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Indonesien. Die muslimische Demokratie

Titre: Indonesien. Die muslimische Demokratie

Livre Spécialisé , 2015 , 202 Pages

Autor:in: Claudia Draemann (Auteur), Annegret Vogel (Auteur), Frank Lutz (Auteur), Katharina Werner (Auteur)

Etudes sur l'Asie du Sud, Etudes sur l'Asie du Sud-Est
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Résumé Extrait Résumé des informations

Nirgends auf der Welt wohnen mehr Muslime als in der jungen Demokratie Indonesien. Die indonesische Verfassung verleiht allen Religionen die gleichen Rechte. Islam und Religionsfreiheit – kann das funktionieren?

Hierzulande führen der weltweite Terrorismus und die steigenden Flüchtlingszahlen bei vielen zu Verunsicherung. Das Land in Südostasien zeigt, dass Islam, Religionsfreiheit und Demokratie sich zumindest in der Theorie nicht gegenseitig ausschließen. In der Praxis sorgten islamistische Gruppierungen und Anschläge in der Vergangenheit allerdings für Zweifel.

Die Studien in diesem Band analysieren Indonesien und die Rolle des Islams in der noch jungen Demokratie. Neben einem Überblick über das Land stehen dabei die Möglichkeiten und Grenzen religiöser Vielfalt im Fokus.

Aus dem Inhalt:
• Religiöse Freiheit laut Staatsideologie „Pancasila“
• Islamismus und Terrorismus: Bali-Anschläge und darüber hinaus
• Politische Maßnahmen – „Einheit in Vielfalt“ durch Dezentralisierung?
• Debatten um Scharia und das Anti-Pornogesetz

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Claudia Draemann (2007): Wechselnde Interpretationen religiöser Freiheiten nach Einführung der Pancasila in Indonesien

1 Einleitung

2 Die Einführung der Pancasila in Indonesien – ein historischer Überblick

3 Toleranz von religiösen Freiheiten – die besondere gesellschaftliche und religiöse Situation in Indonesien

4 Religiöse Freiheiten unter der alten Ordnung

5 Religiöse Freiheiten unter der neuen Ordnung

6 Schlussfolgerungen

Annegret Vogel (2012): Terrorismus in Indonesien. Politische und ökonomische Folgen der Bali-Anschläge 2002

1 Einleitung

2 Definition Terrorismus

3 Indonesien zwischen Autoritarismus und Demokratie

4 Folgen der Anschläge auf Bali 2002

5 Schlussfolgerung

Frank Lutz (2007): Regionale Autonomie als Folge politischer Entwicklungen in Indonesien seit 1998

1 Einleitung

2 Klärung zentraler Begriffe

3 Zur Entstehung des zentralistischen Staatsaufbaus in Indonesien

4 Dezentralisierung und Regionale Autonomie seit 1998

5 Fallstudie 1: Dezentralisierungsprozesse am Beispiel von Banyumas

6 Fallstudie 2: Dezentralisierungsprozesse am Beispiel von Tapanuli

7 Fallstudie 3: Dezentralisierungsprozesse am Beispiel von Sulawesi Selatan

8 Schlussbetrachtung und Ausblick

Katharina Werner (2009): Die Rolle des Islam im religiösen Pluralismus Indonesiens

1 Einleitung

2 Begriffliche Abgrenzungen

3 Religiöser Pluralismus und Toleranz in Indonesien

4 Historische Hintergründe

5 Der indonesische Islam

6 Islamismus und islamistische Strömungen in Indonesien

7 Die Debatte um die Einführung der Shari’ah

8 Das Anti-Pornographiegesetz

9 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegenden Arbeiten analysieren verschiedene Facetten der gesellschaftspolitischen Entwicklung Indonesiens, mit einem besonderen Fokus auf religiöse Freiheiten, die Auswirkungen von Terrorismus auf politische und ökonomische Stabilität sowie die Prozesse regionaler Autonomie und die Rolle des Islams im religiösen Pluralismus des Landes.

