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Leben im Licht des Todes. Søren Kierkegaards "An einem Grab"

Titre: Leben im Licht des Todes. Søren Kierkegaards "An einem Grab"

Dossier / Travail de Séminaire , 2015 , 14 Pages , Note: 1.3

Autor:in: Floris Vergunst (Auteur)

Philosophie - Philosophie du XIXe siècle
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In diesem Aufsatz wird der Fokus auf einem Text liegen, den Kierkegaard schrieb als er 31 Jahre alt war. Der Text heißt ‚An einem Grabe‘ und wurde als eine Rede anlässlich einer Beerdigung geschrieben. Kierkegaard hat ihn unter seinem eigenen Namen veröffentlicht, was bedeutet, dass die Rede in einem relativ direkten Sinne seine eigenen Absichten zeigt.

Wie im Rest seines Werks, ist seine Absicht in erster Linie den Leser in seiner Existenz anzusprechen. Nicht der Tod als ein Problem für das Denken ist von zentraler Bedeutung, aber die Bedeutung des Todes im konkreten Leben. Die eigentliche Frage für Kierkegaard ist eine die wir schon bei Sokrates finden, nämlich, die Frage nach dem guten Leben im Angesicht des Todes, genauer gesagt die Frage, was ein gutes Verhältnis zur eigenen Sterblichkeit sei.

Es braucht keine Erläuterung, dass diese Frage auch heute noch von großer existentieller Bedeutung ist und sie wird daher auch das Leitmotiv dieser Hausarbeit sein. Der erste und größte Teil der Arbeit wird aus einer vollständigen Erörterung der Rede ‚An einem Grab‘ bestehen. Danach werden dann kurz zwei Themen besprochen, die in der Rede nicht im Vordergrund stehen, nämlich die Angst und der Tod des anderen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ernst und Stimmung

3. Die Entscheidung des Todes

4. Die Gleichheit des Todes

5. Die Ungleichheit des Todes

6. Die Unerklärlichkeit des Todes

7. Angst vor dem Tod

8. Das Individuum und der Tod des Anderen

9. Abschluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Søren Kierkegaards Rede "An einem Grab", um die zentrale philosophische Frage nach einem guten Leben im Angesicht der eigenen Sterblichkeit zu beantworten. Dabei wird analysiert, wie das Individuum durch einen ernsthaften Umgang mit dem Tod zu einer authentischen Lebensführung und einer bewussten Gestaltung der Existenz gelangen kann.

  • Kierkegaards philosophisches Verständnis von Ernst und Stimmung
  • Die existenzielle Bedeutung der Endlichkeit und der "Entscheidung des Todes"
  • Der Einfluss des Todesgedankens auf zwischenmenschliche Beziehungen und Demut
  • Die Rolle der Angst als notwendige Bedingung für persönliche Freiheit
  • Die Abgrenzung von Kierkegaards Position gegenüber antiken Auffassungen wie denen Epikurs

Auszug aus dem Buch

Die Entscheidung des Todes

Der erste Gedanke, den Kierkegaard erörtert, lautet: die Entscheidung des Todes ist entscheidend. Mit metaphorischer Sprache stellt er die Macht dar, die kein Mensch, sondern nur der Tod besitzt: der Zeit zu widerstehen. Der Entscheidung des Todes ist unwiderruflich und definitiv. Er setzt eine absolute, unüberschreitbare Grenze zum Leben. „Wenn er kommt, so heißt es: bis hierher, keinen Schritt weiter; so ist denn der Abschluß gemacht, nicht ein Buchstabe wird hinzugesetzt.“ 8 Zu bedenken, dass eine Zeit kommt, in der es wirklich endgültig vorbei ist, ist sehr schwierig. Das erste von Kierkegaard skizzierte Verhältnis dazu, ist daher das des Aufschubs: immer davon auszugehen, es sei noch Zeit, der Tod kann jetzt noch nicht zuschlagen. Der Tod wird so ständig in Distanz gehalten. Der Realität, dass eine Zeit kommt, in der es wirklich vorbei ist, kann man nicht ins Gesicht sehen. Es möge deutlich sein, dass diese Position nicht die des Ernstes ist.

Dasselbe gilt für das zweite von Kierkegaard beschriebene Verhältnis, das von einem ambivalenten Wunsch, nachdem der Tod gekennzeichnet ist. Das Individuum findet keine Ruhe, denn es ist auf der Flucht vor sich selbst, und bildet sich daher ein, dass der Tod ihm die herbeigesehnte Ruhe geben wird. Eine solche Einstellung ist Kierkegaard nach kein Ernst, aber eine Stimmung: „Es ist die Flucht der Schwermut aus dem Leben fort, auf die Art nach dem Tode sich zu sehnen, und es ist Aufruhr auf die Art ihn nicht fürchten zu wollen.“9 Es ist ein Spiel mit einem irreführenden, der Wehmut entsprungenen Bild des Todes, wobei es überhaupt fragwürdig ist, ob das Individuum wirklich sterben will. Anders als beim Ernst, hat der Gedanke an den Tod hier auf jeden Fall keine rückwirkende Kraft im Leben.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in Kierkegaards persönliche Auseinandersetzung mit dem Tod und Darlegung des Ziels, die Rede "An einem Grab" als Wegweiser für ein gelingendes Leben zu untersuchen.

