Die Anthropologie des Bewusstseins und die europäische Ethnologie


Bachelorarbeit, 2014
38 Seiten, Note: 2

Leseprobe

Inhaltverzeichnis

1. Einleitung
1.1 zur Genese der Fragestellung
1.2 Absichten und Ziele des Forschungsvorhabens
1.3 Strukturierung der Arbeit

2. Anthropologie und Bewusstsein

3. Die “Society for the Anthropology of Consciousness” (SAC)

4. Das Buch “So What? Now What? The Anthropology of Consciousness responds to a World in Crisis.“
4.1 „The Old is Now: Creating a Shift Toward Wholeness through Dialogue”; Chapter Three
4.2 “Shamanism: Ancient and Future Survival”; Chapter Seven
4.3 „Manifesting Worldviews in Language“; Chapter Ten
4.4 “Awakening to the Spiritual Dimension of Ecosystem”; Chapter Twelv

5. So What? Now What? Mapping als ein neues interdisziplinäres Feld

6.Zusammenfassung

7.Quellen- und Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Im Folgenden werden die Absichten, Ziele sowie die Bedingungen, aufgrund derer meine Forschungsarbeit entstanden ist, beschreiben. Das Kapitel soll dem Leser/der Leserin als Einstieg in die Thematik dienen, die Hintergründe erklären sowie die Motivation der Autorin offenbaren.

1.1 Zur Genese der Fragestellung

Europaweit, weltweit: In unsere heutige globale Weltkrise sind wir alle verwickelt. Der Forschungsstand dazu ist beunruhigend. Politiker, Bürger und Akademiker bemühen sich Lösungen zu diskutieren und neue Ansätze zu erfinden. Der Antrieb zu Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Ökonomischer Stabilität, Respekt des Anderen, Frieden und Gesundheit steigt weiter. Die Frage darüber, was die Welt braucht, um aus unserer vorübergehenden Situation in einen besseren Zustand zu wechseln, beschäftigt gerade viele.1 Die Anthropologie des Bewusstseins, mein Kernthema, hilft uns solche Fragen zu beantworten und neue Perspektiven zu betrachten.

Was hat die Europäische Ethnologie damit zu tun? Ich werde zeigen, inwiefern die beiden Disziplinen verwandt sind und wo ihre Kontaktpunkte liegen, um zusammen an einer Umstellung unseres kollektiven Bewusstseins2 und einer ReInterpretation von Begriffen und Konzepten zu arbeiten.

Meine eigene Motivation, die mich gedrängt hat, über so ein Thema zu schreiben, sind meine persönliche Erfahrungen und konsequenten Veränderungen der letzten Jahre. Ich bin in vieler Hinsicht bewusster geworden, zum Beispiel bezüglich meiner Ernährung und ihrer Auswirkung auf die Umwelt. Ich habe angefangen täglich zu meditieren, wodurch ich die Welt mittlerweile anders wahrnehme. Als Ethnologin einerseits und als Mensch in ständiger Entwicklung anderseits fühlte ich mich motiviert, ein Licht auf diese neuen Ansätze zu werfen, mit der Hoffnung, neue Sichtweisen auf weiterführende Diskussionen zu erhellen.

1.2 Absichten und Ziele des Forschungsvorhabens

Es handelt sich hier um eine explorative Studie, da mein gewähltes Thema sehr jung ist und dazu nur wenige akademische Forschung existiert. Die vorliegende Arbeit kann als eine Vorstudie für zukünftige ethnologische Arbeiten oder für weitere empirische Forschungen dienen. Die Themen die ich ansprechen werde, sind zwar bekannt, aber die Perspektive, über die ich schreiben werde, ist bisher noch nicht einhergehend erforscht worden. Ein erstes Ziel der vorliegenden Forschungsarbeit ist es, im Sinne der Integral Studies3 einen Beitrag zu einer ersten Aufhellung und Gliederung der dazugehörenden, reichhaltigen Thematik zu leisten, um einen besseren Überblick zu diesem neuen Untersuchungsfeld zu erhalten. Eine zweite Absicht meiner Arbeit ist, durch die Analyse des gewählten Buches zu reflektieren, inwiefern The Anthropology of Consciousness 4 Anknüpfungspunkte mit der Anthropologie und meinem Fachbereich „Europäische Ethnologie“ hat.

