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Das Prinzip des Gabenaustauschs. Die Zusammenhänge zwischen Moral und Ökonomie nach Marcel Mauss

Titre: Das Prinzip des Gabenaustauschs. Die Zusammenhänge zwischen Moral und Ökonomie nach Marcel Mauss

Dossier / Travail de Séminaire , 2015 , 13 Pages

Autor:in: Louisa Jonuscheit (Auteur)

Ethnologie / Anthropologie Culturelle
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Die vorliegende Hausarbeit behandelt die Theorie des Gebentauschs basierend auf dem Buch "Die Gabe" von Marcel Mauss. Im weiteren Verlauf wird vergleichend auf die Zusammenhänge in Bezug auf den Titel "Schulden. Die ersten 5000 Jahre" von David Graeber eingegangen.

Anfangs werden allgemeine Begriffsdefinitionen und rechtliche Bedingungen der Schenkung bzw. des Geschenks betrachtet.
Im Hauptteil werden wesentliche Aspekte von Marcel Mauss näher erläutert, sowie das Konzept der drei Verpflichtungen.
Nachfolgend werden die Zusammenhänge zwischen Gabe, Moral und Ökonomie betrachtet. Zum Ende folgt ein Rückblick sowie eine Kritik.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung

Definition des Begriffs ‚Geschenk‘ bzw. ‚Schenkung‘

Marcel Mauss

Hauptteil

Wesentliche Aspekte der Theorie des Gabentauschs von Marcel Mauss

Das Konzept der drei Verpflichtungen

Gabe & Ökonomie

Moral & Ökonomie

David Graeber zu Marcel Mauss

Schlussteil

Resümee

Kritik

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der Theorie des Gabentauschs von Marcel Mauss auseinander und untersucht die Verflechtungen zwischen Moral, Ökonomie und sozialen Verpflichtungen. Dabei wird analysiert, inwieweit das Gabenkonzept in archaischen Gesellschaften als soziales Totalphänomen fungierte und wie sich diese Prinzipien zur heutigen Marktwirtschaft und aktuellen soziologischen Debatten, etwa durch David Graeber, verhalten.

  • Die anthropologische Bedeutung von Gaben und Schenkungen
  • Das Konzept der drei Verpflichtungen (geben, annehmen, erwidern)
  • Vergleich zwischen archaischer Schenkökonomie und moderner Marktlogik
  • Die Rolle von Moral und sozialem Zusammenhalt im Austausch
  • Kritische Reflexion über den Eigennutz und die Freiwilligkeit bei Tauschprozessen

Auszug aus dem Buch

Wesentliche Aspekte der Theorie des Gabentauschs von Marcel Mauss

„In den Wirtschafts- und Rechtsordnungen, die den unseren vorausgegangen sind, begegnet man fast niemals dem einfachen Austausch von Gütern, Reichtümern und Produkten im Rahmen eines zwischen Individuen abgeschlossenen Handels. Zunächst einmal sind es nicht Individuen, sondern Kollektive, die sich gegenseitig verpflichten, die austauschen und kontrahieren; die am Vertrag beteiligten Personen sind moralische Personen: Clans, Stämme, Familien, die einander gegenübertreten, seis als Gruppen auf dem Terrain selbst, seis durch die Vermittlung ihrer Häuptlinge, oder auch auf beide Weisen zugleich.“ (Mauss, 1990, S. 21-22). Anhand dieses Zitats wird deutlich, dass sich der Gabenaustausch hauptsächlich innerhalb von Kollektiven abspielt und weniger Individualpersonen betrifft.

