Geschichtsunterricht an einem Montessori Schulzentrum. Ein Praktikumsbericht


Praktikumsbericht (Schule), 2013
22 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Reflexion der persönlichen Erwartungen vor dem Praktikum

2. Informationen zur Praktikumsschule

3. Ausführlicher Hospitationsbericht
3.1. Theoretische Grundlage
3.2. Empirie
3.3. Reflexion

4. Ausführlicher Stundenentwurf
Unterrichtsthema und Verortung in den Lehrplan
Bedingungsanalyse / Klassensituation / Lernvoraussetzungen
Einordnung der Unterrichtsstunde in Lehrplaneinheit
Zielstellung der Stunde
Begründung der Auswahl an Materialen
Verlaufsplan:

5. Reflexion der persönlichen Erfahrungen nach dem Praktikum

6. Literaturverzeichnis

1. Reflexion der persönlichen Erwartungen vor dem Praktikum

Mein 4-wöchiges Praktikum findet am Schulzentrum X statt.

Da es sich um ein Schulzentrum handelt, welches Grund-, Mittelschule und Gymnasium vereint, erwarte ich, dass ich im Fach Geschichte sowohl an Mittelschulklassen, als auch an gymnasialen Klassen hospitieren und unterrichten werden.

Ich verspreche mir von diesem Praktikum neue Einblicke in eine mir neue Art von Schulorganisation: Ich habe zwar bereits die SPS I an einer privaten Schule durchgeführt, habe aber noch keinerlei Erfahrungen mit dem Didaktischen Konzept um Maria Montessori sammeln dürfen. Daher besteht die Hoffnung, in diesem Bereich meinen didaktischen Horizont erweitern zu können.

Eben so neu ist für mich der christliche Hintergrund des Schulkonzeptes.

Ich erwarte daher von meiner Zeit am Montessori-Schulzentrum viele neue Erkenntnisse im Rahmen des vorliegenden Schulkonzeptes. Weiterhin wünsche ich mir natürlich nicht nur in das alltägliche Leben eines Geschichtslehrers/in hinein schlüpfen zu dürfen, sondern meinen Erfahrungsbereich weiterentwickeln zu können und in vielen unterschiedlichen Klassenstufen hospitieren, wie auch unterrichten zu dürfen.

Im Bezug auf die Schülerschaft erwarte ich differenzierte Klassen, welche zunächst mit Neugierde auf mich als Praktikantin reagieren und mich als „Lehrerin“ zunächst nicht wahrnehmen werden.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Schüler und Schülerinnen der Meinung sind, dass sie einen Praktikant/in nicht ernst nehmen müssen und dieser weniger „Rechte“ hat als ein „richtiger“ Lehrerkörper. Daher habe ich es mir zum Ziel gesetzt von Beginn an den Schülerinnen und Schülern deutlich zu machen, dass der von mir gehaltene Unterricht für sie ebenso von Bedeutung ist, wie der von ihnen sonst erlebte.

Auf Grund der vorherigen Praktika ist mir jedoch bekannt, dass vieles zwar im Vorfeld geplant werden kann, sich aber die Begebenheiten immer wieder ändern können, so dass ich sehr realistisch an das Praktikum herangehen werde und meine Erwartungen nicht zu hoch ansetzte.

Bereits beim ersten Gespräch mit Herrn X stellte sich zum Beispiel heraus, dass er mir als Mentor zugeteilt wurde, er jedoch selbst nur 3 Stunden Geschichte in der Woche unterrichtet. Dahingehend stelle ich mich darauf ein, mit verschiedenen Kollegen zusammen zu arbeiten. Ich erwarte natürlich, dass ich als Person und Lehrkraft ernst genommen werden und stets aufrichtig Kritik geäußert wird, welche mich in meinem Denken und Handeln vorantreiben könnte.

Ich setzte mir daher unter anderem zum Ziel, die Erfahrungen aus den vorangegangenen Praktika umzusetzen und aus neuen Situationen zu lernen.

2. Informationen zur Praktikumsschule

Bei dem Schulzentrum X handelt es sich um einer der wenigen Schulen unter freier Trägerschaft. Das Schulzentrum beinhaltet neben dem von mir besuchten Einrichtungen der Mittelschule und des Gymnasiums auch eine Grundschule, sowie eine angrenzende Turnhalle. Es handelt sich, wie der Name der Schule bereits verrät, um ein christlich geprägtes Lernen ab dem Grundschulalter, welches zusätzlich durch das Konzept von Maria Montessori („Hilf mir, es selbst zu tun“) gestärkt wird.1 Auch Schülerinnen und Schüler mit Behinderung werden herzlich aufgenommen und erhalten auch während des Unterrichts eine gesonderte Lernbetreuung.

Neben dem Unterricht besteht die Möglichkeit Ganztagsangebote und Kreative Freizeit zu nutzen.