Nicht zu vergessen und für mich sehr wichtig ist der Hinweis auf Multiperspektivität. Die Brillen der Autoren, die Brillen der Leser/innen, meine eigene Brille. Denn wahre Objektivität bleibt dem Menschen per Natur verschlossen. Wir können aus verschiedenen Perspektiven analysieren und wir werden, je nachdem durch welche Brille wir den Inhalt ansehen, etwas anderes erkennen.

1.3 Strukturierung der Arbeit

Die Arbeit lässt sich in zwei wesentliche Teile mit jeweils eigenen Unterkapiteln gliedern. Der erste Teil umfasst die Rahmenbedingungen dieser Forschungsarbeit. In Kapitel 2 wird die Bedeutung der Konzepte Anthropologie und Bewusstsein vorgestellt. Ihre gegenseitige Beziehung wird beleuchtet. Ich werde die Grenzen der aktuellen Anthropologie ebenso ansprechen wie diese eher neue Disziplin Anthropologie des Bewusstseins und ihre Methoden. In Kapitel 3 werde ich über den amerikanischen Verein The Society for the Anthropology of Consciousness berichten. Um einen tieferen Einblick zu ermöglichen, werde ich die Entstehungsgeschichte des Vereins und seine Schwerpunkte vorstellen. Die theoretischen Ansätze und Methoden werden ebenfalls beschrieben.

Der zweite Teil ist der explorativen Untersuchung gewidmet und beinhaltet eine Verdeutlichung der methodologischen Herangehensweise. In Kapitel 4 wird das Buch des Vereins So What? Now what? The Anthropology of Consciousness respond to a World in Crisis vorgestellt und in seinen vier Haupteilen kurz zusammengefasst. Kapitel 4.1, 4.2, 4.3 und 4.4 beschäftigen sich alle mit dem jeweiligen Themen des Buches: In 4.1 geht es um den Vergleich zwischen westlichen und indigenen Konzepten und Weltanschauungen und um das Bedürfnis einer integralen Perspektive; in 4.2 um Schamanismus, um Konzepte wie Wirklichkeit und Realität, Traum und Repräsentation, Entheogene5 und veränderte Bewusstseinszustände; in 4.3 um den Bezug von Sprachrekonstruktion und Weltanschauung und in Kapitel 4.4 wird das Rückfuhren vom Geist in die Wissenschaft und in die Natur behandelt. Es folgt danach Kapitel 5, in welchem das neue Feld der Integral Studies, Bewusstseinsstudien und anderer dazugehörender Disziplinen vorgestellt wird. Ich werde einige amerikanische Universitäten, die solche Studien anbieten, anführen und über ähnliche Strukturen in europäischem Kontext forschen. Schließlich möchte ich diese Arbeit mit einem Resümee (Kapitel 6) und einigen an die Lesenden gerichteten Gedanken zu Ende führen.

2. Anthropologie und Bewusstsein - The Anthropology of Consciousness

Bevor wir in die Tiefe meiner Arbeit gehen können, möchte ich gern folgende zwei Konzepte vorstellen. Anthropologie und Bewusstsein. Welches sind ihre Implikationen, ihre Methoden und wie überschneiden sie sich? Warum brauchen wir das Wort Bewusstsein in Zusammenhang mit Anthropologie?

Anthropologie repräsentiert die Wissenschaft, die Theorie und das ununterbrochene Reflektieren über den Menschen, sowohl aus geisteswissenschaftlicher als auch biologischer Perspektive. In der Anthropologie haben sich mehrere Forschungsrichtungen etabliert: Philosophische Anthropologie, Kulturanthropologie, Biologische Anthropologie, Historische Anthropologie, Visuelle Anthropologie und andere. In meiner Arbeit geht es um eine soziokulturelle Anthropologie, aber ich werde durchweg das generelle Wort Anthropologie benutzten. Auch das Wort Ethnologie habe ich beiseite gelassen, da im englischen Sprachraum für unser Fach der Begriff Anthropology bevorzugt wird.

