Der Stellenwert von Sportunterricht in Österreich und den USA


Facharbeit (Schule), 2015

42 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abstract

Vorwort

1 Einleitung
1.1 Vorstellung der Schulen
1.1.1 Das Bundes- , Bundesreal- und Bundesoberstufenrealgymnasium Köflach
1.1.2 Die Evanston Township High School

2 Warum Sportunterricht?
2.1 Bedeutung des Sportunterrichts
2.2 Ziele des Sportunterrichts

3 Organisation des Sports für 14-18 Jährige
3.1 Situation in den USA
3.2 Situation in Österreich

4 Forschungsmethode
4.1 Methode der Auswertung

5 Analyse der Daten
5.1 Alter und Geschlecht der Befragten Schüler und Schülerinnen
5.2 Allgemeine Fragen
5.2.1 Unverbindliche sportlichen Aktivitäten
5.2.2 Allgemeine Sportlichkeit
5.2.3 Sport außerhalb der Schule
5.3 Sport in der Schule
5.3.1 Wichtigkeit des Sportunterrichts für Schüler und Schülerinnen
5.3.2 Der Stolz auf sportliche Erfolge der Schule
5.3.3 Informationsgrad über sportliche Aktivitäten der jeweiligen Schule
5.3.4 Angebote des regulären Sportunterrichts
5.3.5 Der Wunsch nach mehr Sportunterricht
5.3.6 Messen auf sportlicher Ebene
5.4 Abschließende Fragen
5.4.1 Identifikation mit sportlicher Erfolge der Schule
5.4.2 Ausbau und Förderung unverbindlicher sportlicher Aktivitäten
5.4.3 Attraktivität des Sportunterrichts
5.4.4 Regelmäßige Teilnahme am Sportunterricht

6 Interpretation und Änderungsvorschläge
6.1 These
6.2 Interpretation der Ergebnisse
6.3 Änderungsvorschläge für eine Steigerung des Stellenwerts von Sportunterricht in Österreich

7 Zusammenfassung

8 Literaturverzeichnis

9 Abbildungsverzeichnis

Abstract

Sportunterricht an Schulen wird in unserer heutigen Gesellschaft zunehmend wichtiger. Ein Auslandssemester in den USA an einer amerikanischen High School gab dann den Anstoß den Stellenwert des Sportunterrichts aus Sicht der Schüler und Schülerinnen zwischen einer österreichischen und amerikanischen Schule zu vergleichen.

Im ersten Kapitel werden beide verglichenen Schulen näher vorgestellt und ein Überblick über deren Geschichte gegeben. Das zweite Kapitel beleuchtet im Vordergrund die Bedeutung, Ziele und mögliche Gründe warum es Sportunterricht an Schulen eigentlich gibt. Weiters wird im nächsten Kapitel die Organisation des Sports für 14-18 Jährige näher betrachtet, was schon sehr große Unterschiede in den späteren Ergebnissen erahnen ließ. Schließlich folgt die eigentliche Forschung, die mittels Umfragen an beiden Schulen durchgeführt wurde. Im Kapitel Nummer fünf wird das Ergebnis der Forschung präsentiert, jede Frage einzeln ausgewertet, analysiert und graphisch aufbereitet. Abschließend werden die gesammelten Ergebnisse interpretiert und mögliche Änderungsvorschläge für eine Steigerung des Stellenwertes des Sportunterrichts an österreichischen Schulen unterbreitet.

Wie schon in der These vermutet, hat der Sportunterricht an der österreichischen Vergleichsschule tatsächlich einen geringeren Stellenwert, was vor allem durch die verschiedenen Schulsysteme bedingt wird. Auch zeigte sich aber, dass das Vereinswesen in Österreich eine nicht zu unterschätzende Aufgabe einnimmt, was ein zukünftig verstärktes Zusammenarbeiten von Schulen und Vereinen nahelegt.

