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Hitlers Bierkellerreden im Spiegel der Münchner Presse

Título: Hitlers Bierkellerreden im Spiegel der Münchner Presse

Trabajo , 2015 , 18 Páginas , Calificación: 1,8

Autor:in: Benjamin Waldraff (Autor)

Historia de Alemania - Primera Guerra Mundial, República de Weimar
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Wieso ausgerechnet München? Wieso fand Hitler ausgerechnet hier die Voraussetzungen, um von einem gescheiterten Künstler zunächst zum Sprachrohr der radikalen Rechten und später zum Reichskanzler und Diktator zu werden? Was machte die Menschen in München so besonders und so empfänglich für Hitlers Hetze und seine Parolen? Die deutsche Zeitung „Die Zeit“ liefert dafür einen Erklärungsansatz: „Es war in der Tat dasselbe Biotop aus Bier, Gaudi und Enthemmung, das die ersten Nazi-Horden in Stimmung brachte und dann aus den Bierkellern hinaus zum Marsch auf die Feldherrnhalle trieb.“

In der Tat spielten die Bierkeller mit ihrer einzigartigen Atmosphäre eine wesentliche Rolle beim Aufstieg Hitlers. In der vorliegenden Arbeit soll zunächst die politische Lage in München zur Zeit der Weimarer Republik dargestellt werden und gezeigt werden, inwiefern bereits früh der Boden für Hitlers Propaganda bereitet wurde. Danach soll Hitlers Zeit in München kurz dargestellt werden, gefolgt von einer psychologischen Betrachtung des Verhaltens einer Masse und der Individuen, die ihr angehören.

Danach soll die Atmosphäre in den Münchner Bierkellern untersucht und Hitlers Redestil kurz dargestellt werden. Anschließend folgt eine Quellenbetrachtung der Münchner Neuesten Nachrichten zu verschiedenen Reden und Ereignissen die im Zusammenhang mit Hitler und der NSDAP stehen, wie zum Beispiel dem Hitler- Putsch und der Neugründung der NSDAP. Dabei soll vor allem die Reaktion der Presse auf diese Ereignisse untersucht werden, gefolgt von einer Beurteilung zur wahrgenommenen Wichtigkeit der Münchner Bierkeller für die Nazis aus Sicht einer ihnen nicht unbedingt wohlgesonnenen Zeitung.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) München zur Zeit der Weimarer Republik

3) Hitler in München

4) Die Psychologie einer Massenveranstaltung

4.1) Die Atmosphäre in den Münchener Bierkellern

5) Die Bedeutung von Hitlers Reden in München

5.1) Quellenlage

5.2) Die Reaktion der Presse auf Hitlers Reden

5.3) Die wahrgenommene Bedeutung des Bierkellers

6) Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Münchener Bierkeller als zentraler Ort für den politischen Aufstieg Adolf Hitlers und der NSDAP in der frühen Weimarer Zeit. Ziel ist es, die spezifische psychologische Dynamik dieser Massenveranstaltungen zu ergründen und anhand einer quellenkritischen Analyse der „Münchner Neuesten Nachrichten“ aufzuzeigen, wie diese Umgebung Hitlers Propaganda verstärkte und wie die zeitgenössische Presse diese Ereignisse wahrnahm.

  • Politische Rahmenbedingungen Münchens in der Weimarer Republik
  • Psychologische Analyse von Massenveranstaltungen nach Le Bon
  • Bedeutung der Bierkeller-Atmosphäre als radikalisierender Verstärker
  • Quellenkritische Untersuchung der Berichterstattung der „Münchner Neuesten Nachrichten“
  • Inhaltliche Ausrichtung und Inszenierung von Hitlers Reden

Auszug aus dem Buch

4.1) Die Atmosphäre in den Münchner Bierkellern

Wie bereits erwähnt war es in den Münchner Bierkellern sehr leicht, sich in der Masse zu verlieren. Bei voller Besetzung, von der ab ca. 1920 für die meisten Reden Hitlers ausgegangen werden kann, waren knapp 2000 Menschen im Hofbräuhaus. Gemessen an der Bevölkerung Deutschlands von etwas über 60mio Menschen, war das zwar eine verschwindend geringer Anteil, allerdings war Hitler zu dieser Zeit auch nur eine regionale Größe, und noch nicht einem breiten Publikum bekannt.

In den Bierkellern floss regelmäßig der Alkohol, die Münchener waren seit je her geneigt, dem Bier in größeren Maßen zuzusprechen, als der Rest der deutschen Bevölkerung. Dazu kam noch die traditionelle Verwurzelung der Münchner sowie ihre konservative Einstellung, die Verachtung für die Räterepublik, gegen die Hitler besonders gerne hetzte. Die Bayern waren zwar offiziell Teil des Deutschen Reiches, allerdings hatte man schon seit je her das Gefühl, etwas Besonderes zu sein, quasi ein separater Staat im Staate. Diese Einstellung machte sich schon vor dem Aufkommen Hitlers bemerkbar, als die Freikorps und die rechten Gegner der Räterepublik von den Gerichten deutlich sanfter behandelt wurden, als ihre linksradikalen Gegenstücke. Auch die Auftritte Hitlers trugen ihren Teil zur Atmosphäre in den Bierkellern bei. Hitler kam nicht einfach und sprach was ihm gerade in den Sinn kam, seine Auftritte waren bis ins letzte Detail inszeniert. Hitler kam prinzipiell zu spät auf die Bühne, um die Anspannung des Publikums bis ins Maximale zu steigern. Erst wenn die Stimmung kurz davor war zu kippen, trat er auf die Bühne und löste so wahre Jubelstürme aus. Hitler sprach prinzipiell ohne Skript, da er einen wahren Marathon an Reden und Vorträgen absolvierte brauchte er auch bald nicht mehr als ein paar Stichworte auf Zetteln, er konnte sein gesamtes Repertoire schon sehr bald auswendig.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz Münchens für den Aufstieg Hitlers und definiert das Ziel der Arbeit, die Bedeutung der Bierkeller als propagandistisches Umfeld zu untersuchen.