In unserer aktuellen Zeit, die von mehreren und schwierigen sozialen, technologischen und Umweltveränderungen geprägt ist, sind wir gedrängt, über unsere alten Strukturen nachzudenken und schnell neue mögliche Alternativen zu finden. Die verschiedenen anthropologischen Anschauungsweisen können viel dazu beitragen. Man muss aber darüber hinausgehen. Man sollte die Grenzen der Anthropologie und der Anthropologien verschieben, mehr Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen und einen offeneren Zugang zu neuen Feldern fördern, da es oft die Grenzenüberschreiter und Querdenker in der Wissenschaft sind, die die revolutionärsten und kreativsten Erkenntnisse liefern. Den Autoren des Buches zufolge sollte man in erste Linie für eine angewandte Anthropologie (applied anthropology) kämpfen, also eine Anthropologie, die nicht nur in dem akademischen Milieu unter Studenten und Professoren zu finden ist, die nicht nur ein meistens fernes Wissen darstellt, sondern die das eigene Wissen und ihre Vorteilposition für die Verbesserung des Lebens bestimmter Gruppe, vor allem den Beforschten, nutzt. Anthropologie kann und soll nicht nur den Akademikern sondern der breiten Öffentlichkeit. Die Autoren nennen diesen Prozess Public Turn 6 der Anthropologie.

Wenn unser Bewusstsein dafür wächst, wächst auch unser Engagement als Menschen in unserer Gesellschaft. Aber was heißt hier Bewusstsein? Eine allgemein gültige wissenschaftliche Definition des Begriffes existiert nicht, wohl auch aufgrund seines unterschiedlichen Gebrauches und verschiedener Bedeutungen. Manchmal überschneidet Bewusstsein sich mit Konzepten wie Geist oder Seele. Es gibt trotzdem, meiner Meinung nach, ein intersubjektives Gefühl, das jeder Mensch besitzt, was Bewusstsein für ihn bedeutet. Man kann sagen: Bewusstsein ist wie ein Entwicklungsprozess mit verschiedenen Stufen und Zuständen. Denken wir an die Pflanzen, Tiere oder Menschen und welches Bewusstseinniveau wir jedem beimessen. Diese Reflektion führt weit in den philosophischen Bereich und deshalb an dieser Stelle zu weit. Ich werde deswegen die Bedeutung von Bewusstsein offen lassen und dem Leser die Möglichkeit geben, seine/ihre eigenes Definition anzupassen.

Als Überschneidung ist die Anthropologie des Bewusstseins - oder im Englischen The Anthropology of Consciousness - entstanden. Sie ist eine relativ junge Strömung, die aus Amerika kommt. Als neues Forschungsgebiet ist sie nicht an besondere Methoden geheftet, sondern ist ein sehr trans- und interdisziplinär Feld. Ihre Wissenserzeugungsmethoden schließen a priori keinen anderen aus. Bewusstseinsforscher (Consciousness researchers) kommen aus den verschiedensten Disziplinen, sind nicht nur Anthropologen in engeren Sinn, sondern auch Psychologen, Sozialarbeiter, Linguisten, Umweltforscher, Schamanen, Physiker, Kosmologen und andere. Sie arbeiten an einem besseren kollektiven Bewusstsein7 und stellen sich dabei gegen die alltäglichen Lebensmuster und die strukturellen Diskriminierungen in der Gesellschaft.

