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Systemgerechtes Denken und Handeln im Katastrophenmanagement

Titel: Systemgerechtes Denken und Handeln im Katastrophenmanagement

Bachelorarbeit , 2009 , 47 Seiten , Note: 1

Autor:in: Martina Sukitsch (Autor:in)

Soziologie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In den letzten Jahren, so scheint es, hat die Zahl an Katastrophen weltweit zugenommen. Auch im zentral-europäischen Raum und somit auch in Österreich sind immer öfter Meldungen zu allen Jahreszeiten zu vernehmen. Nun ist es so, dass nicht unbedingt (nur) die Häufigkeit gestiegen ist, sondern vor allem auch ihr jeweiliges Ausmaß und die Betroffenheit. Grundsätzlich kann dies unter anderem darauf zurückgeführt werden, dass sich Menschen beziehungsweise ganze Bevölkerungsgruppen in von vorn herein gefährdeten Gebieten niederlassen sowie, dass sich ihre materiellen Werte erhöht haben. Außerdem können sich im Laufe der Zeit auch die regionalen Gegebenheiten (wie z.B. die Rahmenbedingungen für Flussläufe und dergleichen) verändern. Betroffene, aber auch jene von der Katastrophe indirekt tangierten Interessensgruppen (wie Politik, Wirtschaft etc.) fordern daher eine immer bessere und vor allem schnellere Hilfe. Ein effektives aber auch effizientes Katastrophenmanagement ist hierfür unerlässlich, besonders deshalb, da es nicht nur ein optimales 'in den Griff bekommen’ der katastrophalen Situation sichern kann, sondern es sich auch sehr auf Vorsorge konzentriert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Aufbau und Ziel dieser Arbeit

2 Systemgerechtes Denken und Handeln

2.1 Was bedeutet systemisches Denken und Handeln?

2.1.1 Abschied vom kausal-deterministischen Denken

2.1.1.1 Veranschaulichung der Denkweisen

2.1.2 Metanoia-Prinzip

2.2 Entwicklung und Vertreter

2.3 Vier Dimensionen

2.3.1 Vernetztes Denken

2.3.2 Denken in zeitlichen Dynamiken

2.3.3 Denken in Modellen

2.3.4 Systemgerechtes Handeln

3 Wann von Katastrophen gesprochen wird

3.1 Allgemeine Begriffsklärung

3.1.1 Krisen

3.1.2 Katastrophen

3.1.3 Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Überblick

3.2 Systemwissenschaftliche Begriffsklärung

3.2.1 Krise

3.2.2 Katastrophe

3.2.2.1 Systeme mit Katastrophenpotential

3.3 Arten von Katastrophen

4 Katastrophen bewältigen

4.1 Einführung in das Katastrophenmanagement

4.1.1 Struktur des Katastrophenmanagements

4.1.1.1 Zwei Theorieansätze

4.1.1.2 Prävention – Intervention – Postvention

4.2 Elemente des Katastrophenmanagements

4.2.1 Aufgabenbereiche

4.2.2 Information und Kommunikation

4.2.3 Probleme / Fehler

4.3 Rahmenbedingungen und Schlüsselfaktoren

4.3.1 Rahmenbedingungen

4.3.2 Schlüsselfaktoren und Aktionsfelder

4.4 Bedeutung systemgerechten Denkens und Handelns

4.4.1 Katastrophen als komplexe Systeme wahrnehmen

4.4.2 Systemisches Management von Katastrophen

4.4.2.1 Prävention – Intervention – Postvention

5 Katrina-Katastrophe in New Orleans

5.1 Wie alles kam

5.2 Der Hurrikan

5.3 Die Katastrophe

5.4 Das Katastrophenmanagement

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Katastrophenmanagement aus systemwissenschaftlicher Perspektive, mit dem Ziel, Katastrophensituationen als komplexe, dynamische Wirkungsgefüge zu verstehen, um dadurch effizientere Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

  • Systemgerechtes Denken und Handeln als Grundlage für Katastrophenmanagement
  • Differenzierung und Definition von Krisen und Katastrophen
  • Die drei Säulen des Katastrophenmanagements: Prävention, Intervention und Postvention
  • Systemische Faktoren wie Vernetzung, zeitliche Dynamik und Modellbildung bei der Gefahrenabwehr
  • Analyse des Versagens des Katastrophenmanagements am Beispiel des Hurrikans Katrina

