Menschen mit Behinderungen, besonders Kinder und Jugendliche haben es in unserer Gesellschaft nicht einfach. Sei es das Lernen in Sonderschulen, oder der normale Lebensalltag – oftmals werden Kinder und Jugendliche mit Behinderung ausgegrenzt. Um solche Benachteiligungen und Barrieren zu verhindern beziehungsweise zu reduzieren, bedarf es an umfassenden Umdenkungsprozessen und Projekten, die dazu beitragen, dass alle Kinder und Jugendliche mit Behinderung in unserer Gesellschaft akzeptiert und vor allem integriert werden. Aus diesem Kontext heraus lässt sich folgende Forschungsfrage ableiten: „Wie ist bislang die Inklusion in Österreich bei Kindern und Jugendlichen mit Behinderung realisiert worden?“
Diese Seminarfacharbeit ist in drei wesentlichen Bestandteilen aufgebaut. Zu Beginn wird der Schwerpunkt auf die Begriffserklärung, als auch auf die Ursachen, Arten und den Auswirkungen von Behinderung gelegt. In weiterer Folge wird sich mit dem Thema der Inklusion auseinandergesetzt. Die Inhalte, wie beispielsweise die Ziele der Inklusion, spielen dabei eine wesentliche Rolle. Abschließend wird die Realisierung und Umsetzung von Inklusion bei Kinder und Jugendlichen innerhalb Österreichs als Momentaufnahme dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Behinderung
2.1. Definition
2.2. Ursachen, Arten und Auswirkungen von Behinderung
2.2.1. Physische Behinderung
2.2.2. Psychische/ Seelische Behinderung
2.2.3. Geistige Behinderung
3. Inklusion
3.1. Definition und Konzept von Inklusion
3.2. Das Ziel der Inklusion
3.3. UN-Behindertenrechtskonvention
4. Die Realisierung und Umsetzung von Inklusion in Österreich – eine Momentaufnahme
5. Resümee
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit widmet sich der Analyse der Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung in Österreich, mit dem Ziel, den aktuellen Umsetzungsstand zu beleuchten und Barrieren sowie notwendige Entwicklungsschritte aufzuzeigen.
- Grundlagen der Begriffsbestimmung von Behinderung und ihren verschiedenen Ausprägungen
- Differenzierung zwischen Integration und Inklusion im gesellschaftlichen Kontext
- Die Bedeutung der UN-Behindertenrechtskonvention für das Bildungssystem
- Analyse der derzeitigen Situation der Inklusion in österreichischen Schulen
- Herausforderungen und erforderliche Strukturänderungen zur Etablierung eines inklusiven Schulsystems
Auszug aus dem Buch
2.1. Definition
Grundsätzlich bezeichnet man eine Behinderung als einen andauernden Gesundheitszustand, der für Menschen in allen Altersgruppen eintreten kann. Dieser gesundheitliche Schaden ist zumeist angeboren oder wird im Laufe der Zeit durch Krankheiten oder Schicksalsschläge erworben. Im §2 des SGB IX – Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen ist folgende Definition verankert:
„Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist“ (§2 Absatz 1 SGB IX – Behinderung 2001, S.59).
Die Behinderung von Menschen lässt sich in drei zentrale Kategorien gliedern. Man spricht von körperlichen (physischen) Behinderungen, von psychischen (seelischen) Behinderungen, als auch von geistigen, bzw. psychischen Behinderungen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Problematik der Ausgrenzung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung dar und formuliert die Forschungsfrage zur Realisierung der Inklusion in Österreich.
2. Behinderung: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Definitionen und Kategorien von Behinderungen, unterteilt in physische, psychische und geistige Beeinträchtigungen.
3. Inklusion: Das Kapitel definiert den Inklusionsbegriff, grenzt ihn vom Integrationsmodell ab und beleuchtet die Rolle der UN-Behindertenrechtskonvention sowie die Ziele einer inklusiven Gesellschaft.
4. Die Realisierung und Umsetzung von Inklusion in Österreich – eine Momentaufnahme: Hier wird der Status quo der Inklusion in Österreich analysiert, wobei anhand von Daten und Expertenmeinungen Barrieren aufgezeigt und Lösungsstrategien wie der Stufenplan der Lebenshilfe diskutiert werden.
5. Resümee: Das Resümee fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit gesellschaftlicher und politischer Umdenkungsprozesse für eine erfolgreiche Inklusion.
Schlüsselwörter
Inklusion, Behinderung, Österreich, Schule, Bildungssystem, UN-Behindertenrechtskonvention, Integration, Barrierefreiheit, Kinder und Jugendliche, Teilhabe, Sozialpädagogik, Stufenplan, Lebenshilfe, Gesellschaft, Inklusionsbarometer.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, wie es um die Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung in Österreich steht und welche Barrieren einer vollständigen Teilhabe entgegenstehen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die Definition von Behinderung, das Konzept der Inklusion im Vergleich zur Integration und die praktische Umsetzung inklusiver Bildung in Österreich.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist eine Momentaufnahme des Umsetzungsstandes der Inklusion und die kritische Auseinandersetzung mit bestehenden Strukturen, um ein barrierefreies Leben zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine Seminarfacharbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung von Statistiken (z.B. dem Inklusionsbarometer) basiert.
Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Formen der Behinderung, die theoretischen Hintergründe der Inklusion sowie die konkreten Herausforderungen und Fortschritte im österreichischen Schulwesen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Inklusion, Behinderung, österreichisches Bildungssystem und gesellschaftliche Teilhabe definiert.
Warum wird zwischen Integration und Inklusion unterschieden?
Die Arbeit stellt klar, dass Integration oft als nachträgliche Eingliederung in bestehende Systeme verstanden wird, während Inklusion von vornherein ein inklusives System anstrebt, in dem Vielfalt die Norm ist.
Welche Rolle spielt die UN-Behindertenrechtskonvention?
Sie bildet das menschenrechtliche Fundament der Arbeit und verpflichtet Österreich dazu, Barrieren abzubauen und Kindern mit Behinderung eine volle gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.
Wie bewertet der Text die Rolle der Sonderschulen?
Der Text reflektiert kritisch, dass Sonderschulen als aussondernde Institutionen wahrgenommen werden, deren schrittweise Abschaffung zugunsten gemeinsamer inklusiver Schulen gefordert wird.
Was bedeutet das Inklusionsbarometer?
Es ist ein von der Lebenshilfe entwickeltes Instrument zur Visualisierung des Umsetzungsstandes der Inklusion in den verschiedenen österreichischen Bundesländern im Schulbereich.
- Arbeit zitieren
- Nadine Saal (Autor:in), 2015, Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung als Herausforderung im 21. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308788