Der gegenseitige und offene Dialog in der Community ist eines der besten Werkzeuge für Verständnis und Respekt trotz Differenzen. Wenn ein Mensch sich auf einen anderen trotz unterschiedlicher kultureller Erfahrungen, unterschiedlicher Geschichte und Ansichten einlässt, wird dieser dazu angehalten, die eigenen Gedanken zu reflektieren und vielleicht neu zu formulieren. Aus diesem einfachen Prozess, dem so genannten dialogic construction of knowledge, können neue Bedeutungen und Perspektiven entstehen8.

Eine der Leitfragen der Anthropology of Conscioussness ist: Wie kann man eine implizite und unbewusste Mittäterschaft mit den dominanten Machtstrukturen verhindern, um nach und nach eine humanitäre, egalitäre und umweltbewusste Weltperspektive zu erreichen?9 Das ist ein wichtiger Punkt. Der erste Teilsatz wurde seitens der Anthropologie schon häufig angesprochen, um uns immer an unsere eigene Positionalität zu erinnern: weiße EuropäerIn10, StudentIn, Privilegierte oder Unprivilegierte unter besonderen Umständen und so weiter. Diese kritische Anerkennung der eigenen Annahmen hilft uns Schritt für Schritt unsere Vorurteile (Bias) und eingeschränkten Perspektiven abzubauen. Eine weitgehende Reflexion über sich selbst, sogar über die eigene Identität ist sowohl als Herausforderung als auch als Fortschritt zu verstehen. Dies sind zum Beispiel einige der Anknüpfungspunkte, die die beiden Ansätze teilen.

Empathie spielt auch eine bedeutende Rolle. So wie es für den/die AnthropologIn wichtig ist, sich in die Welt des/der Beforschten einzufühlen, um seine/ihre Realität 11 am besten verstehen zu können, wird die Empathie auch in der Bewusstseinsforschung als essentielle Ressource betrachtet. Es gibt kein Platz für das Othering 12, für Distanzierung oder Differenzierung. Es geht aber hier nicht nur um teilnehmende Beobachtungen in wissenschaftlichem Sinn, sondern darüber hinaus auch um eine persönliche Einfühlung: „a compassionate concern with the other“.13

Wie der Name schon andeutet, bezieht sich die Anthropology of Conscioussness nicht nur auf eine Erreichung eines höheren und üblichen kollektiven Bewusstseins14, sondern auch in weiterem Sinne auf alle möglichen veränderbaren Bewusstseinszustände, die dazu beitragen können. ASC (altered state of Conscioussness) Methoden finden wir seit den Ursprüngen der Menschheit. Die Anthropologie hat sich diesem Thema häufig gewidmet, damals wie heute: Religiöse Ekstase, Meditationsformen, spirituellen Praktiken, Hypnose, Träumen, Schamanismus und die Benutzung von Entheogene15 waren einige der ethnologischen Forschungsthemen. Durch die Vervollkommnung solcher Bewusstseinszustände, behaupten manche Forscher16, landet man in einer anderen imaginären Welt, und wird mit dem Göttlichen und mit unserem Divine-Self verbunden. Nach solchen Reisen kehrt man oft mit neuer Kraft auf den normalen Zustand zurück, mit einer neuen Fähigkeit die Welt anzusehen, die Probleme zu lösen und oft auch mit einen verstärkte Gemeinschaftsgefühl. Auch wenn sie mir auf den ersten Blick etwas merkwürdig und zeitaufwändig erschien, möchte ich hier noch eine letzte Methode, die für The Anthropology of Consciousness relevant ist, vorstellen: die sogenannte Mapping Consciousness. Ken Wilber, Gründer der Integral Studies17 beschreibt den Prozess wie folgt:

Complete a map of consciousness states… by looking at all the cultures that we have some sort of knowledge about, and looking at the states of consciousness that they would report as best we can possibly understand them…we map out this hundreds and hundreds of possible psychological, spiritual consciousness states, and from that we develop a very broad cartography…From that…you can then stand back and say okay, here are dozen of things that men and women over the centuries have considered good, or the good life.18

Als eine Hintersektion zwischen Anthropologie und den Bewusstseinsstudien konzentriert sich die Anthropology of Consciousness auf kross-kulturelle Praktiken, die wichtig für ein public engagement der Anthropologie sind. Wie ich gezeigt habe, hängen die beiden eng zusammen und ergänzen sie sich gegenseitig.

