Diese Thesis geht der Frage nach, welche Bedeutung die Herstellung und Sicherung interkultureller Kompetenz für den Erfolg von Unternehmen im internationalen Marktumfeld besitzt. Angesichts globalwirtschaftlicher Entwicklungen, die selbst mittlere und kleinere Unternehmen mit der Notwendigkeit konfrontieren, sich im Zusammenspiel mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Kunden aus heterogenen kulturellen Umfeldern zu bewähren, ist dies ein grundsätzlich hochaktuelles und fachlich äußerst relevantes Thema.
Die Thesis gliedert sich in drei aufeinander aufbauende Haupteile. Im ersten Teil werden die für diese Arbeit wesentlichen Begriffe beleuchtet und definiert, um eine fundierte Basis für die genaueren Untersuchungen zur Bedeutung der interkulturellen Kompetenz im Rahmen des internationalen Managements zu schaffen. Der darauffolgende Teil befasst sich mit der zentralen Fragestellung dieser Thesis: Welche Rolle nimmt interkulturelle Kompetenz im internationalen Management ein? Diese Frage wird anhand eines Diskurses zum Stand der Wissenschaft beleuchtet. Der letzte Teil widmet sich sodann den interkulturellen Personalentwicklungsmaßnahmen, die der Vermittlung und Förderung entsprechender Kompetenzen im Umgang mit fremden Kulturen dienen. Überdies wird ein prozessorientier Controlling-Ansatz vorgestellt, mit dem eine systematische Gestaltung und Steigerung interkultureller Kompetenz im internationalen Unternehmen sinnvoll und wirtschaftlich organisiert werden kann.
Inhaltsverzeichnis
1 Ausgangssituation, Zielsetzung und Aufbau
2 Grundlagen, Begriffe und Definitionen
2.1 Kultur
2.2 Interkulturalität
2.3 Kompetenz
2.4 Interkulturelle Kompetenz
2.5 Internationales und interkulturelles Management
3 Bedeutung der interkulturellen Kompetenz für das internationale Management
4 Entwicklung interkultureller Kompetenz als Gegenstand des internationalen Managements
4.1 Instrumente und (kombinierte) Maßnahmen
4.2 Kontrolle interkultureller Entwicklungsmaßnahmen
5 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Relevanz interkultureller Kompetenz innerhalb des internationalen Managements und untersucht, wie Führungskräfte durch gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen effektiv in diesem Umfeld agieren können, um Wettbewerbsvorteile zu sichern.
- Grundlagen der Begriffe Kultur, Interkulturalität und Kompetenz
- Bedeutung interkultureller Kompetenz für den internationalen Unternehmenserfolg
- Methoden und Instrumente zur Entwicklung interkultureller Führungskompetenz
- Ansätze zur Kontrolle und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von Entwicklungsmaßnahmen
Auszug aus dem Buch
Die Bedeutung der interkulturellen Kompetenz für das internationale Management
Die Globalisierung stellt hohe Anforderungen an die interkulturelle Kompetenz von Beschäftigten international tätiger Unternehmen. Der Umgang mit kulturellen Unterschieden im Arbeitsalltag stellt für Unternehmen längst nicht mehr einen Ausnahmefall dar. So steht das internationale Management beispielsweise vor der Herausforderung, Tochtergesellschaften in verschiedenen Ländern zu organisieren und zu integrieren oder die Zusammenarbeit mit strategischen Kooperationspartnern zu koordinieren. Es ist offensichtlich, dass die Zusammenarbeit mit kulturfremden Geschäftspartnern, die die Realität anders wahrnehmen, eine andere Sprache sprechen und andere Wertevorstellungen haben, leicht zu Interaktionsproblemen führen kann.
