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Neuerungen durch das Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz BilRUG

Auswirkungen auf das außerordentliche Unternehmensergebnis, Umsatzerlöse und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens

Titel: Neuerungen durch das Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz BilRUG

Ausarbeitung , 2015 , 18 Seiten

Autor:in: Henning Pollmann (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit untersucht drei signifikante Neuerungen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes BilRUG im Vergleich zu den vorher geltenden Bestimmungen des Handelsgesetzbuches: Die Darstellung des außerordentlichen Unternehmensergebnisses im Jahresabschluss, den Begriff der Umsatzerlöse und die Abschreibung von immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Ziele des BilRUG

3. Neuregelungen im Bezug auf den Ansatz von außerordentlichen Erträgen und Aufwendungen

3.2 Aus der Neuregelung entstehende Veränderungen im Jahresabschluss

3.3 Mögliche Folgen aus den Änderungen

4. Neuregelungen im Bezug auf den Ansatz von Umsatzerlösen

4.1 Aus der Neuregelung entstehende Veränderungen im Jahresabschluss

4.2 Mögliche Folgen aus den Änderungen

5. Neuregelungen im Bezug auf die Abschreibung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens

5.1 Aus der Neuregelung entstehende Veränderungen im Jahresabschluss

5.2 Mögliche Folgen aus den Änderungen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) auf die deutsche Rechnungslegung. Ziel ist es, drei zentrale bilanzrechtliche Neuerungen im Vergleich zu den vorherigen HGB-Bestimmungen zu untersuchen und deren Konsequenzen für die Unternehmenspublizität sowie die Vergleichbarkeit von Jahresabschlüssen zu bewerten.

  • Neuregelung der Darstellung außerordentlicher Erträge und Aufwendungen
  • Anpassung der Definition und des Ausweises von Umsatzerlösen
  • Änderungen bei der Abschreibung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände
  • Diskussion über die Auswirkungen auf die Transparenz und den Gläubigerschutz
  • Bewertung der angestrebten Entlastung kleiner und mittlerer Unternehmen

Auszug aus dem Buch

3. Neuregelungen im Bezug auf den Ansatz von außerordentlichen Erträgen und Aufwendungen

Bisher wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) eine Unterteilung zwischen dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und dem außerordentlichen Ergebnis vorgenommen. Außerordentliche Erträge und Aufwendungen sind solche die "außerhalb der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegen". Sie sind dadurch gekennzeichnet, dass die Vorgänge die ihnen zugrunde liegen ungewöhnlich sind, sie selten anfallen und eine wesentliche Wirkung auf das Ergebnis haben. Dementsprechend sind sie nicht vorhersehbar und damit weder der Art, noch der Höhe nach im Vorfeld kalkulierbar.

Durch diese Abgrenzung soll es dem Bilanzleser ermöglicht werden solche Einflussfaktoren, die voraussichtlich selten oder gar nicht erneut eintreten, zu erkennen. Durch das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird ein Bild davon vermittelt, wie das Unternehmen seinem Zweck nach wirtschaftet und ob es positive Überschüsse daraus generiert.

Diese Unterscheidung wird nach Inkrafttreten des BilRUG in der GuV nicht mehr vorgenommen. Eine Angabe findet ausschließlich im Anhang statt. Auch die Art des außergewöhnlichen Ergebnisses ist hier zu erläutern, eine Einschränkung anhand der Wesentlichkeit, wie bisher gültig, entfällt (zukünftig § 285 Nr. 31 HGB).

Ein Beispiel für solche außerordentlichen Vorfälle sind Erträge aus einem Forderungsverzicht von Gläubigern, beispielsweise durch Sanierungsmaßnahmen im Rahmen einer drohenden Insolvenz. Auch wesentliche außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund von Katastrophen stellen einen solchen Sonderfall mit wesentlicher Ergebniswirkung dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Es wird die Notwendigkeit einer Gesetzesanpassung erläutert und die Einbettung des BilRUG in das deutsche Handelsgesetzbuch nach der BilMoG-Reform dargestellt.

2. Ziele des BilRUG: Das Kapitel beschreibt das Hauptziel der Harmonisierung der Rechnungslegung innerhalb der EU sowie das Bestreben nach Bürokratieabbau für Unternehmen.

3. Neuregelungen im Bezug auf den Ansatz von außerordentlichen Erträgen und Aufwendungen: Es wird die Abschaffung des außerordentlichen Ergebnisses in der GuV zugunsten einer Anhangangabe sowie die damit einhergehende Problematik der Transparenz untersucht.

3.2 Aus der Neuregelung entstehende Veränderungen im Jahresabschluss: Anhand eines Beispiels der Commerzbank AG wird veranschaulicht, wie der Wegfall des außerordentlichen Ergebnisses die Ergebnisdarstellung verändert.

