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Fortschritte der Neuropsychologie. Eine Grundlage für effektive Verbrechensbekämpfung durch die Polizei?

Bildgebende Verfahren und potenzielle Delinquenz

Título: Fortschritte der Neuropsychologie. Eine Grundlage für effektive Verbrechensbekämpfung durch die Polizei?

Tesis (Bachelor) , 2013 , 46 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Ewa Bedkowski (Autor)

Psicología - Psicología forense y Régimen penitenciario
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Um den Mehrwert der Neuropsychologie für eine effektive Verbrechensbekämpfung zu erörtern soll zunächst der Begriff der Neuropsychologie, der bildgebenden Verfahren und der Gewaltkriminalität erläutert werden.

Im folgenden Kapitel soll erörtert werden, wie psychische Vorgänge materialisiert und somit mit körperlichen Vorgängen in Verbindung gebracht werden können. Dies soll zur Stärkung eines Verständnisses der neuropsychologischen Arbeit genutzt werden.

Das vierte Kapitel soll sich dann gezielt mit Delinquenz und einem objektiv messbaren Nachweis dafür befassen. Dazu soll auf Studien zu Pädophilie und Psychopathie im Rahmen der Gewaltdelinquenz Bezug genommen werden.

Zuletzt soll ein polizeiliches Zukunftsszenario erstellt werden, welches den Einsatz von bildgebenden Verfahren für eine effiziente Verbrechensbekämpfung implizieren könnte, um dieses dann kritisch zu beleuchten.

Extracto


1. Einleitung

2. Begriffsbestimmungen

2.1. Gewaltkriminalität

2.2. Neuropsychologie

2.3. Bildgebende Verfahren

3. Vom Seelischen zum Materiellem – Auf der Suche nach objektiven Beweisen für psychische Vorgänge

3.1. Zur Geschichte der Neuropsychologie und des Leib-Seele Problems

3.2. Freuds Verständnis von Körper und Seele

3.3. Digitale Demenz als Nachweis für psychische Vorgänge

4. Kriminalität als objektiv messbare Größe im menschlichen Gehirn

4.1. Die historische Suche nach dem geborenen Verbrecher

4.2. Das menschliche Gehirn als Betrachtungsgegenstand der Neuropsychologie

4.3. Gewalt als Merkmal psychischer Krankheiten

4.4. Neuropsychologische Studien zur Gewaltkriminalität

4.5. Pädophilie als sichtbare psychische Krankheit im Gehirn

5. Verbrechensbekämpfung im Zukunftsszenario

5.1. Gehirnscan als Möglichkeit für eine effektive polizeiliche Verbrechensbekämpfung

5.1.1. I. Szenario: Eine Ermächtigungsgrundlage der Polizei für den Einsatz eines Gehirnscans

5.1.2. II. Szenario: mögliche Vorteile

5.2. kritische Auseinandersetzungen

5.2.1. II. Szenario: mögliche Vorteile

5.2.2. I. Szenario: Eine Ermächtigungsgrundlage der Polizei für den Einsatz eines Gehirnscans

5.3. Ein Merkmalkatalog als Grundlage für eine polizeilich präventive Gesetzesvorlage

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit neuropsychologische Erkenntnisse und bildgebende Verfahren als objektive Beweismittel oder präventive Instrumente in der polizeilichen Verbrechensbekämpfung eingesetzt werden können. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie die durch Neuropsychologie identifizierbaren Gehirnstrukturen und neuronalen Funktionsweisen zur Vorhersage oder Überführung von Gewaltstraftätern genutzt werden könnten, ohne dabei ethische und rechtliche Grenzen zu verletzen.

  • Möglichkeiten und Grenzen bildgebender Verfahren (MRT, fMRT) in der Kriminalpsychologie.
  • Historische und moderne Ansätze zur Lokalisierung von Kriminalität im menschlichen Gehirn.
  • Analyse von Studien zu Psychopathie, antisozialer Persönlichkeitsstörung und Pädophilie.
  • Entwicklung und ethisch-rechtliche Kritik an polizeilichen Zukunftsszenarien (z. B. flächendeckendes Screening).
  • Prüfung bestehender polizeilicher Eingriffsbefugnisse hinsichtlich neuer neuropsychologischer Diagnosemethoden.