Das Schulgelände, auf dem sich sowohl die Grundschule, als auch die Mittelschule und das Gymnasium befinden, existiert seit Mitte der 90er Jahre. Die Grundschule besteht bereits seit 1996. Im Jahr 1998 wurde diese zur Mittelschule und seit 2008 zum Gymnasium erweitert. Der bunte Gebäudekomplex hebt sich farblich deutlich von ihrer sonstigen eher tristen Umgebung ab. Das Schulgebäude ist sehr modern und gestaltet sich auch von Innen als farbenfroh, hell und freundlich. Die Klassenräume sind meist mit Overheadprojektor ausgestattet und bieten teilweise genügend Platz für eine zusätzliche „Ruheecke“.

An der Schule befinden sich momentan 670 Schülerinnen und Schüler (520 Mittelschule/Gymnasium, 150 Grundschule) und ca. 50 Lehrerinnen und Lehrer. Die Schulleitung des Schulzentrums wird durch Herrn X. geführt.

Ab Klassenstufe 5 werden die Klassen durch Buchstaben dem jeweiligen Schultyp zugeordnet: Klassen mit den „Endungen“ a/b gehören zur Mittelschule. Die Buchstaben c/d kennzeichnen die gymnasialen Klassen. Es existiert in Klassenstufe 10 auch die sogenannte „Schleifenklassen“, welche durch den Buchstaben e markiert wird. Diese Schülerinnen und Schüler dieser Klasse streben es an, von der Mittelschule auf das Gymnasium zu wechseln.

Da das Schulzentrum noch sehr neu ist, gibt es derzeit noch keine Oberstufe (11./12. Klasse). Diese wird erstmals im Schuljahr 2013/14 existieren.

Die Schule hat kein eingeschränktes Einzugsgebiet. Jedes Kind beziehungsweise jeder Jugendliche darf die X Schule besuchen.

Das Klima zwischen den Lehrerinnen und Lehrern, als auch zwischen der Lehrerschaft und den Schülerinnen und Schülern zeigte sich als äußerst angenehm.

3. Ausführlicher Hospitationsbericht

Für die absolvierenden Hospitationsstunden sollte zu Beginn ein Beobachtungsschwerpunkt unter geschichtesdidaktischer Perspektive festgelegt werden. Auf Grund des vorhandenen Schulkonzepts der von mir besuchten Praktikumschule habe ich mich dafür entschieden, das didaktische Konzept der Maria Montessori näher zu untersuchen. Da dieses Praktikum im Rahmen der Geschichte stattfindet, wird der thematische Schwerpunkt auch auf diesem Fachbereich liegen.

Die Hospitationen unterliegen daher folgender Fragestellung:

In wieweit wird das Konzept der freien Wahl von Maria Montessori im Geschichtsunterricht des Schulzentrums angewandt und welche Formen gibt es?

3.1. Theoretische Grundlage

“Hilf mir, es allein zu tun”2 - Mit diesen Worten wandte sich einst ein Kind an Maria Montessori. Genau diesen Wunsch hat sie oft als Leitmotivfür ihr gesamten Erziehungskonzept ausgegeben. Maria Montessori war nicht nur Pädagogin, sondern auch Ärztin und Naturwissenschaftlerin. Mehr als fünfzig Jahre lang beobachtete sie Kinder, um ihr Verhalten zu interpretieren und daraus wertvolle pädagogische Schlüsse ziehen zu können. Diese Schlussfolgerungen sind heute so aktuell wie nie zuvor. Im Mittelpunkt ihrer Pädagogik steht unmittelbar das Kind und dessen Bedürfnisse: spontane Aktivität, Selbstbestimmung und dem Streben nach Unabhängigwerden von Erwachsenen. Laut Montessori benötigen Kinder daher entwicklungsgemäße Mittel zur sinnvollen Beschäftigung, Sinneserfahrungen zu Entfaltung ihrer geistigen Kompetenzen und Bewegung.3

Da das didaktische Konzept der Maria Montessori sehr umfangreich ist, wird im Rahmen der vorliegenden Untersuchung (Hospitationsbericht) nur ein Schwerpunkt ausgewählt und näher untersucht. Bei diesem Untersuchungsgegestand handelt es sich um das Konzept der "Freien Arbeit bzw. der “Freien Wahl”. Da die freie Wahl als der Kern der Montessori-Pädagogik gilt, wurde diese als Themenschwerpunkt ausgewählt.

Freie (intellektuelle) Arbeit nennt Montessori das eigeninitierte Tun des Kindes, durch welches sich sein eigenes Selbstunterrichten vollzieht.4

Ein frei handelndes Kind ist ein Kind, welches von sich aus etwas tut, das heißt: freiwillig, spontan und ohne Zwang, Angst oder Leistungsdruck. Menschen müssen im Laufe ihres Lebens diese Fähigkeit des Freiwählens jedoch erst entwickeln. Das Auswählen und Entscheiden müssen Kinder erst lernen und in vielfältiger Weise trainieren. Als Voraussetzungen gilt ein vorhandenes Interesse, ein Lernbedürfnis. Oft wird dieses “vitale Interesse” erst durch die freie Wahl geweckt.5

Doch auch die Freiheit hat ihren Rahmen. Sie ist immer eine Freiheit zu etwas und daher nicht mit Beliebigkeit zu verwechseln. “Sie bedeutet nicht Freiheit wovon, sondern Freiheit wozu.” Es wird dabei zwischen 3 verschiedenen Arten von Freiheiten unterschieden, welche den Kindern täglich aufgegeben sind:

