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Digital Dating. Geschlechtsspezifische Differenzen im Nutzungsverhalten mobiler Dating-Apps wie "Tinder"

Titre: Digital Dating. Geschlechtsspezifische Differenzen im Nutzungsverhalten mobiler Dating-Apps wie "Tinder"

Thèse de Bachelor , 2015 , 55 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Katharina Venohr (Auteur)

Médias / Communication - Multimédia, Internet, Nouvelles Technologies
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Résumé Extrait Résumé des informations

„Tinder […] ist eine App für das Smartphone und das heiße Ding auf dem Markt der digitalen Paarungsmaschinen. Geschätzte 30 Millionen Menschen „tindern“ weltweit. In Deutschland tun dies mehr als eine Million, täglich kommen etwa 8000 neue Nutzer dazu.“

heißt es in einem aktuellen Artikel über die Veränderung des Liebeslebens durch die Nutzung von Smartphone-Apps im Stern (Bömelburg 2015, S. 1). Verwunderlich sind diese Nutzungszahlen nicht, denn heutzutage gib es so viele Singles wie noch nie. Viele von diesen verfolgen das Ziel dem Singleleben ein Ende zu setzen und endlich den perfekten Partner fürs Leben zu finden – aber wo und vor allem wie? (vgl. Bömelburg 2015, S. 1).

Ob über den Freundeskreis, in einer Bar, am Arbeitsplatz oder einfach unterwegs. Die Möglichkeiten neue Menschen und somit auch potenzielle Partner kennen zu lernen sind sehr vielfältig und durch das Phänomen der Mediatisierung häufig
digitalisiert. Waren früher beispielsweise noch Zeitungsannoncen eine Möglichkeit der Partnersuche, erlaubt die heutige digitale Vernetzung das Kennenlernen neuer Menschen überall. Sei es über unterschiedliche Partnervermittlungsdienste, Dating-Portale, Singlebörsen im Internet oder aber über Mobile Dating (vgl. Hogan / Li / Dutton 2011, S. ii). Mobile Dating beschreibt das Kennenlernen potenzieller neuer Partner über mobile Endgeräte, wie zum Beispiel das Smartphone (vgl. Neu.de GmbH 2014, S. 1). Mobile Dating fungiert zum einen als mobiles Endgerät für die herkömmliche Internetnutzung von klassischen Online-Dating-Portalen, zum anderen aber auch als standortbezogene Dating-Applikation für Smartphones (vgl. Neu.de GmbH 2014, S. 1). Vor allem Letzteres scheint für die heutige digitalisierte Gesellschaft von besonderem Interesse sowie stark revolutionär zu sein (vgl. Neu.de GmbH 2014, S. 3).

Die Gründe der Nutzung von Dating-Apps sind laut theoretischer Ausgangslage nur geringfügig erforscht.
Aufgrund dieser Forschungslücke wird sich die vorliegende Bachelorarbeit genauer mit eben diesen auseinandersetzen und der Forschungsfrage nachgehen, „Inwieweit hinsichtlich der Partnersuche via mobile Dating-Applikationen geschlechtsspezifische Unterschiede bestehen“. Um die Frage wissenschaftlich korrekt beantworten zu können, wird innerhalb dieser Arbeit eine empirische Fallstudie zur mobilen Dating-Applikation Tinder in Form einer standardisierten Online-Befragung durchführt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Thematische Einleitung und Fragestellung

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2. Mobile Partnersuche über Dating-Applikationen

2.1 Partnersuche 2.0: Vom Online- hin zu Mobile Dating

2.2 Nutzungsmotive mobiler Dating-Applikationen

2.2.1 Der Nutzen und Belohnungsansatz als Erklärung von Nutzungsmotiven

2.2.2 Nutzungserwartungen sowie Nutzungsmotive mobiler Dating- Applikationen

2.2.3 Nutzercharakteristika der mobilen Dating-Applikation Tinder

2.3 Verschiedene mobile Dating-Applikationen

2.3.1 Badoo – die Dating-App mit dem Interessenfeature

2.3.2 LoVoo – die Dating-App mit der zweifachen Umgebungssuche

2.3.3 Tinder – die Dating-App nach dem „Hot-or-Not“-Prinzip

3. Methodische Vorgehensweise

3.1 Hypothesenbildung und Operationalisierung

3.2 Die standardisierte Online-Befragung als quantitative Erhebungs- methode

3.2.1 Erstellung des Fragebogens

3.2.2 Untersuchungssetting und Stichprobenauswahl

4. Ergebnisdarstellung

4.1 Unterschiedliche Nutzungshäufigkeit von Tinder innerhalb der Geschlechter

4.2 ‚Langeweile‘, ‚Flirten und Daten‘ sowie ‚neue Leute kennen lernen‘ als Hauptmotive der Tinder-Nutzung