Laut einer von der Universität Bochum durchgeführten Studie, bescherten kulturelle Missverständnisse der deutschen Volkswirtschaft Verluste in Milliardenhöhe (vgl. WILL 2002, S. 126). Nach einer Studie der SIETAR (Society for Intercultural, Training and Research) machten 85 Prozent der befragten Führungskräfte kulturelle Unterschiede im Führungsstil für das Scheitern von Unternehmensfusionen verantwortlich (vgl. BREIDENBACH / ZUKRIGL 2000, S.20). Als bedeutendste Einflussfaktoren für den Erfolg in internationalen Märkten nannten Führungskräfte internationaler Unternehmen an erster Stelle „multikulturelle Erfahrung“ und an zweiter Stelle entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen (vgl. ROSEN 2000, S. 47).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Ausgangssituation, Zielsetzung und Aufbau: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Bedeutung der interkulturellen Zusammenarbeit im Zuge der Globalisierung und definiert das Ziel der Arbeit, die Rolle interkultureller Kompetenz im Management zu beleuchten.
2 Grundlagen, Begriffe und Definitionen: Hier werden die zentralen Termini Kultur, Interkulturalität, Kompetenz, interkulturelle Kompetenz sowie die Managementbegriffe reflektiert und wissenschaftlich abgegrenzt.
3 Bedeutung der interkulturellen Kompetenz für das internationale Management: Das Kapitel verdeutlicht die geschäftskritische Relevanz interkultureller Kompetenz und zeigt die negativen wirtschaftlichen Folgen bei deren Missachtung auf.
4 Entwicklung interkultureller Kompetenz als Gegenstand des internationalen Managements: Es werden verschiedene Instrumente und Trainingsmaßnahmen vorgestellt sowie prozessorientierte Ansätze zur Kontrolle und Steigerung der interkulturellen Kompetenz diskutiert.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Diese Sektion fasst die Kernaussagen zusammen und regt an, in zukünftiger Forschung verstärkt den Return on Investment (ROI) von interkulturellen Entwicklungsmaßnahmen zu untersuchen.
Schlüsselwörter
Internationale Management, Interkulturelle Kompetenz, Unternehmenserfolg, Globalisierung, Führungskräfte, Personalentwicklung, Kulturvergleich, Training, Geschäftstätigkeit, interkulturelles Management, Kompetenzentwicklung, Wettbewerbsvorteil, Führungskompetenz, Prozessorientierung, Erfolgsmessung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit und strategische Bedeutung von interkultureller Kompetenz für Fach- und Führungskräfte in international agierenden Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition theoretischer Grundlagen (Kultur, Kompetenz), die Analyse des Bedarfs an interkultureller Kompetenz im internationalen Management sowie die Darstellung konkreter Maßnahmen zu deren Entwicklung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, die Bedeutung interkultureller Kompetenz herauszuarbeiten und zu klären, inwieweit diese eine effektive kulturübergreifende Geschäftsfähigkeit gewährleistet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Aufarbeitung wissenschaftlicher Diskurse sowie Studien zum Thema interkulturelle Kompetenz und internationale Personalentwicklung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Relevanz der Kompetenz im Management, stellt Instrumente der Personalentwicklung vor und erläutert Ansätze zur Kontrolle und Steigerung dieser Fähigkeiten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie internationales Management, interkulturelle Kompetenz, Personalentwicklung und globaler Wettbewerb charakterisiert.
Welche Rolle spielen Expatriates in dieser Arbeit?
Expatriates dienen als Fallbeispiel, da ihr Erfolg im Ausland maßgeblich von interkulturellen Kompetenzen abhängt; im Anhang werden explizit Merkmale erfolgreicher und erfolgloser Entsandter aufgeführt.
Wie lässt sich der Erfolg von interkulturellen Maßnahmen messen?
Die Arbeit schlägt einen prozessorientierten Controlling-Ansatz vor, bei dem der Erfolg von Maßnahmen den entstandenen Kosten gegenübergestellt wird, um die Wirtschaftlichkeit qualitativ zu argumentieren.
- Quote paper
- Andreas Schulz (Author), 2014, Die Bedeutung der interkulturellen Kompetenz im Rahmen des internationalen Managements, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307218