3. Die “Society for the anthropology of consciousness” (SAC)

Ich werde im folgenden Kapitel die Entwicklung und die Hauptthemen des Vereins der Anthropologie des Bewusstseins vorstellen. Die Idee über die SAC einen Verein zu gründen drang im Jahr 1974 in die Öffentlichkeit. Während eines Symposiums über Parapsychologie und Anthropologie, das von der American Anthropological Association 19 (AAA) abgehalten wurde, entwickelte sich der Verein weiter und machte sich danach in einem langwierigen Prozess selbständig. Die Herausforderung sich zu definieren und die Konflikte zwischen einer angewandten und akademischen Anthropologie zu bewältigen waren nicht einfach20.

In Mittelpunkt standen die Gedanken des für viele umstrittenen Anthropologen Carlos Castaneda21, seine ausgeübten Kritiken an der ethnologischen Methode und seine schamanischen Erfahrungsberichte. Für ihn lag die Weltanschauung der einheimischen Kulturen auf derselben Ebene wie die wissenschaftsorientierten westlichen Kulturen. Die Methoden, um Wissen zu erzeugen und zu erfahren, sind zwar unterschiedlich aber trotzdem gültig. Das menschliche Bewusstsein existiert überall und es ist unabhängig von Zeit und Raum. Castaneda und seine Schriften stellten einen wichtigen Drehpunkt dar für die Ansicht, wie man einheimische Kulturen eigentlich studieren sollte. Was bis zu diesem Zeitpunkt als Magisches Denken herabgestuft wurde, wurde durch Castaneda zu einer anderen, ernstzunehmenden Perspektive befördert. Wissenschaft wurde dazu aufgefordert, auch veränderte Bewusstseinszustände und psychisches Bewusstsein (Intuitionen, Wahrnehmungen, Hellsehen…) zu betrachten. Die SAC schreibt von sich selbst: „The SAC can be seen in pure Kuhnian terms as one response to the reassessment that Castaneda forced on anthropology.”22

Der gegründete Verein gehört erst seit 1989 zu der American Anthropological Association. Sein Hauptziel ist die Bewusstseinsforschung und die dazugehörende praktische Benutzung. Um diese Anschauung zu verwirklichen widmet sich die Gesellschaft hauptsächlich den folgenden vier Punkten23:

- Die Wertschätzung von interdisziplinären Perspektiven, Respekt von Kulturen, die Beachtung von Inklusivität und offene Dialoge.
- Das Verfolgen rigoroser und empirischer Bewusstseinsforschungen sowie das Benutzen der differenzierten Methoden (ethnographisch, wissenschaftlich, erfahrungs- und geschichtlich bedingt, andere Formen von Wissenserzeugung…).

[...]


1 Vgl. Hüther, Spannbauer 2012; Rückemann 2013.

2 Zu der Begriffsdefinition vgl. Kapitel 2.

3 “Integral theory is an all-inclusive framework that draws on the key insights of the world’s greatest knowledge traditions. The awareness gained from drawing on all truths and perspectives allows the Integral thinker to bring new depth, clarity and compassion to every level of human endeavor — from unlocking individual potential to finding new approaches to global-scale problems.” (vgl. http://www.integralinstitute.org/, zuletzt aufgerufen am 03.05.2014. Siehe dazu auch das Kapitel 6 dieser Arbeit.

4 Vgl. Kapitel 2.

5 Entheogene ist eine chemische Substanz, meistens aus pflanzlichen Ursprüngen. Es wird eingenommen, um eine ASC zu verursachen, beispielsweise für spirituelle oder religiöse Ziele (vgl. http://www.oxforddictionaries.com/us/definition/american_english/entheogen).