Vorwort

Meine vorwissenschaftliche Arbeit, mit dem Titel “ Sportunterricht in Österreich und den USA am Beispiel zweier Schulen“, setzt sich zum Ziel den Stellenwert des Sportunterrichts aus Sicht der Schüler und Schülerinnen am Beispiel dieser beiden Schulen zu erforschen und zu erklären. Als Motivation dieses Thema zu wählen sah ich mein Auslandssemester in den USA, das ich von Jänner bis Juli 2013 an der Evanston Township High School verbringen durfte. Diese 7 Monate zeigten mir zum Teil sehr große Unterschiede zwischen dem amerikanischen und österreichischen Schulsystem auf, die im Fach Sport besonders auffallend waren. Nennenswert wäre hier zum Beispiel die Tatsache, dass eine Stunde Sport pro Tag an der Evanston Township High School schon verpflichtend und diese fest im Stundenplan verankert ist. In Österreich hingegen ist man von diesem viel diskutierten Schritt aber noch weit entfernt, wurde die tägliche Turnstunde bis jetzt nur bei Schulen mit ganztägiger Schulform verpflichtend umgesetzt. Weiters werden Schulen in den USA oftmals nicht anhand akademischer Leistungen verglichen, sondern viel eher anhand des sportlichen Erfolges einzelner Schulteams, die sich in Wettkämpfen das ganze Jahr über mit anderen Schulen messen.

An dieser Stelle möchte ich vor allem meiner Betreuungslehrerin für ihr Bemühen und Engagement rund um meine Arbeit danken. Weiters möchte ich auch meiner ehemaligen amerikanischen Sportlehrerin für ihre Mithilfe danken.

Zu guter Letzt sei auch allen Schülerinnen und Schülern gedankt, die durch ihre Teilnahme an meinem Fragebogen zum Thema Sportunterricht meine vorwissenschaftliche Arbeit erst möglich gemacht haben.

Daniel Senekowitsch

1 Einleitung

Sportunterricht an Schulen – Jeder kann sich darunter etwas vorstellen, liegt die eigene Schulzeit auch schon länger zurück. Der Turnunterricht, wie er oftmals in der Umgangssprache fälschlicherweise bezeichnet wird, setzt sich laut Lehrplan der AHS-Oberstufe zum Ziel die Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz der Schülerinnen und Schüler weiter zu entwickeln und zu fördern.1 Betrachtet man den Sportunterricht an Österreichs Schulen genauer und vergleicht diesen mit dem Sportunterricht an amerikanischen High Schools kommt man zum Ergebnis, dass Sportunterricht nicht gleich Sportunterricht ist. Vor allem in Bezug auf Organisation des Schulsports, Beweggründe der Schüler am Sportunterricht teilzunehmen und Identifizierung mit schuleigenen Mannschaften und deren Erfolge gibt es beträchtliche Unterschiede. Um diese Unterschiede genauer zu beleuchten und mögliche Ursachen dafür zu finden wählte ich für meinen Vergleich zwei Schulen aus, das BG/BRG/BORG Köflach und die Evanston Township High School.

Im Zuge der Aufbereitung dieses Themas wird auf Fragen wie der nach dem Stellenwert und der Wichtigkeit des Sportunterrichts in Österreich und den Vereinigten Staaten nachgegangen. Die wissenschaftliche Datenerhebung fand mittels Fragebögen, die in beiden Schulen in der jeweiligen Landessprache ausgegeben wurden, statt.

1.1 Vorstellung der Schulen

1.1.1 Das Bundes- , Bundesreal- und Bundesoberstufenrealgymnasium Köflach

1.1.1.1 Geschichte

Das Bundes-, Bundesreal-, und Bundesoberstufenrealgymnasium in Köflach dient seit nunmehr 50 Jahren der Weststeiermark als Bildungseinrichtung, die mit ihrer Oberstufe kompetent auf die Ablegung der Matura und einem anschließendem universitären Studium vorbereitet.

