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Akzeptanz von veränderten Arbeitsstrukturen

Título: Akzeptanz von veränderten Arbeitsstrukturen

Trabajo , 1999 , 16 Páginas , Calificación: 2,6

Autor:in: Frank Findeiß (Autor)

Sociología - Trabajo, Educación, Organización
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Die Arbeit beschäftigt sich ausgehend vom Akzeptanzbegriff als solchem im Speziellen mit der Akzeptanz neuer Arbeitsmodelle und damit einhergehend neuer Lebens- bzw. Lebensstilformen im Zuge des gesellschaftlichen Wandels vom Industriezeitalter zur postmodernen Gesellschaft.

Während in den Anfängen der Industriegesellschaft einzig und allein die Erwerbsarbeit den Status von Arbeit zuerkannt bekam, wohingehgen außerberufliche Tätigkeiten, wie zum Beispiel die Haushaltsführung im privaten Bereich als Nebenaufgabe abgetan wurde, hat sich im Laufe eines Prozesses der zunehmenden Arbeitsverkürzung ein neues Verhältnis in der klassischen Trennung des (Arbeits-)Lebens von "Arbeit" und "Reproduktion" herausgeschält. Ein daraus resultierender zunhmend höherer Stellenwert der Freizeit ließ mit wachsendem Wohlstand den Wunsch in der Bevölkerung aufkommen, die dadurch ermöglichten Angebote stärker zu nutzen. Damit ging ein ansteigender Trend zur Individualisierung in der Lebensgestaltung, eine ausdifferenzierte Bedürfnisstruktur in den sich verwischenden sozialen Schichten und Klassen und aufgrund der daraufhin verschwindenden Grenzen, die gleichsam in so manchen Teilen der Bevölkerung einen anomischen Zustand – im Durkheimschen Sinne – hervorriefen, eine Identitätskrise einher. Folglisch ist es notwendig moderne Arbeitsstrukturen zu legitimieren, die veränderte Lebensführungskonzepte ermöglichen. Dabei stellen sich Fragen wie z.B.: lassen sich moderne neu entstehende Schichten oder Klassen ausmachen und inwiefern sind diese mit Ansprüchen an Arbeitsbedingungen in Verbindung mit persönlichen Präferenzen im privaten Bereich erfaßbar?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

I. Zur Einordnung des „Akzeptanzbegriffs“

II. Veränderte Arbeitszeiten als zentrales Faktum für veränderte Arbeitsstrukturen

III. Die Bedeutung von Lebensführung, Identität und Werte-Haltung im Arbeitsleben

IV. Die normative Subjektivierung der Arbeit

V. Neue Lebens- und Arbeitswelten - Ein Modell

VI. Schlußbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den soziologischen Wandel der Arbeitsgesellschaft und analysiert, wie sich veränderte Lebensführungsmodelle, neue Wertehaltungen und flexible Arbeitszeitstrukturen gegenseitig beeinflussen und legitimieren.

  • Die Transformation der traditionellen Industrie- und Arbeitsgesellschaft.
  • Die soziologische Einordnung des Akzeptanzbegriffs im beruflichen Kontext.
  • Die Auswirkungen der Flexibilisierung von Arbeitszeiten auf private Lebensstrukturen.
  • Der Wandel von materiellen zu postmaterialistischen Werten in der Arbeitswelt.
  • Die normative Subjektivierung der Arbeit als Reaktion auf Modernisierungszwänge.
  • Typisierung verschiedener Lebens- und Arbeitswelten (Modellbildung).

Auszug aus dem Buch

IV. Die normative Subjektivierung der Arbeit

Normative Subjektivierung bedeutet zunächst, daß „nicht eine gezielte Anpassung der Organisation der Erwerbsarbeit an die subjektiven Bedürfnisse der Beschäftigten seitens des betrieblichen Managements (...), sondern die Entwicklungen des Arbeitsbewußtseins der Beschäftigten, (und demnach; Anm.d.V.) ihrer Ansprüche an die Erwerbsarbeit (...)“ (Baethge 1991: 6f) im Vordergrund der Modernisierung von Arbeitsmodellen steht. Hierbei spielen vor allem berufsinhaltliche, kommunikative und expressive Ansprüche eine große Rolle. M.a.W. drückt sich darin in der Reihenfolge der Wunsch nach einer interessanten Tätigkeit, besseren kollegialen Beziehungen und der viel zitierten Selbstentfaltung aus. Weitere Forderungen zeigen, daß weniger das Geld im Zentrum der Wahl eines Arbeitsplatzes steht, denn man wünscht sich vielmehr Erfüllung durch eine Tätigkeit, die durch Mitbestimmung im Betrieb zur Vollkommenheit avanciert. In einem Aufsatz wurden zur Umsetzung dieser Modernisierung neuer Arbeitsmodelle im Betrieb vier Punkte genannt, die man zusammenfassend hervorheben kann; sie sollen zu einem Gleichgewicht zwischen Vertrauen (von seiten des Betriebes) und Kontrolle (der Arbeiterschaft an den Betrieb) beitragen und beziehen sich allerdings lediglich auf den Bereich der Industrie:

