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Glücksspiel im Spätmittelalter und die Haltung der Obrigkeit in Augsburg

Title: Glücksspiel im Spätmittelalter und die Haltung der Obrigkeit in Augsburg

Term Paper , 2013 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jan Strohe (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Es ist wohl nicht unüblich, dass man mit dem Glücksspiel ein zeitloses Phänomen assoziiert, das in allen Epochen gegenwärtig ist.

Glücksspiel im Mittelalter war ein Massenphänomen, das alle Stände ergriff und schwerwiegende Folgen für die damalige Gesellschaft sowie für den einzelnen Menschen mit sich zog, was mir persönlich neu war - so habe ich bislang kaum etwas über den Stellenwert des Glücksspiels im Mittelalter aufgegriffen.

Dennoch genießt das Glücksspiel im gesamten Mittelalter als ,,spielfreudige Epoche‘‘einen generell hohen Stellenwert, welches man vor allem aus den vielen Primärquellen (Spielverbote, Anleitungen, Bilder usw.) ableiten kann. Meine persönliche Neugier an diesem Thema hat letztendlich dazu geführt, mich intensiver mit dem Glücksspiel und seiner damaligen Gesellschaft zu beschäftigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Quelle

2.2 Politische Strukturen in Augsburg

2.3 Politische Einstellungen und Maßnahmen in Augsburg

2.4 Haltungen der Augsburger Obrigkeit zum Glücksspiel

2.5 Hintergründe für die Haltungen der Augsburger Obrigkeit

3. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Haltung der städtischen Obrigkeit im spätmittelalterlichen Augsburg gegenüber dem Glücksspiel und analysiert, inwiefern wirtschaftliche und politische Faktoren diese Einstellung beeinflussten und zu einer spezifischen Duldungspraxis führten.

  • Entwicklung von Verboten und Regulierungen des Glücksspiels im Spätmittelalter.
  • Analyse der politischen Strukturen Augsburgs und deren Einfluss auf die Spielpolitik.
  • Untersuchung der wirtschaftlichen Interessen und des Spannungsfeldes zwischen Kirche und Stadtführung.
  • Vergleichende Einordnung der Augsburger Haltung gegenüber anderen reichsstädtischen Zentren.
  • Interpretation der "Verbrennung der Eitelkeiten" im historischen Kontext.

Auszug aus dem Buch

2.4 Haltungen der Augsburger Obrigkeit zum Glücksspiel

Begutachtet man den Zeitpunkt der ersten Verbote und Strafen, erkennt man, dass sich die Augsburger Obrigkeit schon verhältnismäßig früh mit dem Glücksspiel befasste und diesem mit einer Ablehnung begegnet. Die oben aufgelisteten Maßnahmen des Jahres 1276 n. Chr. waren vor allem zum Schutze der allgemeinen Bevölkerung initiiert. Selbigen Zweck erfüllen auch die Warnungen vor dem Falschspiel, die im gleichen Jahr datieren.

Die Einschränkung des Spieleinsatzes 1377 n. Chr. ist auf dem ersten Blick ebenfalls als gezielte Maßnahme gegen das Glücksspiel zu verstehen. Die unpräzise Definition (Mitgebrachtes Geld darf verspielt werden) erlaubt es dem Spieler aber trotzdem um einen hohen Geldbetrag zu spielen. Vergleicht man dies des Weiteren mit anderen Städten kann man hier nur von einem milden partiellen Spielverbot sprechen. Diese Städte gingen mit Einschränkungen vehementer gegen das Glücksspiel vor, in dem sie das Spiel lokal auf bestimmte Orte oder temporär auf gewisse Zeiten begrenzten. Während sich die letzten beiden Maßnahmen einigermaßen kontrollieren lassen, gestaltet sich die in Augsburg vorherrschende Beschränkung des Spieleinsatzes als schwieriger überprüfbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Phänomen des spätmittelalterlichen Glücksspiels ein, erläutert die Relevanz des Themas und definiert den zeitlichen sowie räumlichen Fokus der Untersuchung auf Augsburg.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die historische Quelle, die politischen Rahmenbedingungen in Augsburg sowie die chronologische Entwicklung der obrigkeitlichen Maßnahmen und deren tieferliegende Motive.

