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Beurteilung von Projektunterricht

Titre: Beurteilung von Projektunterricht

Dossier / Travail de Séminaire , 2011 , 40 Pages , Note: 1,5

Autor:in: Gesine Ueberfeldt (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie pour écoles
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Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Thematik der Leistungsbewertung im projektorientierten Unterricht.
Anlass zu diesem Thema war eine Sitzung im Seminar „Projektunterricht in der Sekundarstufe 1“. Es handelte sich um eine Diskussion zum Thema „Benotung von Projekten – ja oder nein“. Ich war der Meinung, Projekte sollten nicht benotet werden, da sie Leistungsdruck erzeugen, selektionsorientiert wirken und dadurch Konkurrenz entstehen kann, was sich wiederum hinderlich auf das soziale Klima in der Klasse auswirkt. Außerdem lassen sich vielfältige kreative Leistungen nicht auf eine Note reduzieren, weil diese nicht aussagekräftig genug ist, um Schülerleistung zu beurteilen. Ein Gegenargument einer Kommilitonin war jedoch, dass gerade solche alternativen Leistungen, die den Schülern viel Spaß machen und wobei sie ihre Stärken zeigen können, später auch anerkannt werden sollten sowie Einfluss auf die Endnote beziehungsweise das Zeugnis haben sollten. Dieser Grund leuchtete mir ein, dennoch bin ich überzeugt, dass eine Projektarbeit nicht zwangsläufig in eine Note münden muss, um Anerkennung zu bekommen, sondern andere Formen der Bewertung dies auch ermöglichen.
Der Einstieg in das Thema des Projektunterrichts gestaltet sich nicht einfach, da dieser heutzutage an staatlichen Sekundarschulen mit bestimmten Vorurteilen unter den Lehrern belastet ist. Es wird angezweifelt, ob Projektunterricht überhaupt nachhaltig Lernerfolge erzielen kann. Außerdem heißt es, Projektunterricht wäre eine „nette spielerische Ergänzung zum ernsthaften (lehrer- und stoffzentrierten) und leistungsbezogenen Lernen“ . Weiterhin stößt die Umsetzung projektorientierten Unterrichts auf Probleme in der Leistungsbewertung. Gerade in den letzten Jahren gab es viele Änderungen und Reformen dies bezüglich, die teilweise auch bereits umgesetzt wurden. Die Schwierigkeit bleibt jedoch bestehen, dass Lehrern das Wissen fehlt, eine aus Projektunterricht resultierende Leistung, die durch die Berücksichtigung auch nicht-fachlicher Kompetenzen viel komplexer ist, angemessen zu bewerten. Sie müssen somit einen ‚Spagat‘ vollziehen; nämlich der Selektion durch Noten auf der einen Seite und der reformpädagogischen Bemühungen auf der Anderen. Dadurch lässt sich unvermeidlich feststellen, dass eine Bewertungskultur verbreitet werden sollte, die sich an den zu lernenden Kompetenzen von Projektunterricht orientiert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition

2.1 Bewertung

2.2 Projektunterricht

3 Grundlagen zur Anwendung ‚neuer‘ Bewertungsformen

3.1 Erweiterter Lernbegriff

3.2 Pädagogischer Leistungsbegriff

4 Begründung veränderter Bewertungspraxis

5 Diagnostische Grundlagen

5.1 Bezugsnormen

5.2 Begriff der Inferenz

5.3 Skalierungsformen

6 Gütekriterien

6.1 Problematik der Testtheoretischen Gütekriterien

6.2 Pädagogische Qualitätskriterien einer veränderten Bewertung

7 Neue Formen der Leistungsbewertung und ihre praktische Umsetzung

7.1 Schülerbeteiligung am Bewertungsprozess

7.2 Prozess-, Präsentations- und Produktbewertung nach T. Bohl

7.3 Beurteilungsverfahren nach R. Scianna

7.4 Portfolio

8 Beispiel: Projektprüfung in Baden-Württemberg

9 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht, inwiefern eine veränderte Bewertungspraxis im Projektunterricht die traditionelle Notengebung ergänzen oder ersetzen kann, um eine gerechtere Leistungsbeurteilung unter Berücksichtigung nicht-fachlicher Kompetenzen zu ermöglichen.

  • Differenzierung zwischen Bewertung und Beurteilung
  • Konzeption eines Erweiterten Lernbegriffs und Pädagogischen Leistungsbegriffs
  • Analyse diagnostischer Grundlagen und Gütekriterien
  • Vorstellung innovativer Verfahren wie Portfolioarbeit und Projektprüfungen

