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Was ist der Wert der Arbeit? Santiago Sierras Kunstwerk "Haus im Schlamm" und sein Bezug zum Maschsee in Hannover

Título: Was ist der Wert der Arbeit? Santiago Sierras Kunstwerk "Haus im Schlamm" und sein Bezug zum Maschsee in Hannover

Trabajo Escrito , 2011 , 21 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Hilke Räuschel (Autor)

Arte - Historia del Arte
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Diese Arbeit befasst sich mit dem Werk “Haus im Schlamm” von Santiago Sierra. Für dieses Kunstwerk ließ Sierra im Jahr 2005 circa 320 m³ Schlamm in das Erdgeschoss der Kestnergesellschaft in Hannover einbringen. Der historische Kontext spielt bei der Analyse dieses Werks eine wesentliche Rolle. Aus diesem Grund geht die Autorin auf die Geschichte des Maschsees ein, eines in den 1930er Jahren künstlich angelegten Sees.

Dabei geht Sie in Ihrer Analyse über die Bezugnahme auf das Dritte Reich hinaus und diskutiert das „Haus im Schlamm“ unter Berücksichtigung von Sierras Intentionen und ihrer künstlerischen Übersetzung. Sie zeigt außerdem auf, wie extrem widerständig der Charakter von Sierras Werk ist und wie wichtig es für das Verständnis ist, eine genauere Vorstellung, ein deutlicheres Bild von Santiago Sierra als Künstler zu erhalten. Zur Orientierung werden mehrere andere Werke, nicht nur von Sierra, herangezogen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Im Visier

2.1 Die Arbeit 'Haus im Schlamm'

2.2 Die Geschichte des Maschsees in Hannover

2.3 Die Auseinandersetzung mit dem Gegenstand der Arbeit

2.4 Die Intentionen und ihre künstlerische Übersetzung

3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Kunstwerk „Haus im Schlamm“ von Santiago Sierra und analysiert dessen widerständigen Charakter sowie die tiefere Intention hinter der Inszenierung. Im Fokus steht dabei die Auseinandersetzung mit sozialen, ökonomischen und historischen Machtmechanismen sowie die Rolle des Künstlers bei der kritischen Reflexion über den Wert von Arbeit und Menschenwürde.

  • Künstlerische Arbeitsweise und Radikalität von Santiago Sierra
  • Historischer Kontext des Maschsee-Baus in Hannover als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme
  • Schnittstelle zwischen Minimalismus und politisch-sozialkritischer Kunst
  • Die Rolle des Betrachters als Teil der künstlerischen Inszenierung
  • Arbeit als Macht- und Kontrollinstrument im kapitalistischen System

Auszug aus dem Buch

2.4 Die Intentionen und ihre künstlerische Übersetzung

Betrachtet man die Anfänge Sierras künstlerischer Tätigkeiten, so ist festzustellen, dass diese sich sehr verändert haben. Fasziniert von der minimalistischen Kunst, waren seine ersten Arbeiten Skulpturen ohne jegliche soziale oder politische Intention. Diese ästhetischen Körper überzeugten ihn, da sie unmittelbar waren und die Einstimmigkeit eines Werkes betonten. Doch schließlich störte ihn diese Vollkommenheit, die eine perfekte Kunst für eine perfekte Welt zu sein schien. So begann er die inhaltliche Leere der Skulpturen politisch und sozialkritisch aufzuladen und machte den puren Gegenstand zur Ware. So lag nicht mehr die Gestaltung der Objekte im Vordergrund, sondern ihr Prozess und der Umgang mit ihnen.

Bei Betrachtung Sierras Œuvres fällt auf, dass er die minimalistische Ästhetik der 1960er-Jahre beibehalten hat; die einfache Formensprache und immer wiederkehrenden Schemata, sowie die Art seine künstlerische Aktionen zu dokumentieren; mit schwarz-weißen Fotografien, die an frühere Zeiten erinnern. Zudem bedient er sich sehr sachlicher Werktitel, die wie eine nüchterne Dokumentation, dessen klingen, was der Betrachter auf den ersten Blick sieht, und die der Ordnung der heutigen Welt gleichen, die nur noch aus messbaren Größen, aus Gebrauchs- und Tauschwert zu bestehen scheint.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Œuvre von Santiago Sierra und Vorstellung seines provokanten, radikalen Kunststils, der auf die soziale und politische Instrumentalisierung von Menschen fokussiert.

