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Indirekte Messung der Einstellung zu Bewerbern mit Migrationshintergrund

Titel: Indirekte Messung der Einstellung zu Bewerbern mit Migrationshintergrund

Hausarbeit , 2015 , 18 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Linda Kajuth (Autor:in)

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit wird im Folgenden zunächst einen Überblick über die indirekte Messung von Einstellungen bieten und anschließend auf das Thema Einstellungen zu Bewerbern mit Migra-tionshintergrund eingehen. Dazu wird auch der aktuelle Stand der Forschung beleuchtet. Anschließend wird eine indirekte Messmethodik näher betrachtet und deren Anwendung zur Messung der Einstellung zu Bewerbern mit Migrationshintergrund beschrieben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Indirekte Messung von Einstellungen

3. Einstellungen zu Bewerbern mit Migrationshintergrund

3.1. Vorurteile und Diskriminierung gegen Personen mit Migrationshintergrund

3.2 Bisheriger Forschungsstand zu Einstellungen zu Bewerbern mit Migrationshintergrund

3.3 Nutzen der indirekten Messung der Einstellung zu Bewerbern mit Migrationshintergrund

4. Der Implizite Assoziation Test

4.1. Die Methodik des IAT

4.2. Vorschlag der Anwendung des IAT auf die Einstellungsmessung zu Bewerbern mit Migrationshintergrund

4.3. Ergebnisse und statistische Auswertung der Daten

5. Einschätzung und Machbarkeit der vorgeschlagenen Messmethodik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik unbewusster Vorurteile bei der Personalauswahl und evaluiert den Impliziten Assoziationstest (IAT) als wissenschaftliches Instrument, um diskriminierende Einstellungen gegenüber Bewerbern mit Migrationshintergrund messbar und somit sichtbar zu machen.

  • Benachteiligung von Migranten auf dem Arbeitsmarkt
  • Grenzen expliziter Befragungsmethoden
  • Funktionsweise und Methodik des Impliziten Assoziationstests (IAT)
  • Konzeption eines IAT-Versuchsaufbaus für Personalfachkräfte
  • Bedeutung der indirekten Messung für ein bewussteres Personalmanagement

Auszug aus dem Buch

4.1. Die Methodik des IAT

Der Implizite Assoziationtest von Greenwald, McGee und Schwarz von 1998 hat zum Ziel, unbewusste Assoziationen und Einstellungen aufzudecken. Er wird meist eingesetzt, wenn explizite Messmethoden mit hoher Wahrscheinlichkeit keine validen Ergebnisse liefern können. Dies ist häufig der Fall, wenn es sich um Einstellungen zu Themen wie Rasse, Sexualität oder Religion handelt. Hier können oder wollen Probanden bei expliziten Messverfahren oft nicht wahrheitsgemäß antworten. Zum einen kann das den Grund haben, dass sie ihre wahre Gesinnung nicht preisgeben wollen, da, wie schon zuvor erwähnt, ihnen ihre Antworten aufgrund der sozialen Unerwünschtheit unangenehm wären. Zum anderen sind sich die Teilnehmer ihrer wahren Tendenzen meist auch nicht bewusst. Selbst auf einfache, quantifizierbare Frage, werden oft unwahre Antworten gegeben, allein aus dem Grund, weil der Befragte tatsächlich der Überzeugung ist, das sie den Tatsachen entspricht. Diese Selbsttäuschung ist also ein Hindernis, die nur durch implizite Messverfahren wie dem IAT überwunden werden kann (IAT Corporation, 2014).

Der IAT basiert auf den Reaktionszeiten, die Probanden benötigen, um am Computer verschiedene Einstellungsgegenstände und Adjektive zu kategorisieren. Zum Beispiel müssen Wörter wie „Liebe“ oder „Hass“ den Kategorien „Gut“ und „Schlecht“ zugeordnet werden. Entsprechend müssen auch Items des Untersuchungsgegenstandes kategorisiert werden. Anschließend werden alle Kategorien kombiniert. So werden z.B. zunächst die Kategorie „Gut“ mit der Kategorie „Homosexuell“ und „Schlecht“ mit „Heterosexuell“ gepaart und in einem anderen Durchgang „Gut“ und „Schlecht“ ausgetauscht. Einem homophoben Menschen fiele die Zuordnung von einem homosexuellen Item zur Kategorie „Gut“ schwerer, als zur Kategorie „Schlecht“. Daher ist anzunehmen, dass er für die Zuordnung zur Kategorie „Gut“ etwas länger benötigt, als zur Kategorie „Schlecht“. Aus der durchschnittlichen Reaktionszeit der beiden kombinierten Durchgänge lassen sich somit Rückschlüsse auf die implizite Einstellung der Probanden ziehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Benachteiligung von Migranten bei der Personalauswahl und stellt die Notwendigkeit dar, unbewusste Einstellungen mittels indirekter Methoden messbar zu machen.

