Der Nutznießer des realen Wachstums der Weltwirtschaft ist vor allem der Seetransport, speziell im Bereich der Containerschifffahrt. Wie sich die Wirtschaft in naher Zukunft entwickelt, lässt sich nur abschätzen. Auch wenn Regierungen, internationale Organisationen und Wirtschaftsforscher versuchen die konjunkturelle Entwicklung möglichst genau vorherzusagen.
Die Prognosen für das Wirtschaftswachstum werden im Laufe eines Jahres regelmäßig nach oben oder unten korrigiert. Ebenso ändern sich Größen und Prozesse der Allianzen. Für 2013 sagt der IWF ein bescheidenes Wachstum in Deutschland von 0,5 % voraus. Für 2014 sind es immerhin 1,4 %.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, dem Leser ein Bild über die globale maritime Logistik zu vermitteln und die damit verbundenen Vor- und Nachteile in der Allianzbildung zu erläutern.
Die Arbeit kann grob in drei Abschnitte unterteilt werden. Zunächst sollen im ersten Abschnitt die drei größten Linienreedereien vorgestellt werden und auf die Konkurrenzsituation eingegangen werden. Der zweite Abschnitt erläutert die Möglichkeiten der Bindungsformen unter Berücksichtigung der Formen des Marktwettbewerbs. Im letzten und größten Abschnitt werden die strategischen Allianzen und deren Entwicklung beschrieben. Dabei wird sowohl auf die Vernetzungspotentiale in der Seeschifffahrt als auch auf die dadurch entstehenden Konsequenzen eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1 EINFÜHRUNG
1.2 VORGEHENSWEISE & ZIELSETZUNG
2. INTERNATIONALE MARITIME LOGISTIK
2.1 HINTERGRUND & RAHMENBEDINGUNGEN DES GLOBALEN HANDELNS
2.2 CONTAINERISIERUNG INTERNATIONALER WARENSTRÖME
3. KENNZEICHEN DER INTERNATIONALEN CONTAINERLINIENSCHIFFFAHRT
3.1 KONKURRENZSITUATION IM CONTAINERVERKEHR
3.2 DIE GRÖßTEN LINIENREEDEREIEN
3.2.1 APM- Maersk
3.2.2 MSC
3.2.3 CMA CGM Group
3.3 Internationale Seeschifffahrtsorganisationen
4. BINDUNGS- UND WETTBEWERBSFORMEN
4.1 MARKTGESTALTUNG DURCH BINDUNG
4.2 BINDUNGSFORMEN
4.2.1 Kooperationen
4.2.2 Konsortien
4.2.3 Allianztypen
4.2.4 Kartelle, Schifffahrtskonferenzen, Outsider
4.3 FORMEN DES MARKTWETTBEWERBS
4.3.1 Transaktionswettbewerb
4.3.2 Bindungswettbewerb
4.3.3 Netzwerkwettbewerb
5. STRATEGISCHE SCHIFFFAHRTSALLIANZEN & SYNERGIEPOTENTIALE
5.1 CKYH ALLIANCE- THE GREEN ALLIANCE
5.1.1 Beschreibung
5.1.2 Entwicklung
5.1.3 Objektive Beurteilung anhand empirischer Studie
5.2 G6 ALLIANCE
5.2.1 Beschreibung
5.2.2 Entwicklung aus Grand Alliance & New World Alliance
5.3 VERNETZUNGSPOTENTIALE IN DER SEESCHIFFFAHRT
5.3.1 Voraussetzungen für den Erfolg
5.3.2 Vorteile in der Allianzbildung
5.3.3 Nachteile in der Allianzbildung
5.4 KONSEQUENZEN DER STRATEGISCHEN SCHIFFFAHRTSALLIANZEN
5.4.1 Auswirkungen auf Routen, Netze und Häfen
5.4.2 Prognose der Containerverschiffungen
6. ZUSAMMENFASSUNG
6.1 AUSBLICK & FAZIT
6.2 SCHLUSSBETRACHTUNG
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Bedeutung strategischer Allianzen in der globalen Containerlinienschifffahrt. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie sich die Konkurrenzsituation unter dem Druck der Globalisierung verändert hat und unter welchen Voraussetzungen die Bildung von Allianzen zu ökonomischen Synergieeffekten führt.
