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Abrechnungsmodelle zur patientenorientierten Arzneimittelversorgung. Ein europäischer Vergleich

Titre: Abrechnungsmodelle zur patientenorientierten Arzneimittelversorgung. Ein europäischer Vergleich

Thèse de Bachelor , 2010 , 35 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Jens Günther (Auteur)

Santé - Santé Publique
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Résumé Extrait Résumé des informations

In Anbetracht der demographischen Entwicklung in Deutschland und den damit verbundenen Auswirkungen auf das Sozialsystem sollen in dieser Arbeit die Abrechnungsmodelle der Patientenindividuellen Arzneimittelversorgung (PAV) verglichen werden. 44.000 bis 98.000 Patienten sterben jährlich in US- Krankenhäusern durch Medikamenten-Irrtümer. Vielfach wird den Patienten das falsche Medikament zugeteilt, noch häufiger ist die Dosis nicht auf den Patienten zugeschnitten. Er nimmt schlichtweg zu viel Arzneimittel ein und stirbt an einer Vergiftung.

Der Blick gilt neben Deutschland drei europäischen Nachbarländern, nämlich Schweiz, Niederlande und Schweden. Beim Vergleichen der Abrechnungsmodelle stellen sich die Fragen, ob einzelne Tabletten oder ganze Packungen abgerechnet werden, ob es einen Packungsauf schlag gibt und wie mit angebrochenen Verpackungen – also Verwurf – umgegangen wird.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. PAV – Eine Frage der Vergütung

2. Definitionen

2.1 Patientenorientierte Arzneimittelversorgung (PAV)

2.2 Verblisterung

2.3 Compliance

3. Hauptteil: Abrechnungsmodelle im Vergleich

3.1 Deutschland

3.2 Schweden

3.3 Schweiz

3.4 Niederlande

4. Kosten der Patientenorientierten Arzneimittelversorgung

4.1 Unterschiede bei den Kostenträgern

5. Schlussfolgerungen/Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht und vergleicht europäische Abrechnungsmodelle für die patientenorientierte Arzneimittelversorgung (PAV), um Strategien zur Verbesserung der Arzneimittelsicherheit und Patientencopliance zu evaluieren und Ansätze für den deutschen Markt abzuleiten.

  • Vergleich der PAV-Abrechnungsmodelle in Deutschland, Schweden, der Schweiz und den Niederlanden
  • Analyse der Kostenträger und Vergütungssysteme (Pauschalen vs. Einzelleistungsabrechnung)
  • Bewertung des Einflusses der PAV auf Arzneimittelsicherheit und Therapietreue
  • Untersuchung von ökonomischen Einsparpotenzialen durch Verblisterung
  • Identifikation rechtlicher und prozessualer Herausforderungen für die Implementierung in Deutschland

Auszug aus dem Buch

3.1 Deutschland

Aus Arzneimittel- und Apothekenrecht ist das industrialisierte Verblistern durch einen Dienstleister im Auftrag des Apothekers zulässig. „Die Neuverblisterung von Medikamenten durch Apotheken ist gesetzlich geregelt. Apothekern ist laut einem Urteil des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts aus 2006 erlaubt, die Verblisterung von Tabletten als Dienstleistung anzubieten. Es bedarf nach Ansicht des OVG für das Verblistern weder einer Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG noch einer Zulassung des Arzneimittels nach § 21 AMG.“ Dies sind zumindest erst einmal die Grundlagen. In der Praxis überträgt die Apotheke die Verblisterungs-Aufgabe auf einen Dienstleister, der die Arzneimittel für jeden einzelnen Patienten nach der ärztlichen Verschreibung verblistert und an den Apotheker zur Weitergabe an den Patienten liefert. Welche Art der Verblisterung – egal ob Blisterkarte, Schlauchbeutel, Multidose, Unit dose - durchgeführt wird, muss immer individuell je nach Kundenwünschen und -bedürfnissen entschieden werden.