2. Indirekte Messung von Einstellungen: Dieses Kapitel definiert den Einstellungsbegriff und grenzt explizite Fragebogenmethoden von indirekten, impliziten Verfahren wie dem IAT ab.

3. Einstellungen zu Bewerbern mit Migrationshintergrund: Hier werden Vorurteile und Diskriminierung im beruflichen Kontext diskutiert sowie der bisherige Forschungsstand zur Benachteiligung von Bewerbern mit Migrationshintergrund dargelegt.

4. Der Implizite Assoziation Test: Nach einer methodischen Einführung des IAT wird ein konkreter Entwurf für dessen Anwendung zur Messung von Einstellungen gegenüber Bewerbern mit Migrationshintergrund konzipiert.

5. Einschätzung und Machbarkeit der vorgeschlagenen Messmethodik: Das abschließende Kapitel reflektiert kritisch die Reliabilität, die praktische Umsetzbarkeit des IAT-Vorschlags sowie die Notwendigkeit für weitere Forschung.

Schlüsselwörter

Personalauswahl, Migrationshintergrund, Impliziter Assoziationstest, IAT, Vorurteile, Diskriminierung, indirekte Messung, Einstellungen, Recruiting, soziale Erwünschtheit, Reaktionszeit, unbewusste Bias, Diversität, Arbeitsmarkt, Sozialpsychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der unbewussten Diskriminierung von Bewerbern mit Migrationshintergrund bei der Personalauswahl und prüft, ob der Implizite Assoziationstest (IAT) geeignet ist, diese Einstellungen objektiv zu erfassen.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Zentrale Themen sind die arbeitsmarktpsychologische Benachteiligung, die Abgrenzung von expliziter und impliziter Einstellungsforschung sowie die praktische Anwendung psychologischer Testverfahren im HR-Bereich.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen Weg aufzuzeigen, wie diskriminierende Einstellungen von Personalverantwortlichen mittels indirekter Testmethodik identifiziert werden können, da herkömmliche Befragungen durch soziale Erwünschtheit verzerrt sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse herangezogen?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der konzeptionellen Übertragung der IAT-Methodik auf ein spezifisches Szenario der Personalauswahl.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des IAT, eine Analyse der Diskriminierungsphänomene am Arbeitsmarkt und die detaillierte Ausarbeitung eines Testaufbaus inklusive Item-Auswahl für Personalfachkräfte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie "Impliziter Assoziationstest", "Diskriminierung", "Migrationshintergrund" und "indirekte Messung" charakterisiert.

Warum sind konventionelle Fragebögen laut der Autorin für dieses Thema unzureichend?

Da das Thema Diskriminierung stark mit sozialer Erwünschtheit behaftet ist, neigen Probanden dazu, ihre wahren, oft unbewussten Vorurteile in direkten Befragungen zu unterdrücken oder sich ihrer selbst gar nicht bewusst zu sein.

Welchen konkreten Vorschlag macht die Autorin für die Durchführung eines IAT?

Die Autorin schlägt vor, Personalfachkräfte zu testen, indem deutsche und ausländische Nachnamen (kategorisiert nach Nationalitäten) mit wertenden Begriffen ("Gut"/"Schlecht") in einem computerbasierten IAT kombiniert werden, um die Reaktionszeiten zu messen.

Wie wird der Erfolg bzw. die Wirkung des IAT-Tests in der Arbeit begründet?

Der IAT nutzt die Reaktionsgeschwindigkeit als Indikator für kognitive Assoziationen, was äußere Einflüsse minimiert und den Probanden mit ihren eigenen impliziten Vorurteilen konfrontieren kann, um Lösungsansätze für ein bewussteres Personalmanagement zu fördern.

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Details

Titel
Indirekte Messung der Einstellung zu Bewerbern mit Migrationshintergrund
Hochschule
( Europäische Fernhochschule Hamburg )  (BWL & Wirtschaftspsychologie)
Veranstaltung
Markt- & Werbepsychologie
Note
1,5
Autor
Linda Kajuth (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
18
Katalognummer
V307719
ISBN (eBook)
9783668060104
ISBN (Buch)
9783668060111
Sprache
Deutsch
Schlagworte
IAT Medienpsychologie Werbepsychologie Marktpsychologie Einstellung Bewerber Migrationshintergrund
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Linda Kajuth (Autor:in), 2015, Indirekte Messung der Einstellung zu Bewerbern mit Migrationshintergrund, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307719
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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