Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Psychologie - Psychologie du développement

Die Bindung zwischen Mutter und Kind. Messinstrumente in der frühen Bindungsforschung

Titre: Die Bindung zwischen Mutter und Kind. Messinstrumente in der frühen Bindungsforschung

Thèse de Bachelor , 2014 , 38 Pages , Note: 1.0

Autor:in: Nati Bakari (Auteur)

Psychologie - Psychologie du développement
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

In dieser Arbeit werden sechs Messmethoden in der frühen Bindungsforschung für die Zeitspanne von der pränatalen Phase bis zum Alter von 12 Monaten eines Kindes vorgestellt.
Zunächst wird der Begriff der Bindung definiert und die Grundlagen zur Entwicklung der Bindungstheorie mit ihrem Wegbereiter und Begründer John Bowlby veranschaulicht. Dabei wird der Fokus auf die Bindung zwischen Mutter und Kind gelegt, da in den meisten Fällen die Mutter die primäre Bindungsperson für ein Kind darstellt. Anschließend werden sechs Methoden der Bindungsforschung für die frühen Lebensjahre, differenziert nach Lebensabschnitten, erläutert. Hierbei ist das Ziel, aufzuzeigen, welche Bindungsfaktoren in welcher Lebensphase beobachtet oder gemessen werden können. Abschließend werden die gemessenen biologisch-physiologischen Prozesse beim Kind beschrieben, woraufhin im dritten Kapitel ein persönliches Fazit erfolgt. Die grundsätzliche Zielsetzung dieser Arbeit ist die Darstellung der Messinstrumente der Bindungsforschung auf dem Hintergrund der ersten Lebensphasen eines Kindes, um verschiedene Bindungsfaktoren zu erfassen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Bindung

2.1 Definition

2.2 John Bowlby

3 Messmethoden

3.1 Die pränatale Phase

3.1.1 Pränatale Bindung zum Fetus

3.1.2 Maternal-Fetal Attachment Scale

3.2 Lebensphase: Neonatale Phase

3.2.1 Das Verhalten des Neugeborenen

3.2.2 Neonatal Behavioral Assessment Scale

3.3 Lebensphase: drei und sechs Monate

3.3.1 Das Säugling als aktiver Interaktionspartner

3.3.2 Das „Still – Face – Paradigma“

3.4 Lebensmonate: Neun Monate

3.4.1 Mütterliches Fürsorge- und Interaktionsverhalten

3.4.2 „Maternal Sensitivity Scales“

3.5 Lebensphase: Ein Jahr

3.5.1 Der „Fremde – Situations – Test“

3.5.2 Bindungsverhalten im „Fremde – Situations – Test“

3.5.3 Bindungsmuster

3.5.4 Die „Hypophysen-Nebennierenrinden- Aktivität“

3.5.5 Untersuchung des „kardio-vaskulären Systems“

4 Persönliches Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der systematischen Darstellung von sechs zentralen Messinstrumenten der frühen Bindungsforschung, die das Zeitfenster von der pränatalen Phase bis zum ersten Lebensjahr eines Kindes abdecken. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie verschiedene Bindungsfaktoren wissenschaftlich erfasst werden können, um ein tieferes Verständnis für die frühe Mutter-Kind-Interaktion zu gewinnen.

  • Grundlagen der Bindungstheorie nach John Bowlby
  • Messmethoden zur pränatalen Mutter-Kind-Bindung
  • Erfassung des frühkindlichen Temperaments und Verhaltens
  • Analyse der Mutter-Kind-Kommunikation bei gestörten Interaktionen
  • Einsatz standardisierter Tests zur Bestimmung der Bindungsqualität
  • Biologische Stressindikatoren in der Bindungsforschung

Auszug aus dem Buch

3.3.2 Das „Still – Face – Paradigma“

Das „Still – Face – Paradigma“, entwickelt von Edward Tronick et al. (1978), ist ein standardisiertes Messinstrument zur Untersuchung der Kommunikations- und Regulationsfähigkeit des Säuglings zwischen zwei und neun Monaten im Falle einer Kontaktstörung zu seiner Mutter. Die Idee hinter dem Messverfahren ist die Erforschung der Auswirkung einer depressiven und teilnahmslosen Mutter auf die Gefühlswelt und das Verhalten eines Kleinkindes (Cohn & Tronick, 1983).

In einer normalen Mutter – Kind – Interaktion kann ein Kind mittels Signalen die mütterliche Aufmerksamkeit wecken, sich mitteilen und bekommt in der Regel ein mütterliches Feedback zurück. In einer entgleisten Interaktion zwischen Mutter und Kind sind diese Schritte teilweise blockiert bis hin zu unmöglich (Field et al. 1986). Das Kind kann sich nicht mehr austauschen oder seine Bedürfnisse mitteilen und verliert die Orientierung. Es muss nun die Situation regulieren. In einem experimentellen Setting kann man diese Fähigkeiten zur Regulation erfassen, indem man das Kind mit einer entgleisten Interaktion konfrontiert und ihm das teilnahmslose „still – face“ seiner Mutter vorhält (Tronick et al. 1978). Das Experiment durchläuft drei Phasen: Eine normale Mutter – Kind – Interaktion, eine „Still – face – Episode“ und eine Rückkehr zur normalen Kommunikation.

