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Erfolgreicher verhandeln. Strategien zur Vermeidung von Urteilsverzerrungen

Der Einfluss des ersten Angebots am Beispiel des Ankereffektes

Titel: Erfolgreicher verhandeln. Strategien zur Vermeidung von Urteilsverzerrungen

Seminararbeit , 2014 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Rene Forster (Autor:in)

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit analysiert den Einfluss des ersten Angebots bei der bilateralen Verhandlungsführung. Sie zeigt die Beeinflussung der Kontrahenten durch so genannte Ankereffekte auf.

Es werden Strategien dargestellt, die es ermöglichen, eigene Gebote ohne Urteilsverzerrungen aufgrund der Vorgabe von Ankerwerten abgeben zu können. Insbesondere die Einnahme verschiedener Perspektiven und Sichtweisen wird dabei eine Rolle spielen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Charakterisierung von Verhandlungssituationen

2.1 Interessenskonflikt

2.2 Verhandlungsführung unter Unsicherheit

2.3 Heuristiken

3 Relevanz von Ankereffekten in der Verhandlungsführung

3.1 Ankereffekte

3.2 Der Vorteil des ersten Gebotes

3.3 Anwendungsmöglichkeiten bei Verhandlungen

4 Lösungsansätze zur Überwindung von Ankereffekten

4.1 Perspektivenübernahme

4.2 Konträre Denkweise

4.3 Eigene Ziele

5 Spezielle Verhandlungsmomente und weitergehende Überlegungen

5.1 Feste Reihenfolge der Gebote

5.2 Gleichzeitige Gebotsabgabe

5.3 Sofortige Annahme des ersten Angebotes

6 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des ersten Gebots auf bilaterale Verhandlungssituationen und analysiert, wie der Ankereffekt als psychologische Urteilsverzerrung die Verhandlungsergebnisse beeinflusst. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, durch welche Strategien Verhandelnde vermeiden können, sich unbewusst durch vorgegebene Ankerwerte zu Fehlentscheidungen leiten zu lassen.

  • Psychologische Grundlagen von Verhandlungssituationen und Unsicherheit
  • Mechanismen des Ankereffekts bei numerischen Schätzungen
  • Strategien zur aktiven Gegensteuerung und Neutralisierung von Ankern
  • Perspektivenübernahme als Instrument der Verhandlungsführung
  • Analyse spezifischer Verhandlungsmomente (z.B. Reihenfolge und Gebotsabgabe)

Auszug aus dem Buch

Der Vorteil des ersten Gebotes

Im vorangegangen Absatz wurde die urteilsverzerrende Auswirkung vorhandener Ausgangswerte auf Entscheidungen dargelegt. Die selektive Aktivierung ankerkonformer Informationen beeinflusst dabei unsere weiteren Gedankengänge und Einschätzungen. Überträgt man nun diese Erkenntnisse auf eine zweiseitige Verhandlung, so müsste folgender Grundsatz gelten: Derjenige Bieter, der das erste Gebot abgibt, erlangt stets einen Vorteil gegenüber seinem Kontrahenten, der erst im Anschluss sein Angebot abgeben kann. Tatsächlich konnte in einer Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen nachgewiesen werden, dass der Erstbieter ein besseres Verhandlungsergebnis erzielt.

In einer Studie der Universität Würzburg konnte von Thomas Mussweiler der Effekt an Hand den Verhandlungen bei einem Gebrauchtwagenkauf nachgewiesen werden. Hierbei wurde der Wert des Fahrzeugs von den Verkäufern im Eröffnungsgebot mal mit 5.000 Euro und mal mit 2.800 Euro taxiert. Die Kunden waren de facto bereit bis zu 1.000 Euro mehr für das Auto auszugeben, wenn sie das höhere Eröffnungsangebot hörten.

Ankereffekte beeinflussen somit nicht nur die Höhe des ersten Gebotes (Beispiel der Weinflasche in Anschnitt 3.1), sondern auch die Höhe des Endergebnisses (Beispiel Gebrauchtwagenkauf). Die erste Offerte entscheidet über den weiteren Verhandlungsverlauf und je extremer sie gewählt wird umso besser gestaltet sich das Ergebnis für den Erstbietenden. Folglich sollte jeder Verhandlungskonkurrent bestrebt sein das erste Gebot abzugeben um sich somit einen Handlungsvorteil zu verschaffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einführung erläutert die Relevanz von Verhandlungssituationen im Alltag und definiert das Ziel der Arbeit, den Einfluss des ersten Gebots sowie Möglichkeiten zur Vermeidung von Urteilsverzerrungen zu analysieren.

2 Charakterisierung von Verhandlungssituationen: Das Kapitel beschreibt die wesentlichen Merkmale bilateraler Verhandlungen, insbesondere den Interessenskonflikt, die Unsicherheit bei der Informationslage und die Rolle von Heuristiken.

3 Relevanz von Ankereffekten in der Verhandlungsführung: Hier wird der Ankereffekt als psychologisches Phänomen detailliert erläutert und die strategische Bedeutung des ersten Gebots zur Erzielung eines Verhandlungsvorteils aufgezeigt.

4 Lösungsansätze zur Überwindung von Ankereffekten: Dieses Kapitel stellt praktische Methoden vor, um sich gegen die Beeinflussung durch Anker zu immunisieren, darunter Perspektivenübernahme, konträres Denken und die Fokussierung auf eigene Ziele.

5 Spezielle Verhandlungsmomente und weitergehende Überlegungen: Die Ausführungen behandeln alternative Szenarien wie feste Gebotsreihenfolgen, gleichzeitige Gebote und das Risiko einer zu frühen Annahme des ersten Angebots.

6 Zusammenfassung und Fazit: Das Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont, dass die Anwendung von Vermeidungsstrategien entscheidend für ein vom Anker unbeeinflusstes Verhandlungsergebnis ist.

Schlüsselwörter

Verhandlungsführung, Ankereffekt, Urteilsverzerrung, Erstgebot, Verhandlungsstrategie, Heuristiken, Entscheidungsfindung, Bilaterale Verhandlung, Perspektivenübernahme, Konträres Denken, Zielsetzung, Urteilsheuristik, Verhandlungserfolg, Kognitive Entlastung, Unsicherheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den psychologischen Mechanismen, die Verhandlungspartner in einer bilateralen Verhandlung beeinflussen, insbesondere mit dem sogenannten Ankereffekt bei der Abgabe des ersten Angebots.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themen umfassen die Charakterisierung von Verhandlungssituationen unter Unsicherheit, die Erklärung des Ankereffekts als kognitive Heuristik sowie die Entwicklung von Gegenstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, den Einfluss des ersten Gebots auf den weiteren Verhandlungsverlauf aufzuzeigen und Strategien darzustellen, mit denen Verhandelnde eine unbewusste Verzerrung ihres Urteils durch den Gegenüber verhindern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse psychologischer Fachliteratur und verhaltensökonomischer Studien, um die Wirkungsweise von Urteilsheuristiken auf reale Verhandlungsszenarien zu übertragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Ankereffekts, die Analyse des Vorteils des Erstbieters und die Ausarbeitung konkreter Vermeidungsstrategien wie die Perspektivenübernahme und konträre Denkweisen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Ankereffekt, Verhandlungsführung, Erstgebot, Urteilsverzerrung und Perspektivenübernahme.

Warum ist die Perspektivenübernahme ein effektives Mittel gegen Ankereffekte?

Durch den Versuch, die Welt aus der Sicht des Gegenübers zu sehen, werden Informationen aktiviert, die sich gegensätzlich zum gesetzten Anker verhalten, wodurch der Einfluss der ursprünglichen Suggestion neutralisiert wird.

Welches Risiko birgt die reine Konzentration auf eigene Zielsetzungen?

Obwohl die Fokussierung auf Grenzwerte vor der Beeinflussung durch Anker schützen kann, besteht dabei das Risiko, dass die Verhandlungen aufgrund zu starrer oder überzogener Forderungen vorzeitig scheitern.

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Details

Titel
Erfolgreicher verhandeln. Strategien zur Vermeidung von Urteilsverzerrungen
Untertitel
Der Einfluss des ersten Angebots am Beispiel des Ankereffektes
Hochschule
Frankfurt School of Finance & Management  (Frankfurt am Main)
Veranstaltung
Management & Financial Markets
Note
1,0
Autor
Rene Forster (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
16
Katalognummer
V306967
ISBN (eBook)
9783668049147
ISBN (Buch)
9783668049154
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ankereffekt strategische verhandlungsführung urteilsverzerrung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rene Forster (Autor:in), 2014, Erfolgreicher verhandeln. Strategien zur Vermeidung von Urteilsverzerrungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306967
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Leseprobe aus  16  Seiten
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