Im September 1964 wurde nach mehrjährigem Bestreben des „Weststeirischen Elternvereins zur Gründung und weiteren Förderung einer Mittelschule im Bezirk Voitsberg“ und einer Kehrtwende der Bildungspolitik, die nun für jeden Bezirk ein eigenes Gymnasium vorsah, ein als Expositur des zweiten Bundesgymnasiums in Graz geführtes Gymnasium in Köflach eröffnet. Die Notwendigkeit dieser Expositur wurde schnell sichtbar, denn rasch steigende Schülerzahlen führten schon in den folgenden Jahren zu Platzmangel, weshalb der Wechselunterricht und ein Neubau notwendig wurden. Mit Wirkung vom 1. Jänner 1970 wurde die Expositur Köflach dann schlussendlich in ein selbständiges Gymnasium umgewandelt und vier Jahre später der Neubau eröffnet und übergeben. Jahrzehnte später folgte mit der Gründung des Bundesoberstufenrealgymnasiums im Schuljahr 2012/2013, welches aus Platzgründen im ehemaligen Gebäude der Polytechnischen Schule Voitsberg mit dislozierten Klassen geführt wird, eine Bereicherung des Bildungsangebots im Bezirk Voitsberg. Die Schulautonome Schwerpunktsetzung liegt dabei im Bereich Sport, die sich durch mehr Sportunterricht in Theorie und Praxis auszeichnet.

Heute zählt das Gymnasium zu den größten der Steiermark, ist eine ausgezeichnete Ökoschule und erhielt in der jüngeren Vergangenheit mehrere Auszeichnungen, wie zum Beispiel den Pädagogischen Panther, den höchsten Schulpreis des Landes Steiermark.

Im Schuljahr 2014/2015 diente es mit einem Lehrkörper in der Größe von 90 Professorinnen und Professoren als qualitativ hochwertige Bildungseinrichtung für aktuell mehr als 900 Schülerinnen und Schüler aus den Bezirken Voitsberg, Graz-Umgebung, Deutschlandsberg und Wolfsberg.2

1.1.1.2 Ausbildung

Das Bundes-, Bundesreal-, und Bundesoberstufenrealgymnasium in Köflach ist in die Unter- beziehungsweise Oberstufe gegliedert und bietet drei Schulformen an: ein Neusprachliches Gymnasium, ein Realgymnasium und ein Oberstufenrealgymnasium mit sportlichem Schwerpunkt, die im besten Fall nach acht beziehungsweise schon nach vier Jahren im Oberstufenrealgymnasium zur erfolgreich bestandenen Matura führen.

In den ersten zwei Jahren der Unterstufe unterscheidet sich der Lehrplan zwischen Neusprachlichem Gymnasium und Realgymnasium nicht. Die Trennung nach einzelnen Schulformen beginnt erst ab der siebenten Schulstufe, in der die Schüler und Schülerinnen sich entweder für das Neusprachliche- oder das Realgymnasium entscheiden. Im Neusprachlichen Gymnasium wird dann ab der siebenten Schulstufe eine zweite lebende Fremdsprache (Französisch oder Italienisch) zusätzlich zu Englisch gelehrt, während im Realgymnasium vorerst keine neue Sprache folgt und man daher den Schwerpunkt auf Mathematik und naturwissenschaftliche Fächer legt.

Am Beginn der Oberstufe kommt dann in allen Schulformen eine neue Sprache hinzu, die sich nur Schüler und Schülerinnen des Realgymnasiums aussuchen dürfen. Für das Neusprachliche Gymnasium sieht der Lehrplan verpflichtend Latein vor, für das Realgymnasium besteht die Wahl zwischen Latein, Italienisch oder Französisch.

Eigene Schwerpunkte dürfen die Schüler dann erst ab der zehnten Schulstufe setzen, in dem sie ein bestimmtes Ausmaß an Wochenstunden in sogenannte Wahlpflichtfächer investieren. Weiters muss man sich zwischen Musikerziehung oder Bildnerischer Erziehung entscheiden.

Beide Schulformen schließen schlussendlich in der zwölften Schulstufe mit der Reifeprüfung ab.