- Die freie Wahl der Arbeit
- Die freie Wahl der Zeit
- Die freie Wahl der Kooperation

Sind diese Formen von Freiheit als Voraussetzung gegeben, so wird von jedem Kind täglich und immer wieder eine Entscheidung abverlangt: Was tue ich? Wie lange tue ich es? Arbeite ich alleine, oder schaffe ich es besser, wenn andere mir helfen?6

Für Kinder ist die freie Wahl daher ein Weg “zur Selbsterkenntnis, ein Weg zum Entdecken eigener Bedürfnisse und Fähigkeiten.” Freie Wahl offenbart nicht nur Begabung und fördert intrinsische Motivation, sondern zeigt dem Kind auch Schwächen und Defizite auf. Während einer freien Arbeit ist es dem Lehrer / der Lehrerin außerdem möglich, individuelle Lernvoraussetzungen und Lernfortschritte zu beobachten. Darauf aufbauend kann die Lehrkraft dann das Angebot der vorbereiteten Umgebung erweitern und ausbauen.7

3.2. Empirie

Vor Beginn der Hospitation wurde ein Beobachtungsbogen erstellt, welcher sich im Anhang des vorliegenden Praktikumsbericht befindet.8

Während der 4 wöchigen Praktikumszeit wurde in den Klassenstufen 5, 8, 9 und 10 hospititert. Neben den wechselnden Mittelschul- und Gymnasialklassen, wurden auch 5 unterschiedliche Lehrpersonen beobachtet.

Es wurde folgendes beobachtet:

Klasse 5a, welche von Frau X unterrichtet wurde, bearbeitete den Komplex "Der Mensch in der Geschichte" in den 3 Unterrichtswochen komplett selbstständig. Die Stunden gestalteten sich alle sehr ähnlich: Nach kurzer Begrüßung begannen die Kinder zielstrebig die Bearbeitung ihrer selbstgewählten Projekte, welche nach den Osterferien vorgestellt werden sollen. Die Mädchen und Jungen fragten zwar öfter nach in welcher Weise bestimmte Sachen erledigt werden sollen, jedoch verwies die Lehrerin immer wieder darauf, dass sie selbst frei entscheiden dürfen, wie sie ihr Projekt und dessen Vorbereitung gestalten. Den Schülerinnen und Schülern wurde die freie Wahl bezüglich der Thematik, der zeitlichen Einteilung und Kooperationsform gegeben. Im Gespräch mit Frau X erfuhr ich, dass sie selbst sehr großen Wert auf den Aspekt der "Freien Wahl" legt und ihren Unterricht auch nach diesem Prinzip gestaltet.

Der Unterricht der 8.Klassen (8b/c/d) wurde von Frau X durchgeführt. Frau X. bemüte sich stets um Methodenvielfalt und einen allgemein abwechslungsreichen Unterricht, allerdings fiehl auf, dass die freie Wahl der Erarbeitungsweise einer Thematik eher im Hintergrund stand. Sie erklärte mir, dass sie zwar versucht, gewisse Wahlmöglichkeiten innerhalb der Aufgabenstellungen einzubauen, dies jedoch aber nicht immer möglich sei, und dafür eher die Freiarbeit angedacht sei. Dadurch, dass sie von ihren 2 Geschichtsstunden pro Klasse jeweils eine an die Freiarbeit abgeben müsse, versuche sie in dem von ihr gehaltenen Unterricht andere Methoden einzusetzen, um den Schülerinnen und Schülern eine gewissen Abwechslung bieten zu können.

Die Klasse 9a, in welcher ebenfalls hospitiert wurde, wurde von Herrn X und Frau X betreut. Herr X befindet sich momentan in seinem Referndariat, so dass Frau X als seine Mentorin zusätzlich beobachtend am Unterricht teilnahm.

Der Unterricht gestaltete sich als sehr lehrerzentriert.

Auch wenn Partner und Gruppenarbeiten angewendet wurden, verliefen diese teilweise etwas chaotisch, so dass der Großteil der Unterrichtsstunde durch Herrn X geleitet wurde.

Im Gespräch mit Frau X. erfuhr ich allerdings, dass der Unterricht der 9a, welcher vorher von ihr durchgeführt wurde, normalerweise enorm viel Freiarbeit beinhaltet und die Schülerinnen und Schüler dieses Angebot auch dankend annehmen würden. Durch das Referandariat von Herrn X wurde das System der freien Arbeit jedoch dem des Frontalunterrichtes beziehungsweise des Unterrichtsgespräches untergeordnet, so dass in den hospitieren Stunden keine Form der freien Wahl festgestellt werden konnte.

Der Geschichtsunterricht der 10e, der sogenannten "Schleifenklasse" und der 8a wurde von Herrn X durchgeführt. Dieser beschrieb mir eine ähnliche Situation wie Frau X.: Er ist stets bemüht, den Unterricht interessant und abwechslungsreich zu gestalten, was ihm meiner Meinung nach auch sehr gut gelang, jedoch bleibt das Montessori-Prinzip der "Freien Wahl" eher im Hintergrund. Sein Unterricht fand teilweise sehr lehrerzentriert statt, er sagte mir jedoch, dass er immer wieder versuche, die Schülerinnen und Schüler zu motivieren, selbst aktiv zu werden und sich vom "Vorgebenden Lehrertypus, welcher vor der Klasse steht und alles erklärt", zu entfernen.