Auszug aus dem Buch

2.2 Projektunterricht

Projektunterricht ist eine Form Offenen Unterrichts und bezeichnet allgemein die Organisation des Unterrichts als gemeinsames Arbeiten an einem Projekt. Zu Beginn wählt eine Gruppe von Lernenden eine geeignete, problemhaltige Sachlage, die zum Thema des Projektes wird. Das Thema des Projekts entsteht dabei durch einen Bezug zur Lebenswelt der Kinder und durch die Anknüpfung an ihre Interessen und Bedürfnisse, aber auch durch die Herstellung eines Bezugs zur Gesellschaft. Im nächsten Schritt entwirft die Lerngruppe gemeinsam einen Plan zur Problemlösung. Dabei stehen -wie auch im weiteren Verlauf des Projekts- Selbstorganisation und Selbstverantwortung der Schüler im Mittelpunkt, beispielsweise bei der Recherche nach Materialen und Informationen. Anschließend erfolgt die Auseinandersetzung mit dem Problem. Diese vollzieht sich hauptsächlich handlungsorientiert, was die körperliche und geistige Arbeit sowie den Einsatz möglichst vieler Sinne angeht. Während der Durchführung spielt soziales Lernen in Gruppenprozessen eine große Rolle. Hierunter werden Koordination innerhalb der Gruppe, Kooperation sowie Konfliktlösetrategien und Umgang mit Kritik, Kommunikation und das gegenseitige und gemeinsame Lernen gefasst. Im weiteren Verlauf des Projekts wird die erarbeitete Problemlösung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und kritisch beleuchtet. Dies kann beispielsweise anhand einer Präsentation erfolgen. Sinn davon ist, die Ergebnisse transparent und kommunizierbar zu machen, sodass Schüler Anerkennung und Kritik erfahren können. In der abschließenden Projektevaluation wird besprochen, welche Erfolge erzielt wurden, aber auch welche Weiterentwicklungen beziehungsweise Verbesserungen es für zukünftige Projekte geben könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit einer veränderten Leistungsbewertung im projektorientierten Unterricht, um dem Selektionsdruck durch Noten entgegenzuwirken.

2 Definition: Es erfolgt eine begriffliche Abgrenzung von Bewertung und Beurteilung sowie die Einordnung in die pädagogische Diagnostik.

3 Grundlagen zur Anwendung ‚neuer‘ Bewertungsformen: Das Kapitel erläutert den erweiterten Lern- und Leistungsbegriff als notwendiges Fundament für moderne Unterrichtsformen.

4 Begründung veränderter Bewertungspraxis: Die Problematik traditioneller Prüfungsformate und der Wunsch nach einer Aufwertung nicht-fachlicher Kompetenzen werden dargelegt.

5 Diagnostische Grundlagen: Hier werden Bezugsnormen, der Inferenzbegriff und Skalierungsformen als methodische Werkzeuge der Lehrkraft analysiert.

6 Gütekriterien: Kritische Auseinandersetzung mit klassischen Testkriterien und Einführung pädagogischer Qualitätsstandards wie Transparenz und Zielangemessenheit.

7 Neue Formen der Leistungsbewertung und ihre praktische Umsetzung: Detaillierte Vorstellung von Schülerselbstbewertung, Prozess- und Produktbewertung, Scianna-Verfahren und Portfolioarbeit.

8 Beispiel: Projektprüfung in Baden-Württemberg: Eine fallbezogene Analyse der praktischen Umsetzung und der damit verbundenen Herausforderungen bei staatlichen Abschlussprüfungen.

9 Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse mit dem Ausblick, dass eine vollständige Ablösung der Notengebung noch am Anfang steht, aber die Entwicklung in die richtige Richtung weist.

Schlüsselwörter

Projektunterricht, Leistungsbewertung, Pädagogische Diagnostik, Erweiterter Lernbegriff, Handlungskompetenz, Portfolio, Selbstbewertung, Projektprüfung, Notengebung, Kompetenzorientierung, Prozessbewertung, Bildungsreform, Unterrichtsqualität, Differenzierung, Feedbackkultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Projektunterricht bewertet werden kann, ohne ausschließlich auf traditionelle Noten angewiesen zu sein, und welche Rolle pädagogische Diagnostik dabei spielt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf dem erweiterten Lernbegriff, neuen Bewertungsinstrumenten wie dem Portfolio und der kritischen Betrachtung bestehender Notensysteme.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu hinterfragen, ob moderne Bewertungsmethoden eine fairere und ganzheitlichere Leistungsbeurteilung ermöglichen und inwieweit diese in das offizielle Notensystem integriert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die Auswertung pädagogischer Modelle, ergänzt durch die Analyse von Projektprüfungen in der Schulpraxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Begründung für eine neue Bewertungspraxis, diagnostische Kriterien sowie die praktische Umsetzung durch verschiedene Verfahren wie z.B. Skalierungsbögen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Projektunterricht, Leistungsbewertung, Kompetenzorientierung, diagnostische Grundlagen und alternative Beurteilungsverfahren.

Was genau ist das Besondere am "Pädagogischen Leistungsbegriff"?

Er dient als gemeinsame Wertebasis im Kollegium und soll den Fokus weg von reiner Selektion hin zur Förderung der individuellen Lernbiografie der Schüler lenken.

Wie unterscheidet sich die "Projektprüfung" von herkömmlichen Prüfungen?

Sie ist fächerübergreifend, prozessorientiert und bewertet neben dem fachlichen Ergebnis auch Methoden- und Sozialkompetenzen in einem dreiphasigen Ablauf.

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Résumé des informations

Titre
Beurteilung von Projektunterricht
Université
University of Education Heidelberg  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Cours
Projektunterricht in der Sekundarstufe I
Note
1,5
Auteur
Gesine Ueberfeldt (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
40
N° de catalogue
V308372
ISBN (ebook)
9783668070332
ISBN (Livre)
9783668070349
Langue
allemand
mots-clé
beurteilung projektunterricht
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GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Gesine Ueberfeldt (Auteur), 2011, Beurteilung von Projektunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308372
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Extrait de  40  pages
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