- Strukturanalyse der größten Linienreedereien (Maersk, MSC, CMA CGM)
- Systematisierung von Bindungs- und Wettbewerbsformen in der maritimen Logistik
- Evaluation strategischer Allianzen (CKYH, G6) anhand empirischer Kriterien
- Analyse der Vernetzungspotentiale sowie Auswirkungen auf Hafen- und Routennetzwerke
Auszug aus dem Buch
4.2.1 Kooperationen
Bei der Bindungsform der Kooperation ist ein enger Bindungshorizont und eine hohe Bindungsintensität vorhanden (s. Abb. 4). Die Kooperation weist eine Vielzahl von Formen auf, wobei strategische Allianzen eine intermediäre Transaktionsform zwischen Markt und Hierarchie bildet. Sie ergeben sich aus der Zusammenarbeit auf mehreren Kooperationsfeldern. Die Marktstruktur beeinflusst den Unternehmenserfolg. Vom Management verfolgte Wettbewerbsstrategien sollen nicht nur eine optimale Anpassung der Unternehmen an die Marktstruktur bezwecken, sondern letztere durch strategische Maßnahmen gestalten.
Einer Kooperation muss nicht zwingend ein Vertrag zugrunde liegen. Es existieren Kooperationen, die auf stillschweigenden oder nicht- vertraglichen Vereinbarungen beruhen. Ende 2011 sind mit MSC und CMA CGM die zweit- und drittgrößte Linienreederei eine bedeutende Kooperation eingegangen, was zeigt, dass eine Kooperation auch für die größten Reedereien Vorteile mit sich bringen kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Einführung in das Wachstum der Containerschifffahrt und Festlegung der Zielsetzung der Arbeit bezüglich der Analyse von Reedereien und Allianzbildungen.
2. INTERNATIONALE MARITIME LOGISTIK: Darstellung der Rahmenbedingungen und der wachsenden Bedeutung der Containerisierung für den Welthandel.
3. KENNZEICHEN DER INTERNATIONALEN CONTAINERLINIENSCHIFFFAHRT: Analyse der Konkurrenzsituation und Vorstellung der drei marktführenden Linienreedereien sowie internationaler Organisationen.
4. BINDUNGS- UND WETTBEWERBSFORMEN: Theoretische Herleitung von Bindungshorizonten und -intensitäten sowie Unterscheidung verschiedener Wettbewerbsformen in der Branche.
5. STRATEGISCHE SCHIFFFAHRTSALLIANZEN & SYNERGIEPOTENTIALE: Detaillierte Untersuchung bestehender Allianzen (CKYH, G6), deren Erfolgsfaktoren und Auswirkungen auf die globale Hafeninfrastruktur.
6. ZUSAMMENFASSUNG: Abschließende Betrachtung der Entwicklungstrends in der Containerschifffahrt und ein Ausblick auf die zukünftige Allianzlandschaft.
Schlüsselwörter
Containerschifffahrt, Maritime Logistik, Strategische Allianzen, Linienreedereien, Containerisierung, Marktkonzentration, Wettbewerbsformen, Kooperationen, Supply Chain, Hafenlogistik, Economies of Scale, Frachtraten, CKYH Alliance, G6 Alliance, P3-Netzwerk.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die strategische Zusammenarbeit von Containerschifffahrtsunternehmen und wie diese auf Marktveränderungen reagieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Struktur der größten Reedereien, Kooperationsformen und die Auswirkungen von Allianzen auf Routennetze.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, ein Verständnis für die globale maritime Logistik zu schaffen und die Vor- und Nachteile von Allianzbildungen für Reedereien zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden Literaturanalysen, die Auswertung von Wirtschaftsdaten und der Rückgriff auf empirische Studien, wie etwa Delphi-Umfragen, angewandt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Theorie der Bindungsformen, die detaillierte Vorstellung von Allianzen wie CKYH und G6 sowie deren operative Synergien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Containerschifffahrt, strategische Allianzen, Kooperationen, Linienreedereien, Marktkonzentration und maritime Logistik.
Welche Rolle spielt die CKYH Alliance?
Die CKYH Alliance gilt als eine der ältesten und stabilsten Allianzen in der Branche und ist ein zentrales Fallbeispiel für erfolgreiche langfristige Zusammenarbeit.
Wie werden die Auswirkungen auf Häfen bewertet?
Allianzen führen zu einer Konzentration auf "Hub Ports", was eine Anpassung der Hafenkapazitäten und eine stärkere Bindung an große Reedereien erforderlich macht.
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- Adam Sebastian (Autor), 2013, Allianzen in der Containerschifffahrt, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309400