Auszug aus dem Buch

3.1 Zur Geschichte der Neuropsychologie und des Leib-Seele Problems

Die Neuropsychologie als Teilgebiet der Neurowissenschaften und der Biopsychologie begründen sich auf Wissenschaften, die nicht nur der Naturwissenschaft, sondern vor allem der Philosophie zuzuordnen sind. Schon weit vor der Entwicklung der bildgebenden Verfahren ordneten Philosophen wie Aristoteles (335 v. Chr.) oder Platon (387 v. Chr.) dem Gehirn bestimmte geistige Prozesse zu und versuchten somit zu erklären, wo genau Gedanken und Gefühle entspringen. Im 17. Jahrhundert handelte es sich bei der Medizin um eine Art Naturphilosophie. Die Psychologie oder Psychiatrie gab es zu dem Zeitpunkt in der heute bekannten Form noch nicht. Das führte dazu, dass es für Menschen mit psychischen Problemen nur begrenzte Behandlungsmöglichkeiten gab. Solange diese im Volksmund damals mitunter als Irre bezeichneten Personen keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellten, überließ man sie ihrem Schicksal. Stellten sie aber eine Gefahr für andere dar, wurden sie weggesperrt oder unter Umständen einem Exorzismus unterzogen, um die vermeintlich bösen Geister und Dämonen zu vertreiben. Mit der Zeit entstanden Zucht- und Tollhäuser und auch Pflege- und Heilanstalten. Jedoch waren die damaligen Methoden sehr fragwürdig, denn Drehstühle und Kaltwasserbäder ähnelten eher Folter- als Heilungsmethoden.

Es kam aber durchaus das Bestreben auf, psychische und physische Vorgänge zu erklären. Der Dualismus, der die heutige Psychologie und Psychiatrie prägt, beruht auf dem Philosophen René Descartes. Dieser beschäftigte sich im 17. Jahrhundert mit der Problematik der Unterscheidung zwischen Leib und Seele. Descartes Dualismus bezieht sich auf zwei unterschiedliche Mächte die sich gegenüberstehen. Damit sind der immaterielle Geist sowie das materielle Gehirn gemeint. Er bezeichnete das Gehirn als ein hydraulisches System, welches die Verhaltensteuerung zum Zweck hat. Er glaubte der Sitz der Seele befinde sich in der Hirnanhangdrüse, einer erbsengroßen Ausstülpung an der Unterseite des Gehirns, weil diese der einzige Teil des Gehirns sei, das kein Gegenpaar hat. Descartes Theorie von zwei unterschiedlich aufeinander treffenden Substanzen, Seele und Körper, hat das Verständnis von psychischen Erkrankungen geprägt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, Ursachen für Gewaltdelikte durch neuropsychologische Verfahren materiell nachweisbar zu machen, um die polizeiliche Arbeit präventiv und repressiv zu optimieren.

2. Begriffsbestimmungen: Es werden die zentralen Begriffe Gewaltkriminalität, Neuropsychologie und bildgebende Verfahren definiert, um eine theoretische Basis für die Untersuchung der Beziehung zwischen Hirnfunktionen und kriminellem Verhalten zu schaffen.

3. Vom Seelischen zum Materiellem – Auf der Suche nach objektiven Beweisen für psychische Vorgänge: Das Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung vom philosophischen Leib-Seele-Problem bis hin zu modernen Erkenntnissen, wie Handlungen strukturelle Spuren im Gehirn hinterlassen können.

4. Kriminalität als objektiv messbare Größe im menschlichen Gehirn: Hier werden historische Ansätze wie die Phrenologie sowie moderne neurowissenschaftliche Studien zu Psychopathie, antisozialer Persönlichkeitsstörung und Pädophilie analysiert, um eine Verbindung zwischen Hirnanomalien und Delinquenz zu prüfen.

