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Pluralität der Kulturen im kulturellen Gedächtnis - Das Adelhausermuseum Natur- und Völkerkunde in Freiburg i. Breisgau

Titre: Pluralität der Kulturen im kulturellen Gedächtnis - Das Adelhausermuseum Natur- und Völkerkunde in Freiburg i. Breisgau

Dossier / Travail de Séminaire , 2000 , 20 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Martina Busas (Auteur)

Sciences du musée, Muséologie
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Résumé Extrait Résumé des informations

In der folgenden Arbeit werden alle momentanen völkerkundlichen Ausstellungen des Adelhausermuseums Natur- und Völkerkunde, Freiburg i. Br. kurz skizziert. Die Sonderausstellung zur Kultur der Aborigines - ihr Aufbau, die gewählten Wege um Informationen zu vermitteln, die gesetzten Ziele - wird näher, auch durch ein Interview mit einer der Ausstellungsmacherinnen, beleuchtet. Die Darstellung der Aboriginal Kultur in der Ausstellung wird anhand der seminarinternen Kulturdefinitionen hinterfragt. Es soll überprüft werden, ob in der Ausstellung beachtet wurde, die Kultur der Aborigines als offenes und dynamisches System, als kontinuierliche Entwicklung, abhängig von menschlichem Handeln und in ihrer Komplexität darzustellen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Zielsetzung und Fragestellung der Arbeit

2 Geschichte des Adelhausermuseum Natur- und Völkerkunde

2.1 Dauerausstellungen Im Bereich Völkerkunde

2.1.1 Im ersten Obergeschoß

2.1.2 Im zweiten Obergeschoß

3 Zur aktuellen Ausstellung: ‘BlickDicht’ An- und Einblicke Zeitgenössische Kunst australischer Aborigines

3.1 Gliederung der Ausstellung

3.2 Texttafeln und Bildbeschreibungen

3.3 Weitere eingesetzte Medien

3.3.1 Grobkonzept der Führung durch die Ausstellung

3.3.2 Kritik an der Führung

3.4 Ziele der Ausstellung

3.5 Interview mit der Ausstellungsmacherin Margarete Brüll

4 Die Umsetzung der seminarinternen Definitionen von Kultur in der aktuellen Ausstellung ‘BlickDicht’

5 Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Darstellung der Kultur der Aborigines im Adelhausermuseum in Freiburg. Das Ziel ist es, anhand der aktuellen Sonderausstellung „BlickDicht“ zu prüfen, inwiefern das Museum in der Lage ist, die Kultur der Aborigines als offenes, dynamisches System und als kontinuierliche Entwicklung darzustellen, die von menschlichem Handeln geprägt ist.

  • Historische Entwicklung und Gründung des Adelhausermuseums Natur- und Völkerkunde.
  • Strukturelle Analyse der Dauerausstellungen sowie der Sonderausstellung „BlickDicht“.
  • Methoden der Wissensvermittlung und museale Präsentationsformen zeitgenössischer Kunst.
  • Kritische Reflexion der Vermittlungsarbeit und der Einbindung von Akteuren aus Aboriginal-Kommunen.
  • Theoretische Auseinandersetzung mit Kulturdefinitionen im Kontext musealer Ausstellungspraxis.

Auszug aus dem Buch

2 Geschichte des Adelhausermuseum Natur- und Völkerkunde

Die Gründung der meisten Völkerkundemuseen fällt in die Zeit der Hochblüte des modernen Kolonialismus in den letzten Jahrzehnten des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Die koloniale Idee war zwar nicht die Hauptmotivation, aber ein Grund für den Privatdozenten für Zoologie der Universität Freiburg, Dr. Adolf Fritze und den Stadtrat Hugo Ficke zur Gründung eines Museums für Natur- und Völkerkunde.

Im Januar 1895 bewilligt der Freiburger Stadtrat die Gründung des Museums, unterstützt mit einem jährlichen ‘Kostenbeitrag’ von 1000,- DM von seiten der Stadt. Am 22.3.1895 bestätigt der Bürgerausschuß den Stadtratsbeschluß. Dieser Tag gilt als Geburtsstunde der Freiburger Sammlung. Am 6. Juni 1899 wird das Museum für Natur- und Völkerkunde erstmals dem Publikum zugänglich gemacht.