In der ersten, dreiminütigen, Phase ist die Interaktion zwischen Mutter und Kind noch intakt. Erblickt das Kleinkind seine Mutter, nimmt es sofort Blickkontakt zu ihr auf, lächelt und ist in freudiger Aufregung sie zu sehen. In der zweiten Phase verändert die Mutter ihren Gesichtsausdruck und zeigt ein emotionsloses und neutrales „still – face“. Dabei wird das Kleinkind weder berührt noch wird mit ihm gesprochen. Dementsprechend reagiert der Säugling mit heftigem Stress und Protestverhalten, unterbricht sein Spiel, lächelt und versucht Blickkontakt zur Mutter herzustellen. Das Kleinkind versucht die Interaktion wieder zu reparieren. Bleibt das Gesicht der Mutter unverändert, ist das Kleinkind zunächst verwirrt, bricht den Blickkontakt ab, schaut zur Seite und dann nach einigen Sekunden zur Mutter.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der frühen Bindungsforschung und Überblick über die vorgestellten Messmethoden von der pränatalen Zeit bis zum zwölften Lebensmonat.

2 Bindung: Theoretische Fundierung des Bindungsbegriffs und Darstellung des Bindungskonzepts nach John Bowlby.

3 Messmethoden: Umfassende Analyse von sechs verschiedenen Instrumenten zur Erfassung von Bindungsfaktoren, inklusive biologischer und physiologischer Messprozesse.

4 Persönliches Fazit: Reflektion über die Erkenntnisse der vorgestellten Messmethoden und ihre Bedeutung für das Verständnis der frühen kindlichen Entwicklung.

Schlüsselwörter

Bindungstheorie, Bindungsforschung, Mutter-Kind-Interaktion, John Bowlby, Mary Ainsworth, Still-Face-Paradigma, Fremde-Situations-Test, pränatale Bindung, Neonatal Behavioral Assessment Scale, Säugling, Temperament, Selbstregulation, Cortisol, Bindungsmuster, Frühkindliche Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht wissenschaftliche Messmethoden in der frühen Bindungsforschung, um die Qualität der Beziehung zwischen Kind und Bezugsperson vom Fötusalter bis zum zwölften Lebensmonat zu bestimmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Bindungstheorie, mütterliches Fürsorgeverhalten, frühkindliche Interaktionsfähigkeit sowie die physiologische Reaktion des Kindes auf Stress.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Darstellung und kritische Betrachtung von Beobachtungsinstrumenten, die genutzt werden, um Bindungsfaktoren in den ersten Lebensphasen eines Kindes messbar zu machen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich anerkannter psychologischer Messinstrumente, wie dem „Still – Face – Paradigma“ oder dem „Fremde – Situations – Test“.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich nach Lebensabschnitten und stellt für jede Phase (pränatal, neonatal, drei/sechs Monate, neun Monate, ein Jahr) die jeweils passenden Messinstrumente vor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Bindungstheorie, Mutter-Kind-Interaktion, Bindungsmuster, physiologische Stressindikatoren und die wissenschaftliche Operationalisierung von Bindungsqualität.

Wie unterscheidet sich die pränatale Bindungsmessung von anderen Methoden?

Im Gegensatz zu Beobachtungsverfahren nach der Geburt fokussiert sich die pränatale Messung, etwa mit der „Maternal – Fetal Attachment Scale“, auf die mütterliche Einstellung und Fantasien gegenüber dem ungeborenen Kind.

Warum ist das „Still – Face – Paradigma“ besonders aufschlussreich?

Es erlaubt, die aktive Rolle des Säuglings bei der Regulation von Interaktionsstörungen zu beobachten und zeigt deutlich, wie stark Kleinkinder auf die Responsivität der Mutter angewiesen sind.

Fin de l'extrait de 38 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Die Bindung zwischen Mutter und Kind. Messinstrumente in der frühen Bindungsforschung
Note
1.0
Auteur
Nati Bakari (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
38
N° de catalogue
V307187
ISBN (ebook)
9783668054035
ISBN (Livre)
9783668054042
Langue
allemand
mots-clé
Messinstrumente Bindungsforschung Psychologie Forschungsmethoden Psychotherapie John Bowlby Mecca Cranley Mutter-Kind Tronick Ainsworth
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Nati Bakari (Auteur), 2014, Die Bindung zwischen Mutter und Kind. Messinstrumente in der frühen Bindungsforschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307187
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  38  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint