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Ökonomie – Macht – Menschen. Ein Essay über Ethik und Wirtschaft

Titre: Ökonomie – Macht – Menschen. Ein Essay über Ethik und Wirtschaft

Essai , 2015 , 10 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Jens Vösseler (Auteur)

Politique - Fondements et Généralités
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Die Ökonomie übt in Form ihrer Versorgungsfunktion für die Menschen, aber auch als Anlaufstelle für die Zufriedenstellung von Bedürfnissen ‚Macht‘ auf die Menschen aus und ‚macht‘ sie gleichzeitig zu denjenigen, als die sie äußerlich und unter ökonomischen Gesichtspunkten in Erscheinung treten: bedürftige Menschen, die alles Grundständige, was sie zum Leben benötigen, bekommen müssen. Folglich erscheint es als ein Leichtes, dass ökonomische Denkweisen uns immer mehr in den Sphären des täglichen Lebens begegnen.

Die in der Überschrift enthaltene Doppeldeutung soll den Rahmen für diesen Essay bieten, in dem sich der Autor mit folgender These auseinandersetzt: Nur durch die Funktion der Macht ist es der Ökonomie möglich, in immer mehr Bereiche des privaten Lebens der Menschen einzudringen.

Zunächst widmet sich der Autor einigen Facetten der Ökonomie. Dabei bezieht sich die Auswahl auf ihre treibenden Kräfte, um erklären zu können, inwieweit sie menschliches Denken und Handeln beeinflusst. Im Weiteren soll die Macht in ihren auffälligsten Erscheinungen fokussiert werden, da sie sich als ein schillernder Begriff erweist, unter dem sich jeder etwas vorzustellen vermag und dem deswegen viele unterschiedliche Bedeutungszuschreibungen innewohnen. Anschließend wird zur Ökonomisierung übergegangen. Der Autor erläutert, woran sie festzumachen ist und nimmt unter einigen moralischen Aspekten kritisch zu ihr Stellung. In der Synthese von Ökonomie und Macht legt der Autor schließlich im Fazit seine Position kurz dar und wagt einen Ausblick.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Der Sinn der Ökonomie

Das Wesen der Macht

Ökonomisierung der Lebensbereiche

Die Moral der ökonomischen Entwicklung

Fazit

Zielsetzung & Themen

Dieser Essay untersucht die wechselseitige Beziehung zwischen ökonomischen Systemen und der Ausübung von Macht, mit dem Ziel aufzuzeigen, wie ökonomische Logiken zunehmend in private Lebensbereiche eindringen. Dabei steht die These im Fokus, dass durch die gezielte Erzeugung von Knappheit und die Steuerung menschlicher Bedürfnisse eine Form von Macht ausgeübt wird, die den Alltag der Menschen tiefgreifend durchdringt und das Individuum in eine abhängige Position drängt.

  • Die Rolle der Ökonomie als Versorgungsinstanz und Machtfaktor
  • Die Definition und Erscheinungsformen von Macht
  • Historische und soziologische Perspektiven der Ökonomisierung
  • Moralische Auswirkungen der marktwirtschaftlichen Durchdringung
  • Das Spannungsfeld zwischen ökonomischer Abhängigkeit und individueller Freiheit

Auszug aus dem Buch

Das Wesen der Macht

Macht bedeutet in einer klassisch gewordenen Definition nach Max Weber, „jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstand durchzusetzen.“ (Ahrendt 1975: 37) Sie kann aber auch – wie Voltaire es formulierte – darin bestehen, andere zu veranlassen, so zu handeln, wie es mir beliebt (vgl. ebd.). Die Macht ist ein vieldeutiger Begriff: So dient sie beispielsweise als Ausstattung der Mächtigen. Auch lassen sich mit ihr andere unterwerfen. Sie kann ein Vermögen sein, sich in Überlegenheit zu befinden, welches der Möglichkeit des rapiden Verlustes jedoch nicht entkommen kann. So gewaltig sie erscheint, so flüchtig ist sie auch in vielen Fällen. Die Macht kann personifiziert werden, aber auch für sich stehen (vgl. Gronemeyer 2009: 24). Einfluss, Beherrschung, Unterwerfung, Gewalt, Hierarchie, Besitz, Überlegenheit und Handlungsmöglichkeit sind Begriffe, die wir mit der Macht in Verbindung bringen.