3.3 Mögliche Folgen aus den Änderungen: Das Kapitel diskutiert die Gefahr einer Verzerrung des Unternehmensergebnisses und die mögliche Gefährdung der Informationsfunktion für Gläubiger.

4. Neuregelungen im Bezug auf den Ansatz von Umsatzerlösen: Der Fokus liegt auf dem Wegfall des Kriteriums der "gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" bei der Umsatzdefinition und der daraus resultierenden Ausweitung des Umsatzbegriffs.

4.1 Aus der Neuregelung entstehende Veränderungen im Jahresabschluss: Es wird exemplarisch an der Telekom AG gezeigt, wie sonstige betriebliche Erträge künftig als Umsatzerlöse ausgewiesen werden könnten.

4.2 Mögliche Folgen aus den Änderungen: Die Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit von Jahresabschlüssen sowie die potenziell erhöhte Publizitätspflicht für mittelgroße Unternehmen werden thematisiert.

5. Neuregelungen im Bezug auf die Abschreibung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens: Das Kapitel behandelt die gesetzliche Fixierung der Nutzungsdauer auf zehn Jahre, wenn diese nicht verlässlich geschätzt werden kann.

5.1 Aus der Neuregelung entstehende Veränderungen bei der Aufstellung eines Jahresabschlusses: Es wird erklärt, wie die neue Gesetzgebung den bilanzpolitischen Spielraum der Unternehmen bei Abschreibungsdauern einschränkt.

5.2 Mögliche Folgen aus den Änderungen: Die Autoren diskutieren die Einschränkung künstlicher Bilanzverlängerungen und die Auswirkungen auf den Gläubigerschutz.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das BilRUG weitreichende Konsequenzen für die deutsche Rechnungslegung hat, wobei der Erfolg der angestrebten Zielsetzungen wie Bürokratieabbau und Transparenz von der Praxis kritisch begleitet wird.

Schlüsselwörter

BilRUG, Rechnungslegung, HGB, Jahresabschluss, außerordentliches Ergebnis, Umsatzerlöse, immaterielle Vermögensgegenstände, Abschreibungen, Bilanzierung, Gläubigerschutz, Transparenz, EU-Richtlinie, Bilanzpolitik, Publizitätspflicht, Unternehmensberichterstattung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Projektarbeit untersucht das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und dessen Auswirkungen auf zentrale Posten der deutschen Rechnungslegung, insbesondere den Jahresabschluss.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind der Ansatz außerordentlicher Erträge und Aufwendungen, die neue Definition von Umsatzerlösen sowie die bilanzielle Behandlung immaterieller Vermögensgegenstände.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die signifikanten Neuerungen des BilRUG gegenüber dem vorherigen HGB-Recht darzustellen und deren Folgen für Unternehmen und Bilanzleser kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis von Gesetzesentwürfen, Kommentierungen und dem Vergleich von Jahresabschlüssen verschiedener Unternehmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Abschnitte, die jeweils die Gesetzesänderung, die daraus resultierende Veränderung im Jahresabschluss und die möglichen Folgen für die Praxis analysieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie BilRUG, Jahresabschlussanalyse, Gläubigerschutz, Transparenz und HGB-Reform charakterisiert.

Welche Auswirkung hat der Wegfall des außerordentlichen Ergebnisses in der GuV?

Der Wegfall führt zu einer "saubereren" Darstellung der laufenden Geschäftstätigkeit, kann aber nach Ansicht des Autors die Transparenz verringern, da außergewöhnliche Einflüsse nun im umfangreichen Anhang gesucht werden müssen.

Wird durch das BilRUG die Bürokratie für kleine Unternehmen tatsächlich abgebaut?

Der Autor stellt dies in Frage, da die Umstellungsaufwendungen für die neuen Regeln und die Gefahr der Einstufung in höhere Größenklassen durch Umsatzänderungen den angestrebten Abbau der Bürokratie zunichtemachen könnten.

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Details

Titel
Neuerungen durch das Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz BilRUG
Untertitel
Auswirkungen auf das außerordentliche Unternehmensergebnis, Umsatzerlöse und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
Hochschule
Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth
Autor
Henning Pollmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
18
Katalognummer
V307553
ISBN (eBook)
9783668058927
ISBN (Buch)
9783668058934
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rechnungslegung HGB BilRUG BilMOG Bilanzrichtlinie Bilanzierung Jahresabschluss Geschäftsbericht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Henning Pollmann (Autor:in), 2015, Neuerungen durch das Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz BilRUG, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307553
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Leseprobe aus  18  Seiten
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