6 Bronson, Fields 2009, S.1.

7 Auch hier ist eine Definition sehr variabel. Nach Emile Durkheim ist das kollektive Bewusstsein die Gesamtheit der Anschauungen und Gefühle, die der Durchschnitt der Mitglieder derselben Gesellschaft hegt. Dementsprechend ist auch von Kollektivvorstellungen, kollektiven Ideen, Kollektivgefühlen, Kollektiveinstellungen usw. die Rede. (vgl. http://www.wirtschaftslexikon.co/d/kollektivbewusstsein/kollektivbewusstsein.htm).

8 Bronson, Fields 2009, S.17.

9 Ebd. S.9

10 Aus Gründen der Gendergerechtigkeit werde ich in meiner Arbeit beide Geschlechter ansprechen.

11 Der Realitätsbegriff ist in der akademischen Literatur umstritten. Ich werde darauf näher in Kapitel 5 eingehen.

12 Der Begriff Othering beschreibt den Gebrauch von und die Distanzierung oder Differenzierung zu anderen Gruppen, um seine eigene Normalität zu bestätigen. Der Begriff wurde ursprünglich von Gayatri Spivak geprägt für den Prozess, durch den der imperiale Diskurs die Anderen bzw. das im Machtdiskurs ausgeschlossene Andere kreierte. Othering beschreibt den Prozess, sich selbst bzw. sein soziales Image positiv hervorzuheben, indem man einen anderen bzw. etwas anderes negativ brandmarkt und als andersartig, das heißt fremd, klassifiziert, sei es wegen der Rasse, der geographischen Lage, der Ethik, der Umwelt oder der Ideologie. In dieser Differenzierung liegt potenzielles hierarchisches und stereotypisches Denken, um seine eigene Position zu verbessern und als richtig darzustellen (vgl. http://www.kulturglossar.de/html/o-begriffe.html).

13 Bronson, Fields 2009, S.2.

14 „Höher“ hier im Sinn einer Verwandlung des Bewusstseins zugunsten der betreffenden Gesellschaft; „üblich“ meint in diesem Kontext einen allgemein anerkannten normalen Zustand.

15

16 Ingerman, Wesselmann 2013, S.38.

17 Vgl. Kapitel 3.

18 Bronson, Fields 2009, S.10.

19 Die Gesellschaft wurde 1902 gegründet. Es ist die weltweite größte Gesellschaft über Anthropologie (vgl. http://www.aaanet.org/about/).

20 Siehe die Entstehungsgeschichte des Vereins (http://www.sacaaa.org/history.asp).

21 Carlos Castaneda (1925-1998) war ein Anthropologe und Schriftsteller peruvianischen Ursprungs. Seine umstrittenen und viel diskutierten Werke waren sowohl im universitären Milieu als auch in der Öffentlichkeit berühmt. Seine drei bedeutendsten Werke sind Die Lehren des Don Juan. Ein Yaqui-Weg des Wissens (1973), Eine andere Wirklichkeit. Neue Gespr ä che mit Don Juan (1975) und Reise nach Ixtlan. Die Lehre des Don Juan (1976). Diese Buchreihe berichtet über eine im Rahmen der Forschung absolvierte Lehre bei einem Schamanen und die darauffolgende neue Sichtweise von Wirklichkeit, die er mit Hilfe bewusstseinserweiternder natürlicher Heilpflanzen gelernt hat.

22 Vgl. http://www.sacaaa.org/history.asp

23 http://www.sacaaa.org/about.asp.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten

Details

Titel
Die Anthropologie des Bewusstseins und die europäische Ethnologie
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Note
2
Autor
Jahr
2014
Seiten
38
Katalognummer
V309207
ISBN (eBook)
9783668076129
ISBN (Buch)
9783668076136
Dateigröße
634 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bewusstsein, Ethnologie, Antropologie, Bewusstseinstudien, spiritualität, Consciousness, Schamanismus, Integral Studies
Arbeit zitieren
Ludovica Zonzini (Autor), 2014, Die Anthropologie des Bewusstseins und die europäische Ethnologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309207

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