4.3 Matches, Chats, Dates und ernsthafte Beziehungen

4.4 Hypothese 1: Nutzungsmotiv „Sex“ und Geschlecht

4.5 Hypothese 2: Nutzungsmotiv „Beziehung“ und Geschlecht

4.6 Hypothese 3: Nutzungseinstellung „einfacher neue Leute kennenlernen“ und Geschlecht

4.7 Hypothese 4: Nutzungshäufigkeit und Beziehungsstatus

4.8 Hypothese 5: Kennengelernt und Date bei Tinder sowie Geschlecht

4.9 Hypothese 6: Vorstellung einer Partnerschaft mit jemanden der über Tinder kennen gelernt wurde und Geschlecht

5. Schlussfolgerungen

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht geschlechtsspezifische Unterschiede beim Nutzungsverhalten mobiler Dating-Applikationen am Beispiel von Tinder. Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, inwieweit unterschiedliche Motive und Einstellungen zwischen Frauen und Männern bestehen, um die bestehende Forschungslücke im Bereich des Mobile Datings zu schließen.

  • Analyse von Nutzungsmotiven bei Tinder (z.B. Flirten, Sex, Partnersuche)
  • Einfluss des Geschlechts auf das Nutzungsverhalten und die Einstellung zur App
  • Vergleich von Tinder mit anderen Dating-Apps wie Badoo und LoVoo
  • Methodik: Quantitative Online-Befragung von 101 Tinder-Nutzern
  • Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Beziehungsstatus und Nutzungshäufigkeit

Auszug aus dem Buch

2.3.3 Tinder – die Dating-App nach dem „Hot-or-Not“-Prinzip

Mobile Dating im Turbogang – mit der bislang jüngsten aber bereits sehr erfolgreichen Dating-App auf dem deutschen Markt: Tinder und zu Deutsch „Zunder“. Seit der Gründung dieser durch die Amerikaner Justin Mateen, Jonathan Badeen und Sean Rad in Kalifornien im Jahr 2012 lässt sich ein enormer internationaler Wachstumsprozess festhalten. Besaß Tinder im Frühjahr 2014 noch ca. 800.000 Nutzer in Deutschland, waren es im Sommer letzten Jahres bereits über eine Million – Tendenz steigend mit täglich circa 8000 neuen Anmeldungen und einem weltweit geschätzten Wert von 1,2 Milliarden US Dollar, so das US-Wirtschaftsblatt Forbes (vgl. Eisenbrand 2014, S. 1; Bömelburg 2015, S. 1). Grund für die rasante Wertsteigerung ist auch der Inkubator „Hatch Labs“, welcher Tinder seit Entwicklungsbeginn mit Fördergeldern unterstützt und die Dating-App reichweitenstark verbreitet hat (vgl. Krause / Rank 2015, S. 1). Mittlerweile existiert sie weltweit in 24 verschiedenen Sprachen und das Durchschnittsalter der Mitglieder beträgt 18 bis 35 Jahre (vgl. Riekert 2014, S. 1). Der geschlechtsspezifische Anteil der Nutzergemeinde liegt bei 55 % Männern und 45 % Frauen (vgl. Riekert 2014, S. 1).

