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Fahren mit Fahrassistenssystemen. Betrachtung der Interaktionsbeziehung zwischen Mensch und Maschine unter der Hybridperspektive nach Werner Rammert

Title: Fahren mit Fahrassistenssystemen. Betrachtung der Interaktionsbeziehung zwischen Mensch und Maschine unter der Hybridperspektive nach Werner Rammert

Term Paper , 2015 , 16 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Bastian Mehlfeld (Author)

Sociology - Culture, Technology, Nations
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In der vorliegenden Arbeit wird die Frage aufgeworfen, inwieweit sich die Beziehung zwischen einem Menschen mit einem Pkw, welches mit Fahrassistenzsystemen ausgestattet ist, charakterisieren lässt. Hierbei wird unter der akteur-netzwerk-theoretischen Hybridperspektive von Werner Rammert ein Audi A8 mit dem Fahrassistenzsystemen „ACC“ und einem Notbremsassistenten „Pre Sense Front“ in drei hypothetischen Fahrsituationen betrachtet und eingeordnet. Dabei wird neben der Herausstellung der Beziehungsform auch verdeutlicht, dass diese nicht statisch, sondern situativ sind. Nach der Charakterisierung erfolgen dann eine Auseinandersetzung vergleichend zu Bruno Latours Akteur-Netzwerk-Theorie in Bezug auf die herausgestellte Delegation von menschenähnlichen Kognitionsprozessen an technische Systeme, sowie eine Einordnung der Ergebnisse hinsichtlich der neuen Herausforderungen für die am Verkehr und dem Autofahren beteiligten Institutionen und Entwickler.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Verteiltes Handeln in soziotechnischen Konstellationen – die Hybridperspektive von Werner Rammert

3. Anwendung der Hybridperspektive auf das Fahren eines Autos mit Assistenzsystemen

3.1. Vorbedingungen und Konkreter Fall

3.2. Einordnung des technischen Systems in den Dimensionen der Aktivität

3.3. Einordnung des Aktivitätsniveaus des technischen Systems

3.4. Distributed Action –Betrachtung der Handlungs- und Aufgabenverteilung zwischen dem Fahrer und dem technischen System

4. Fazit & Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Interaktionsbeziehung zwischen Mensch und Maschine in modernen Pkw unter der akteur-netzwerk-theoretischen Hybridperspektive von Werner Rammert. Ziel ist es, anhand eines Audi A8 mit Fahrassistenzsystemen (ACC und Pre Sense Front) zu analysieren, wie sich die Handlungs- und Aufgabenverteilung situativ zwischen Fahrer und technischem System verschiebt und welche Anforderungen dies an zukünftige gesellschaftliche Institutionen stellt.

  • Analyse soziotechnischer Konstellationen nach Werner Rammert.
  • Untersuchung von Fahrassistenzsystemen (ACC und Pre Sense Front) in hypothetischen Fahrsituationen.
  • Kategorisierung des technischen Aktivitätsniveaus und der Beziehungsformen zwischen Mensch und Maschine.
  • Einordnung der „Distributed Action“ in modernen Fahrzeugen.
  • Diskussion gesellschaftlicher Herausforderungen für Entwickler und Institutionen.

Auszug aus dem Buch

3.2. Einordnung des technischen Systems in den Dimensionen der Aktivität

Unter den Aspekt der Motorik ist das Fahrzeug eine mobile Maschine, die sich jedoch nicht ohne Zutun des Menschen bewegt. Das Fahrzeug bedarf den Fahrer und dessen Handlungen wie Beschleunigen, Lenken und Bremsen, um dass es von einer unbewegten zur automobilen Maschine werden kann. Anders hingegen sieht es schon bei der Aktorik in Verbindung mit dem ACC aus. Das ACC ist ein Abstandsregeltempomat, der es ermöglicht, eine vom Fahrer zuvor eingestellte Geschwindigkeit konstant einzuhalten, ohne dass der Fahrer hierbei weiter das Gaspedal bedienen muss. Fährt man auf ein etwas langsameres Fahrzeug auf, ist das System in der Lage, automatisch den richtigen Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einzuhalten und sich auch an deren Geschwindigkeit anzupassen.