Ebenso wurden der Unterricht der Klassen 10c und d beobachtet, welcher von Frau X. geleitet wurde. Die hospitierten Unterrichtseinheiten zeigten sich als sehr lehrerzentriert. Frau X. gab ihren Schülerinnen und Schülern sehr viel vor, schrieb ganze Textabschnitte an die Tafel und erklärte den beiden Klassen die Thematik "Ende des Kalten Krieges", als Lehrervortrag. Die 10d zeigte sich als sehr diskussionsfreudig, jedoch wurde selten von Seiten der Lehrerin eine Diskussion gestartet bzw. eine Kontroverse aufgemacht. Frau X. gab ihrer Schülerschaft sehr viel vor und es gestaltete sich keine freie Wahlmöglichkeit innerhalb ihres Geschichtsunterichts.

3.3. Reflexion

Die durchgeführten Hospitationen wurden von der Fragestellung begleitet, in wieweit das Konzept der freien Wahl von Maria Montessori im Geschichtsunterricht des Bischöflichen Maria-Montessori Schulzentrums angewandt wird und falls dies geschieht, welche Formen der freien Wahl existieren.

Ich begann meine Hospitation ohne das Vorwissen, dass die Schülerinnen und Schüler in den Klassenstufen 8/9/10 neben einer regulären Geschichtsstunde, eine komplette Stunde pro Woche "Freiarbeit" in diesem Fachbereich absolvieren. Daher war es zu Beginn etwas verwirrend, wieso viele Lehrkräfte, welche ich beobachtet habe, einen lehrerzentrierten Unterrichtsstil in den jeweiligen Klassen durchführten beziehungsweise bevorzugten. Erst im Gespräch mit den Lehrerinnen und Lehrern wurde mir erklärt, dass viele den teilweise durchgeführten Frontalunterricht ablehnen, sie aber die Schülerinnen und Schüler entlassten wollen, da sie bereits in den Stunden der Freiarbeit auf sich selbst gestellt seien. Wie bei bundesweit vielen Lehrkräften existiert auch am Schulzentrum ein gewisser Druck, den gegebenen Lehrplänen gerecht zu werden, so dass zum Teil die Meinung vertreten wird, dass sich in der Freiarbeit die Schülerschaft zwar intensiv mit einer Problematik völlig selbstständig auseinandersetzt, jedoch oft Wissenslücken entstehen beziehungsweise Schülerinnen und Schüler "wichtige Informationen" oft nicht von "unnützen Informationen" differenzieren können. Durch dieses benannte Problem, ist die Lehrkraft immer wieder gefragt, das von den Schülerinnen und Schülern selbst bearbeitete Material zu überprüfen und gegebenenfalls Berichtigungen vorzunehmen. Dies kostet natürlich wesentlich mehr Zeit für die Schülerschaft, wie auch für die Lehrkraft, so dass versucht wird, die zweite Geschichtsstunde in einem anderen Rahmen zu gestalten.

Es gibt jedoch auch Lehrerinnen und Lehrer, welche das Prinzip der "freien Wahl" fest zum Bestandteil ihres Unterrichts gemacht haben. So hatte ich unter anderem Einblicke in den Geschichtsunterricht der 5.Klasse, in welchem die Kinder sehr motiviert und völlig selbstständig an einer ihnen frei zur Wahl stehenden Thematik kleine Projekte ausgearbeitet haben. Im Gespräch mit der Lehrerin wurde mir schnell bewusst, dass es hauptsächlich an der Lehrkraft selbst liegt, die freie Wahl in den Geschichtsunterricht zu integrieren. Jede Lehrerin und jeder Lehrer hat eine eigene Auffassung was unter "gutem Unterricht" verstanden werden kann, und legt folglich auch andere Schwerpunkte.

Auf Grund dieser Tatsache, ist es natürlich schwierig zu einem einheitlichen Hospitationsergebnis zu gelangen. Da weder jede Geschichtslehrerin / jeder Geschichtslehrer beim Unterrichten beobachtet wurde, noch die Hospitation über einen großen Zeitraum erfolgte, kann folglich nur über den 5 verschiedenen Lehrpersonen eine Aussage getroffen werden.

Dieser beobachtete Unterricht zeichnete sich zum großen Teil als lehrerzentriert aus, jedoch waren die Lehrkräfte stets bemüht, ihren Geschichtsunterricht abwechslungsreich und für die Schülerinnen und Schüler interessant zu gestalten. Die freie Wahl war jedoch lediglich in der speziell dafür geschaffenen "Freiarbeitsstunde" existent und wurde von einer Lehrerin konsequent außerhalb dieser "Freiarbeitsstunde" durchgeführt. Dies zeigte, dass es möglich ist, die freie Wahl in den Geschichtsunterricht zu integrieren, allerdings bedeutet dies für die Lehrperson einen enormen Aufwand, so dass viele Lehrerinnen und Lehrer von der zusätzlichen freien Wahl innerhalb ihres Unterrichtes Abstand nehmen.

