 457/60; BGH, Urt. v. 19.11.1997 - 3 StR 271/97; Fischer, StGB, § 223, Rn. 9 m.w.N.

29 Um den es in dieser Arbeit gehen soll, vgl. II.1.

30 Ehlers, S. 41 f.; Wessels/Hettinger, Strafrecht BT 1, Rn. 323; Tamm, S. 112.

31 Die h.M. sieht die zu Heilzwecken vorgenommene Behandlung nicht als Körperver- letzung (Tatbestandausschluss), vgl. Wessels/Hettinger, Strafrecht BT 1, Rn. 325; Grünwald in: Arzt und Recht, S. 137; Joecks in: MüKo, StGB, § 223, Rn. 43; Teilweise wird auch auf den Erfolg der Behandlung abgestellt (Erfolgstheorie), vgl. Bockelmann, Strafrecht des Arztes, S. 67; Eser/Sternberg-Lieben in: S/S, StGB, § 223, Rn. 30.

32 RG, Urt. v. 31.5.1894 - Rep. 1406/94.

33 Ulsenheimer, Arztstrafrecht, S. 28 f.; Kern in: Laufs/Kern, Handbuch des Arztrechts, § 50, Rn. 1; erneut bestätigt durch: BGH, Urt. v. 22.12.2010 -3 StR 239/10 = NStZ 2011, 343 ff. - „Zitronensaftfall“.

34 Ulsenheimer in: Laufs/Kern, Handbuch des Arztrechts, § 139, Rn. 60.

35 BGH, Urt. v. 29.1.1991 - VI ZR 206/90 = NJW 1991, 1536.

36 Auch über die dogmatische Einordnung der Einwilligung herrscht keine Einigkeit. Die Gegenansicht sieht darin ein tatbestandausschließendes Einverständnis, vgl. Jäger, Zurechnung und Rechtfertigung, S. 22.

37 Dies kann bei der Anwendung von Außenseitermethoden der Fall sein, wenn der Arzt eine Therapie fortsetzt, die sich nach Ablauf einer gewissen Frist als ergebnis- und wirkungslos erweist und der Arzt dies erkennt, vgl. Klinger, S. 152.

38 Schwab/Gramer/Krieglstein, S. 59.

39 Roxin, AT, § 13, Rn. 77.

40 Ulsenheimer, Arztstrafrecht, Rn. 59.

41 Schuhr in: Spickhoff, Medizinrecht, § 263, Rn. 2; Kühl in: Lackner/Kühl, § 263, Rn. 1.

42 Klinger, S. 177.

43 Cramer in: S/S, § 263, Rn. 41.

44 Die h.M. lässt auch eine bewusste Selbstschädigung im Rahmen des § 263 StGB zu, verlangt jedoch zur Tatbestandsmäßigkeit eine Verfehlung des sozialen Zwecks für das Opfer bei der Vermögensbeschädigung, vgl. Wessels/Hillenkamp, Strafrecht BT 2, Rn. 525 ff.

45 Zumindest bei vorsätzlich zugefügten Schäden, vgl. BGH, Beschl. v. 6.7.1955 - GSZ 1/55.

46 Rosenberger in: Terbille, Medizinrecht, § 11, Rn. 52.

47 Janda, Medizinrecht, S. 340.

48 Kim, Aufklärungspflicht im Arztrecht, S. 52.

49 Dies gilt zumindest für die Selbstbestimmungsaufklärung.

50 Schwab/Gramer/Krieglstein, S. 8; Uhlenbruck/Laufs in: Laufs, Handbuch des Arztrechts, § 44, Rn. 9; Laufs in: Laufs/Kern, Handbuch des Arztrechts, § 57, Rn. 14.

51 Wobei es für einen Anspruch im Ergebnis keine Rolle mehr spielt, ob die Aufklärung eine Haupt- oder Nebenleistungspflicht darstellt.

52 Die ärztliche Behandlung wird von der h.M. als Dienstvertrag angesehen, vgl. Weidenkaff in: Palandt, § 611, Rn. 18; Müller-Glöge in: MüKo BGB, § 611, Rn. 79.

53 Wever in: Bergmann/Pauge/Steinmeyer, Gesamtes Medizinrecht, § 823, Rn. 1.

54 Vgl. OLG Köln, Urt. v. 30.5.2012 - 5 U 44/06. Die deliktischen und vertraglichen Ansprüche stehen dabei in Anspruchskonkurrenz.

55 BGH, Urt. v. 12.3.1991 - VI ZR 232/90 = NJW 1991, 2346; BGH Urt. v. 22.12.2010 - 3 StR 239/10. Im Folgenden werden sowohl zivil- als auch strafrechtliche Urteile zitiert. Die Grundsätze sind aber auf beide rechtlichen Ebenen übertragbar, da an die Anforderungen der Aufklärungspflichten ein objektiver Maßstab angelegt wird. Beson- derheiten ergeben sich nur im Rahmen der Haftung, dazu sogleich, vgl. Tamm, S.165.

56 Klinger, S. 123; Steffen/Pauge, Arzthaftungsrecht, Rn. 209.

57 Schöch in: Roxin/Schroth, Handbuch des Medizinstrafrechts, S. 57.

58 Schneider, S. 162.

59 Schelling, Die ärztliche Aufklärung, S. 32.

60 Schneider, S. 163.

61 Deutsch/Spickhoff, Medizinrecht, Rn. 267.

62 BGH, Urt. v. 16.1.1959 - VI ZR 179/57.

63 RG, Urt. v. 29.2.1932 - II 57/32.

64 Kern in: Laufs/Kern, Handbuch des Arztrechts, § 48, Rn. 13.

65 Schneider, S. 164.

66 Martis/Winkhart, Arzthaftungsrecht, Rn. A 573.

67 Laufs/Katzenmeier/Lipp, Arztrecht, Kap. V, Rn. 14.

68 Terbille in: Terbille, Medizinrecht, § 1, Rn. 418.

69 BGH, Urt. v. 22.12.1987 - VI ZR 32/87 = NJW 1984, 1395; Geiß/Greiner, Arzthaftpflichtrecht, Kap. C, Rn. 84 m.w.N.

70 BGH, Urt. v. 22.12.2010 -3 StR 239/10 = NStZ 2011, 343 ff. - „Zitronensaftfall“.

71 OLG Brandenburg, Urt. v. 24.3.2011 - 12 U 75/08.

72 OLG Düsseldorf, Urt.v.20.12.1990 - 8 U 110/89.

73 Schneider, S. 165.

74 Schneider, S. 166; Quaas/Zuck, Medizinrecht, § 13, Rn. 93.

75 Schneider, S. 166.

Ende der Leseprobe aus 59 Seiten

Details

Titel
Der Umfang der Aufklärungspflicht bei der Anwendung medizinischer Außenseitermethoden
Hochschule
Universität Bayreuth
Note
13
Autor
Jahr
2013
Seiten
59
Katalognummer
V306882
ISBN (eBook)
9783668054721
ISBN (Buch)
9783668054738
Dateigröße
705 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Außenseitermethoden, Heilpraktiker, Schulmedizin, rechtliche Konsequenzen, Risiko, Aufklärungspflicht, Zivilrecht, Strafrecht, Medizinstrafrecht, Medizinrecht, Einwilligung, Körperverletzung, Arzt, Patient, Patientenrecht, Aufklärung
Arbeit zitieren
Christina Hellmuth (Autor), 2013, Der Umfang der Aufklärungspflicht bei der Anwendung medizinischer Außenseitermethoden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306882

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