Da ist erstens die Rede von „Eine(r) verstärkte(n) Delegation von Verantwortung anstelle einer weitgehenden Vorstrukturierung der Arbeit“. Damit wird die hierarchisch organisierte Arbeitsteilung angesprochen, die einer auf allen Ebenen der Betriebsführung und der Arbeiterschaft gemeinsam geregelten Produktionsdurchführung weichen soll. Dies verlangt auf der einen Seite von einzelnen die Koordination verschiedener Teilgebiete im Produktionskomplex und damit auch die Fähigkeit zur Kombination, führt aber auf der anderen Seite dann auch zu größeren Produktionsgruppen, die gemeinsam mehr leisten können. Anstelle von Arbeitsteilung entsteht Teamarbeit und sowohl an den einzelnen Arbeiter als auch an die Teilgruppe, in der er arbeitet, wird mehr Verantwortung von seiten des Betriebes abgetragen. Folglich erfüllt sich die Forderung nach Selbst- oder Mitbestimmung und Autonomie.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Identitätskrise der modernen Arbeitsgesellschaft und die Notwendigkeit, neue Arbeitsstrukturen zu legitimieren, die den veränderten Lebensführungskonzepten gerecht werden.

I. Zur Einordnung des „Akzeptanzbegriffs“: Dieses Kapitel definiert das Akzeptanzproblem in der modernen Arbeitswelt und verknüpft es mit rechtlichen, sozialen und individuellen Legitimationsansprüchen.

II. Veränderte Arbeitszeiten als zentrales Faktum für veränderte Arbeitsstrukturen: Hier wird der Prozess der Arbeitszeitverkürzung und die damit verbundene Flexibilisierung analysiert, die neue Freiräume für das Privatleben schafft, aber auch den Druck zur Selbststeuerung erhöht.

III. Die Bedeutung von Lebensführung, Identität und Werte-Haltung im Arbeitsleben: Der Abschnitt diskutiert, wie der Wertewandel und die Individualisierung der Lebensführung die traditionelle Trennung von Arbeit und Reproduktion auflösen.

IV. Die normative Subjektivierung der Arbeit: Es wird erläutert, wie veränderte Ansprüche der Beschäftigten, wie etwa der Wunsch nach Selbstverwirklichung und Mitbestimmung, die Modernisierung von Arbeitsmodellen vorantreiben.

V. Neue Lebens- und Arbeitswelten - Ein Modell: Der Autor stellt eine Typisierung von vier verschiedenen Gruppen der Erwerbsbevölkerung vor, die sich durch ihre unterschiedliche Einstellung zu Arbeit und Freizeit charakterisieren.

VI. Schlußbemerkung: Die Zusammenfassung resümiert, dass veränderte Arbeitsstrukturen ein Spiegel der pluralistischen Lebensführungsmodelle sind und zukünftig eine stärkere Integration der individuellen Bedürfnisse erfordern.

Schlüsselwörter

Arbeitsgesellschaft, Lebensführung, Subjektivierung, Wertewandel, Flexibilisierung, Identität, Arbeitszeit, Akzeptanz, Selbstverwirklichung, Arbeitsteilung, Teamarbeit, Postmaterialismus, Erwerbsbiographie, Arbeitsstrukturen, Mitbestimmung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Analyse der modernen Arbeitsgesellschaft und wie sich die traditionelle Erwerbsarbeit im Zuge von Wertewandel und neuen Lebensstilen transformiert.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Flexibilisierung von Arbeitszeiten, die veränderte Identitätsbildung durch Arbeit, die Rolle des Akzeptanzbegriffs sowie die normative Subjektivierung der Arbeitswelt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen veränderten individuellen Lebensentwürfen und den notwendigen Anpassungen betrieblicher Organisationsstrukturen zu verstehen und theoretisch einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methodik kommt zum Einsatz?

Die Arbeit bedient sich einer soziologischen Analyse, insbesondere Ansätzen der subjektorientierten Soziologie, sowie einer Modellbildung zur Kategorisierung verschiedener Arbeitnehmertypen.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil werden die historische Entwicklung von Arbeitszeiten, der Einfluss postmaterialistischer Werte auf die Lebensgestaltung und die betrieblichen Modernisierungsversuche (z.B. Teamarbeit) detailliert behandelt.

Wie lassen sich die inhaltlichen Kernpunkte in Schlagworten zusammenfassen?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Flexibilisierung, Subjektivierung, Identitätskrise der Arbeit, Wertewandel und die Pluralisierung von Lebensführungsmodellen charakterisiert.

Wie unterscheidet der Autor zwischen verschiedenen Arbeitnehmertypen?

Der Autor unterscheidet vier Gruppen: Arbeiter mit traditionellem Bewusstsein, die „allseitigen Maximierer“, die „opportunistischen Genießer“ und die „halben und ganzen Aussteiger“.

Warum ist der „Akzeptanzbegriff“ für die Arbeit so wichtig?

Der Begriff dient als analytische Klammer, um zu verstehen, warum und unter welchen Bedingungen Individuen die veränderten Anforderungen der modernen Arbeitswelt legitimieren und internalisieren.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Akzeptanz von veränderten Arbeitsstrukturen
Universidad
University of Bonn  (Institut für Soziologie)
Curso
Anwendungsfelder soziologischer Akzeptanzforschung
Calificación
2,6
Autor
Frank Findeiß (Autor)
Año de publicación
1999
Páginas
16
No. de catálogo
V308462
ISBN (Ebook)
9783668087378
ISBN (Libro)
9783668087385
Idioma
Alemán
Etiqueta
Soziologie Akzeptanz Subjektivierung der Arbeit Lebensform Arbeit Lebensstil
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Frank Findeiß (Autor), 1999, Akzeptanz von veränderten Arbeitsstrukturen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308462
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