4. Ausführlicher Stundenentwurf

Unterrichtsthema und Verortung in den Lehrplan

Der Themenkomplex "Selbstdarstellung- und Fremdwahrnehmung" findet sich im Lernbereich 2 Klasse 10 (Der Ost-West-Konflikt – Ursachen und Auswirkungen für Deutschland) des Sächsischen Lehrplans für das Fach Geschichte am Gymnasium wieder.9 In der vorherigen Geschichtsstunde begann der Lehrer mit der Darstellung des eigenen Staates als "das bessere Deutschland", so dass sich der Umgang der DDR und BRD mit der NS-Vergangenheit als nächstmögliches Themenfeld darstellte und folglich auch ausgewählt wurde.

Bedingungsanalyse / Klassensituation / Lernvoraussetzungen

Die Klasse 10e setzt sich aus 7 Jungen und 16 Mädchen im Alter von etwa 15 Jahren zusammen. Diese Klasse ist die sogenannte "Schleifenklassen". Dies bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler der 10e bereits an einer Mittelschule die 10. Klasse absolviert haben und nun das Abitur anstreben. Um von der Mittelschule zum Gymnasium wechseln zu können, ist es in Sachsen notwendig 3 Jahre die Sekundarstufe 2 zu besuchen.

Aus diesem Grund muss das bereits abgeschlossen 10. Schuljahr an der Mittelschule noch einmal am Gymnasium wiederholt werden.

Die Klasse macht einen sehr aufgeweckten Eindruck und begegnete der Lehrkraft sowie der Praktikantin stets aufgeschlossen und freundlich. Es kam zu keiner Zeit das Gefühl auf, dass sich die Lehrkraft ihren "Respekt" erst erkämpfen müsste, sondern die Schülerinnen und Schüler meinst aufmerksam und teilweise sehr neugierig den Unterricht verfolgten.

Natürlich mussten einige Ermahungen vorgenommen werden, da es bei Gruppen oder Partnerarbeiten immer wieder zu Diskussionen kam, welche sich nicht mit dem Unterichtsgegenstand beschäftigten.

Mutwillige Störung seitens der Schülerschaft fand jedoch nicht statt, so dass der Unterricht ausgeglichen verlief. Die Lernvoraussetzungen können daher als günstig bezeichnet werden, da die Schülerinnen und Schüler nicht nur mit dem Lehrpersonal, sondern auch miteinander respektvoll umgingen.

Einordnung der Unterrichtsstunde in Lehrplaneinheit

Die vorgestellte Unterrichtseinheit dauerte 90 Minuten und hatte die Selbst- und Fremdwahrnehmung der DDR und BRD als thematischen Schwerpunkt. Dieses Thema wurde unter dem Aspekt der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit behandelt. Die Klasse 10e hatte in der vorherigen Stunde den Themenkomplex der Selbst- und Fremdwahrnehmung beider deutscher Staaten begonnen, sie aber unter einem allgemeineren Rahmen betrachtet. Ihnen ist der Einfluss der Medien der BRD und vorallem die Propaganda der DDR bekannt und sie sind in der Lage diese kritische zu hinterfragen.

Zielstellung der Stunde

Die Schülerinnen und Schüler sollen, nachdem sie sich mit Selbstdarstellung der beiden deutschen Staaten im Allgemeinen beschäftigt haben, sich nachfolgend mit der Problematik "Umgang mit der NS-Vergangenheit" auseinandersetzen. Der Geschichtslehrer der Klasse 10e stellte mir dabei frei, die Schwerpunkte innerhalb des Themenfeldes zu legen.

Im Folgenden wird in Grobziel (Ziel der gesamten Unterrichtseinheit) und dem WKW- Modell (Wissen-Kennen-Werte) unterschieden.

Groblernziele:

Die Schülerinnen und Schüler lernen den differenzierten Umgang der BRD und der DDR im Bezug auf ihre NS-Vergangenheit kennen und diese kritisch zu betrachten. Weiterhin lernen die Schülerinnen und Schüler, wie sich die Selbst- und Fremdwahrnehmung der beiden deutschen Staaten unter dem Aspekt "Umgang mit NS-Vergangenheit" charakterisiert und auch dieses kritisch zubeleuchten.

WKW-Modell:

Wissen (Sachkompetenz ):

Die Schülerinnen und Schüler

- können die allgemeine Selbst- und Fremdwahrnehmung der BRD / DDR beschreiben
- können den Einfluss der Medien der BRD und vorallem die Propaganda der DDR erklären und sind in der Lage diese kritische zu hinterfragen
- können die Begriffe Nürnberger Prozesse, 5D´s, Internierungslager, Persilschein und Besatzungszonen erklären und in den Themenkomplex Entnazifizierung einbetten
- können den differenzierten Umgang der beiden deutschen Staaten mit ihrer NS-Vergangenheit beschreiben (Waldheimer-Prozess / Nürnberger-Prozess, Entschädigungsdebatte in der BRD, Aufarbeitung in der BRD / Totschweigen in der DDR / Gründungsmythos DDR - Antifaschismus)
- können den differenzierten Umgang der beiden deutschen Staaten mit ihrer NS-Vergangenheit kritisch betrachten
- können die mit der Thematik verbundene Fachbegriffe korrekt anwenden
- können die Selbst- und Fremdwahrnehmung der BRD / DDR unter dem Gesichtspunkt „Umgang mit NS-Vergangenheit“ beschreiben
- können die Selbst- und Fremdwahrnehmung der BRD / DDR unter dem Gesichtspunkt „Umgang mit NS-Vergangenheit“ kritisch betrachten