2 Im Visier: Analyse der ortsbezogenen Installation „Haus im Schlamm“ sowie deren historischer Bezugnahme auf den Maschsee und das Konzept der „Arbeitsschlacht“ unter dem NS-Regime.

3 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Intention Sierras, Machtmechanismen des Kapitalismus und die Ausbeutung durch Arbeit im Kunstkontext als Kommentar zur Gegenwart zu hinterfragen.

Schlüsselwörter

Santiago Sierra, Haus im Schlamm, Minimalismus, Kapitalismus, Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, Maschsee, Politische Kunst, Instrumentalisierung, Menschenwürde, Soziale Kritik, Machtmechanismen, Institutionelle Gewalt, Zeitgenössische Kunst.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert das Kunstwerk „Haus im Schlamm“ des spanischen Künstlers Santiago Sierra und beleuchtet dessen kritische Auseinandersetzung mit Arbeit, Machtstrukturen und dem Kapitalismus.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Verknüpfung von ästhetischen Formen (Minimal Art) mit sozialpolitischen Missständen, die historische Aufarbeitung von Arbeitsverhältnissen und die ethische Rolle des Betrachters in der Kunst.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Sierra durch seine radikale, ortsbezogene Vorgehensweise das Kunstsystem und die gesellschaftliche Realität durch die Metapher von Arbeit und Schmutz kritisiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kunsthistorische Analyse, kombiniert mit biografischen Bezügen zum Künstler sowie einer tiefgehenden Betrachtung des historischen und sozialen Kontextes der behandelten Kunstwerke.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Installation „Haus im Schlamm“, der Geschichte des Maschsees als Notstandsarbeit sowie der künstlerischen Evolution Sierras vom reinen Minimalismus zur sozialkritischen Aktionskunst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind Santiago Sierra, Kapitalismuskritik, soziale Instrumentalisierung, politische Kunst, Minimalismus und der historische Kontext der Arbeitsbeschaffung.

Wie unterscheidet sich Sierra in diesem Werk von anderen Minimalisten wie Walter de Maria?

Im Gegensatz zu de Maria, dessen „Münchner Erdraum“ einen konzeptionellen Akt darstellt, bindet Sierra den Betrachter aktiv ein und nutzt ortsbezogene, gesellschaftspolitische Kontexte, um den ökonomischen Wert des Menschen zu thematisieren.

Warum integriert Sierra den Betrachter in seine Installation?

Durch die Einbindung wird der Betrachter selbst vom passiven Beobachter zum Teil des Werks und somit moralisch verantwortlich für das Handeln innerhalb des Kunstsystems, was die Kritik an der Gesellschaft spürbarer macht.

Welche Rolle spielt die „Arbeitsschlacht“ des NS-Regimes für das Verständnis des Werks?

Die historische Referenz dient als Beispiel für die Nutzung von Arbeit als Machtinstrument zur Integration und Kontrolle von Menschen, was Sierra durch die Verwendung von Schlamm als „bitteren Kommentar“ in die Gegenwart überträgt.

Wie bewertet die Arbeit Sierras eigene Methodik?

Die Arbeit stellt fest, dass Sierra seine Kritik nur dadurch effektiv vermitteln kann, dass er sich selbst der Methoden bedient, die er anprangert, was ihn auch als Teil des von ihm kritisierten Systems erscheinen lässt.

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Detalles

Título
Was ist der Wert der Arbeit? Santiago Sierras Kunstwerk "Haus im Schlamm" und sein Bezug zum Maschsee in Hannover
Universidad
http://www.uni-jena.de/  (Kunsthistorisches Seminar und Kunstodie)
Curso
Ist Kunst widerständig?
Calificación
2,3
Autor
Hilke Räuschel (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
21
No. de catálogo
V308156
ISBN (Ebook)
9783668063204
ISBN (Libro)
9783668063211
Idioma
Alemán
Etiqueta
Haus im Schlamm Santiago Sierra Kestnergesellschaft Maschsee
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Hilke Räuschel (Autor), 2011, Was ist der Wert der Arbeit? Santiago Sierras Kunstwerk "Haus im Schlamm" und sein Bezug zum Maschsee in Hannover, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308156
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