In Deutschland gibt es mehrere Projekte, in denen Zusatzleistungen auch zusätzlich vergütet werden, eines davon initiiert von der AOK Bayern. Zu den Teilnehmern gehören etwa 550 Heimbewohner in 17 Pflegeheimen und zehn Apotheken. Die AOK Bayern übernimmt die Kosten. So erhält der beteiligte Apotheker für die patientenindividuelle Arzneimittelverblisterung pro Woche und Patient eine Vergütung für die pharmazeutische Leistung und weiterhin eine Vergütung für die Verblisterung. Das Projekt dauert im Herbst 2010 an, so dass aussagekräftige Ergebnisse noch nicht vorliegen. Auch die AOK Rheinland/Hamburg plante Anfang 2010 in NRW ein Modellprojekt in Pflegeheimen und mit ambulanten Pflegediensten. Partner sollen vier Apotheken im Rheinland sein. „Mit den Apothekern rechnet die Kasse demnach tablettengenau ab, bezogen auf den Herstellerabgabepreis der größten im Markt befindlichen Packung. Für die pharmazeutische Leistung sollen die Apotheker zusätzlich 4 Euro pro Patient und Woche erhalten, für die sonstigen Leistungen im Rahmen der Verblisterung 3,50 Euro.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. PAV – Eine Frage der Vergütung: Diese Einleitung beleuchtet die medizinische und ökonomische Notwendigkeit einer patientenorientierten Arzneimittelversorgung zur Fehlervermeidung und führt die Fragestellung der Vergütung ein.

2. Definitionen: Hier werden die zentralen Fachbegriffe PAV, Verblisterung und Compliance wissenschaftlich definiert und in den Kontext der Arbeit gesetzt.

3. Hauptteil: Abrechnungsmodelle im Vergleich: Dieses Kapitel analysiert detailliert die bestehenden Abrechnungsmechanismen und Vergütungssysteme für verblisterte Medikamente in Deutschland, Schweden, der Schweiz und den Niederlanden.

4. Kosten der Patientenorientierten Arzneimittelversorgung: Dieser Abschnitt thematisiert die ökonomischen Aspekte und die Verteilung der finanziellen Lasten zwischen Kostenträgern, Leistungserbringern und Patienten.

5. Schlussfolgerungen/Zusammenfassung: Das Fazit fasst die internationalen Erfahrungen zusammen und bewertet die Übertragbarkeit auf das deutsche Gesundheitssystem sowie die Potenziale für eine zukünftige Implementierung.

Schlüsselwörter

Patientenorientierte Arzneimittelversorgung, PAV, Verblisterung, Compliance, Therapietreue, Abrechnungsmodelle, Arzneimittelsicherheit, Unit-Dose-Versorgung, Kostenträger, Vergütung, Pharmazie, Medikationsfehler, Gesundheitsökonomie, Pflegeheime, Arzneimittelversorgung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem europäischen Vergleich von Abrechnungsmodellen für die patientenorientierte Arzneimittelversorgung (PAV), insbesondere der industriellen und apothekenindividuellen Verblisterung von Medikamenten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Kernbereichen gehören die Arzneimittelsicherheit, die Steigerung der Therapietreue (Compliance), die ökonomische Analyse von Zusatzleistungen der Apotheken sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen im internationalen Vergleich.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu klären, wie die Verblisterung von Arzneimitteln finanziert werden kann, wer die Kosten trägt und welche Modelle in den Nachbarländern erfolgreich eingesetzt werden, um diese Erkenntnisse für eine Etablierung in Deutschland nutzbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich primär auf eine umfassende Literaturrecherche (Fachartikel, Studien, Gesetzestexte) sowie auf Expertenbefragungen mittels Fragebögen und Telefonaten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte länderweise Darstellung der Abrechnungssysteme in Deutschland, Schweden, der Schweiz und den Niederlanden, ergänzt durch eine Analyse der spezifischen Kostenstrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Patientenorientierte Arzneimittelversorgung (PAV), Verblisterung, Compliance, Arzneimittelsicherheit und Vergütungsmodelle geprägt.

Warum ist die Compliance-Pauschale in der Schweiz ein wichtiges Fallbeispiel?

Die Schweizer Compliance-Pauschale dient als etabliertes Modell dafür, wie apothekerliche Dienstleistungen, die über die reine Abgabe hinausgehen, systematisch vergütet werden können, um die Therapietreue zu fördern.

Welche Rolle spielen die Niederlande beim Vergleich?

Die Niederlande dienen als Beispiel für ein System mit Grundtarifen und weiteren, modular abrechenbaren Zusatzleistungen, was eine flexible Honorierung jenseits pauschaler Festbeträge ermöglicht.

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Résumé des informations

Titre
Abrechnungsmodelle zur patientenorientierten Arzneimittelversorgung. Ein europäischer Vergleich
Université
University of Marburg  (HCM)
Note
1,3
Auteur
Jens Günther (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
35
N° de catalogue
V308593
ISBN (ebook)
9783668110502
ISBN (Livre)
9783668110519
Langue
allemand
mots-clé
abrechnungsmodelle arzneimittelversorgung vergleich
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jens Günther (Auteur), 2010, Abrechnungsmodelle zur patientenorientierten Arzneimittelversorgung. Ein europäischer Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308593
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