Unternehmen jedweder Größe haben die Herausforderung, dass der Wechsel von klassischen zu agilen Entwicklungsvorgehen die Anforderungen an die Organisationsstruktur der Unternehmen verändert. Diese Anforderungen müssen an die Bedürfnisse der agilen Softwareentwicklungen angepasst werden. Speziell die Veränderungen im Bereich des Stakeholder-Managements, sowohl zentral als auch dezentral, müssen in dieser Betrachtung mit aufgenommen werden. Hier sind Methoden und Werkzeuge begehrt, welche das Management der Stakeholder im agilen Kontext neu definieren und professionalisieren. Diesbezüglich widmet sich die vorliegende Arbeit der Frage, wie Stakeholder in der agilen Software-Entwicklung effektiv und effizient verwaltet werden können.
Zusätzlich zur Präsentation der Ausgangslage und Zielsetzung in den Kapiteln 1.1 und 1.2 befasst sich Kapitel 2 mit den theoretischen Grundlagen und Begriffsdefinitionen. Hierzu werden die für die Projektarbeit relevanten Begrifflichkeiten erläutert.
Anschließend erfolgt eine Beschreibung des Stakeholder-Managements in Kapitel 3. Das darauf folgende Kapitel 4 befasst sich mit einem anonymisierten Praxisbeispiel und es wird bewertet, wie aus der aktuellen Situation heraus ein besseres und umfassenderes Stakeholdermanagement möglich ist. Der Fokus liegt vor allem auf der Erarbeitung einer für die Praxis realisierbaren Handlungsempfehlung zur Verbesserung der Projektsituation und zur Minimierung der Projektrisiken. Abschließend erfolgt eine kritische Würdigung der Arbeit, sowie ein Ausblick auf zukünftige Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Definitionen
2.1 SCRUM
2.2 Stakeholder
3 Stakeholder-Management
3.1 Suche und Identifikation
3.2 Bewertung und Gewichtung
3.3 Requirement Engineering
3.4 Analyse von Chancen und Risiken
3.5 Maßnahmen zum Stakeholdermanagement
3.6 Stakeholder Dezentralisierung
4 Praxisbeispiel
4.1 Projektbeschreibung und -ziele
4.2 Projektvorgehen
4.3 Stakeholder-Identifikation zu Projektbeginn
4.4 Aufgetretene Probleme
4.5 Evaluierung von Optimierungsansätzen
4.5.1 Reliable SCRUM
4.5.2 Aktives Stakeholder-Management
4.5.3 Stakeholder-Relationship-Management
4.6 Handlungsempfehlung
5 Zusammenfassung
6 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie Stakeholder in der agilen Softwareentwicklungsmethode SCRUM effektiv verwaltet werden können, um Projektrisiken durch eine verbesserte Einbindung und Kommunikation zu minimieren. Dabei wird analysiert, welche Herausforderungen bei dezentralen Projektstrukturen entstehen und welche Management-Strategien zu einem erfolgreichen Projektabschluss führen.
- Methodische Grundlagen des Stakeholder-Managements in agilen Projekten
- Analyse von Risiken bei dezentraler Stakeholder-Verteilung
- Evaluierung von Optimierungsansätzen wie Reliable SCRUM und Stakeholder-Relationship-Management
- Analyse eines Praxisbeispiels zur Verbesserung des Stakeholdermanagements
Auszug aus dem Buch
3.6 Stakeholder Dezentralisierung
Die agile Softwareentwicklung fokussiert sich auf die Arbeit in kleinen Teams an einem physikalischen Ort. Ein Projekt kann jedoch die Herausforderung haben, dass verschiedene geographische Verteilungen vorhanden sind. Hier ist ein erhöhtes Maß an Kommunikation und Organisation gefordert, was sich als äußerst problematisch darstellen kann (vgl. Tabelle 1).
Mangelhaftes Domänenwissen: Die Softwareentwicklung gilt als eine Form des Wissensmanagements. Dies bedingt eine dauerhafte Sicherstellung und zur Bereitstellung des im Projekt erlangten Wissens über die Anwendungsgebiete des Kunden. Undokumentiertes Wissen geht vor allem bei einer räumlichen Stakeholderaufspaltung zwangsläufig verloren und kann nur schwer wieder erlangt werden.