Das Bundesoberstufenrealgymnasium mit sportlichem Schwerpunkt, welches in dislozierten Klassen im Gebäude der ehemaligen Polytechnischen Schule in Voitsberg untergebracht ist, ist im Gegensatz zum Neusprachlichen- beziehungsweise dem Realgymnasium nur vierjährig und führt ebenfalls zur Ablegung der Reifeprüfung. Der Schwerpunkt liegt hier weder auf Sprachen noch auf Mathematik oder Naturwissenschaften, sondern auf Sport in Theorie und Praxis.

1.1.2 Die Evanston Township High School

1.1.2.1 Geschichte

1873 begann Otis E. Haven, Leiter der öffentlichen Schulen in Evanston, den ersten Jahrgang einer High School im Obergeschoss einer anderen Schule zu unterrichten. Drei Jahre später schloss der erste Jahrgang die neue High School ab, worauf in den folgenden Jahren die Schülerzahlen rapid anstiegen. Trotz Platzmangel und mehrerer Umzüge in verschiedene Gebäude war die Evanston Township High School die drittbeste Schule in Illinois und gewann bis 1882 insgesamt vier Preise. Kurz darauf wurde das Okay für den Neubau der örtlichen High School gegeben und im Jahre 1883 schließlich eröffnet.

Die Schülerzahlen stiegen in ungeahnte Höhen und schon im Jahre 1913 war das Schulgebäude trotz mehrerer Zubauten abermals zu klein geworden. 740 Schüler und Schülerinnen besuchten eine Schule, die aber nur für maximal 600 Schüler gebaut worden war. Schließlich entschloss man sich im Jahre 1921 dazu, eine komplett neue Schule in zentraler Lage zu erbauen, die eine Grundfläche von 220.000 Quadratmeter umfasste. Im Jahre 1923 begann man mit dem Bau des neuen Gebäudes, welches trotz nicht abgeschlossener Bauarbeiten 1924 eröffnete.

Mit einem nunmehr 263.000 Quadratmeter großen Campus stellt die Evanston Township High School ihren Schülern und Schülerinnen verschiedenste Einrichtungen zur Verfügung, darunter eine Vielzahl an technischen Werkstätten, 15 Turnsäle, 18 Tennisplätze zwei Schwimmbecken, ein Kindergarten, ein Planetarium oder ein Gewächshaus im Freien. Mit mehr als 180.000 Quadratmetern verbauter Innenfläche unter einem Dach ist dies die größte High School der USA, die aktuell 227 Lehrer und Lehrerinnen für die ziemlich genau 3000 Schüler und Schülerinnen beschäftigt.3

1.1.2.2 Ausbildung

Die amerikanische High School ist in Österreich am besten mit der Oberstufe des Gymnasiums vergleichbar. Sie dauert vier Jahre und stellt den letzten Teil der gesetzlichen Schulpflicht in den USA dar. Anders als in Österreich werden die Schüler und Schülerinnen dort in Jahrgänge, nicht in Klassen eingeteilt. Da es außer den High Schools sonst keine weiterführenden Schulen wie beispielsweise in Österreich gibt, ergibt sich dadurch ein sehr breit gestreutes Spektrum in Bezug auf Leistung und Alter der Schüler und Schülerinnen.

Ein weiterer Unterschied zum österreichischen Schulsystem stellt das modular aufgebaute Unterrichtssystem dar. Es müssen zumeist nur einige Pflichtkurse abgelegt werden, wie beispielsweise amerikanische Geschichte oder Sport. Die übrigen Fächer sind aus einem Kursbuch der jeweiligen Schule frei wählbar und können in unterschiedlichen Leistungsstufen, ähnlich der Leistungsgruppen der Hauptschulen, besucht werden. Je nachdem welche Leistungsstufen man in den einzelnen Fächern besucht, so wirken sich diese dann auch auf das High School Diploma aus, das am besten mit einem Abschlusszeugnis vergleichbar ist, aber nicht automatisch zum Besuch einer Universität oder Colleges berechtigt.