Der Grund für die Entwicklung Tinders ist laut dem Mitgründer Badeen mit dem Wunsch verbunden ‚schnellen Sex‘ zu bekommen (vgl. Pasierb 2015, S. 1). Zusätzlich dazu möchten die Erfinder mit der Flirt-App eine neue Möglichkeit schaffen Singles das Kennenlernen neuer Menschen und gegebenenfalls auch potenzieller Partner zu vereinfachen, und dies auf eine „natürliche“ Art und Weise (vgl. Krause / Rank 2015, S. 1). „Natürlich“ in dem Sinne, als dass „Tinder genauso oberflächlich [ist], wie Menschen eben sind, bevor sie einander wirklich daten“, so Badeen (Krause / Rank 2015, S. 1). Um diese Ziele zu erreichen, wurde Tinder zunächst als Beta-Version innerhalb der Freundeskreise der Entwickler sowie an unterschiedlichen Universitäten der amerikanischen Westküste verbreitet (vgl. Pasierb 2015, S. 1). Aufgrund schnellem exponentiellen Anstieg der Verwendung von Tinder kaufte IAC (InterActiceCorp), ein amerikanischer Gigant des Internet Business den größten Anteil der Dating-Applikation noch im Jahr 2012 auf (vgl. Pasierb 2015, S. 1).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Hinführung zum Thema des Mobile Datings und Definition der Forschungsfrage hinsichtlich geschlechtsspezifischer Unterschiede bei der Nutzung von Dating-Apps.

2. Mobile Partnersuche über Dating-Applikationen: Theoretische Einordnung der Entwicklung von Online- zu Mobile Dating sowie Analyse der Marktführer Badoo, LoVoo und Tinder.

3. Methodische Vorgehensweise: Darstellung des deduktiven Forschungsdesigns, der Operationalisierung der Hypothesen sowie der Durchführung einer standardisierten Online-Befragung.

4. Ergebnisdarstellung: Auswertung der erhobenen Daten bezüglich Nutzungshäufigkeit, Motiven und Geschlechterunterschieden unter Verwendung statistischer Tests.

5. Schlussfolgerungen: Interpretation der Ergebnisse und Abgleich mit dem theoretischen Forschungsstand sowie den aufgestellten Hypothesen.

6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse, kritische Reflexion der Untersuchung sowie Vorschläge für zukünftige Forschungsarbeiten.

Schlüsselwörter

Tinder, Mobile Dating, Online-Partnersuche, Dating-Applikationen, Geschlechtsspezifische Unterschiede, Nutzungsmotive, Online-Befragung, Mediatisierung, Tinder Plus, Badoo, LoVoo, Flirt-App, Singlebörse, Nutzercharakteristika, quantitative Datenerhebung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Nutzungsverhalten bei mobilen Dating-Applikationen, mit einem spezifischen Fokus auf geschlechtsspezifische Unterschiede bei der App Tinder.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Neben einer historischen Einleitung zum Mobile Dating stehen die Nutzungsmotive, die Nutzercharakteristika sowie ein Vergleich verschiedener Dating-Apps wie Tinder, Badoo und LoVoo im Mittelpunkt.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, inwieweit hinsichtlich der Partnersuche via mobiler Dating-Applikationen geschlechtsspezifische Unterschiede bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine quantitative, standardisierte Online-Befragung unter 101 Tinder-Nutzern in der Region Bremen durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Mobile Datings, die methodische Herleitung der Hypothesen sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung der empirischen Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Mobile Dating, Tinder, Nutzungsmotive, quantitative Forschung, Geschlechterdifferenzen und Partnersuche beschreiben.

Wie unterscheidet sich die Nutzungsmotivation von Männern und Frauen bei Tinder?

Die Ergebnisse zeigen signifikante Unterschiede: Männer nutzen Tinder tendenziell häufiger aus Langeweile oder für unverbindliche sexuelle Kontakte, während Frauen die App eher zum Kennenlernen neuer Leute verwenden.

Inwieweit beeinflusst der Beziehungsstatus die Nutzung von Tinder?

Es konnte ein signifikanter Zusammenhang nachgewiesen werden: Singles nutzen Tinder deutlich häufiger als Personen, die bereits in einer festen Beziehung leben.

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Résumé des informations

Titre
Digital Dating. Geschlechtsspezifische Differenzen im Nutzungsverhalten mobiler Dating-Apps wie "Tinder"
Université
University of Bremen
Note
1,3
Auteur
Katharina Venohr (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
55
N° de catalogue
V309284
ISBN (ebook)
9783668075405
ISBN (Livre)
9783668075412
Langue
allemand
mots-clé
TInder Mobile Dating Digital Dating Kommunikation Medien
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Katharina Venohr (Auteur), 2015, Digital Dating. Geschlechtsspezifische Differenzen im Nutzungsverhalten mobiler Dating-Apps wie "Tinder", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309284
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Extrait de  55  pages
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