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Die Kombination plan- und marktwirtschaftlicher Elemente als Bestandteil einer erfolgreichen Reform- und Öffnungspolitik? Eine Analyse von Chinas wundersamem Wachstum

Title: Die Kombination plan- und marktwirtschaftlicher Elemente als Bestandteil einer erfolgreichen Reform- und Öffnungspolitik? Eine Analyse von Chinas wundersamem Wachstum

Term Paper , 2012 , 23 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Lukas Baumann (Author)

Business economics - Economic Policy
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Der Wandel Chinas in den vergangenen 30 Jahren stellt Ökonomen aller politischen Lager vor neue Herausforderungen.
Diese Hausarbeit möchte der Frage nachgehen, mit welchen politischen Mitteln ein solch starres Institutionensystem wie das der chinesischen Volksrepublik in der Lage sein kann, für ein nachhaltiges und dynamisches Wachstum zu sorgen und warum „Marktkoordination und staatliche (... ) Lenkung“ nicht zwangsweise gegeneinander wirken müssen.

Ausgangspunkt der Ausführungen sind die sog. „Vier Modernisierungen“ unter Ministerpräsident Zhou Enlai aus dem Jahre 1978, die als Anstoß aller politischen und ökonomischen Entwicklung der vergangenen 30 Jahre betrachtet werden können. Im Anschluss setzt sich die Arbeit mit dem chinesischen Finanzsystem auseinander. Der Fokus liegt hierbei sowohl auf den institutionellen Veränderungen im Bankensektor als auch auf der chinesischen Währungs- und Geldpolitik. Zum Abschluss greift die Arbeit den Begriff des „Policy Making“ auf. Wörtlich als Politikgestaltung oder Strategieplanung übersetzt beschreibt es die Art und Weise, wie politische Entscheidungen getroffen und umgesetzt werden. Die chinesische Entwicklung bietet hierfür äußerst interessante Beispiele.

Diese Arbeit stellt dabei nicht den Anspruch, alle wachstumsrelevanten Aspekte des chinesischen Aufschwungs zu durchleuchten. Besonders das In-Betracht-ziehen relevanter externer Faktoren würde den Umfang dieser Ausführungen überschreiten. Im Mittelpunkt steht daher das Handeln der politischen Akteure, um einen Zusammenhang zwischen Reformen und ökonomischen Entwicklungen herzustellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Chinas Wachstum in den Statistiken der Weltbank

3. Der Beginn der Reformpolitik- Die „Vier Modernisierungen“

3.1 Die Reformen in der Landwirtschaft

3.2 Die Reformen in der Industrie

3.3 Ökonomischen Erfolge im Zuge der Modernisierungen

4. Das chinesische Finanzsystem

4.1 Das chinesische Bankensystem

4.1.1 Die Reformen sei 1979

4.1.2 Die Stärken des veränderten Bankensystems

4.2 Die chinesische Geld- und Zentralbankpolitik

4.2.1 Geldpolitik im Sinne eines Exportlandes

4.2.2 Globale Probleme durch Chinas Währungs- und Geldpolitik

5. Policy Making - Am Beispiel China

5.1 Fazit

5.2 Nachwort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die politischen Mechanismen hinter Chinas wirtschaftlichem Aufstieg der letzten 30 Jahre. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie das starre chinesische Institutionensystem ein dynamisches, nachhaltiges Wachstum erzielen konnte und inwiefern Marktkoordination sowie staatliche Lenkung dabei erfolgreich interagieren.

  • Analyse der „Vier Modernisierungen“ seit 1978 als Ausgangspunkt wirtschaftlicher Reformen.
  • Untersuchung der institutionellen Veränderungen im chinesischen Bankensektor.
  • Evaluation der chinesischen Währungs- und Zentralbankpolitik sowie deren globale Auswirkungen.
  • Verständnis von "Policy Making" im chinesischen Kontext der Politikgestaltung.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Reformen in der Industrie

Mit den Veränderungen im primären Sektor ging auch die Veränderung des Industriesektors einher. Bereits zwischen 1950 und 1979 hatte sich die chinesische Industrie enorm entwickelt. Trotzdem zeichnete sich ab, dass die bestehenden Produktionsstätten in vielerlei Hinsicht nicht in der Lage waren, den angestrebten Modernisierungsprozess mitzutragen. Aus diesem Grund sollten die einzelnen Industriezweige des Landes, abhängig von ihrer Funktion und Bedeutung, für die Entwicklung der Volkswirtschaft einer staatlichen Restrukturierung unterzogen werden;

Die Stahlindustrie, unter Mao noch „Hauptkettenglied“ der chinesischen Wirtschaft, sollte deutlich verschlankt werden. Besonders der große Energiebedarf der stahlproduzierenden Unternehmen und die geringe Effizienz in der Herstellung (auf Grund fehlender technologischer Ausstattung) waren der Regierung ein Dorn im Auge. Darüber hinaus sollten Kapazitäten aus der Schwer- in die Leichtindustrie verlagert werden, da dieser eine höhere Bedeutung für das Wohl des chinesischen Volkes zugemessen wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel Chinas und stellt die zentrale Frage, wie das Land trotz eines starren Systems nachhaltiges Wachstum erreichen konnte.

2. Chinas Wachstum in den Statistiken der Weltbank: Dieses Kapitel veranschaulicht anhand von BIP-Daten die zyklische, aber beeindruckend hohe Wachstumsentwicklung Chinas seit 1975.