  • Die Interpretation religiöser Freiheiten im Kontext der Pancasila-Ideologie.
  • Die Auswirkungen der Bali-Anschläge auf die innenpolitische Stabilität und die ökonomische Entwicklung Indonesiens.
  • Die Herausforderungen und Prozesse der administrativen und politischen Dezentralisierung (Otonomi Daerah).
  • Die Interaktion zwischen verschiedenen ethnischen Gruppierungen, Regionen und dem indonesischen Zentralstaat.
  • Die Rolle des Islams im gesellschaftlichen Pluralismus sowie der Umgang mit extremistischen Strömungen und rechtlichen Anforderungen wie der Shari'ah.

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Indonesien ist nicht nur eines der bevölkerungsreichsten Länder der Erde, son dern auch hinsichtlich seiner geographischen, sozialen, politischen und wirt schaftlichen Situation eines der vielseitigsten. Seit seiner ersten Besiedlung vor ca. 500.000 Jahren zeigte sich, dass die geographische Lage und die damit ver bundenen Interessen der eigenen Bevölkerung und die der übrigen Länder der Erde zu einer ständigen Auseinandersetzung um Rechte und Freiheiten, sowohl in persönlichen als auch öffentlichen Bereichen, führten. Dies spiegelte sich in Belagerungen durch Piraten, wirtschaftlichen Einflussnahmen durch andere Länder im Zuge der Kolonialisierung (z. B. durch die Niederlande), in zahlrei chen politischen Umbrüchen, aber auch in der Vielfältigkeit seiner religiösen Gruppierungen wider, die versuchten, sich miteinander zu arrangieren.

Bis zum heutigen Tage gibt es in Indonesien eine weltweit einzigartige Verfas sung (Pancasila), die festlegt, dass alle Menschen in Indonesien ihre eigenen spezifischen religiösen Freiheiten leben dürfen und sollen. Bis zur Verabschie dung dieser Verfassung sind der Staat und die Bevölkerung einen weiten Weg gegangen. Auch nach der Einführung der Pancasila ist kein Ende des Weges in Sicht. Darmadi, ein Forscher des Center for the Study of Islam and Society (PPIM) in Jakarta, klagt an, dass aktuell im Jahr 2006 die Menschen nicht in der Lage sind, ihre Religionen frei auszuüben. Brennende Kirchen, zerstörte Mo scheen und wütender Mob, der Gläubige angreift, sind nur einige Beispiele für eine nicht funktionierende Demokratie, die Religionsfreiheit nicht immer zu lässt. Der „International Religious Freedom Report 2006“ des U.S. State De partment für Indonesien stellt diesbezüglich fest, dass die indonesische Regie rung manchmal Diskriminierungen religiöser Gruppierungen toleriert, den Missbrauch dieser Gruppen durch private Akteure zulässt und es versäumt, Tä ter zu bestrafen. Die Forderung nach einem stärkeren indonesischen Staat scheint berechtigt zu sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung, inwieweit sich die Interpretationen religiöser Freiheiten der wichtigsten religiösen Gruppierungen nach der Einführung der Pancasila in Indonesien verändert haben.

2 Die Einführung der Pancasila in Indonesien – ein historischer Überblick: Das Kapitel stellt die ideologischen Grundlagen der Pancasila-Ideologie vor und erläutert ihre historische Entwicklung von einem notwendigen Kompromiss bis hin zu einer offiziellen zivilen Staatsreligion.

3 Toleranz von religiösen Freiheiten – die besondere gesellschaftliche und religiöse Situation in Indonesien: Hier werden die demografischen und geografischen Gegebenheiten Indonesiens analysiert, um die Komplexität des religiösen Pluralismus und das Konfliktpotenzial bei der Ausübung religiöser Freiheiten aufzuzeigen.

4 Religiöse Freiheiten unter der alten Ordnung: Das Kapitel untersucht die verschiedenen religiösen Sichtweisen und das Machtgleichgewicht zwischen Nationalisten, Kommunisten und Muslimen während der Ära Sukarno.

5 Religiöse Freiheiten unter der neuen Ordnung: Es wird die Ära Suharto analysiert, in der muslimische Gruppierungen stärker mit der Regierung verhandelten und Konflikte durch neue regulatorische Rahmenbedingungen zu lösen versucht wurden.

6 Schlussfolgerungen: Das Kapitel gibt einen Ausblick auf die aktuelle Situation und notwendige Maßnahmen zur Gewährleistung der Religionsfreiheit angesichts von Extremismus und staatlicher Schwäche.

Schlüsselwörter

Indonesien, Pancasila, Religionsfreiheit, Islam, Demokratisierung, Dezentralisierung, Regionale Autonomie, Terrorismus, Bali-Anschläge, Gesellschaftlicher Pluralismus, Politische Stabilität, Batak, Zentralismus, Soeharto, Post-Soeharto-Ära

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesen Arbeiten grundsätzlich?

Die Arbeiten befassen sich mit den gesellschaftspolitischen Transformationen Indonesiens, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Religion, Staat und regionaler Selbstverwaltung seit der Unabhängigkeit bis in die 2000er Jahre.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Bedeutung der Pancasila als Staatsideologie, die Auswirkungen von Terroranschlägen auf die politische Stabilität, die Dezentralisierungsprozesse sowie die Rolle religiöser Minderheiten und des Islams in einer pluralistischen Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das primäre Ziel ist es, die komplexen Dynamiken zu untersuchen, die Indonesiens Weg zur Demokratie beeinflussen, sowie die Auswirkungen von Regierungsreformen und gesellschaftlichen Spannungen auf die nationale Identität und Stabilität zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autoren nutzen eine qualitative Analyse, basierend auf Literaturrecherchen, Berichten internationaler Organisationen, statistischen Daten zur Bevölkerungsstruktur und der Auswertung politischer Dokumente und Debatten.

Was wird im Hauptteil der Arbeiten behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in historische Analysen der Staatsbildung, Fallstudien zu spezifischen Dezentralisierungsprozessen in verschiedenen Regionen (z. B. Banyumas, Tapanuli, Sulawesi) und Untersuchungen zum Verhältnis zwischen religiösen Gruppen und dem Staat.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeiten werden durch Begriffe wie Pancasila, Religionsfreiheit, Dezentralisierung, Otonomi Daerah, Islam, gesellschaftlicher Pluralismus und politische Stabilität in Indonesien charakterisiert.

Inwiefern hat die Dezentralisierung zu Korruption in den Regionen geführt?

Mehrere Autoren führen an, dass durch die weitreichende Übertragung von Kompetenzen und mangelnde Transparenz eine "Dezentralisierung der Korruption" stattgefunden hat, da lokale Eliten ihre neue Machtbefugnis zur Befriedigung persönlicher Interessen nutzten.

Warum wird das Forum "Cah Purbalingga" in der Fallstudie zu Banyumas erwähnt?

Das Forum dient als Beispiel, um aufzuzeigen, wie sich die Bevölkerung online zu Fragen der Provinzgründung äußert und welche unterschiedlichen Meinungen und Wissensstände innerhalb der Bevölkerung in Bezug auf politische Reformprozesse existieren.

Was ist das "SARA-Prinzip" und warum ist es relevant?

SARA (Sukuisme, Agama, Ras, Antar-bangsa) bezeichnet ein Prinzip, das soziale Spannungen durch Tabuisierung ethnischer, religiöser und rassistischer Themen in der Öffentlichkeit unterdrücken sollte, um den nationalen Frieden zu wahren – ein Prinzip, das durch die Demokratisierung zunehmend unter Druck gerät.

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Résumé des informations

Titre
Indonesien. Die muslimische Demokratie
Auteurs
Claudia Draemann (Auteur), Annegret Vogel (Auteur), Frank Lutz (Auteur), Katharina Werner (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
202
N° de catalogue
V307380
ISBN (PDF)
9783668055124
ISBN (ebook)
9783956871801
ISBN (Livre)
9783956879135
Langue
allemand
mots-clé
indonesien demokratie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Claudia Draemann (Auteur), Annegret Vogel (Auteur), Frank Lutz (Auteur), Katharina Werner (Auteur), 2015, Indonesien. Die muslimische Demokratie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307380
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