Kompetenzen

Sozialkompetenz:

Die Schülerinnen und Schüler

- können innerhalb der Gruppenarbeit miteinander diskutieren
- können andere Meinungen der Mitschülerinnen und Mitschüler akzeptieren und sich innerhalb der Gruppen auf einen Konsens einigen
- können sich gegenseitig zuhören und auf den Vorredner eingehen

Methodenkompetenz:

Die Schülerinnen und Schüler

- können (in unterschiedlichen Gruppenstärken) miteinander zusammenarbeiten
- können durch eigene Argumnetationen laufende Diskussionen anregen
- können Fachtexte selbstständig lesen und erschließen
- können die wichtigsten Informationen aus einem Sachtext entnehmen und bündeln
- können Erkenntnisse und Lösungswege strukturieren
- können Ergebnisse übersichtlich darstellen / präsentieren

Werte:

Die Schülerinnen und Schüler

- können in Gruppen zusammenarbeiten → Teamfähigkeit
- können die Meinung anderer akzeptieren → Respekt
- können einander zuhören und kritisch auf Aussagen anderer eingehen → Meinungsbildung
- können Ergebnisse für ihre Mitschüler ausarbeiten und präsentieren → Verantwortung

Begründung des didaktisch-methodischen Vorgehens

Die vom Lehrplan vorgegebene Thematik der durchgeführten Doppelstunde war der Umgang der BRD / DDR mit ihrer jeweiligen NS-Vergangenheit. Diese stand unter der großen Überschrift "Selbstdarstellung- und Fremdwahrnehmung" (Siehe Einordnung in den Lehrplan).

Die Klasse 10e hatte bereits mit der Bearbeitung dieses Themenfeldes begonnen, jedoch lag zwischen der letzten Geschichtsstunde und der von mir gehaltenen Unterrichtseinheit eine Woche, da das Montessori Schulzentrum eine Projektwoche durchgeführt hatte, in welcher kein Unterricht stattfand.

Aus diesem Grund, sollte zu Beginn der Stunde die Grundproblematik der "Selbstdarstellung- und Fremdwahrnehmung" der BRD / DDR in einem gelenkten Unterrichtsgespräch wiederholt werden, so dass die Schülerinnen und Schüler den grundlegende Konflikt der beiden deutschen Staaten in ihrer "Selbstdarstellung- und Fremdwahrnehmung" verinnerlichen.

Durch Herrn X erfuhr ich, dass die Thematik "Stunde Null" bzw. die Entwicklung der Besatzungszonen den Schülerinnen und Schülern bekannt war, dies jedoch einige Wochen zurücklag, so dass auch hier eine kurze Wiederholung des bereits vorhandenen Wissen erforderlich war. Das Themenfeld stellt sich als sehr umfangreich dar, so dass der Fokus auf den Aspekt der Entnazifizierung gelegt wurde.

Ziel dieser Wiederholung war es unter anderem zu sehen, welches Wissen die Klasse über dieses Themenfeld hatte und um die Schülerinnen und Schüler durch das gemeinsame Wiederholen der Schwerpunkte auf einen ungefähr gleichen Wissensstand zu bringen.

Die Aktivierung des Vorwissens erfolte an Hand verschiedener Begriffe, welche an die Tafel gepinnt wurden: 5D´s / Nürnberger Prozesse / Persilschein / Besatzungszonen / Internierungslager.

Diese Begriffe wurden bewusst ausgewählt. "Entnazifizierung" stellt einen Teil der sogenannten "5D´s" dar, so dass nicht nur die Inhalte der "5D´s" wiederholt wurden, sondern auch der Begriff der "Entnazifizierung" genannt wurde, um den es in dieser kleinen Wiederholung hauptsächlich ging. Der Nürnberger Kriegsverbrecherprozess stellt einen weiteren Abschnitt in der Entnazifizierung der Westlichen Besatzungszonen dar, so dass auch das Wissen über diesen reaktiviert werden sollte. Ebenso der sogenannte "Persilschein", welcher ein wichtiger Bestandteil der durchgeführten Entnazifizierung in der amerikanischen Besatzungszone war. Mit dem allgemeinen Begriff "Besatzungszonen", sollte im Unterrichtsgespräch nicht nur gemeinsam wiederholt werden, welche Besatzungszonen existierten, sondern auch dass sich in der westlichen Besatzungszone die Entnazifizierung auf eine andere Art und Weise gestaltete, als die sowjetische Besatzungszone. Um dies zu unterstützen, wurde der Begriff "Internierungslager" angepinnt, da zunächst in beiden Besatzungszonen solche Lager existierten, in der sowjetischen Zone jedoch auch politische Gegner in diesen untergebracht wurden.

Es wurde die Sozialform des gelenkten Unterrichtsgespräches gewählt, da die offene und gemeinsame Wiederholung der Thematik "Entnazifizierung", das Reaktivieren des bereits vorhandenen Vorwissens zum Ziel hatte. Im Gespräch zwischen Lehrerin und Schülerschaft wurde dabei nicht nur über die anhefteten Begriffe gesprochen. Durch das Lesen der Wörter an der Tafel und das gemeinsame Sprechen über diese, sollten den Schülerinnen und Schülern noch weitere Inhalte zu diesem komplexen Themengebiet einfallen, so dass auch darüber gesprochen werden kann. Wie aus der nachfolgenden Reflexion über diese gehaltene Unterrichtseinheit zu entnehmen, gelang die Aktivierung des Vorwissens sehr gut, so dass die Klasse mit ungefähr gleichen Voraussetzungen die bevorstehende Gruppenarbeit entgegen gehen konnten.

Bevor die Gruppenarbeit jedoch beginnen konnte, wurde diese zunächst ausführlich durch die Lehrkraft erläutert, so dass die Schülerinnen und Schüler im Anschluss zügig mit der Bearbeitung der Themenfelder beginnen können.

Die Klasse wurde zunächst per Los in Arbeitsgruppen eingeteilt, so dass eine Durchmischung der Schülerschaft geschah. Um ein schnelles Zusammenfinden der jeweiligen Gruppen zuermöglichen, wurden Kärtchen auf den Tischen im Klassenraum verteilt, auf welchen die Nummern 1 bis 5 notiert waren, so dass die Schülerinnen und Schüler sich schnell orientieren und ihre Gruppen finden konnten.

Es wurden 5 verschiedene Aspekte der "Selbstdarstellung- und Fremdwahrnehmung – Umgang mit der NS-Vergangenheit" ausgewählt. Wie bereits erwähnt stellt sich dieses Themengebiet als sehr umfangreich dar, so dass sich jeder Gruppe mit einem Aspekt näher auseinandersetzen und sich zunächst nur auf diesen konzentrieren sollte.

Durch diese Form der Bearbeitung sollte sichergestellt werden, dass der Fokus der Gruppen auf eine Problem- bzw. Fragestellung liegt und sie sich auch nur mit dieser beschäftigen, um im Anschluss den anderen Gruppen ihre Ergebnisse präsentieren zu können. Bevor diese Präsentation stattfinden kann, sollten die Schülerinnen und Schüler ihre ausgearbeiteten Stichpunkte zunächst auf ein Blatt schreiben, so dass diese überprüft werden konnten. Dies war notwendig, da wie bereits erwähnt die anderen Jugendlichen andere Problemstellungen bearbeitet haben und sich auf die richtigen Ergebnisse der anderen Gruppen verlassen.

Nachdem die niedergeschriebenen Stichpunkte überprüft wurden, erhielt jede Gruppe eine Folie in A5 Größe, auf welche die Ergebnisse mit Folienstift aufgeschrieben wurden.

Die Verantwortung dafür, welche Stichpunkte auf die Folie notiert wurden und wie sich die Präsentation gestaltete, lag vollkommen in der Hand der jeweiligen Gruppen. Sie sollten selbst entscheiden, wer die Folie präsentiert und mussten sich den Fragen der Klasse und der Lehrperson stellen.

Während der Präsentation sollten die anderen Schülerinnen und Schüler nicht mitschreiben, sondern sich eher auf das genaue Zuhören konzentrieren, um nachfolgend Fragen stellen zu können. Durch diese Form der Präsentation ist sowohl der Vortragende gezwungen, den Inhalt der jeweiligen Fragestellung verständlich wiederzugeben, als auch die Gruppen, welche zur Unterstützung des Referenten dient. Auf der anderen Seite mussten die Schülerinnen und Schüler, welche ein anderen Themenfeld bearbeitet hatte, aufmerksam zuhören, um die ihnen noch unbekannten Informationen aufnehmen zu können.

Ich sagte der Klasse vor Beginn der Gruppenarbeit, dass sie während der Präsentation nicht mitschreiben bräuchten, sondern diese Folien im Anschluss kopiert werden würden.

Durch diese Ansage wurde die Verantwortung der Schülerinnen und Schüler untereinander weiterhin vergrößert, da sich jeder auf jeden verlassen musste.

Nachdem die Präsentation beendet war, welche natürlich einige Zeit in Anspruch nahm, sollte die Schülerschaft die neu erworbenen Informationen zusammenfassen, damit ihnen bewusst wird, dass auch unter dem Aspekt der "Selbstdarstellung- und Fremdwahrnehmung – Umgang mit der NS-Vergangenheit" sich die beiden deutschen Staaten deutlich von einander unterscheiden.

Das Thema der nächsten Stunde sollte die Erinnerungskultur der DDR sein. Da der Gründungsmythos der DDR auf dem Antifaschismus aufbaut, welcher einen zentralen Punkt in der Selbstwahrnehmung der DDR im Bezug auf den Umgang mit ihrer NS-Vergangenheit darstellt, sollte diese Thematik zu Beginn der nächsten Unterrichtseinheit erneut aufgegriffen werden. Daher wurde ein Arbeitsblatt verteilt, welches das Mahnmal von Buchenwald thematisierte.

Die Schülerinnen und Schüler erhielten den Arbeitsauftrag, sich zur kommenden Geschichtsstunde mit den Denkmal zubeschäftigen (Bücher / Internetrecherche), damit in der darauffolgenden Stunde mit dem Vergleich der Hausaufgabe begonnen werden kann.

Begründung der Auswahl an Materialen

Zu Beginn der Unterrichtseinheit wurden 5 von mir zu Hause vorbereitete Zettel mit Hilfe von Magneten an die Tafel gepinnt. Diese Schlagwörter zum Thema "Entnazifizierung", sollten den Schülerinnen und Schülern zur Aktivierung ihres Vorwissen dienen. Es wurde sich bewusst für diese Art des Tafelbildes entschieden, da die Jugendlichen die angebrachten Begriffe sofort lesen konnten und nicht warten mussten, bis sie angeschrieben wurden sind. Weiterhin konnte ich als Lehrkraft die Zettel zügig anbringen und währenddessen die Klasse "im Auge behalten". Folglich gestaltete sich das Abheften der Begriffe als schnell und unkompliziert.

Da sich das Lehrbuch der Klassenstufe 10 Gymnasium ( Klasse 10 Gymnasium Sachsen - Geschichte plus, Hg.: Bernd Koltrowitz) für die Ausarbeitung der gegebenen Thematik nicht als geeignet zeigte, mussten anderen Quellen bzw. Literatur herangezogen werden. Es wurden daher 5 Textquellen aus anderen Büchern bzw. Internetseiten herangezogen, welche in Gruppen bearbeitet werden sollte (Siehe Anhang). Die Aufteilung in 5 Texte, mit unterschiedlichen Aspekten der gegebenen Problematik, wurde bewusst gewählt: Das Themenfeld "Umgang mit der NS-Vergangenheit" gestaltet sich als sehr umfangreich, so dass es für die Schülerschaft kaum möglich ist, sich in 90 Minuten mit allen Schwerpunkten der Thematik auseinanderzusetzen.

Die Texte wurden hauptsächlich über die Internetseite der Bundeszentrale für politiche Bildung entnommen, da diese die Problematik knapp und sachlich präsentieren, sowie unterschiedliche Schwerpunkte innerhalb des Themenfeldes setzen.

Die verschiedenen Gruppen, welche jeweils einen anderen Themenaspekt zu bearbeiten hatten, sollten im Anschluss ihre Ergebnisse auf Folie für ihre MitschülerInnen festhalten. Dies hatte die Absicht, dass die Schülerinnen und Schüler eine gewisse Verantwortung darüber inne hatten, welche Informationen nachfolgend an ihre Klassenkameraden erhalten würden. Die Größe der Folie wurde auf A5 festgelegt, da viele Jugendliche dazu neigen, zu viel aufzuschreiben und somit die anderen Klassenmitglieder mit Informationen überfluten würde. Diese Folie wurde dann mit dem Overheadprojektor präsentiert, so dass alle Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse der Ausarbeitung der anderen Gruppen begutachten und Nachfragen stellen konnten. Diese Form der Präsentation wurde ausgewählt, da sich diese für die Schülerinnen und Schüler als sehr anschaulich gestaltet.

[...]


1 Konzeptflyer des Bischöflichen Maria-Montessori Schulzentrums befindet sich im Anhang.

2 Maria Montessori: Kinder sind anders. Stuttgart 12. Auflage, 1988.S.274.

3 Christel Figus / Gertrud Kraft: „Hilf mit, es selbst zu tun!“ Montessoripädagogik in der Regelschule. 4. Auflage, Donauwörth 1996. S. 8.

4 Hildegard Holtstiege: Freigabe durch Freiwerden. Interpretationen zur Montessori-Pädagogik, Freiburg 1997. S. 95.

5 Christel Figus / Gertrud Kraft: „Hilf mit, es selbst zu tun!“ Montessoripädagogik in der Regelschule. 4. Auflage, Donauwörth 1996. S. 12.

6 Vgl. Ulrich Steenberg: Kinder kennen ihren Weg. Ein Wegweiser zur Montessori-Pädagogik, 8. Auflage, Münster 2010. S. 42. Christel Figus / Gertrud Kraft: S. 12.

7 Christel Figus / Gertrud Kraft: S. 12.

8 Es ist sowohl ein Rohling, als auch ein ausgefüllter Hospitationsbogen als Beispiel beigelegt.

9 Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Gymnasium. Geschichte, Dresden 2004/2007/2009, S. 29.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Geschichtsunterricht an einem Montessori Schulzentrum. Ein Praktikumsbericht
Hochschule
Universität Leipzig
Note
1,7
Autor
Jahr
2013
Seiten
22
Katalognummer
V308951
ISBN (eBook)
9783668100466
ISBN (Buch)
9783668100473
Dateigröße
494 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
montessori, geschichtsunterricht, montessorischule
Arbeit zitieren
Anne-Katrin Frenzel (Autor), 2013, Geschichtsunterricht an einem Montessori Schulzentrum. Ein Praktikumsbericht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308951

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