Dies realisiert das System, indem es auf eine Radarsensortechnik zurückgreift, der den vorausfahrenden Verkehr überwacht und die Geschwindigkeit und Position des Vorausfahrenden in Relation zum eigenen Fahrzeug stetig ermittelt und auswertet. Ermittelt das System hierbei ein herannahendes Fahrzeug, gelangen die ermittelten Daten über den CAN-BUS (Controller Area Network) zum Steuergerät, welches die Daten dann entsprechend von allen anderen beteiligten Teilsystemen fusioniert, mittels Algorithmen softwaretechnisch auswertet und entsprechend der Fahrsituation Anpassungen vornimmt. Dabei greift das Steuergerät in stetiger Abstimmung zu den Radar- und Sensordaten auf die Teilsysteme der Bremsanlage (ABS & ESP) sowie den Motormanagement zurück und regelt (entweder über den Motor oder über die Bremsanlage) die eigene Fahrzeuggeschwindigkeit auf den Vorausfahrenden und stellt den Fahrsicherheitsabstand in Bezug auf die Geschwindigkeit her.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die moralischen und technischen Dilemmata des autonomen Fahrens ein und formuliert die Fragestellung nach der Struktur der Interaktion zwischen Fahrer und assistiertem Fahrzeug.

2. Verteiltes Handeln in soziotechnischen Konstellationen – die Hybridperspektive von Werner Rammert: Das Kapitel erläutert den theoretischen Ansatz von Werner Rammert zur Beschreibung von Mensch-Maschine-Interaktionen als Alternative zu Bruno Latour.

3. Anwendung der Hybridperspektive auf das Fahren eines Autos mit Assistenzsystemen: Dieser Abschnitt überträgt das theoretische Modell auf reale Fahrassistenzsysteme wie ACC und Pre Sense Front, um deren Wirkungsweise und Aktivitätsstufen zu klassifizieren.

4. Fazit & Ausblick: Das Fazit stellt fest, dass Rammerts Hybridperspektive eine geeignete Methode zur Analyse von Mensch-Technik-Beziehungen darstellt und weist auf die Notwendigkeit einer interdisziplinären Sozionik hin.

Schlüsselwörter

Hybridperspektive, Werner Rammert, Fahrassistenzsysteme, Mensch-Maschine-Interaktion, Akteur-Netzwerk-Theorie, ACC, Pre Sense Front, Distributed Action, Automobil, Techniksoziologie, Aktivitätsniveau, Sensortechnik, Softwaretechnik, Sozionik, Verkehrssicherheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die sich wandelnde Beziehung zwischen Mensch und Maschine bei modernen Pkw, die mit Fahrassistenzsystemen ausgestattet sind.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die techniksoziologische Einordnung von Assistenzsystemen, das Konzept des verteilten Handelns und die Interaktionsformen zwischen Mensch, Fahrzeug und Umwelt.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Beziehungsform und die Aufgabenverteilung zwischen Fahrer und Fahrzeug unter der Hybridperspektive von Werner Rammert zu charakterisieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine techniksoziologische Analyse angewandt, die das Modell der Hybridperspektive auf ein konkretes Fallbeispiel (Audi A8) und drei hypothetische Fahrsituationen anwendet.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Im Hauptteil werden die Funktionen von ACC und Pre Sense Front detailliert in Bezug auf ihre motorischen, aktorischen, sensorischen und informatischen Dimensionen untersucht.

Welche Schlüsselbegriffe sind für das Verständnis der Arbeit essentiell?

Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen die Hybridperspektive, Distributed Action, technische Aktivitätsniveaus und die Interaktion in soziotechnischen Konstellationen.

Warum wurde Werner Rammerts Ansatz dem von Bruno Latour vorgezogen?

Rammerts Ansatz wurde gewählt, da er sich stärker auf die spezifischen Interaktions- und Beziehungsformen zwischen Mensch und Technik konzentriert als der eher meso-makropolitisch ausgerichtete Ansatz von Latour.

Welche Herausforderungen ergeben sich für Werkstätten und Fahrschulen durch den technischen Wandel?

Die zunehmende Komplexität erfordert eine breitere Wissensbasis, da nicht mehr nur rein mechanische, sondern vermehrt softwarebasierte Probleme gelöst und erklärt werden müssen.

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Details

Title
Fahren mit Fahrassistenssystemen. Betrachtung der Interaktionsbeziehung zwischen Mensch und Maschine unter der Hybridperspektive nach Werner Rammert
College
Technical University of Berlin  (Soziologie)
Course
Techniksoziologie
Grade
1.3
Author
Bastian Mehlfeld (Author)
Publication Year
2015
Pages
16
Catalog Number
V307550
ISBN (eBook)
9783668057289
ISBN (Book)
9783668057296
Language
German
Tags
Fahrassistenzsysteme Beziehung Mensch Auto hybridperspektive werner rammert audi a8 acc pre sense front fahrsituationen einordung bruno latour akteur-netzwerk-theorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bastian Mehlfeld (Author), 2015, Fahren mit Fahrassistenssystemen. Betrachtung der Interaktionsbeziehung zwischen Mensch und Maschine unter der Hybridperspektive nach Werner Rammert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307550
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