Die vorliegende Person war das ganze letzte Jahr ohne nennenswerte Pause im Fitnessstudio und trainierte dort zwei Mal die Woche für 1 Stunde Ausdauer. Durch die gute Betreuung trainierte sie sehr systematisch nach einem guten Konzept. Zuletzt um die Grundlagenausdauer zu stabilisieren.
Die Person ist 26 Jahre alt und wiegt 89 kg bei einer Körpergröße von 1,86 m. Dies ergibt durch die Berechnung des BMI einen Wert von 25,7.
Für den durchschnittlichen Sportler im Fitness- und Gesundheitsbereich stellt der BMI einen relativ aussagekräftigen und leicht zu bestimmenden Faktor dar.
Beim Fortgeschrittenen oder sogar Leistungssportler, der in der Regel über eine höhere anteilige Muskelmasse verfügt, ist der BMI nicht mehr so aussagekräftig da nur das Gesamtgewicht, jedoch nicht die Zusammensetzung des Körpers, d.h. das Verhältnis von Muskelmasse zu Körperfettmasse, in die Berechnung mit einfliesst.
Die Person befindet sich in einem schon gut trainierten Zustand mit überdurchschnittlichem Muskelanteil und kann daher anhand der Tabellen nicht eindeutig klassifiziert werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Aufgabe 1a)
2. Aufgabe 1b)
3. Aufgabe 1c)
4. Aufgabe 2)
5. Aufgabe 3)
6. Aufgabe 3c)
7. Aufgabe 4)
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der Analyse der Leistungsfähigkeit einer Person, der Ableitung spezifischer Trainingsziele und der Erstellung eines darauf basierenden Trainings-Mesozyklus zur Verbesserung der Grundlagenausdauer sowie der allgemeinen gesundheitlichen Parameter.
- Analyse biometrischer Daten und Gesundheitsstatus
- Durchführung und Auswertung von Leistungstests (Hollmann-Venrath-Test)
- Festlegung zielgerichteter Trainingsparameter (Körperfettreduktion, Ruhepuls- und Blutdrucksenkung)
- Erstellung eines 6-wöchigen Trainingsplans zur Entwicklung der Grundlagenausdauer
- Wissenschaftliche Fundierung von Trainingseffekten durch Studienanalysen
Auszug aus dem Buch
Aufgabe 1b)
Das Testen, Überprüfen und Beurteilen von Trainierenden ist unerlässlich, wenn es um die gezielte Ausrichtung von Kraft, Ausdauer und der ganzheitlichen Leistung geht. Nach der Prüfung kann man gezielter ein individuelles Trainingsprogramm erstellen. Da die vorliegende Person jung und trainiert ist und ihr eine Belastbarkeit von mindestens 150 Watt auf Grund der sportlichen Aktivitäten des letzten Jahres zugetraut werden kann, bietet sich der Hollmann-Venrath-Test als ideale Testmöglichkeit an. Es wird ein Fahrradergometertest durchgeführt. Das Trainingsgerät ist durch seinen geringen koordinativen Anspruch an die Testperon für fast alle Leistungsgruppen geeignet und die jederzeit reproduzierbare und genau dosierbare Belastung mit den entsprechend vorhandenen Normwerten zum individuellen Vergleich sind passend für die vorliegende Person. Die Steigerung der Belastung liegt bei 40 Watt pro Stufe, da sonst ein vorzeitiger Testabbruch auf Grund von Erschöpfung eintreten kann. Durch die längere Stufendauer von 3 Minuten ist es zudem wahrscheinlicher, dass annähernd Steady-State Bedingungen erreicht werden. D.h., dass der Stoffwechsel auf Grund der vorliegenden Belastung in einem Gleichgewicht ist.
Zusammenfassung der Kapitel
Aufgabe 1a): In diesem Kapitel werden die allgemeinen und biometrischen Daten der Person sowie deren bisheriges Trainingsverhalten erfasst und analysiert.
Aufgabe 1b): Hier wird die Wahl des Hollmann-Venrath-Tests als geeignete Methode zur Leistungsüberprüfung begründet und das Testprotokoll festgelegt.
Aufgabe 1c): Dieses Kapitel enthält eine abschließende Bewertung des Gesundheitszustandes der Person basierend auf den Testergebnissen.
Aufgabe 2): Hier werden konkrete, messbare Trainingsziele hinsichtlich Körperfett, Ruhepuls und Blutdruck definiert.
Aufgabe 3): In diesem Abschnitt wird die Grobplanung eines 6-wöchigen Mesozyklus inklusive Trainingsmethoden und Intensitäten vorgestellt.
Aufgabe 3c): Dieses Kapitel erläutert die physiologischen Anpassungsprozesse und die wissenschaftliche Begründung der gewählten Trainingsmethoden innerhalb des Mesozyklus.
Aufgabe 4): Hier werden zwei wissenschaftliche Studien analysiert, die den Einfluss von Ausdauertraining auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Blutdruck untersuchen.
Schlüsselwörter
Trainingslehre, Ausdauertraining, Hollmann-Venrath-Test, Herzfrequenz, Blutdruck, Körperfettreduktion, Mesozyklus, Grundlagenausdauer, Ergometertest, Trainingssteuerung, Herz-Kreislauf-System, Leistungsfähigkeit, Fitnessökonomie, Stoffwechsel, Regeneration
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit umfasst die sportwissenschaftliche Betreuung einer Person, ausgehend von der Datenerfassung bis hin zur Erstellung eines spezifischen Trainingsplans zur Verbesserung der Ausdauer.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Leistungsdiagnostik, der Zielsetzung im Gesundheitssport und der methodischen Trainingsplanung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Erstellung eines optimierten Trainingsplans zur Steigerung der Grundlagenausdauer sowie zur Verbesserung gesundheitlicher Parameter wie Blutdruck und Körperfettanteil.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Zur Leistungsüberprüfung wird der submaximale Hollmann-Venrath-Stufentest auf dem Fahrradergometer genutzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bestandsaufnahme, die methodische Begründung der Trainingswahl, die konkrete Wochenplanung des Mesozyklus und die Analyse relevanter Studien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Trainingslehre, Grundlagenausdauer, Leistungsdiagnostik, Herzfrequenzsteuerung und Trainingsplanung.
Warum wird der Hollmann-Venrath-Test für diese Person empfohlen?
Der Test bietet einen geringen koordinativen Anspruch, ist sicher in der Durchführung und ermöglicht eine präzise Dosierbarkeit der Belastung für trainierte Personen.
Wie werden die Trainingsbereiche im Mesozyklus verteilt?
Die Verteilung erfolgt primär nach den Vorgaben für Grundlagenausdauer (GA1 und GA2) sowie regenerativen Einheiten (REKOM), um sowohl Anpassung als auch Erholung zu gewährleisten.
Welche Rolle spielt die Herzfrequenz bei der Trainingssteuerung?
Die Herzfrequenz dient als zentraler Indikator zur Überwachung der Trainingsintensität und zur Sicherstellung, dass die individuelle Mindestreizschwelle für Anpassungsprozesse erreicht wird.
- Citation du texte
- Stefan Hausenbiegl (Auteur), 2013, Fachmodul Trainingslehre 2. Training mit einem 26-jährigen Kandidaten inklusive Leistungseinstufung und Hollman-Venrath-Test, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307230