2 Warum Sportunterricht?

Sportunterricht wird in Österreich zu den Pflichtfächern gezählt, wobei das Ausmaß an Wochenstunden zwischen einzelnen Schultypen aber teils sehr unterschiedlich ist. Generell sind für die Unterstufe aber drei bis vier Wochenstunden vorgesehen, für die Oberstufe nur zwei bis drei Wochenstunden. Am Bundes- und Bundesrealgymnasium Köflach sieht der Stundenplan beispielsweise für die fünfte und sechste Schulstufe vier Stunden, für die siebente bis neunte Schulstufe drei Stunden und von der zehnten bis 12. Schulstufe zwei Stunden Sportunterricht pro Woche vor. Weiters bestehen in Österreich auch Schulen deren autonome Schwerpunktsetzung sportbezogene Inhalte aufweisen. Nennenswert wäre hier das Bundesoberstufenrealgymnasium Köflach mit Sitz in Voitsberg zu nennen, das in der neunten und zehnten Schulstufe Sportunterricht im Ausmaß von fünf Stunden pro Woche und in der elften und 12. Schulstufe jeweils vier Stunden pro Woche vorsieht.

„Die Bewegungserziehung muss sich heute der Herausforderung stellen, dass die Lebenswelt der Kinder immer bewegungsärmer wird. Ausgewogene körperliche Entwicklung, Vielfalt von motorischen Erfahrungen, Gesundheitsförderung und Handlungsfähigkeit im Sport sind daher die zentralen Anliegen des Faches. Die moderne Bewegungserziehung geht davon aus, dass die Vielfalt der Bewegungskultur (von einfachen Tätigkeiten bis zur komplexen Sportwelt) den Schülerinnen und Schülern nahegebracht wird.“4

2.1 Bedeutung des Sportunterrichts

Dass Sportunterricht einer hohen gesellschaftlichen Akzeptanz und bestimmten Erwartungen unterliegt drückt sich schon dadurch aus, dass Politik und internationale sowie nationale Organisationen regelmäßig vor den Folgen von zu wenig Bewegung mahnen und den Sportunterricht als sehr wichtig erachten. Im Jahre 2004 wurde beispielsweise das Europäische Jahr der Erziehung durch Sport durch die Europäische Kommission ausgerufen.5 Ein Jahr darauf folgte dann das durch die UNO ausgerufene Internationale Jahr des Sports und der Sporterziehung.6

2.2 Ziele des Sportunterrichts

„Der Unterrichtsgegenstand Bewegung und Sport hat einen wichtigen Beitrag zur ganzheitlichen Bildung und Erziehung der Schülerinnen und Schüler zu leisten: deshalb sind ausreichend und regelmäßig motorische Aktivitäten sicherzustellen. Im Unterricht aus Bewegung und Sport soll die Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz der Schülerinnen und Schüler entwickelt und gefördert werden. Schülerinnen und Schüler sollen ihre motorischen Grundlagen und sportlichen Fertigkeiten (weiter)entwickeln […],die Bedeutung von Bewegung und Sport für die Gesundheit erfahren und erkennen […],über vielfältiges Sporttreiben Freude an der Bewegung erleben […],zu einer eigenständigen Persönlichkeit gefördert werden […],Bewegung, Spiel und Sport sowohl als Einzelne als auch insbesondere in der Gruppe erleben […], sich mit der gesellschaftlichen Funktion von Bewegung, Spiel und Sport auseinandersetzen […] und durch exemplarische Auswahl von entsprechenden Inhalten im Unterricht […] Sinngebungen von Bewegung, Spiel und Sport erfahren.“7

3 Organisation des Sports für 14-18 Jährige

Einer der größten Unterschiede zwischen Österreich und den Vereinigten Staaten von Amerika, bedingt durch die verschiedenen Schulsysteme, liegt darin, wie sich der Sport für 14-18 Jährige organisiert. Wird in den USA oftmals die Schule gleichermaßen als Ort des Lernens und der sinnvollen Freizeitbetätigung gesehen und Sport dort auch für die Freizeit angeboten, fällt solch eine Zweiteilung in Österreich fast ausschließlich nicht in das Aufgabengebiet von Schulen. Ausnahmen stellen hier einzig und allein die unverbindlichen Übungen dar, dessen Angebot bedingt durch Interesse und der prekären Budgetsituation im Bildungssektor in den letzten Jahren sukzessive reduziert wurde. Zurzeit werden am Gymnasium in Köflach drei unverbindliche sportliche Übungen angeboten, wie Fußball, Volleyball und Handball.

3.1 Situation in den USA

„Sport im amerikanischen Erziehungs- und Bildungssystem weist […] zwei unterschiedliche Facetten auf: ‘physical education’ und ‘interscholastic sports’ ” wie Brettschneider und Brandl- Bredenbeck8 klarstellen.

Dem normalen Sportunterricht, aufgebaut im modularen Kurssystem, wird im normalen Schulalltag trotz täglicher Turnstunde weniger Beachtung geschenkt als der zweiten, viel wichtigeren Säule des Systems, dem ‘interscholastic sports’ oder besser bekannt als ’varsity system‘. Das varsity Sport System steht weitläufig eigentlich dafür, was Amerikaner und Amerikanerinnen unter schulischem Sport eigentlich verstehen: Wettkämpfe unter Schulen, Teamgeist, eigene Ligen und Meisterschaften in allen nur erdenklichen beliebten Sportarten sowie in einer Vielzahl an Randsportarten.

[...]


1 (vgl. Lehrplan für Bewegung und Sport ab der 9. Schulstufe ausgenommen der Polytechnischen Schulen. Online im Internet: https://www.bmbf.gv.at/schulen/unterricht/lp/bsp_lehrplan06_pg_13837.pdf?4dzgm2 [Stand: 27.10.2014])

2 (vgl. Jahresbericht des BG/BRG Köflach des Schuljahres 2004/2005, Erscheinungsjahr: 2005, Erscheinungsort: Köflach)

3 (vgl. Yearbook der Evanston Township Highschool, The Key 2013, Seite 32-36, Erscheinungsjahr: 2013, Erscheinungsort: Evanston,IL)

4 (www.bewegung.ac.at #Unterricht: Online im Internet: http://www.bewegung.ac.at/index.php?id=41&fsize=xychgaydvloet [Stand:29.10.2014])

5 (vgl. EU-Jahr der Erziehung durch Sport 2004. Online im Internet: http://www.bewegung.ac.at/index.php?id=119 [Stand: 27.10.2014])

6 (vgl. Alles zum Thema Sport. Online im Internet: http://www.sport2005.ch/ [Stand: 27.10.2014])

7 (Lehrplan für Bewegung und Sport ab der 9. Schulstufe ausgenommen der Polytechnischen Schulen. Online im Internet: https://www.bmbf.gv.at/schulen/unterricht/lp/bsp_lehrplan06_pg_13837.pdf?4dzgm2 [Stand: 27.10.2014])

8 (Brettschneider, W.D. & Brandl-Bredenbeck: Sportkultur und jugendliches Selbstkonzept. Weinheim: Juventa Erscheinungsjahr: 1997 Seite 32)

Ende der Leseprobe aus 42 Seiten

Details

Titel
Der Stellenwert von Sportunterricht in Österreich und den USA
Note
2,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
42
Katalognummer
V308119
ISBN (eBook)
9783668067462
ISBN (Buch)
9783668067479
Dateigröße
1223 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Gesamtnote kam aufgrund der Präsentation der Arbeit zustande. Die Arbeit selbst wurde mit einem Sehr Gut beurteilt.
Schlagworte
Sportunterricht, USA, Österreich, Vorwissenschaftliche Arbeit, Vergleich, Stellenwert, Fragebögen
Arbeit zitieren
Daniel Senekowitsch (Autor), 2015, Der Stellenwert von Sportunterricht in Österreich und den USA, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308119

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