Unerfahrene Entwickler: Vor allem bei der Kooperation mit Offshore-Entwicklungsleistungen wirken sich mangelnde Erfahrungen der Softwareentwickler auf den Projekterfolg aus. Im Extremfall kann es die Projektagilität stürzen, da nur von einer Spezifikation ausgehend entwickelt werden kann, was der Vorgehensweise nach dem Wasserfallmodell entspricht.
Misslingende Kommunikation: Der Produktivitätsverlust verteilter Teams kann nicht komplett durch die modernen Kommunikationssysteme aufgefangen werden. Die Kommunikationseffizienz nimmt aufgrund äußerer Randbedingungen drastisch ab (z.B. Sprachprobleme, Arbeiten in verschiedenen Zeitzonen).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Ausgangslage im Kontext agiler Softwareentwicklung und definiert das Ziel der Arbeit, Stakeholder-Management im agilen Kontext zu optimieren.
2 Definitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Fachbegriffe SCRUM und Stakeholder gemäß der gängigen Literatur definiert.
3 Stakeholder-Management: Dieses Kapitel beschreibt theoretische Ansätze zur Identifikation, Bewertung und Steuerung von Stakeholdern sowie die spezifischen Probleme bei dezentralen Projektstrukturen.
4 Praxisbeispiel: Hier wird ein anonymisiertes Projekt analysiert, um aufgetretene Probleme bei der Stakeholder-Integration aufzuzeigen und Optimierungsansätze zu evaluieren.
5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt Handlungsempfehlungen für die Praxis.
6 Ausblick: Der Ausblick betrachtet künftige Trends und die zunehmende Relevanz professioneller Stakeholder-Management-Strategien in agilen Projekten.
Schlüsselwörter
SCRUM, Stakeholder, Stakeholder-Management, Agile Softwareentwicklung, Projektmanagement, Risikomanagement, Requirement Engineering, Dezentralisierung, Kommunikation, Reliable SCRUM, Interessensgruppen, Projekterfolg, Softwareentwicklung, Stakeholder-Relationship-Management, Stakeholder-Identifikation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Projektarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Optimierung des Stakeholder-Managements innerhalb agiler Softwareprojekte, basierend auf der Methode SCRUM.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?
Zu den Schwerpunkten gehören das Stakeholder-Management, die Herausforderungen dezentraler Projektstrukturen, die Anwendung von SCRUM und die Optimierung durch Ansätze wie Reliable SCRUM.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das Hauptziel besteht darin, zu untersuchen, wie Stakeholder in der agilen Softwareentwicklung effektiver und effizienter verwaltet werden können, um Projektrisiken zu minimieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Grundlagen sowie eine qualitative Fallstudienanalyse anhand eines anonymisierten Praxisbeispiels.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Stakeholder-Management-Methoden und die praktische Evaluierung von Optimierungsansätzen anhand konkreter Problemstellungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?
Zentrale Begriffe sind SCRUM, Stakeholder-Management, Agile Softwareentwicklung, Projektrisiken, Dezentralisierung und Stakeholder-Identifikation.
Wie unterscheidet sich die Arbeit in Bezug auf das "WaterScrumFall"-Phänomen?
Die Arbeit beleuchtet, dass eine halbherzige Integration agiler Methoden oft zu planlosen und chaotischen Projekten führt, und zeigt auf, wie durch aktives Stakeholder-Management gegengesteuert werden kann.
Welche Bedeutung kommt der "Stakeholder-Dezentralisierung" im Praxisbeispiel zu?
Sie wird als kritischer Störfaktor identifiziert, der durch erhöhten Kommunikationsbedarf und Wissensverlust bei räumlicher Verteilung die Effektivität des Projekts mindert.
- Quote paper
- Sebastian Storch (Author), 2014, Das Projektrisiko dezentraler Stakeholder bei SCRUM. Optimierungsmaßnahmen im Stakeholdermanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309333