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Kontrastive Analyse von Personenbezeichnungen in Stellenanzeigen in englischer und deutscher Sprache

Titel: Kontrastive Analyse von Personenbezeichnungen in Stellenanzeigen in englischer und deutscher Sprache

Hausarbeit , 2010 , 13 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Felix Braune (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der kontrastiven Linguistik ist es immer das Ziel, Sprache, genauer gesagt Sprachen, zu vergleichen. Wenn die Überschrift nun ankündigt, dass deutsche und englische Stellenanzeigen unter dem Aspekt der Personenbezeichnungen kontrastiert werden sollen, so ist dies eine spezielle Form der kontrastiven Linguistik, die eine bestimmte Gruppe oder Art von Wörtern untersucht. In diesem Fall sollen englische und deutsche Stellenanzeigen synchron verglichen werden. Dabei sollen zufällig ausgewählte Stellenanzeigen auf Bezeichnungen, Wörter und Inhalte untersucht werden, die geschlechtsspezifisch für Männer und/oder für Frauen stehen.

Es soll analysiert werden, welche Wörter geschlechtsspezifisch sind und entweder weibliche oder männliche Personen, die diese Stellenanzeigen lesen, ansprechen oder im Gegenteil, eine dieser Personengruppen direkt oder indirekt ausschließen. Gleichwohl, wenn dieses Thema schon oft diskutiert wurde und zahlreiche, auch empirische, Studien vorliegen, so will ich trotzdem eine Analyse versuchen, mit dem Ziel, die Unterschiede der geschlechtsspezifischen Bezeichnungen in zwei Sprachen darzustellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Analyse der Stellenanzeigen in deutscher Sprache

3.0 Analyse der Stellenanzeigen in englischer Sprache

4.0 Kontrastive Analyse der deutschen und englischen Stellenanzeigen

5.0 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht kontrastiv die sprachliche Gestaltung von Personenbezeichnungen in deutschen und englischen Stellenanzeigen, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Hinblick auf geschlechtergerechte und geschlechtsneutrale Formulierungen aufzuzeigen.

  • Vergleich von deutschen und englischen Stellenanzeigen hinsichtlich ihrer Gender-Sensibilität
  • Analyse der Verwendung von "Splitting" als Mittel zur geschlechtergerechten Sprache
  • Untersuchung von Einflüssen der Grammatik auf die Wahl von Personenbezeichnungen
  • Bewertung der professionellen Formulierung und möglichen Diskriminierungspotenzials in Jobausschreibungen
  • Diskussion über den Zusammenhang von Sprachwandel und feministischer Sprachpolitik

Auszug aus dem Buch

2.0 Analyse der Stellenanzeigen in deutscher Sprache

In den vorliegenden, deutschen Stellenanzeigen findet häufig eine Teilung der Personenbezeichnungen in beide Geschlechter, von Hellinger als „Splitting“ bezeichnet, bei der Beschreibung des gesuchten Personals oder bei der Berufsbezeichnung der ausgeschriebenen Stelle statt.

Dieses Splitting kann folgendermaßen aussehen: Es ist entweder in Klammern der Berufsbezeichnung nachgestellt: „Mediengestalter Digital und Print / Fachrichtung Konzeption und Visualisierung (m/w)“ und macht deutlich, dass beide Geschlechter für die Stelle gesucht werden. Oder es findet in der Berufsbezeichnung statt: „Konstrukteur/in“ oder „Techn. Vertriebsmitarbeiter/in im Außendienst“. Diese Art des Splitting ist die eindeutigste, da sie direkt in der Personenbezeichnung zu finden ist. Sie ist durch das optionale Suffix [-in] sofort sichtbar und schließt beide Geschlechter ein. Eine solche Personenbezeichnung wäre eine geschlechtergerechte Sprache.

Ein Splitting findet in allen der zufällig ausgewählten Branchen statt. Wie die prozentualen Anteile des Splitting in den einzelnen Branchen sind, kann in dieser Arbeit nicht dargestellt werden, da keine empirischen Daten vorliegen.

In den, zu dieser Arbeit untersuchten, Anzeigen in deutscher Sprache findet bei 19 von 21 Anzeigen ein Splitting statt. Bei 11 Anzeigen davon ist dies in Form von „(m/w)“ zu finden. Das sind ca. 50 % der zufällig ausgewählten Anzeigen aus unterschiedlichen Branchen. Dabei bleibt die beschriebene Berufsbezeichnung maskulin. Dies kann, auch wenn es hier ein Splitting gibt, diskriminierend gewertet werden, da der Blick der Arbeitssuchenden beim Lesen der Anzeige zuerst auf die maskuline Form der Berufsbezeichnung fällt und dann erst auf die kleine, fast immer in Klammern gesetzte Teilung der Geschlechter in männlich und weiblich.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der kontrastiven Untersuchung, die Verwendung geschlechtsspezifischer Begriffe in aktuellen deutschen und englischen Stellenanzeigen anhand zufällig ausgewählter Beispiele zu analysieren.