In den darauf folgenden Jahren wächst die Sammlung stark an. Die damaligen Räumlichkeiten in einem Gebäude der ehemaligen Rempart- Kaserne erweisen sich bald als zu beengt. Nach mehreren provisorischen Unterbringungen (u.a. in einer Schule) zieht die Sammlung 1928 in das heutige Gebäude. Es handelt sich um ein ehemaliges Schulgebäude des Dominikanerinnenkloster Adelhausen, welches nach der Auflösung des Konvents 1867 in den Besitz der Stadt überging.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Zielsetzung und Fragestellung der Arbeit: Einführung in die Zielsetzung, die völkerkundlichen Ausstellungen des Museums zu skizzieren und kritisch an seminarinternen Kulturdefinitionen zu messen.

2 Geschichte des Adelhausermuseum Natur- und Völkerkunde: Detaillierte Darstellung der Gründungsgeschichte des Museums sowie der räumlichen Entwicklung bis zum heutigen Standort.

3 Zur aktuellen Ausstellung: ‘BlickDicht’ An- und Einblicke Zeitgenössische Kunst australischer Aborigines: Umfassende Analyse des Konzepts, der Exponate, der Vermittlungsmethoden und der Kritik an der Führung durch die Sonderausstellung.

4 Die Umsetzung der seminarinternen Definitionen von Kultur in der aktuellen Ausstellung ‘BlickDicht’: Kritische Reflexion darüber, inwiefern die Ausstellung den theoretischen Anforderungen an die Darstellung eines dynamischen und komplexen Kulturbegriffs gerecht wird.

5 Resümee: Zusammenfassende Bewertung des gewählten Vermittlungsansatzes, der trotz finanzieller Einschränkungen des Museums neue Perspektiven eröffnet.

Schlüsselwörter

Adelhausermuseum, Völkerkunde, Aborigines, BlickDicht, Kulturdefinition, Museumspraxis, zeitgenössische Kunst, Ausstellungsvermittlung, Traumzeit, indigene Kulturen, kulturelles Gedächtnis, museale Repräsentation, Ethnologie, Ausstellungskonzeption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die aktuelle Ausstellungssituation im Adelhausermuseum in Freiburg und bewertet anhand der Sonderausstellung über Kunst australischer Aborigines, wie erfolgreich kulturelle Identitäten museal vermittelt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Geschichte des Adelhausermuseums, die methodische Analyse der Sonderausstellung „BlickDicht“ sowie die theoretische Auseinandersetzung mit der Darstellung indigener Kulturen als dynamische Systeme.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu überprüfen, ob die Ausstellung die Kultur der Aborigines als ein offenes, komplexes und von menschlichem Handeln abhängiges System darstellt, anstatt sie lediglich als statisches „Naturvolk“ zu inszenieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus musealer Strukturanalyse, Experteninterviews mit Ausstellungsmachern und einer kritischen Auseinandersetzung mit theoretischen Kulturdefinitionen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung des Museums, die detaillierte Beschreibung der Ausstellung „BlickDicht“ (inklusive Gliederung und Medien) sowie eine kritische Reflexion des Konzepts durch ein Interview mit Margarete Brüll.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Museale Repräsentation, Kulturdefinition, Aboriginal Art, Indigene Kulturen und Ausstellungspraxis.

Welche Rolle spielt das Interview mit Margarete Brüll?

Das Interview liefert authentische Einblicke in die Konzeptionsphase der Ausstellung, die unterschiedlichen Perspektiven von Ethnologen und Kunsthistorikern sowie die Schwierigkeiten, ein komplexes kulturelles Erbe mit begrenzten finanziellen Mitteln zu vermitteln.

Warum wird die Führung durch die Ausstellung kritisiert?

Die Autorin bemängelt, dass die Führung die heutige Bedeutung der Kunst für die Aborigines zu oberflächlich behandelt, den mythologischen Hintergrund unverständlich darstellt und die ökonomischen Aspekte (Verkauf der Bilder) zu stark in den Vordergrund rückt.

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Résumé des informations

Titre
Pluralität der Kulturen im kulturellen Gedächtnis - Das Adelhausermuseum Natur- und Völkerkunde in Freiburg i. Breisgau
Université
University Karlsruhe (TH)  (Institut für Literaturwissenschaft)
Cours
Seminar: Pluralität der Kulturen im kulturellen Gedächtnis
Note
1,3
Auteur
Martina Busas (Auteur)
Année de publication
2000
Pages
20
N° de catalogue
V30906
ISBN (ebook)
9783638320672
Langue
allemand
mots-clé
Pluralität Kulturen Gedächtnis Adelhausermuseum Natur- Völkerkunde Freiburg Breisgau Seminar Pluralität Kulturen Gedächtnis
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Martina Busas (Auteur), 2000, Pluralität der Kulturen im kulturellen Gedächtnis - Das Adelhausermuseum Natur- und Völkerkunde in Freiburg i. Breisgau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30906
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Extrait de  20  pages
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