5. Verbrechensbekämpfung im Zukunftsszenario: Es werden theoretische Szenarien eines polizeilichen Gehirnscans entworfen und kritisch auf ihre rechtliche Realisierbarkeit und ethische Vertretbarkeit sowie ihre präventive Wirkung untersucht.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine materielle Verwertbarkeit neuropsychologischer Diagnosen zur polizeilichen Überführung aktuell an rechtlichen und ethischen Hürden scheitert, aber das Potenzial für präventive Ansätze besteht.

Schlüsselwörter

Neuropsychologie, Gewaltkriminalität, bildgebende Verfahren, Gehirnscan, Kriminalprävention, antisoziale Persönlichkeitsstörung, Pädophilie, Leib-Seele-Problem, Strafvollzug, forensische Psychiatrie, kriminalistische Beweisführung, polizeiliche Eingriffsbefugnisse, materielle Beweise, Verhaltenssteuerung, Hirnanomalien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die theoretische Möglichkeit und die praktische Eignung, neuropsychologische Verfahren (z.B. fMRT) einzusetzen, um kriminelles Potenzial im Gehirn sichtbar zu machen und so die polizeiliche Verbrechensbekämpfung effizienter zu gestalten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit umfasst die Definitionen von Neuropsychologie und Gewaltkriminalität, die Geschichte der Leib-Seele-Debatte, neuropsychologische Studien zu Delinquenz sowie die ethische und rechtliche Bewertung zukünftiger polizeilicher Eingriffsstrategien.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage lautet, ob Gehirnveränderungen durch bildgebende Verfahren als objektive Beweise oder für präventive polizeiliche Maßnahmen genutzt werden können, ohne dabei geltende Rechtsgrundsätze und Menschenrechte zu verletzen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller neuropsychologischer Studien (u.a. von Raine und Ponseti), der Auswertung kriminologischer Statistiken sowie der juristischen Prüfung polizeirechtlicher Ermächtigungsgrundlagen.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil analysiert die Verbindung zwischen Hirnfunktionen und antisozialem Verhalten, evaluiert Studien zu Pädophilie und Psychopathie und entwickelt Zukunftsszenarien für den polizeilichen Einsatz von Gehirnscans inklusive einer kritischen ethisch-juristischen Auseinandersetzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zu den prägenden Begriffen gehören Neuropsychologie, Gewaltkriminalität, bildgebende Verfahren, polizeiliche Prävention, antisoziale Persönlichkeitsstörung, Pädophilie und forensische Rechtsgrundlagen.

Inwiefern spielt der Merkmalkatalog von Lombroso eine Rolle?

Lombrosos historische Versuche, Kriminalität anhand von Schädelmerkmalen zu bestimmen, dienen als kritischer Vergleichsmaßstab, um die heutige Gefahr einer Stigmatisierung durch moderne "Cyber-Phrenologie" aufzuzeigen.

Welches Ergebnis zieht die Autorin bezüglich der polizeilichen Praxis?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Einsatz von Gehirnscans als polizeiliches Beweismittel oder generelle Präventivmaßnahme nach derzeitiger deutscher Rechtslage aufgrund fehlender gesetzlicher Grundlagen und verfassungsrechtlicher Bedenken nicht realisierbar ist.

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Detalles

Título
Fortschritte der Neuropsychologie. Eine Grundlage für effektive Verbrechensbekämpfung durch die Polizei?
Subtítulo
Bildgebende Verfahren und potenzielle Delinquenz
Universidad
University of Applied Sciences for Public Administration of North Rhine-Westphalia; Köln  (Polizeivollzugsdienst)
Calificación
1,0
Autor
Ewa Bedkowski (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
46
No. de catálogo
V308954
ISBN (Ebook)
9783668075092
ISBN (Libro)
9783668075108
Idioma
Alemán
Etiqueta
Eingriffsrecht Psychologie Neurowissenschaften bildgebende Verfahren Verbrechensbekämpfung Zukunftsszenario Gehirnscans Gewaltkriminalität
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ewa Bedkowski (Autor), 2013, Fortschritte der Neuropsychologie. Eine Grundlage für effektive Verbrechensbekämpfung durch die Polizei?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308954
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