Marcel Mauss spricht von „‘totalen‘ gesellschaftlichen Phänomenen“ (Mauss, 1990, S. 17), die ihren Ausdruck im Gabenaustausch finden. Hierbei betrifft der Austausch nicht nur „wirtschaftlich nützliche Dinge“ (Mauss, 1990, S. 22), sondern auch nichtmaterielle Dinge, wie zum Beispiel Höflichkeiten und Rituale. Der Gabenaustausch beruht auf verschiedenen Strukturen, die ökonomischer, politischer, juristischer, moralischer und religiöser Natur sein können. Er impliziert Verträge, die einen symbolischen Charakter haben.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Die Autorin legt ihre Motivation dar, sich mit dem Gabenkonzept von Mauss sowie der Verknüpfung von Moral und Ökonomie auseinanderzusetzen.

Einleitung: Es erfolgt eine Definition der Begriffe Geschenk und Schenkung sowie eine Einführung in die wissenschaftliche Person Marcel Mauss.

Hauptteil: Dieser Abschnitt beleuchtet die Kernaspekte der Theorie von Mauss, das Konzept der drei Verpflichtungen, die ökonomischen Hintergründe sowie die Perspektive von David Graeber.

Schlussteil: Das Resümee fasst die Erkenntnisse zur Gabe zusammen und übt kritische Reflexion an den Definitionen und dem Menschenbild bei Mauss.

Schlüsselwörter

Gabentausch, Marcel Mauss, Schenkökonomie, soziale Verpflichtungen, Moralökonomie, David Graeber, totale Leistungen, Potlatsch, Reziprozität, archaische Gesellschaften, Wirtschaftsanthropologie, Sozialer Zusammenhalt, Schenkung, Vertrag, Homo Oeconomicus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Prinzip des Gabentauschs nach Marcel Mauss und dessen Relevanz für das Verständnis von Moral und Ökonomie in Gesellschaften.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der anthropologischen Analyse von Schenkritualen, den Verpflichtungen beim Tausch sowie dem Vergleich zwischen traditionellen und modernen Wirtschaftssystemen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis des Gabenkonzepts zu erlangen und zu prüfen, inwieweit Person und Sache in Tauschprozessen miteinander verschmelzen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird ein literaturwissenschaftlicher Ansatz gewählt, der sich primär auf die theoretischen Grundlagen von Marcel Mauss sowie ergänzende Perspektiven von David Graeber stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Analyse von Potlatsch, dem Drei-Verpflichtungs-Modell und der spannungsreichen Beziehung zwischen freiwilliger Gabe und ökonomischem Zwang.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation?

Wesentliche Begriffe sind Schenkökonomie, Reziprozität, soziale Totalphänomene und der Gegensatz von ökonomischem Nutzen gegenüber sozialer Bindung.

Wie bewertet die Autorin die Freiwilligkeit des Schenkens?

Die Autorin stellt die Freiwilligkeit kritisch in Frage und weist darauf hin, dass Schenken oft mit einem sozialen Erwiderungszwang und Schuldgefühlen einhergeht.

Welchen Bezug nimmt das Werk auf David Graeber?

David Graeber wird herangezogen, um die Kritik an der reinen Schenkökonomie zu vertiefen und aufzuzeigen, wie sich Marktlogik auch in Systemen niederschlägt, die eigentlich auf dem Austausch von Geschenken basieren.

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Résumé des informations

Titre
Das Prinzip des Gabenaustauschs. Die Zusammenhänge zwischen Moral und Ökonomie nach Marcel Mauss
Université
LMU Munich  (Volkskunde)
Cours
Kulturtheorien (Proseminar)
Auteur
Louisa Jonuscheit (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
13
N° de catalogue
V309577
ISBN (ebook)
9783668079762
ISBN (Livre)
9783668079779
Langue
allemand
mots-clé
Marcel Mauss Die Gabe Schenkökonomie David Graeber Schulden Gabe Ökonomie Moral Gabenaustausch Verpflichtungen Schenkung Geschenk
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Louisa Jonuscheit (Auteur), 2015, Das Prinzip des Gabenaustauschs. Die Zusammenhänge zwischen Moral und Ökonomie nach Marcel Mauss, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309577
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