Zusammenfassung der Kapitel

Der Sinn der Ökonomie: Das Kapitel beleuchtet das ökonomische Streben nach Wachstum und Überfluss sowie die historische Bedeutung der Ökonomie als Mittel zur Deckung menschlicher Grundbedürfnisse.

Das Wesen der Macht: Hier wird der Machtbegriff theoretisch hergeleitet und analysiert, wie Macht durch die Erzeugung von Knappheit und Bedürfnissen unauffällig Einfluss auf das menschliche Handeln ausübt.

Ökonomisierung der Lebensbereiche: Dieser Abschnitt untersucht den historischen Übergang und die zunehmende Ausdehnung ökonomischer Effizienzlogiken auf Bereiche, die ursprünglich außerhalb des marktwirtschaftlichen Austauschs lagen.

Die Moral der ökonomischen Entwicklung: Das Kapitel thematisiert die ethischen Konsequenzen einer totalen Ökonomisierung, insbesondere in Bezug auf soziale Ungleichheit und den drohenden Verlust gesellschaftlicher Stabilitätsfaktoren wie den Gemeinsinn.

Fazit: Die Schlussbetrachtung diskutiert Möglichkeiten der Resilienz gegenüber der ökonomischen Macht und plädiert für die Wahrung von Freiräumen, in denen ökonomische Rechenschaft keine Geltung hat.

Schlüsselwörter

Ökonomie, Macht, Überfluss, Knappheit, Bedürfnisse, Ökonomisierung, Lebenswelt, Fortschrittsglaube, Effizienz, Ohnmacht, Selbstbestimmung, Privates, Gemeinwesen, Korruption, Moral.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse des Zusammenspiels von ökonomischen Strukturen und Machtverhältnissen in der modernen Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Macht, die Rolle der Ökonomie bei der Bedürfnisbefriedigung sowie die zunehmende Ökonomisierung des privaten und öffentlichen Lebens.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie die Ökonomie mittels der Funktion von Macht in immer mehr Bereiche des privaten Lebens eindringt und welche Konsequenzen dies für die menschliche Selbstbestimmung hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine politikwissenschaftlich-theoretische Analyse, die auf einschlägiger Fachliteratur und philosophischen Ansätzen basiert, um soziale Phänomene zu deuten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden das Wesen der Macht, die historische Genese der Ökonomisierung und die ethischen Implikationen dieser Entwicklungen auf die menschliche Lebensgestaltung analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ökonomisierung, Macht, Knappheit, Bedürfnisse und Selbstbestimmung geprägt.

Warum wird der Begriff des "Prometheus" im Zusammenhang mit der Ökonomie verwendet?

Der Autor nutzt das Prometheus-Motiv, um die "vorausdenkende" und mächtige Kraft der Ökonomie zu veranschaulichen, die den Menschen versorgt, ihn aber gleichzeitig in ein Abhängigkeitsverhältnis drängt.

Wie unterscheidet der Autor zwischen Macht und Ohnmacht?

Macht wird als Fähigkeit zur Knappheitsschaffung verstanden, während Ohnmacht als der lähmende Zustand bezeichnet wird, den die Menschen in einer durchregulierten Tagtäglichkeit widerwillig erfahren.

Was schlägt der Autor als Lösung für die totale Ökonomisierung vor?

Der Autor plädiert für die bewusste Anerkennung ökonomischer Macht ohne deren innere Akzeptanz und fordert die Etablierung von Lebensbereichen, in denen ökonomisches Denken bewusst ausgesetzt wird.

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Résumé des informations

Titre
Ökonomie – Macht – Menschen. Ein Essay über Ethik und Wirtschaft
Université
University of Münster  (Institut für Politikwissenschaft)
Cours
Ethik und Ökonomie
Note
1,0
Auteur
Jens Vösseler (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
10
N° de catalogue
V308072
ISBN (ebook)
9783668069008
ISBN (Livre)
9783668069015
Langue
allemand
mots-clé
ökonomie macht menschen essay ethik wirtschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jens Vösseler (Auteur), 2015, Ökonomie – Macht – Menschen. Ein Essay über Ethik und Wirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308072
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