2.0 Analyse der Stellenanzeigen in deutscher Sprache: Dieses Kapitel untersucht die Anwendung des sogenannten "Splitting" sowie anderer neutraler Formulierungen im Deutschen und beleuchtet die problematische Voranstellung maskuliner Bezeichnungen.

3.0 Analyse der Stellenanzeigen in englischer Sprache: Hier wird aufgezeigt, dass im Englischen aufgrund grammatikalischer Gegebenheiten deutlich seltener geschlechtergerechte Formulierungen verwendet werden und maskuline Bezeichnungen dominieren.

4.0 Kontrastive Analyse der deutschen und englischen Stellenanzeigen: Dieses Kapitel stellt die beiden Sprachen direkt gegenüber und schlussfolgert, dass im Deutschen eine stärkere Tendenz zur geschlechtergerechten Sprache besteht als im Englischen.

5.0 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass trotz feministischer Sprachpolitik noch keine vollständige sprachliche Gleichbehandlung in Stellenanzeigen erreicht wurde und der Sprachwandel in beiden Sprachen fortwährende soziolinguistische Untersuchung erfordert.

Schlüsselwörter

Kontrastive Linguistik, Stellenanzeigen, Personenbezeichnungen, Splitting, geschlechtergerechte Sprache, geschlechtsneutrale Formulierungen, maskuline Genera, feministische Sprachpolitik, Soziolinguistik, Sprachwandel, Diskriminierung, Gleichberechtigung, Arbeitsmarkt, Berufsbezeichnungen, Gender-Sensibilität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der kontrastiven Untersuchung der sprachlichen Gestaltung von Personenbezeichnungen in Stellenanzeigen, um aufzuzeigen, wie unterschiedliche Sprachen mit dem Thema Geschlechtergerechtigkeit umgehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die kontrastive Linguistik, feministische Sprachpolitik, die Analyse von Sprachwandelprozessen sowie die rechtliche und gesellschaftliche Relevanz geschlechtergerechter Formulierungen in beruflichen Kontexten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei der Verwendung geschlechtsspezifischer Bezeichnungen in deutschen und englischen Anzeigen aufzuzeigen und zu prüfen, inwieweit diese den Anspruch einer geschlechtergerechten Sprache erfüllen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt eine kontrastive linguistische Analyse von jeweils 21 zufällig ausgewählten deutschen und englischen Stellenanzeigen, um aktuelle sprachliche Tendenzen deskriptiv darzustellen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der deutschen Anzeigen (insb. Splitting-Methoden), die Analyse der englischen Anzeigen (insb. grammatikalische Einschränkungen bei Feminina) sowie deren direkten sprachlichen Vergleich.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie "Splitting", "generisches Maskulinum", "feministische Sprachplanung" und "geschlechtsneutrale Formulierung" charakterisiert.

Warum wird im Englischen seltener ein "Splitting" angewendet als im Deutschen?

Der Autor begründet dies primär mit der Grammatik des Englischen, die im Vergleich zum Deutschen kaum feminine Ableitungen für maskuline Personenbezeichnungen kennt, wodurch das Splitting-Verfahren dort seltener als zielführend angesehen wird.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Wirksamkeit geschlechtergerechter Sprache?

Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass die bloße Verwendung geschlechtergerechter Sprache oder Splitting nicht automatisch zu einer tatsächlichen Erhöhung der Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt führt, auch wenn sie aus Sicht der feministischen Sprachpolitik als wichtig erachtet wird.

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Details

Titel
Kontrastive Analyse von Personenbezeichnungen in Stellenanzeigen in englischer und deutscher Sprache
Hochschule
Göteborgs Universitet  (Institutionen för språk och litteraturer)
Veranstaltung
Kontrastiv lingvistik
Note
2,0
Autor
Felix Braune (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
13
Katalognummer
V307437
ISBN (eBook)
9783668059207
ISBN (Buch)
9783668059214
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kontrastive Linguistik Linguistik Gender Stellenanzeigen Geschlechterbezeichnungen Sprache
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Felix Braune (Autor:in), 2010, Kontrastive Analyse von Personenbezeichnungen in Stellenanzeigen in englischer und deutscher Sprache, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307437
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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