Ernst und Stimmung: Differenzierung zwischen oberflächlichen Stimmungen und dem existenziellen Ernst, der eine bewusste Selbstbeziehung und ethische Entscheidung voraussetzt.

Die Entscheidung des Todes: Erörterung der Endgültigkeit des Todes, die den Menschen dazu zwingt, das eigene Leben heute bewusst zu gestalten, statt den Tod in die Distanz zu schieben.

Die Gleichheit des Todes: Untersuchung der nivellierenden Kraft des Todes, die das Individuum zur Demut führt und hilft, das uneigentliche Vergleichen mit anderen Menschen zu überwinden.

Die Ungleichheit des Todes: Analyse der Unvorhersehbarkeit des Todes als existenzielle Herausforderung, die den Menschen dazu anspornt, das Wesentliche im Leben zu priorisieren.

Die Unerklärlichkeit des Todes: Darstellung der Erkenntnis, dass der Tod nicht rational erklärbar ist, und die Ablehnung von theoretischen Konstrukten zugunsten einer praktischen Lebensführung im Ernst.

Angst vor dem Tod: Erläuterung der psychologischen Rolle der Angst als notwendige Kraft, die den Menschen mit seiner Freiheit und Verantwortung konfrontiert.

Das Individuum und der Tod des Anderen: Diskussion der kritischen Einwände gegen den stark auf das Individuum fokussierten Ansatz Kierkegaards und dessen Versöhnung durch den Begriff der Liebe.

Abschluss: Synthese der Ergebnisse, die den ernsthaften Umgang mit dem Tod als Voraussetzung für ein wahrhaft eigenes Leben bekräftigt.

Schlüsselwörter

Søren Kierkegaard, An einem Grab, Existenzphilosophie, Ernst, Stimmung, Tod, Endlichkeit, Sterblichkeit, Freiheit, Angst, Individuum, Entscheidung, Demut, Verantwortung, Liebe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit Søren Kierkegaards Grabrede "An einem Grab" und untersucht seine philosophischen Reflexionen über den Tod und dessen Bedeutung für eine authentische Lebensführung.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Autor?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Begriffe Ernst und Stimmung, die existenzielle Bedeutung der Endlichkeit, die Gleichheit und Ungleichheit im Tod sowie die Rolle der Angst bei der Gestaltung des Lebens.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie ein Mensch ein "gutes Leben" führen kann, indem er ein bewusstes und ernsthaftes Verhältnis zur eigenen Sterblichkeit entwickelt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse, die Kierkegaards Originalquelle "An einem Grab" aus dem Jahr 1845 methodisch erörtert und in den Kontext seiner weiteren Existenzphilosophie stellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise Kierkegaards Grundgedanken zur Entscheidung, Gleichheit, Ungleichheit und Unerklärlichkeit des Todes sowie die implizite Rolle der Angst und der sozialen Dimension.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wesentlichen Begriffe sind Kierkegaard, Existenzphilosophie, Ernst, Tod, Freiheit, Angst, Individuum und Authentizität.

Wie unterscheidet Kierkegaard in dieser Schrift zwischen Ernst und Stimmung?

Kierkegaard definiert Ernst als eine vermittelte Form der Innerlichkeit und Selbstreflexion, während Stimmungen als vorübergehende und unbeständige Gefühlszustände betrachtet werden, die das Individuum nicht zu einer dauerhaften ethischen Haltung führen.

Warum lehnt der Autor die Auffassung Epikurs zum Tod ab?

Der Autor kritisiert Epikurs Haltung als einen "Scherz", weil dieser den Tod aus dem Leben ausklammert. Kierkegaard hingegen betont, dass nur die Integration des Todes in das eigene Leben zu einem ernsthaften und bedeutungsvollen Dasein führt.

Wie begegnet die Arbeit der Kritik an Kierkegaards Fokus auf das Individuum?

Die Arbeit erkennt an, dass Kierkegaard die soziale Dimension in seiner Philosophie vernachlässigt. Sie argumentiert jedoch, dass der Ernst das Individuum letztlich für den Anderen öffnet und die Fähigkeit zur wahren Liebe erst ermöglicht.

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Résumé des informations

Titre
Leben im Licht des Todes. Søren Kierkegaards "An einem Grab"
Université
Free University of Berlin  (Institut für Philosophie)
Cours
Philosophie des Alterns
Note
1.3
Auteur
Floris Vergunst (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
14
N° de catalogue
V307737
ISBN (ebook)
9783668059320
ISBN (Livre)
9783668059337
Langue
allemand
mots-clé
Kierkegaard An einem Grab existenzphilosophie At a Graveside
Sécurité des produits
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Citation du texte
Floris Vergunst (Auteur), 2015, Leben im Licht des Todes. Søren Kierkegaards "An einem Grab", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307737
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Extrait de  14  pages
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