3. Der Beginn der Reformpolitik- Die „Vier Modernisierungen“: Das Kapitel behandelt die Abkehr von der klassischen Planwirtschaft hin zu einer marktorientierten Politik in den Sektoren Landwirtschaft und Industrie.

3.1 Die Reformen in der Landwirtschaft: Es wird der Strukturwandel im primären Sektor beschrieben, der durch Leistungsprinzipien und Investitionen in moderne Technik gekennzeichnet war.

3.2 Die Reformen in der Industrie: Dieses Kapitel analysiert die staatliche Umstrukturierung der Industriezweige zur Steigerung der Effizienz und zur Förderung der Leichtindustrie.

3.3 Ökonomischen Erfolge im Zuge der Modernisierungen: Hier werden die Resultate der Agrarreformen beleuchtet, die zu signifikanten Produktivitätssteigerungen führten.

4. Das chinesische Finanzsystem: Es wird die fundamentale Veränderung des Finanzsektors als Motor für die wirtschaftliche Transformation untersucht.

4.1 Das chinesische Bankensystem: Das Kapitel skizziert den schrittweisen Umbau von einem Monobankensystem hin zu einem differenzierteren staatlich gelenkten Sektor.

4.1.1 Die Reformen sei 1979: Es wird der Umbau der Zentralbank und die Gründung von staatlichen Spezialbanken beschrieben.

4.1.2 Die Stärken des veränderten Bankensystems: Dieses Unterkapitel verdeutlicht die Widerstandsfähigkeit des Systems während der Finanzkrise 2008/2009.

4.2 Die chinesische Geld- und Zentralbankpolitik: Es wird analysiert, wie die Geldpolitik zur Stützung der Exportstrategie eingesetzt wird.

4.2.1 Geldpolitik im Sinne eines Exportlandes: Dieses Kapitel erläutert die Unterbewertung des Renminbi und die Devisenmarktinterventionen.

4.2.2 Globale Probleme durch Chinas Währungs- und Geldpolitik: Hier werden die Auswirkungen der chinesischen Währungspolitik auf Entwicklungsländer kritisch diskutiert.

5. Policy Making - Am Beispiel China: Das abschließende Kapitel synthetisiert die Ergebnisse und reflektiert das Zusammenspiel von Staat und Markt.

5.1 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über das chinesische Modell der Wachstumsgenerierung zusammen.

5.2 Nachwort: Das Nachwort erläutert die bewusste Aussparung politischer Themen wie Menschenrechte zugunsten einer ökonomischen Analyse.

Schlüsselwörter

Wirtschaftswachstum, Vier Modernisierungen, Volksrepublik China, Finanzsystem, Zentralbank, Geldpolitik, Bankensystem, Exportstrategie, Marktkoordination, staatliche Lenkung, Industrieproduktion, Transformationsprozess, Renminbi, Entwicklungsländer, Wirtschaftsstatistik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die wirtschaftliche Entwicklung Chinas seit den Reformen von 1978 und untersucht, wie der Staat durch institutionelle Reformen und gezielte Eingriffe das Wachstum steuert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Reformen in Landwirtschaft und Industrie, die Umgestaltung des Finanz- und Bankensektors sowie die chinesische Geld- und Wechselkurspolitik.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Frage lautet, mit welchen politischen Mitteln das starre chinesische System nachhaltiges Wachstum erzielen konnte und warum staatliche Lenkung und Marktkoordination nicht zwangsläufig gegeneinander arbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine deskriptive Analyse von Wirtschaftsstatistiken der Weltbank kombiniert mit einer Untersuchung wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen und Transformationsprozesse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Reformen der Realwirtschaft, die Transformation des Finanzsektors sowie die Analyse der internationalen Auswirkungen der chinesischen Geldpolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Wirtschaftswachstum, Vier Modernisierungen, staatliche Lenkung, Exportstrategie und Finanzsystem.

Warum wurde der Bankensektor als Beispiel für Krisenmanagement gewählt?

Die Finanzkrise 2008/2009 dient als Fallbeispiel, um zu zeigen, wie die enge Verknüpfung von Staatsbanken und Regierung die chinesische Wirtschaft vor den negativen Folgen toxischer Finanzprodukte bewahrte.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Staates in der chinesischen Wirtschaft?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Staat und Markt nicht als Gegensätze betrachtet werden sollten, sondern dass eine spezifische Kombination beider Elemente für China den Erfolg ausmacht.

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Details

Title
Die Kombination plan- und marktwirtschaftlicher Elemente als Bestandteil einer erfolgreichen Reform- und Öffnungspolitik? Eine Analyse von Chinas wundersamem Wachstum
College
University of Hamburg  (Fachbereich Sozialökonomie)
Course
Europäische Wirtschaftspolitik
Grade
2,3
Author
Lukas Baumann (Author)
Publication Year
2012
Pages
23
Catalog Number
V308877
ISBN (eBook)
9783668071629
ISBN (Book)
9783668071636
Language
German
Tags
China chinesisches Wachstum Planwirtschaft Marktwirtschaft Die vier Modernisierungen Staatsmodernisierung Exportförderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lukas Baumann (Author), 2012, Die Kombination plan- und marktwirtschaftlicher Elemente als Bestandteil einer erfolgreichen Reform- und Öffnungspolitik? Eine Analyse von Chinas wundersamem Wachstum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308877
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