Auszug aus dem Buch

Systemgerechtes Denken und Handeln

Systemisches Denken stellt das Gegenteil des in der westlichen Welt traditionellen linearen Ursache-Wirkungsdenken dar. Es lehnt nämlich das einfache Denkmuster ab, nach welchem eine Ursache eine Auswirkung herbeiführt, beziehungsweise, eine Folge von einer Ursache ausgelöst wird. Dieses einfache Denkmuster postuliert, dass der Verlauf oder das Resultat einer Situation (eines Systems) gewissermaßen vorherbestimmt ist, beziehungsweise, dass es entsprechend gesteuert werden kann, wenn der anfängliche Zustand nur genau genug bekannt ist. – Es folgt dem Motto: Eine Ursache bedingt eine Wirkung; die Wirkung wiederum kann Ursache einer neuen Konsequenz sein, und so fort. (eine Veranschaulichung ist am Ende des Kapitels 2.1.1 zu finden) – Dies setzt aber auch voraus, dass sich die Elemente der Situation (des Systems) und ihre linearen Beziehungen nicht verändern. Für technische Angelegenheiten (wie Maschinen) mag dies ein sehr gutes Funktionsmuster darstellen, sonst aber lehrte die Realität schon oft eines besseren. Die (moderne) Methodik des systemischen Denkens könnte in diesem Zusammenhang als realitätsnahes Denken bezeichnet werden, welches die Veränderlichkeiten, die Dynamiken und die nur bedingten Vorhersagbarkeiten von Situationen (Systemen), sowie die Interaktionen der Elemente und äußere Einflüsse berücksichtigt.

Nach Senge (2006) bedeutet Systemdenken das Erkennen von Ganzheiten, wodurch grundlegende Strukturen komplexer Situationen erkannt und Veränderungen mit starken und geringen Hebelwirkungen unterschieden werden können. Systemgerechtes Handeln stellt hierbei diesem Denken entsprechendes Handeln oder Eingreifen dar; sozusagen die ’praktische Umsetzung’ des systemischen Denkens.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die zunehmende Relevanz des Katastrophenmanagements und definiert das Ziel der Arbeit, komplexe Katastrophenereignisse systemisch zu analysieren.

2 Systemgerechtes Denken und Handeln: Dieses Kapitel führt in die theoretischen Grundlagen des systemischen Denkens ein und grenzt es vom traditionellen linearen Ursache-Wirkungsdenken ab.

3 Wann von Katastrophen gesprochen wird: Hier erfolgt eine Abgrenzung zwischen Krisen und Katastrophen, sowohl allgemein als auch systemwissenschaftlich.

4 Katastrophen bewältigen: Das Kapitel beschreibt die Struktur des Katastrophenmanagements durch die Säulen Prävention, Intervention und Postvention sowie die Bedeutung von Kommunikation.

5 Katrina-Katastrophe in New Orleans: Dieser Teil bietet eine detaillierte Fallstudie zur Hurrikan-Katastrophe, in der das Scheitern des Managements anhand der theoretischen Konzepte kritisch beleuchtet wird.

Schlüsselwörter

Katastrophenmanagement, Systemisches Denken, Systemgerechtes Handeln, Hurrikan Katrina, Krisenmanagement, Prävention, Intervention, Postvention, Vernetztes Denken, Komplexität, Dynamik, Katastrophenforschung, Modellbildung, Risikomanagement, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung systemwissenschaftlicher Prinzipien auf das Katastrophenmanagement, um besser zu verstehen, wie komplexe Katastrophenereignisse entstehen und wie man ihnen effizient begegnen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind das systemische Denken, die Definition von Katastrophenszenarien, der Prozess des Katastrophenmanagements sowie die kritische Analyse realer Katastrophenfälle.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Fähigkeit zu vermitteln, Katastrophen als komplexe Wechselwirkungsgefüge zu betrachten, um dadurch ein effektives Management dieser Situationen zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine systemwissenschaftliche Betrachtungsweise gewählt, die Theorien verschiedener Disziplinen kombiniert und diese anhand der Katrina-Katastrophe in einer Fallstudie validiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst systemische Denkmodelle erläutert, danach Begriffsdefinitionen zu Krisen und Katastrophen dargelegt und schließlich die theoretische Struktur des Katastrophenmanagements (Prävention, Intervention, Postvention) detailliert ausgearbeitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Katastrophenmanagement, Systemisches Denken, Vernetzung, Prävention und Krisenanalyse charakterisiert.

Warum wird das Beispiel New Orleans verwendet?

New Orleans dient als praktisches Beispiel, an dem aufgezeigt wird, wie ein mangelndes Verständnis für systemische Zusammenhänge und unzureichende Planung zu einem Versagen des Katastrophenmanagements führen können.

Welche Rolle spielt die Kommunikation in der Arbeit?

Die Arbeit identifiziert Kommunikation als ein Schlüsselelement, da ohne den effizienten Austausch von Informationen in einer Katastrophensituation keine koordinierten Maßnahmen oder Entscheidungen getroffen werden können.

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Details

Titel
Systemgerechtes Denken und Handeln im Katastrophenmanagement
Hochschule
Karl-Franzens-Universität Graz  (Institut für Systemwissenschaften, Innovations- und Nachhaltigkeitsforschung)
Veranstaltung
Proseminar zu Qualitative Systemwissenschaften
Note
1
Autor
Martina Sukitsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
47
Katalognummer
V307046
ISBN (eBook)
9783668055988
ISBN (Buch)
9783668055995
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Katastrophenmanagement Krisenmanagement systemgerechtes Denken Katrina Hurrikan Hurricane
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martina Sukitsch (Autor:in), 2009, Systemgerechtes Denken und Handeln im Katastrophenmanagement, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307046
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  47  Seiten
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