2.1 Quelle: Dieses Kapitel widmet sich einem Titelholzschnitt von 1519, der die öffentliche Verbrennung von Spielmaterialien darstellt und als Ausgangspunkt für die Analyse der gesellschaftlichen Ablehnung des Glücksspiels dient.

2.2 Politische Strukturen in Augsburg: Hier werden die machtpolitischen Verhältnisse im spätmittelalterlichen Augsburg zwischen Patriziat, Zünften und dem Einfluss kirchlicher Institutionen skizziert.

2.3 Politische Einstellungen und Maßnahmen in Augsburg: Das Kapitel bietet eine chronologische Übersicht der städtischen Regulierungen und Verbote, angefangen bei ersten Schutzbestimmungen im 13. Jahrhundert bis hin zum 15. Jahrhundert.

2.4 Haltungen der Augsburger Obrigkeit zum Glücksspiel: Dieser Abschnitt wertet die obrigkeitliche Praxis aus und stellt fest, dass Augsburg im Vergleich zu anderen Städten eine eher zurückhaltende, teils liberale Politik verfolgte.

2.5 Hintergründe für die Haltungen der Augsburger Obrigkeit: Hier werden die ökonomischen Interessen und die geringe Durchsetzungskraft kirchlicher moralischer Vorstellungen als primäre Ursachen für die Duldung des Glücksspiels identifiziert.

3. Fazit: Das Fazit resümiert die Ergebnisse und kommt zu dem Schluss, dass Augsburg aufgrund seiner spezifischen wirtschaftlichen Ausrichtung eine Sonderrolle im Umgang mit dem Glücksspiel einnahm.

Schlüsselwörter

Glücksspiel, Spätmittelalter, Augsburg, Obrigkeit, Spielverbot, Wirtschaftskoalition, Patriziat, Zünfte, Kartenspiel, Würfelspiel, Reformation, Johannes Kapistran, Falschspiel, Spielsucht, Wirtschaftsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die historische Haltung der städtischen Obrigkeit in Augsburg gegenüber dem Glücksspiel zwischen 1250 und 1500 n. Chr.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die politischen Strukturen Augsburgs, die Entwicklung obrigkeitlicher Verbote sowie die wirtschaftlichen Motive für die Duldung des Glücksspiels.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu analysieren, warum Augsburg trotz offiziell ablehnender Haltung der Kirche eine eher liberale Spielpolitik verfolgte und ob dies mit ökonomischen Faktoren zusammenhing.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine historische Quellenanalyse, die politische Rahmendaten mit chronologischen Gesetzgebungsmaßnahmen in Augsburg verknüpft.

Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Quellen, die politische Struktur Augsburgs, die zeitliche Abfolge von Maßnahmen sowie eine Interpretation der Hintergründe dieser Politik.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Glücksspiel, Augsburg, Spätmittelalter, Obrigkeitskritik, Wirtschaftsfaktor und städtische Governance.

Welche Rolle spielte der "Pfander" bei der Regulierung des Glücksspiels?

Der Pfander war für das Eintreiben von Spieleinsätzen zuständig, was darauf hindeutet, dass das Glücksspiel ein organisiertes Geschäft war, an dem die Stadt potenziell mitverdiente.

Warum wird die "Verbrennung der Eitelkeiten" in Augsburg nicht als durchgehend konsequente Maßnahme gewertet?

Der Autor argumentiert, dass die Verbrennung durch wandernde Kleriker wie Johannes Kapistran von außen initiiert wurde und keine nachhaltige Änderung der städtischen Politik zur Folge hatte.

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Details

Title
Glücksspiel im Spätmittelalter und die Haltung der Obrigkeit in Augsburg
College
University of Trier
Course
Mittelalterlicher Alltag
Grade
1,3
Author
Jan Strohe (Author)
Publication Year
2013
Pages
16
Catalog Number
V307100
ISBN (eBook)
9783668056381
ISBN (Book)
9783668056398
Language
German
Tags
Glücksspiel Augsburg Mittelalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Strohe (Author), 2013, Glücksspiel im Spätmittelalter und die Haltung der Obrigkeit in Augsburg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307100
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