2) München zur Zeit der Weimarer Republik: Dieses Kapitel skizziert die politische Instabilität und den konservativ-monarchistischen Hintergrund Bayerns, der den Boden für radikales Gedankengut bereitete.

3) Hitler in München: Es wird Hitlers Weg vom mittellosen Künstler zum Politredner nachgezeichnet, inklusive seines Eintritts in die DAP und der strategischen Nutzung des Bierkeller-Milieus.

4) Die Psychologie einer Massenveranstaltung: Hier werden theoretische Ansätze nach Gustave Le Bon genutzt, um die hypnotische Dynamik und Ansteckungseffekte innerhalb der Massenveranstaltungen zu erklären.

4.1) Die Atmosphäre in den Münchener Bierkellern: Die spezifische räumliche und soziale Situation in den Bierkellern wird als Verstärker für Hitlers Reden und die Radikalisierung des Publikums herausgearbeitet.

5) Die Bedeutung von Hitlers Reden in München: Dieses Kapitel analysiert das Echo der Presse auf Hitlers Auftritte zwischen 1919 und 1923.

5.1) Quellenlage: Es wird die Problematik der schlechten Quellenlage für Zeitungen der Weimarer Zeit sowie der Verlust oder die Vernichtung zahlreicher Dokumente thematisiert.

5.2) Die Reaktion der Presse auf Hitlers Reden: Die Untersuchung der Berichterstattung der „Münchner Neuesten Nachrichten“ zeigt auf, wie distanziert oder unbedeutend Hitler in der Presse zu Beginn wahrgenommen wurde.

5.3) Die wahrgenommene Bedeutung des Bierkellers: Es wird dargelegt, dass die Presse den Bierkeller zwar als Ort der NS-Aktivitäten wahrnahm, diesen jedoch nicht als eigenständiges, außergewöhnliches Phänomen behandelte.

6) Schluss: Das Schlusskapitel resümiert, dass die Bierkeller als essenzielle Verstärker für Hitlers Rhetorik dienten, deren Bedeutung von Zeitgenossen durchaus erkannt, aber als Teil des Münchener Alltags normalisiert wurde.

Schlüsselwörter

Adolf Hitler, München, Weimarer Republik, Bierkeller, NSDAP, Massenpsychologie, Propaganda, Gustave Le Bon, Münchner Neueste Nachrichten, Radikalisierung, Räterepublik, Hofbräuhaus, Bürgerbräukeller, Politische Versammlungen, Nationalsozialismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Bedeutung der Münchner Bierkeller als Veranstaltungsorte für die frühen Reden Adolf Hitlers und deren Einfluss auf den Aufstieg der NSDAP.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung umfasst die politische Lage im nachkriegszeitlichen Bayern, die psychologischen Mechanismen von Massenveranstaltungen und die quellenkritische Auswertung der Presseberichterstattung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu verstehen, warum die Bierkeller eine so zentrale Rolle für die NSDAP spielten und wie die Atmosphäre in diesen Räumen zur Radikalisierung der Zuhörer beigetragen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die psychologische Theorien (insbesondere von Gustave Le Bon) mit einer quellenkritischen Untersuchung zeitgenössischer Zeitungsberichte verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Einordnung Münchens, eine psychologische Betrachtung der Massendynamik, eine Beschreibung der Atmosphäre in den Bierkellern und eine detaillierte Analyse der Berichterstattung der „Münchner Neuesten Nachrichten“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen unter anderem Adolf Hitler, München, Bierkeller, Massenpsychologie, NSDAP, Propaganda und der historische Kontext der Weimarer Republik.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der „Münchner Neuesten Nachrichten“?

Der Autor stellt fest, dass die Zeitung Hitler zwar als politischen Akteur wahrnahm, seine Reden und die Bedeutung der Bierkeller jedoch oft nur am Rande oder mit einer gewissen Distanz behandelte.

Warum war der Bierkeller aus Sicht des Autors so einflussreich?

Der Bierkeller fungierte als "Verstärker": Durch die Anonymität der Masse, das Gemeinschaftsgefühl und gezielte Inszenierungen Hitlers konnten Vorurteile und Ängste der Menschen massiv hochgeschaukelt werden.

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Detalles

Título
Hitlers Bierkellerreden im Spiegel der Münchner Presse
Universidad
LMU Munich  (Historisches Seminar)
Curso
Hitler
Calificación
1,8
Autor
Benjamin Waldraff (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
18
No. de catálogo
V308920
ISBN (Ebook)
9783668072725
ISBN (Libro)
9783668072732
Idioma
Alemán
Etiqueta
hitlers bierkellerreden spiegel münchner presse
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Benjamin Waldraff (Autor), 2015, Hitlers Bierkellerreden im Spiegel der Münchner Presse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308920
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